Sydney Smith ist Freerunnerin, doch an einen Ort wollen ihre Füße sie einfach nicht mehr tragen: nach St. Ives an der Küste Südenglands. Als sie an ihrem 47. Geburtstag endlich den Aufbruch dorthin wagt, wird sie nicht nur mit dem schmerzhaftesten Moment aus ihrer Vergangenheit konfrontiert, sondern auch mit einer Reihe skurriler Menschen: Zahntechnikerin Maria backt Muffins mit heilenden Kräften, Buchhändler Dexter ist mit der Liebe durch und trägt manchmal gerne Kleider, und Belle wohnt mit Ende zwanzig noch immer bei ihren Eltern, trägt "Ich ? Otter"-T-Shirts, und führt das Hängebauchschwein der Nachbarn aus. Sie alle eint die Frage, wer eigentlich bestimmt, wann unser Leben einen Sinn hat, und ihre Schicksale verweben sich zu einer tröstlichen Geschichte: über Hilfe, die man nur von anderen bekommt, und darüber, wie man weitermachen kann, wenn die eigene Welt sich nicht mehr dreht.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
5/5
25.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Absolute Empfehlung!
Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe und eine absolute Empfehlung für alle Fans von "Was man von hier aus Sehen kann", "Ein Mann namens Owe" und "Unter Leuten". Es gibt im besten Sinne kaum Handlung, stattdessen liegt der Fokus darauf, die Figuren und ihre Beziehung untereinander zu beschreiben. Ein rührendes, melancholisches Buch, in dem es um die Verarbeitung von Verlust, den Umgang mit Schuld und noch so vieles mehr geht.
efka
aus München
5/5
02.02.2022
Buch (Taschenbuch)
Sydney zieht sich, wie immer…
Sydney zieht sich, wie immer an Ihrem Geburtstag, alleine und ohne Ihre Partnerin zurück. An Ihrem 47. Geburtstag verbringt sie ein paar Tage an einen Ort, der Ihre Vergangenheit fundamental geprägt hat. Sie ist begeisterte Freerunnerin und macht bereits in Kürze die lokale Presse und damit die skurilen Einwohner des kleinen Englischen Küstenorts St. Ives auf sich aufmerksam. Nach einem Sturz wird Sie von Maria entdeckt, die sie umgehend ins Krankenhaus bringt. Sydneys Vater und Ihre Lebensgefährtin machen sich umgehend auf den Weg nach St. Ives und kommen mit Marias Familie in Kontakt. Diese liebenswerten Charaktere stellen die Perspektiven, aus denen dieser emotional intelligente Roman erzählt wird. Selbst aus der Warte eines eben unerwartet verstorbenen Mannes oder eines Hundes nähern wir uns den letzten Seiten des Buches, bis sich seine ganze Dramatik und Schönheit offenbart. Die Verbindungen, die zwischen den Menschen bestehen oder sich entwickeln, sind zu jedem Zeitpunkt glaubwürdig und lebensnah. Rachel Elliot beweist große Menschenkenntnis und ein feines Gespür für Humor und Zwischenmenschliches. Dabei bleibt sie bei einem flüssigen Schreibstil, ohne dabei jemals an Tiefe zu verlieren. Die Geschichte begeistert mit kleinen Momenten, Wirklichkeit, vielen Perspektiven und Sprüngen in Zeit und Wahrnehmung. Eine klare Empfehlung für Leser, die auf der Suche nach einem aufwühlenden und zugleich witzigen Roman sind. Ein kurzweiliger, manchmal bewegender Roman mit Witz und einem Blick für das Zwischenmenschliche.
Bewertung
5/5
11.11.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mein neuer Buchtipp für Sie!
Die Freerunnerin und leidenschaftliche Zeichnerin Sydney Smith fühlt sich ein Leben lang verantwortlich für den Tod ihrer Mutter. Diese verlor sie mit acht Jahren an einem Küstenort in Südengland, den Sydney seitdem nie wieder besucht hat. Nun kehrt sie mit 47 Jahren dorthin zurück und setzt sich nicht nur mit ihrem eigenen Schicksal auseinander, sondern begegnet anderen Menschen, die ebenfalls an ihren jeweiligen Leben auf unterschiedliche Weise zu tragen haben.Ein berührendes Buch, das Mut macht, absolut lebensbejahend ist und durch seinen kunstvoll miteinander verflochtenen Perspektivwechsel besticht.
Bewertung
aus Oldenburg
5/5
30.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Neues Lieblingsbuch
Eine Hauptfigur, die 47 Jahre alt ist, ein Kapitel, das "Ich <3 Otter" heißt, ein Verlag, der für Geschichten am und übers Meer steht... da konnte ich nicht widerstehen und habe mir "Bären füttern verboten" als Wunschbuch gesichert.
Zu dem Zeitpunkt konnte ich nicht ahnen, dass ich kurz nach Zusendung des Buches sehr krank wurde und lange nicht mehr lesen konnte. Umso lieber habe ich zum Buch gegriffen, nachdem es mir wieder möglich war, mich für länger als 10 Minuten zu konzentrieren. Warum?
Zuerst mal sind da die skurillen Charaktere, die einfach großartig geschrieben sind und deren Perspektivwechsel (inklusive von zwei Toten oder einem Hund) die Geschichte wunderbar anrührend, aber nie kitschig transportiert. So werden durchaus schwierige Themen, wie die Überwindung eines Kindheitstraumas, Schuld, Reue, sich selbst im Weg stehen sehr menschlich und mit viel Empathie erzählt, belasteten mich als Leserin aber nicht, sondern ermutigten eher.
Aprospos, durchs ganze Buch sind viele neue Lieblingszitate verstreut, die genau wie die Geschichten selbst, Mutmacher sind und zum Nachdenken einladen.
Am Besten hat mir an "Bären füttern verboten" gefallen, wie sich durch unterschiedliche Perspektiven/Geschichten am Ende ein großes Ganzes bildet und wie jede Figur da seinen/ihren Beitrag leistet, Handlungen anstößt und alles Individuelle verbindet. Selbst die sogenannten Nebenfiguren sind so gut ausgestaltet, dass es mir am Ende schwerfiel, überhaupt eine echte Hauptfigur auszumachen. Ich hab sie (fast) alle liebgewonnen... wenn es auch leichte Sympathie Pluspunkte für Belle gibt (Otter Lovers Unite). Wie Andy, einer der Toten, am Ende so zutreffend zusammenfasst: "Wir alle sind über unser Unbewusstes miteinander verbunden. Wir sind nicht getrennte Einzelwesen, sondern wir lösen etwas ineinander aus, stoßen etwas ineinander an. Das ist das, was wir Zufall, Fügung, Synchronizität nennen."
Das Buch bietet sehr lebensnahe Figuren, die in mir direkt Kopfkino ausgelöst haben, Geschichten, die in mir so viele Emotionen ausgelöst haben (ich war: traurig, amüsiert, habe Empathie gespürt, laut gelacht, mir meine Ottersocken herausgesucht, ein paar Tränen verdrückt, hatte Küsten-(Fern-)weh, ...) und eine Autorin, deren Beobachtungsgabe einfach beneidenswert sein muss. Auch, wenn "Bären füttern verboten" bereits im Herbst 2020 erschienen ist: unbedingt lesenswert!
Bewertung
5/5
18.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wunderbares Buch über verschiedenste...
Ein wunderbares Buch über verschiedenste Menschen, die rund um den Verlust eines anderen Menschen ihr Leben weiterleben- oder auch nicht. Stehen bleiben, erstarren, sich unterdrücken lassen. Immer aus der Sicht des Einzelnen erzählt, fühlt man mit und hofft das Beste!
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5/5
10.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Für Leser:innen von Elisabeth Strout
Ein Buch, witzig, nachdenklich stimmend und voller Hoffnung auf ein besseres Leben. Die Schicksale, denen wir in diesem Roman begegnen, zeigen uns, dass es nie zu spät ist sein Leben zu ändern und einen Neubeginn zu wagen. Das Buch hat mich sehr berührt und es war in einem Rutsch gelesen.
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5/5
05.10.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die besten Bücher sind ganz anders als erwartet…
Sydneys Mutter stirbt früh, sie hinterlässt eine Lücke, die sich niemals schließt. Die Vergangenheit verarbeitet Sydney in ihrem neuen Buch, einer Graphic Novel. Dies führt sie an den Ort ihrer Kindheit.
Manche Lebensgeschichten könnten Bücher füllen. Dieses wunderbare Buch füllen gleich mehrere Lebensgeschichten verschiedenster Menschen einer kleinen fiktiven Stadt in Cornwall. Alles an diesen Geschichten ist liebevoll gemacht. Aneinandergereiht ergeben sie ein stimmiges Ganzes.
Am Ende angekommen, darf man staunen, lachen, traurig sein, sich dennoch glücklich verabschieden von liebgewonnenen Menschen und einem Hund mit erhellendem Geruchssinn.
Man ist beseelt, hat Gänsehaut, möchte unbedingt verweilen. Wundervoller Roman, durchdrungen von Heiterkeit aber auch feiner Melancholie, berührend und unvergesslich. So muss ein gutes Buch sein.
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5/5
27.09.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Bist du für jemanden der ganze Strand,...?"
Ein Buch, das mich sehr berührt hat. Geschichten, die lose aneinander gereiht scheinen, werden zu einem tollen Geflecht, welches sehr liebevoll gewoben ist. Man erfährt nach und nach, in kleinen Schritten und aus verschiedenen Perspektiven (selbst ein Hund von Freunden kommt zu Wort :-)) alles über die Lebensgeschichte von Sydney und ihren Eltern.
Sydney glaubt Schuld am Tod ihrer Mutter zu sein und ist daher, als leidenschaftliche Freerunnerin, immer auf der Flucht vor ihren Gefühlen.
"...und das ist ein schwieriges Thema für sie, eines, das sie lieber überspringen würde, als darin zu landen." -einfach großartig!
Liebe (zwischen Geliebten, zwischen Eltern, zwischen Geschwistern, zwischen Freunden...) und Trauerbewältigung sind die essentiellen Themen dieses Buches.
Ich habe dieses Buch geliebt!
Sehr gut geeignet für Liebhaber von Volker Jarcks Buch "Sieben Richtige", welches ich beinahe schon zum Preisträger des Titels "Mein Lieblingsbuch des Jahres 2020" gekürt hatte. Ich sollte vorsichtiger sein, denn das Jahr ist noch nicht um und für mich ist Rachel Elliotts Buch "Bären füttern verboten" doch um eine Nasenlänge voraus!
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4/5
10.02.2022
Buch (Taschenbuch)
Geschichte um Geschichte reiht...
Geschichte um Geschichte reiht sich aneinander und fügt sich zum Schluss zusammen. Man trifft auf Menschen , jeder hat oder hatte seine eigenen Vorstellungen vom Leben. Nachdenklich, skurril, melancholisch , hoffnungsvoll und Mut machend. Dranbleiben - es lohnt sich!
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4/5
31.08.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
'Bären füttern verboten' taucht...
'Bären füttern verboten' taucht ein in das Leben zweier Familien und bringt lang unterdrückte Gefühle an die Oberfläche. Hoffnungsvoll und berührend stimmt der Roman nachdenklich und zeigt, was im Leben wirklich wichtig ist.
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