Picknick im Dunkeln

Picknick im Dunkeln

eBook

16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Picknick im Dunkeln

Ebenfalls verfügbar als:

Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab 22,00 €
Taschenbuch

Taschenbuch

ab 12,00 €
eBook

eBook

ab 16,99 €

Beschreibung

Details

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

27.01.2020

Beschreibung

Details

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion text-to-speech können Sie sich im aktuellen tolino webReader das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/text-to-speech.

Erscheinungsdatum

27.01.2020

Verlag

Hanser

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

1724 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783446266698

Das meinen unsere Kund*innen

4.6

14 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Bewertung am 06.10.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ohne zu wissen wo und warum sie dort sind treffen der mittelalterliche Philosoph Thomas von Aquin und der Komödiant Stan Laurel an einem Ort aufeinander, an dem absolute Finsternis herrscht. Was ihnen angesichts der Situation bleibt, ist einzig das Gespräch und die gemeinsame Suche nach einem Ausweg. Markus Orths lässt aus dieser Konstellation nichts geringeres als einen ebenso charmanten wie tiefsinnigen, amüsanten wie nachdenklichen Roman über den Sinn und den Unsinn des Lebens, nicht zuletzt über die Bedeutung des Lachens entstehen. Ich konnte dieses Buch erst nach der letzten Seite wieder aus der Hand legen - und Sie?!

Bewertung am 06.10.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ohne zu wissen wo und warum sie dort sind treffen der mittelalterliche Philosoph Thomas von Aquin und der Komödiant Stan Laurel an einem Ort aufeinander, an dem absolute Finsternis herrscht. Was ihnen angesichts der Situation bleibt, ist einzig das Gespräch und die gemeinsame Suche nach einem Ausweg. Markus Orths lässt aus dieser Konstellation nichts geringeres als einen ebenso charmanten wie tiefsinnigen, amüsanten wie nachdenklichen Roman über den Sinn und den Unsinn des Lebens, nicht zuletzt über die Bedeutung des Lachens entstehen. Ich konnte dieses Buch erst nach der letzten Seite wieder aus der Hand legen - und Sie?!

Philosophisches unter Melone und Heiligenschein

Bewertung aus Kissing am 28.12.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gleich mal vorneweg eine Warnung: Wer nach dem Verlagstext "eine aufregende philosophische Reise, eine urkomische und todernste Geschichte über die großen Fragen des Lebens" erwartet, wird wahrscheinlich etwas enttäuscht sein. Das hat dieser kluge, kurze Roman jedoch nicht verdient. Leider werden die Klappentexte jedoch auch hierzulande immer reißerischer, keine Ahnung, was sich die Marketing-Abteilungen davon versprechen. Jedenfalls habe ich in "Picknick im Dunkeln" keine urkomischen Passagen gefunden, wohl aber fein dosierten Wortwitz. Und ja, es geht um den Tod, darum ob und wenn ja was uns danach erwartet, und die philosophischen Betrachtungen sind durchaus ernst, aber deswegen nicht gleich todernst. Der Plot mutet zunächst mystisch-skurril an: Stan Laurel, bekannt vor allem als Komiker des legendären Filmduos "Laurel und Hardy"/"Dick und Doof", trifft in einem zappendusteren Gang auf den rund 700 Jahre vor ihm geborenen Thomas von Aquin, seines Zeichens dominikanischer Theologe und Philosoph. Autor Markus Orths schafft eine unterhaltsame und lehrreiche Melange aus einer Doppelbiografie und einem philosophischen Spaziergang. Ich habe das Buch zwei Mal gelesen und kann dies nur empfehlen: Es steckt voller sprachlicher Kleinode, besonders die witzig-beschreibenden Neologismen, wie etwa "Schneckenfühlerfingerchen" haben es mir angetan. Für das bessere Verständnis manch philosophischen Gedankengangs hätten mir etwas mehr einschlägige Vorkenntnisse wohl geholfen. Sehr bereichernd fand ich hingegen die wahre Flut an biografischen Details, vor allem zu Stan Laurel. Daneben ist der Roman aber vor allem auch eine Geschichte über zwei Männer, die aus völlig unterschiedlichen Erfahrungs- und Glaubenswelten stammen, und die dennoch in einen wirklichen Dialog treten. Die den Gesprächspartner erzählen lassen und ihm aufmerksam zuhören, versuchen, ihn zu verstehen, auch das, was zunächst fremd erscheint, ins eigene Denken zu lassen. So gesehen ein wichtiges Buch, gerade in einer Zeit, in der sich vorgefasste Meinungen schnell zementieren und Diskussionen oft zum reinen Schlagabtausch statt zu wirklichem Dialog verkommen.

Philosophisches unter Melone und Heiligenschein

Bewertung aus Kissing am 28.12.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gleich mal vorneweg eine Warnung: Wer nach dem Verlagstext "eine aufregende philosophische Reise, eine urkomische und todernste Geschichte über die großen Fragen des Lebens" erwartet, wird wahrscheinlich etwas enttäuscht sein. Das hat dieser kluge, kurze Roman jedoch nicht verdient. Leider werden die Klappentexte jedoch auch hierzulande immer reißerischer, keine Ahnung, was sich die Marketing-Abteilungen davon versprechen. Jedenfalls habe ich in "Picknick im Dunkeln" keine urkomischen Passagen gefunden, wohl aber fein dosierten Wortwitz. Und ja, es geht um den Tod, darum ob und wenn ja was uns danach erwartet, und die philosophischen Betrachtungen sind durchaus ernst, aber deswegen nicht gleich todernst. Der Plot mutet zunächst mystisch-skurril an: Stan Laurel, bekannt vor allem als Komiker des legendären Filmduos "Laurel und Hardy"/"Dick und Doof", trifft in einem zappendusteren Gang auf den rund 700 Jahre vor ihm geborenen Thomas von Aquin, seines Zeichens dominikanischer Theologe und Philosoph. Autor Markus Orths schafft eine unterhaltsame und lehrreiche Melange aus einer Doppelbiografie und einem philosophischen Spaziergang. Ich habe das Buch zwei Mal gelesen und kann dies nur empfehlen: Es steckt voller sprachlicher Kleinode, besonders die witzig-beschreibenden Neologismen, wie etwa "Schneckenfühlerfingerchen" haben es mir angetan. Für das bessere Verständnis manch philosophischen Gedankengangs hätten mir etwas mehr einschlägige Vorkenntnisse wohl geholfen. Sehr bereichernd fand ich hingegen die wahre Flut an biografischen Details, vor allem zu Stan Laurel. Daneben ist der Roman aber vor allem auch eine Geschichte über zwei Männer, die aus völlig unterschiedlichen Erfahrungs- und Glaubenswelten stammen, und die dennoch in einen wirklichen Dialog treten. Die den Gesprächspartner erzählen lassen und ihm aufmerksam zuhören, versuchen, ihn zu verstehen, auch das, was zunächst fremd erscheint, ins eigene Denken zu lassen. So gesehen ein wichtiges Buch, gerade in einer Zeit, in der sich vorgefasste Meinungen schnell zementieren und Diskussionen oft zum reinen Schlagabtausch statt zu wirklichem Dialog verkommen.

Unsere Kund*innen meinen

Picknick im Dunkeln

von Markus Orths

4.6

0 Bewertungen filtern

Unsere Buch­händler*innen meinen

Profilbild von Clara Brückner

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Clara Brückner

Thalia Leipzig - Grimmaische Straße

Zum Portrait

4/5

Ein Buch mit Nachwirkung

Bewertet: eBook (ePUB)

Stan Laurel wacht auf. Um ihn herum nur Dunkelheit. Die Beklommenheit droht ihn zu erdrücken, also muss er laufen, herausfinden wo er hier ist. Viele Gedanken schießen plötzlich durch seinen Kopf über sein Leben, über seinen berühmten Filmpartner Oliver Hardy. Was passiert hier nur mit ihm? Das kann doch alles nur ein schlechter Witz sein. Nach langem Tapsen durch das Dunkle stolpert er über einen großen, schweren Körper. Es stellt sich heraus, dass er mit dem berühmten, theologischen Denker Thomas von Aquin in dieser dunklen Röhre gefangen ist. Irgenetwas muss hier wohl sehr verkehrt sein, denn schließlich trennen die beiden Männer mehr als 700 Jahre - zumindest in der normalen Zeitrechnung. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche. Gemeinsam gehen sie den Weg des Unvermeidbaren. Gemeinsam denken sie bis zum Schluss. Markus Orths schafft es in diesem Roman, das Leichte und das Schwere gekonnt zu verbinden. Der federleichte Stan Laurel mit tausenden Filmideen in seinem Kopf und ihm gegenüber Thomas von Aquin, der sich schon als Kind das Lachen verboten hat und sich in der Welt der schweren Gedanken auskennt. Schöne Erinnerungen treffen auf Todesangst und Bedrückung. Kleine Begebenheiten stehen den großen Fragen des Lebens gegenüber: Gibt es einen Gott? Gibt es Bestrafung? Wie genau funktioniert das mit Seele und Körper nach dem Tod? Und gibt es ein Ende dieser Dunkelheit? Mich hat das Buch gefesselt, da es den Leser sehr nah mit hinein nimmt in die dunkle Röhre. Manchmal musste ich das Buch zur Seite legen, weil mich eine Beklommenheit einnehmen wollte. Ich konnte mir viele spannende Fragen und Theorien aus dem Buch mitnehmen und habe vieles über die beiden Persönlichkeiten und ihre Sichtweise erfahren. Allerdings war das Buch an manchen Stellen etwas zäh und mitunter waren mir die Dialoge nicht so ganz nachvollziehbar. Für mich eine klare Empfehlung für Leser, die den philosophischen Ansatz schätzen und sich gerne mit Theorien und Sichtweisen beschäftigen.
4/5

Ein Buch mit Nachwirkung

Bewertet: eBook (ePUB)

Stan Laurel wacht auf. Um ihn herum nur Dunkelheit. Die Beklommenheit droht ihn zu erdrücken, also muss er laufen, herausfinden wo er hier ist. Viele Gedanken schießen plötzlich durch seinen Kopf über sein Leben, über seinen berühmten Filmpartner Oliver Hardy. Was passiert hier nur mit ihm? Das kann doch alles nur ein schlechter Witz sein. Nach langem Tapsen durch das Dunkle stolpert er über einen großen, schweren Körper. Es stellt sich heraus, dass er mit dem berühmten, theologischen Denker Thomas von Aquin in dieser dunklen Röhre gefangen ist. Irgenetwas muss hier wohl sehr verkehrt sein, denn schließlich trennen die beiden Männer mehr als 700 Jahre - zumindest in der normalen Zeitrechnung. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche. Gemeinsam gehen sie den Weg des Unvermeidbaren. Gemeinsam denken sie bis zum Schluss. Markus Orths schafft es in diesem Roman, das Leichte und das Schwere gekonnt zu verbinden. Der federleichte Stan Laurel mit tausenden Filmideen in seinem Kopf und ihm gegenüber Thomas von Aquin, der sich schon als Kind das Lachen verboten hat und sich in der Welt der schweren Gedanken auskennt. Schöne Erinnerungen treffen auf Todesangst und Bedrückung. Kleine Begebenheiten stehen den großen Fragen des Lebens gegenüber: Gibt es einen Gott? Gibt es Bestrafung? Wie genau funktioniert das mit Seele und Körper nach dem Tod? Und gibt es ein Ende dieser Dunkelheit? Mich hat das Buch gefesselt, da es den Leser sehr nah mit hinein nimmt in die dunkle Röhre. Manchmal musste ich das Buch zur Seite legen, weil mich eine Beklommenheit einnehmen wollte. Ich konnte mir viele spannende Fragen und Theorien aus dem Buch mitnehmen und habe vieles über die beiden Persönlichkeiten und ihre Sichtweise erfahren. Allerdings war das Buch an manchen Stellen etwas zäh und mitunter waren mir die Dialoge nicht so ganz nachvollziehbar. Für mich eine klare Empfehlung für Leser, die den philosophischen Ansatz schätzen und sich gerne mit Theorien und Sichtweisen beschäftigen.

Clara Brückner
  • Clara Brückner
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Profilbild von Ingbert Edenhofer

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Ingbert Edenhofer

Thalia Essen - Allee-Center

Zum Portrait

5/5

Wie erhellend die Dunkelheit sein kann!

Bewertet: eBook (ePUB)

Falls ich Sorgen hatte, dieses Jahr kein bleibendes Werk zu lesen: Das treibt mich nun nicht mehr um. "Picknick im Dunkeln" ist ein Buch, das es ohne Frage auf meine ewige Bestenliste geschafft hat. Stan Laurel und Thomas von Aquin begegnen sich in einem komplett schwarzen Raum und versuchen herauszufinden, wieso. Dass sie nicht nur extrem unterschiedlich sind - etwa ist Stan wenig so wichtig wie Humor, auf den Thomas entschlossen verzichtet -, sondern auch 7 Jahrhunderte zwischen sich haben, führt zu vielen Anlaufschwierigkeiten zwischen den beiden, aber tiefer und tiefer werden die Gespräche. Anfangs wirkt es so, als läge der Focus mehr auf Stan - sicherlich dem Gros der Leser auch vergleichsweise näher - aber Thomas holt mit der Zeit beeindruckend auf. Was ist so wundervoll an diesem Buch? Schon allein, dass es so geschrieben ist, dass es als Buch funktioniert, aber nicht ohne Weiteres als Film. Ja, es gibt Rückblenden, die sicherlich in einem Film sichtbar wären, aber das meiste ist nun mal schwarz. Wobei ich nichts gegen eine ambitionierte Miniserie hätte (oder eine Graphic Novel - das klappt bestimmt). Und ja, es wäre eine Miniserie, kein Film. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen, die sich als Cliffhanger eignen würden. Ich verrate nichts - das wäre hier wirklich sehr schade - aber Orths nimmt eine sehr begrenzt wirkende Situation und dreht sie immer wieder so, dass sich ganz neue Wege auftun. Es ist plausibel und doch unerwartet - oder unerwartet und doch plausibel - je nachdem, von wo man schauen möchte. Ja, manchmal lässt sich etwas erahnen - aber wenn sich die Geschichte tatsächlich in die vorhergesehende Richtung entwickelt, ist das nicht verbunden mit einem "tja, da ist ihm wohl nichts mehr eingefallen", sondern eher mit einem "wow, ich bin so drin". Wahrscheinlich las ich irgendwann mal, dass Beckett sagte, seine Idealbesetzung für Estragon und Vladimir in "Waiting for Godot" seien Stan Laurel und Oliver Hardy - immer wieder fühlte ich mich generell ans absurde Theater erinnert. Als ich den Namen der kuriosen Sängerin Yma Sumac mal umdrehte, dachte ich, man sollte mal etwas schreiben über Yma Sumac, Camus und eine Amy. Vielleicht entstand "Picknick im Dunkeln" auch auf ähnliche Art - also "was passiert, wenn wir Stan Laurel und Thomas von Aquin in einen Raum werfen - ach, und um es auf die Spitze zu treiben, gibt es überhaupt kein Licht". Aber meine Idee entwickelte sich nicht weiter - Markus Orths hingegen sollte auf Händen durch die Welt getragen werden, sobald man keine Gummihandschuhe mehr tragen muss!
5/5

Wie erhellend die Dunkelheit sein kann!

Bewertet: eBook (ePUB)

Falls ich Sorgen hatte, dieses Jahr kein bleibendes Werk zu lesen: Das treibt mich nun nicht mehr um. "Picknick im Dunkeln" ist ein Buch, das es ohne Frage auf meine ewige Bestenliste geschafft hat. Stan Laurel und Thomas von Aquin begegnen sich in einem komplett schwarzen Raum und versuchen herauszufinden, wieso. Dass sie nicht nur extrem unterschiedlich sind - etwa ist Stan wenig so wichtig wie Humor, auf den Thomas entschlossen verzichtet -, sondern auch 7 Jahrhunderte zwischen sich haben, führt zu vielen Anlaufschwierigkeiten zwischen den beiden, aber tiefer und tiefer werden die Gespräche. Anfangs wirkt es so, als läge der Focus mehr auf Stan - sicherlich dem Gros der Leser auch vergleichsweise näher - aber Thomas holt mit der Zeit beeindruckend auf. Was ist so wundervoll an diesem Buch? Schon allein, dass es so geschrieben ist, dass es als Buch funktioniert, aber nicht ohne Weiteres als Film. Ja, es gibt Rückblenden, die sicherlich in einem Film sichtbar wären, aber das meiste ist nun mal schwarz. Wobei ich nichts gegen eine ambitionierte Miniserie hätte (oder eine Graphic Novel - das klappt bestimmt). Und ja, es wäre eine Miniserie, kein Film. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen, die sich als Cliffhanger eignen würden. Ich verrate nichts - das wäre hier wirklich sehr schade - aber Orths nimmt eine sehr begrenzt wirkende Situation und dreht sie immer wieder so, dass sich ganz neue Wege auftun. Es ist plausibel und doch unerwartet - oder unerwartet und doch plausibel - je nachdem, von wo man schauen möchte. Ja, manchmal lässt sich etwas erahnen - aber wenn sich die Geschichte tatsächlich in die vorhergesehende Richtung entwickelt, ist das nicht verbunden mit einem "tja, da ist ihm wohl nichts mehr eingefallen", sondern eher mit einem "wow, ich bin so drin". Wahrscheinlich las ich irgendwann mal, dass Beckett sagte, seine Idealbesetzung für Estragon und Vladimir in "Waiting for Godot" seien Stan Laurel und Oliver Hardy - immer wieder fühlte ich mich generell ans absurde Theater erinnert. Als ich den Namen der kuriosen Sängerin Yma Sumac mal umdrehte, dachte ich, man sollte mal etwas schreiben über Yma Sumac, Camus und eine Amy. Vielleicht entstand "Picknick im Dunkeln" auch auf ähnliche Art - also "was passiert, wenn wir Stan Laurel und Thomas von Aquin in einen Raum werfen - ach, und um es auf die Spitze zu treiben, gibt es überhaupt kein Licht". Aber meine Idee entwickelte sich nicht weiter - Markus Orths hingegen sollte auf Händen durch die Welt getragen werden, sobald man keine Gummihandschuhe mehr tragen muss!

Ingbert Edenhofer
  • Ingbert Edenhofer
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Unsere Buchhändler*innen meinen

Picknick im Dunkeln

von Markus Orths

0 Rezensionen filtern

Die Leseprobe wird geladen.
  • Picknick im Dunkeln