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Laufen

Roman

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

13777

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.02.2021

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

208

Beschreibung

Rezension

»Mich fasziniert in erster Linie die Sprache. Isabel Bogdan benutzt viele kurze Sätze. Das kenne ich aus der Popmusik, und diese Sätze schwingen, ich muss aufpassen, dass ich nicht aufstehe und dazu tanze.« ("WDR 5 Bücher")
»Isabel Bogdans Roman liest sich auch deshalb so gut, weil ihre Heldin liebenswert und robust ist, und auch die größte Krise ihren Humor nicht zu ersticken vermag.« ("MDR")
»›Laufen‹ ist ein Trauer- und Trostbuch, eine Ermutigung und bei aller Schwere des Themas auch ein Buch, dass Lust aufs Leben und das Laufen macht.« ("Der Evangelische Buchberater")
»Ein starker, berührender Roman über Verlust und Neuanfang, ganz ohne Kitsch oder kluge Ratschläge. « ("Badische Neueste Nachrichten")

Details

Verkaufsrang

13777

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.02.2021

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

19/12,3/2 cm

Gewicht

183 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00158-7

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Eine Frau läuft ums Leben

Sandra von Siebenthal aus Romanshorn am 24.03.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„…ich laufe mir die Grübelei weg, andere Leute laufen angeblich, weil sie dabei gut nachdenken können, ich kann an gar nichts anderes denken als an meinen Körper, ob er funktioniert, wie er funktioniert, wie das Laufen sich anfühlt, ob ich noch kann, und wenn ja, wie weit, und ob mir gerade etwas wehtut, oder was am meisten wehtut, aber beim Laufen tut endlich der Körper weh…“ Durch den Verlust ihres Lebenspartners aus der Bahn des Lebens geworfen, fängt sie zu laufen an und lässt neben den Füssen auch die Gedanken laufen. In einem endlosen inneren Monolog erzählt sie sich von ihrem Verlust, von ihren Gefühlen, von ihrer Verzweiflungen, immer wieder unterbrochen durch die eigene Aufforderung, die Gedanken zu stoppen, im Körper zu bleiben, auf das eigene Atmen zu achten – und um dann wieder weiter in den Fluss der Gedanken einzutauchen. Zeit zieht ins Land, wir laufen als Leser mit, erkennen Veränderungen im Denkmuster, erfahren von Verbesserungen beim Laufen und beim Fühlen, und fragen uns, wohin die Geschichte wohl laufen wird. „Ich will nicht allein sein, ich will meinen Alltag mit jemandem teilen, es fehlt mir, ich fühle mich immer noch wie halbiert, so muss sich ein Entzug anfühlen, Entzug von der Sucht nach Anfassen, nach Körperkontakt, der Sehnsucht danach, dass jemand da ist, was für ein Blödsinn, das ist keine Sucht, das ist ganz normal, glaube ich, oder ist Sehnsucht auch eine Sucht, heisst das deswegen so? Es sollte nicht bei der einen Nacht bleiben, schon am nächsten Tag steht Simone wieder vor Nelsons Tür, die beiden stehlen sich die Zeiten zwischen ihren Terminen, bis sie schliesslich wieder nach Paris und zu Sartre zurück kehrt. Sartre, an dessen Seite sie schon seit Jahren lebte und arbeitete, eine Beziehung geistiger Natur, neben welcher Affären möglich und abgemacht waren. Doch es sollte keine Affäre bleiben. „Wenn du zu unserem kleinen Zuhause zurückkommst, werde ich schon dort sein, unter dem Bett versteckt und allgegenwärtig. Ih werde ab jetzt immer bei dir sein, mein Geliebter, wie es eine liebende Frau bei ihrem geliebten Mann ist. Wir werden kein Erwachen erleben, denn dies war kein Traum, sondern eine wunderbare und wahre Geschichte, die gerade erst beginnt.“ „Laufen“ erzählt die Geschichte einer Frau, welche durch den Suizid ihres Lebenspartners plötzlich alleine im Leben steht und sich in diesem Alleinsein nicht zurechtfindet. Es ist nicht bloss das Alleinsein, das drückt, es sind auch die drängenden Fragen nach eigener (Mit-)Schuld, der Umgang mit anderen Menschen, das wieder Zurechtfinden in einer Welt, die gerade noch eine geteilte, nun eine einsame ist. Es ist die Geschichte eines Verlorenseins im Leben, in welchem die vorher noch gültigen Begriffe plötzlich ihre Bestimmtheit verloren haben: Was ist ein Zuhause? Worauf kann ich bauen? Was ist man einem anderen Menschen schuldig? „Es kann nie wieder besser werden, darf es überhaupt besser werden, hätte ich dich dann nicht wirklich auf dem Gewissen, wäre es dann nicht wirklich meine Schuld? Die Form des inneren Monologs, der ununterbrochene Fluss der Sprache praktisch ohne Punkte, Abschnitte, Unterbrüche passen sich dem Inhalt an, sind die perfekte Wiederspiegelung der Gedanken und Gefühle der Protagonistin, das Durchgetaktete lässt das Laufen les- und erfahrbar werden. Isabel Bogdan ist ein authentischer, in Form und Inhalt sich grossartig ergänzender, weil sich gegenseitig aufgreifender Roman gelungen, der die schwierige Thematik des Suizids und dessen Bedeutung für die Hinterbliebenen aufgreift. Es ist nicht ganz einfach, in den Fluss der Sprache zu kommen, was vielleicht auch eine schöne Parallele zum Laufen ist, welches auch nicht von Anfang an fliessend auf lange Zeit klappt. Da wie dort kann der Wunsch, aufzuhören, auftauchen, wozu auch teilweise häufige Wiederholungen von Gedanken, gleichen Sätzen beiträgt. Man mag einwenden, dass dies im eigenen Denken auch passiert, doch stellt sich die Frage, ob ein Roman tatsächlich die Wirklichkeit abbilden muss, um realistisch zu sein, oder ob nicht zu viel Wirklichkeitsgetreues dem Lesefluss und -vergnügen schadenk ann. Fazit: Die durch eine geschickt gewählte Erzählperspektive authentische Erzählung einer Frau, die sich nach einem Schicksalsschlag sprichwörtlich zurück ins Leben läuft. Sehr empfehlenswert!

Eine Frau läuft ums Leben

Sandra von Siebenthal aus Romanshorn am 24.03.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„…ich laufe mir die Grübelei weg, andere Leute laufen angeblich, weil sie dabei gut nachdenken können, ich kann an gar nichts anderes denken als an meinen Körper, ob er funktioniert, wie er funktioniert, wie das Laufen sich anfühlt, ob ich noch kann, und wenn ja, wie weit, und ob mir gerade etwas wehtut, oder was am meisten wehtut, aber beim Laufen tut endlich der Körper weh…“ Durch den Verlust ihres Lebenspartners aus der Bahn des Lebens geworfen, fängt sie zu laufen an und lässt neben den Füssen auch die Gedanken laufen. In einem endlosen inneren Monolog erzählt sie sich von ihrem Verlust, von ihren Gefühlen, von ihrer Verzweiflungen, immer wieder unterbrochen durch die eigene Aufforderung, die Gedanken zu stoppen, im Körper zu bleiben, auf das eigene Atmen zu achten – und um dann wieder weiter in den Fluss der Gedanken einzutauchen. Zeit zieht ins Land, wir laufen als Leser mit, erkennen Veränderungen im Denkmuster, erfahren von Verbesserungen beim Laufen und beim Fühlen, und fragen uns, wohin die Geschichte wohl laufen wird. „Ich will nicht allein sein, ich will meinen Alltag mit jemandem teilen, es fehlt mir, ich fühle mich immer noch wie halbiert, so muss sich ein Entzug anfühlen, Entzug von der Sucht nach Anfassen, nach Körperkontakt, der Sehnsucht danach, dass jemand da ist, was für ein Blödsinn, das ist keine Sucht, das ist ganz normal, glaube ich, oder ist Sehnsucht auch eine Sucht, heisst das deswegen so? Es sollte nicht bei der einen Nacht bleiben, schon am nächsten Tag steht Simone wieder vor Nelsons Tür, die beiden stehlen sich die Zeiten zwischen ihren Terminen, bis sie schliesslich wieder nach Paris und zu Sartre zurück kehrt. Sartre, an dessen Seite sie schon seit Jahren lebte und arbeitete, eine Beziehung geistiger Natur, neben welcher Affären möglich und abgemacht waren. Doch es sollte keine Affäre bleiben. „Wenn du zu unserem kleinen Zuhause zurückkommst, werde ich schon dort sein, unter dem Bett versteckt und allgegenwärtig. Ih werde ab jetzt immer bei dir sein, mein Geliebter, wie es eine liebende Frau bei ihrem geliebten Mann ist. Wir werden kein Erwachen erleben, denn dies war kein Traum, sondern eine wunderbare und wahre Geschichte, die gerade erst beginnt.“ „Laufen“ erzählt die Geschichte einer Frau, welche durch den Suizid ihres Lebenspartners plötzlich alleine im Leben steht und sich in diesem Alleinsein nicht zurechtfindet. Es ist nicht bloss das Alleinsein, das drückt, es sind auch die drängenden Fragen nach eigener (Mit-)Schuld, der Umgang mit anderen Menschen, das wieder Zurechtfinden in einer Welt, die gerade noch eine geteilte, nun eine einsame ist. Es ist die Geschichte eines Verlorenseins im Leben, in welchem die vorher noch gültigen Begriffe plötzlich ihre Bestimmtheit verloren haben: Was ist ein Zuhause? Worauf kann ich bauen? Was ist man einem anderen Menschen schuldig? „Es kann nie wieder besser werden, darf es überhaupt besser werden, hätte ich dich dann nicht wirklich auf dem Gewissen, wäre es dann nicht wirklich meine Schuld? Die Form des inneren Monologs, der ununterbrochene Fluss der Sprache praktisch ohne Punkte, Abschnitte, Unterbrüche passen sich dem Inhalt an, sind die perfekte Wiederspiegelung der Gedanken und Gefühle der Protagonistin, das Durchgetaktete lässt das Laufen les- und erfahrbar werden. Isabel Bogdan ist ein authentischer, in Form und Inhalt sich grossartig ergänzender, weil sich gegenseitig aufgreifender Roman gelungen, der die schwierige Thematik des Suizids und dessen Bedeutung für die Hinterbliebenen aufgreift. Es ist nicht ganz einfach, in den Fluss der Sprache zu kommen, was vielleicht auch eine schöne Parallele zum Laufen ist, welches auch nicht von Anfang an fliessend auf lange Zeit klappt. Da wie dort kann der Wunsch, aufzuhören, auftauchen, wozu auch teilweise häufige Wiederholungen von Gedanken, gleichen Sätzen beiträgt. Man mag einwenden, dass dies im eigenen Denken auch passiert, doch stellt sich die Frage, ob ein Roman tatsächlich die Wirklichkeit abbilden muss, um realistisch zu sein, oder ob nicht zu viel Wirklichkeitsgetreues dem Lesefluss und -vergnügen schadenk ann. Fazit: Die durch eine geschickt gewählte Erzählperspektive authentische Erzählung einer Frau, die sich nach einem Schicksalsschlag sprichwörtlich zurück ins Leben läuft. Sehr empfehlenswert!

Der Weg ins Leben

Kaffeeelse am 12.08.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein empathisches Buch! Ein berührendes Buch! Gerade weil die Erzählstimme versucht stark zu sein, versucht ein entsetzliches Geschehen zu begreifen und zu überwinden, gerade weil dieses Buch eben nicht vor Melodramatik überquillt berührt mich dieses Buch ungemein! Die Erzählerin ist traumatisiert, ihr depressiver Lebenspartner hat sich umgebracht. Sie bleibt zurück, schockiert, allein und voller Fragen, voller Gedanken, teilweise voller depressiver Gedanken, nachvollziehbarerweise natürlich. Über das Laufen versucht die Erzählstimme sich wieder aufzurappeln, wieder zu sich selbst zu finden, wieder ins Leben zu laufen. Und diesen Charakter der Erzählstimme einzufangen und wiederzugeben gelingt Isabel Bogdan bravourös. Ein tosender Applaus für dieses authentische Bild einer traumatisierten und trauernden und depressiven Frau, die nach und nach ins Leben zurückfindet! Schon mit "Der Pfau" hat mich Isabel Bogdan begeistert, hier ist aber noch eine Steigerung zu bemerken. War "Der Pfau" eher leicht und fluffig, so ist "Laufen" empathisch, berührend, authentisch und treffend. "Laufen" könnte ein Buch für Traumatisierte sein, für den Weg zurück ins Leben.

Der Weg ins Leben

Kaffeeelse am 12.08.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein empathisches Buch! Ein berührendes Buch! Gerade weil die Erzählstimme versucht stark zu sein, versucht ein entsetzliches Geschehen zu begreifen und zu überwinden, gerade weil dieses Buch eben nicht vor Melodramatik überquillt berührt mich dieses Buch ungemein! Die Erzählerin ist traumatisiert, ihr depressiver Lebenspartner hat sich umgebracht. Sie bleibt zurück, schockiert, allein und voller Fragen, voller Gedanken, teilweise voller depressiver Gedanken, nachvollziehbarerweise natürlich. Über das Laufen versucht die Erzählstimme sich wieder aufzurappeln, wieder zu sich selbst zu finden, wieder ins Leben zu laufen. Und diesen Charakter der Erzählstimme einzufangen und wiederzugeben gelingt Isabel Bogdan bravourös. Ein tosender Applaus für dieses authentische Bild einer traumatisierten und trauernden und depressiven Frau, die nach und nach ins Leben zurückfindet! Schon mit "Der Pfau" hat mich Isabel Bogdan begeistert, hier ist aber noch eine Steigerung zu bemerken. War "Der Pfau" eher leicht und fluffig, so ist "Laufen" empathisch, berührend, authentisch und treffend. "Laufen" könnte ein Buch für Traumatisierte sein, für den Weg zurück ins Leben.

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Laufend zurück in`s Leben

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses Buch ist anders als ihr vorheriger Roman " Der Pfau".-Nach de Selbstmord ihres Partners läuft sich die Protagonistin frei. Ein-, Ausatmen, Ein-,Ausatmen.....Frei von Schuldgefühlen, Trauer , Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit hin zu Hoffnung, Entschlossenheit, Lebensfreude. Hin zum Leben. Dieses Buch ist anders, aber absolut lesenswert.
4/5

Laufend zurück in`s Leben

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses Buch ist anders als ihr vorheriger Roman " Der Pfau".-Nach de Selbstmord ihres Partners läuft sich die Protagonistin frei. Ein-, Ausatmen, Ein-,Ausatmen.....Frei von Schuldgefühlen, Trauer , Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit hin zu Hoffnung, Entschlossenheit, Lebensfreude. Hin zum Leben. Dieses Buch ist anders, aber absolut lesenswert.

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Laufen als Therapie

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Die namenlose Protagonistin hat einen schweren Verlust erlitten und versucht über das Laufen ihre Trauer, ihren Schmerz, ihre Wut und ihre neue Lebenssituation zu verarbeiten und zurück ins Leben zu finden. Isabel Bogdan schafft es, diese Geschichte so zu erzählen, dass man das Gefühl hat, neben der Frau mitzulaufen und ihr bei ihren Gedanken zuzuhören.
4/5

Laufen als Therapie

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die namenlose Protagonistin hat einen schweren Verlust erlitten und versucht über das Laufen ihre Trauer, ihren Schmerz, ihre Wut und ihre neue Lebenssituation zu verarbeiten und zurück ins Leben zu finden. Isabel Bogdan schafft es, diese Geschichte so zu erzählen, dass man das Gefühl hat, neben der Frau mitzulaufen und ihr bei ihren Gedanken zuzuhören.

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