Friedrich ist sechzehn und ein lausiger Schüler. Weil seine Versetzung gefährdet ist, soll er für die Nachprüfungen lernen – den ganzen langen Sommer über, während seine Familie in den Urlaub ans Meer fährt. Als wäre das nicht genug, soll er ausgerechnet bei seinem Großvater unterkommen, den er bis vor ein paar Jahren noch siezen musste. Friedrich ist entsetzt. Sein einziger Trost ist Beate, das Mädchen in dem flaschengrünen Badeanzug, das er an einem der letzten Tage vor den Ferien im Freibad kennenlernt. Und allen schrecklichen Ahnungen zum Trotz wird der Sommer unvergesslich – und wird Friedrichs Leben für immer verändern.Ungekürzte Lesung mit Torben Kessler1 mp3-CD | ca. 7 h 35 min
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
NiWa
4/5
17.07.2021
Hörbuch (Audio)
Große Veränderungen
Im Sommer wartet auf Frieder statt des Urlaubs mit der Familie, lernen bei den Großeltern. Er hat Mathe und Latein vergeigt und für die Nachprüfung muss er sich ordentlich ins Zeug legen. Als die Lernferien anfangen, ahnt er nicht, dass es genau deshalb sein großer Sommer werden wird.
Ich mag Coming-of-Age-Romane gern. Wenn die Wildheit der Jugend durch die Seiten blitzt, die Augen vor Lebenslust sprühen und ein Kind begreift und zu einem jungen Erwachsenen wird, hat ungemeinen Charme und regt zum Besinnen an. Es erinnert an eigene Vorstellungen, Hoffnungen und Wünsche, berührt den jungen Menschen, der in jedem nach wie vor wohnt, und gibt dem Erwachsenen einen Tritt, damit man nicht die wirklich wichtigen Dinge aus den Augen verliert.
Mit dieser Erwartungshaltung bin ich an „Der große Sommer“ herangegangen. Die positiven Meinungen überhäufen sich, deshalb war ich gespannt, wie Frieder seinen Weg zum Erwachsenen schreitet.
Frieders Familie fährt in den Urlaub, während er bei den Großeltern lernen muss. Er ist in Mathe und Latein durchgefallen und darf sich vormittags durch den versäumten Stoff mühen.
Außerhalb der Lernzeit bleiben ihm Schwester Alma, die ein Praktikum in einem Altenheim macht, und sein bester Freund Johann, dem er ohnehin kaum von der Seite weicht. Außerdem wartet die Begegnung mit Beate auf ihn, von der er zu Beginn des Sommers keine Ahnung hat.
Es geht um Freundschaft, die erste große Liebe, unbedachte Handlungen, daraus resultierenden Konsequenzen, Verständnis für andere und ein Gefühl des Zusammenhalts, das uns in guten Zeiten beschwingt und in schlechten Phasen über die Runden bringt.
Die Figuren fand ich sympathisch und authentisch ausgearbeitet. Die Jugendlichen sind mit Ecken und Kanten dargestellt, obwohl sie bis dato nicht die charakterliche Robustheit von Erwachsenen zeigen. Sie sind hungrig auf das Leben, freuen sich auf aufregende Abenteuer und denken, dass ihnen die Welt ohnehin schon gehört.
Im Kontrast dazu stehen Frieders Großeltern, die in liebevoller Besonnenheit im Leben fest verankert sind. Obwohl Großmutter Nana eindeutig mehr Wärme als der akkurate Großvater ausstrahlt, ist es vor allem er, der Frieder resolut unter die Arme greift.
Ewald Arenz hat die Jugend von Frieders Generation greifbar dargestellt. Sie waren die Ersten, die ohne Krieg in einer wirtschaftlichen Blüte aufgewachsen sind, und Flucht, Tod, Gewalt und das Leben in grausamen Zeiten als Erinnerung der Großeltern kennen. Dieser Aspekt wurde behutsam in die Handlung eingebracht, was trotz der Sanftheit zum Nachdenken anregt.
Gefehlt hat mir tatsächlich das Besondere an dem Roman. Frieder durchlebt einen Sommer, hat viele erste Male, die ihn über die Schwelle der Kindheit heben, fasst Mut, überwindet Ängste und erkennt das Wesen der Erwachsenen um ihn herum. Trotzdem hat mir der Clou gefehlt, der Frieders Sommer die Größe verleiht.
Die Geschichte hat mir auf jeden Fall gefallen. Man plätschert mit Frieder dahin und wird von den Eindrücken der jugendlichen Sicht und ihren Ängsten gepackt. Die sommerliche Atmosphäre, der Flair der 1980er-Jahre, die Melancholie zwischen den Zeilen sowie die authentischen Charaktere haben es zu einem guten Buch gemacht.
„Der große Sommer“ hat meiner Meinung nach nicht ganz die Größe, welche der Titel verspricht. Trotzdem ist es ein schöner Coming-of-Age-Roman, der angenehme Lesestunden bringt.
Nia
1/5
07.11.2024
Hörbuch (Audio)
die Gen z würde den Autor canceln
Für mich wirklich unbegreiflich, wie solche sexistischen Aussagen heutzutage noch immer einfach so hingenommen werden können. Sie kommen ja nicht bloß vor, nein - sie werden noch nicht einmal kritisch hinterfragt bzw. kritisiert. Was soll das den Leser*innen zeigen? Dass Sexismus okay ist?
Martin G.
5/5
03.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
So lebendig wie ein eigener Erinnerungsfilm
Ein unfassbar fantastisches Buch – vermutlich eines der besten, das ich seit Langem gelesen habe. Es ist mein erstes Buch von Ewald Arenz und ganz sicher nicht mein letztes.
Der Erzählstil ist für mein Empfinden so eindrucksvoll, dass ich bei kaum einem anderen Roman jemals so lebendige Bilder vor Augen hatte. Die Szenen sind so präzise beschrieben, dass ich manchmal sogar das Gefühl hatte, das Geschilderte riechen zu können.
Dieser Coming-of-Age-Roman hat mich sehr an die Sommer meiner eigenen Jugend erinnert und mich dazu gebracht, Dinge wieder bewusster wahrzunehmen – zum Beispiel das Fahrradfahren in einer lauen Sommernacht.
BookieMaria
5/5
23.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wundervoller Coming-of-Age-Roman
In diesem wundervollen Coming-of-Age-Roman begleiten wir Frieder durch einen ereignisreichen Sommer der Achtzigerjahre. Alles beginnt damit, dass Frieder in Mathematik und Latein durchzufallen droht, falls er auch die Nachprüfung am Ende der Sommerferien nicht bestehen sollte. Aus diesem Grund wird sein Urlaub gestrichen und Frieder zum Großvater verfrachtet. Dort soll er sich dem disziplinierten Lernen widmen. Doch es kommt nicht so eintönig wie gedacht: Frieder verliebt sich in Beate und verbringt viel Zeit mit ihr, seiner Schwester Alma und seinem Freund Johann. Und mit seinen Großeltern.
Ein richtig schöner Roman über Famile, Freundschaft, Liebe, Verlust und Sehnsucht, der einen in die eigene Jugend und Freibad-Sommer zurückversetzt.
Bewertung
5/5
21.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Kurzweilig
Sehr schön und ungewöhnlich geschrieben. Trotz der Ruhe, die ich beim Lesen empfand, war es aber auch spannend. Ich mochte es gar nicht aus der Hand legen. Sehr interessante Charaktere werden beschrieben.
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5/5
04.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Literarisch und wunderschön!
Ich liebe die unaufgeregt, aber wunderbar pointiert erzählten Romane von Ewald Arenz - auch dieses Buch zieht einen von der ersten Seite an in seinen Bann und fesselt mit seinem einfühlsamen Schreibstil und der herrlich nostalgisch anmutenden Geschichte.
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5/5
18.06.2026
eBook (ePUB)
mauersegler
Mal wieder eine schöne beispielhafte coming of age story. Der roman ist genau das, was ich von einer sommerlektüre erwarte. Es heißt immer “leichte Sommerlektüre” aber die schwere Sommerhitze ist alles andere als leicht.
Mir wurde das buch auch deswegen vorgeschlagen, will ich vor drei jahren hard land von Benedict wells gelesen habe und es auch so perfekt fand. Damals habe ich dann auch gleich alle weiteren werke von Benedict wells nacheinander gelesen. Der große Sommer erinnert sehr an die wells’sche coming of age story.
Liebe, Freundschaft, Tod, alles dabei, was es für einen großen Sommer braucht.
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5/5
21.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mein großer Sommer endet hiermit
„Ein strahlender Septembermorgen. Man merkte, dass der Sommer allmählich zu Ende ging.“
Und so ließ mich dieses Buch auch fühlen. Es war ein großer, eventvoller Sommer mit vier ganz normalen Jugendlichen, die die erste Liebe spüren, Freundschaften halten und füreinander da sein müssen.
Eigentlich kann alles so einfach sein und dennoch fühlen sich Herausforderungen manchmal an wie das Ende der Welt. Genau so fühlt sich Friedrich manchmal und eben wir ganz ehrlich sind - kennen wir doch alle dieses Gefühl.
Für mich war dieses Buch ein absoluter Comfort Read und der perfekte Abschluss für meinen großen Sommer.
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5/5
18.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Perfekte Nostalgie
Dieses Buch machte mich zum ewigen Ewald Arenz Fan! Seine Worte beinhalten so viel Nostalgie und Gefühl, man wird beim Lesen richtig mitgezogen und fühlt sich den Charakteren ganz nah. Ein Buch, welches die Sanftheit eines sonnigen Tages, aber auch die Härte eines Sommersturms mit sich bringt. Einzigartig und wunderschön.
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5/5
10.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch für die Ewigkeit
Frieder erlebt in den 80ern den Sommer seines Lebens, nachdem er dazu verdonnert wird über die Ferien bei den Großeltern zu lernen. Sehr nostalgisch und eine Geschichte über das erwachsen werden. Ein Sommerroman, der einen wirklich berührt und lange Zeit in Erinnerung bleiben wird!
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