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Produktbild: Dunkelblum
Artikelbild von Dunkelblum
Eva Menasse

1. Dunkelblum (Ungekürzt)

Dunkelblum Ungekürzt

Gesprochen von
25
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Eva Menasse

Spieldauer

18 Stunden und 47 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

19.08.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

333

Verlag

Tacheles!

Sprache

Deutsch

EAN

9783864847028

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Eva Menasse

Spieldauer

18 Stunden und 47 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

19.08.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

333

Verlag

Tacheles!

Sprache

Deutsch

EAN

9783864847028

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  • Bewertung

    5/5

    11.10.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ein grossartiges Leseerlebnis

    Es ist ein sprachlich sehr überzeugender, packender, vielschichtiger Roman mit eindrücklich beschriebenen Charakteren und präzisen Milieuschilderungen. Er handelt von der Geschichte einer fiktiven kleinen Stadt im Burgenland, nahe der ungarischen Grenze, und zieht sich von der Zeit des Anschlusses Österreichs an Nazi-Deutschland bis zur Wende 1989 hin, mit all den Verstrickungen und Lügen, in die Menschen in üblen Zeiten hineingeraten resp. sich darin verheddern. Es ist ein Buch über Menschlichkeit und Brutalität und all die Zwischenstufen, die so quälend uneindeutig und unscharf sind, über Schuld ohne Sühne, übers Verschweigen, Vergessen und Verdrängen und die grosse Frage, was Erinnerungen letztlich bedeuten und wie wir damit umgehen. Auch dieses Buch ist sehr aktuell in Zeiten, wo die alten Geister üble Urständ feiern. Das Buch endet mit dem Satz: „Das ist nicht das Ende der Geschichte“. Wie wahr!

  • Bewertung

    5/5

    08.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf den ersten Blick ist Dunkelblum...

    Auf den ersten Blick ist Dunkelblum ein ganz normales Dorf, doch hinter der idylischen Fassade verbirgt sich ein dunkles Geheimnis das herabreicht in die Abgründe der deutschen Geschichte. Sprachlich grandios geschrieben und ein Plot wie ein Labyrinth. Großartig!

  • Kristall86

    aus an der Nordseeküste

    5/5

    19.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geheimnis? Nie gehört!

    Klappentext: „Auf den ersten Blick ist Dunkelblum eine Kleinstadt wie jede andere. Doch hinter der Fassade der österreichischen Gemeinde verbirgt sich die Geschichte eines furchtbaren Verbrechens. Ihr Wissen um das Ereignis verbindet die älteren Dunkelblumer seit Jahrzehnten – genauso wie ihr Schweigen über Tat und Täter. In den Spätsommertagen des Jahres 1989, während hinter der nahegelegenen Grenze zu Ungarn bereits Hunderte DDR-Flüchtlinge warten, trifft ein rätselhafter Besucher in der Stadt ein. Da geraten die Dinge plötzlich in Bewegung: Auf einer Wiese am Stadtrand wird ein Skelett ausgegraben und eine junge Frau verschwindet. Wie in einem Spuk tauchen Spuren des alten Verbrechens auf – und konfrontieren die Dunkelblumer mit einer Vergangenheit, die sie längst für erledigt hielten.“ Autorin Eva Menasse nimmt den Leser hier mit nach Dunkelblum - ein Ort, in dem ein dunkles Geheimnis von allen gehütet wird…Das dieses Geheimnis irgendwann bricht und an die Oberfläche will, ahnt man und man verfolgt diese Geschichte sehr genau. Menasse hat einen speziellen Sprachstil und Ausdruck. Ich persönlich mag dies sehr und find dies zu ihrer Geschichte mehr als passend, aber ich denke, es wird Leser geben, die sich damit schwer tun. Eva Menasse beleuchtet hier wieder ein Stück Weltpolitik und hält mit vielen Fakten auch einfach nicht hinter‘m Berg. Die Art und Weise wie sie die Bewohner zeichnet und wie sie dieses Geheimnis eingewoben hat, ist großartig. Hier geht es um Schuld und Sühne, um Schweigen und die Frage, ob dies so richtig war und gerechtfertigt. Dieses Geheimnis sitzt auf den Seelen der Dorfbewohner wie ein Fluch und die langsame Auflösung, nicht nur beim Leser, bringt ein gewisses Bild, ein gewisses Licht ins Dunkel. Der Spannungsbogen ist hier enorm und hat mich echt begeistert. Hier steht: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen - was ich nicht sage, kann niemand kennen und wissen, was ich nicht weiß, können andere auch nicht wissen. Dunkelblum nimmt einen ein und man muss gewaltig aufpassen, nicht in die Fänge der Dorfbewohner zu gelangen…Denn hier stellt sich die Frage, was passiert wohl wenn das Geheimnis gelüftet wird?? Ach ja! Welches Geheimnis? Haben Sie etwas von einem Geheimnis gelesen? Doch nicht in Dunkelblum! Ich vergebe 5 von 5 Sterne.

  • Bewertung

    5/5

    10.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dunkelblum

    In Dunkelblum, einem österreichischen Grenzstädtchen zu Ungarn, überschneiden sich 1989 die Ereignisse. Der Eiserne Vorhang öffnet sich spürbar. Eine geschichtsbeflissene Studentin verschwindet spurlos. Einige Bauern protestieren gegen die örtliche Wasserversorgung und schließlich wird bei Grabungen in diesem Zusammenhang ein unbekanntes Skelett gefunden. Ein lang gehegtes Geheimnis der alten Dunkelblumer aus „dunkler Zeit“ kommt nach und nach unheilvoll zum Vorschein. Ein spannendes Zeitgemälde und soziales Drama mitten in Europa unter uns, engagiert erzählt von Eva Menasse.

  • Elke

    aus Vaihingen an der Enz

    5/5

    27.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dunkelblum ist überall, nicht nur im Burgenland

    Dorfromane fluten bereits seit einiger Zeit den Büchermarkt, und spätestens seit Juli Zeehs „Unterleuten“ zeigen sie auch jenseits der Heimeligkeit die Untiefen, die in diesem geschlossenen Mikrokosmos lauern. Seit Generationen schwelende Streitigkeiten, aber auch gravierende Ereignisse, deren Einfluss auf das Miteinander im Endeffekt für das Zusammengehörigkeitsgefühl gegenüber allem Fremden verantwortlich ist. Eva Menasses neuer Roman hat einen realen Hintergrund, auch wenn Dunkelblum ein fiktiver Ort ist (steht stellvertretend für Rechnitz). Aber die Ereignisse in dieser Gemeinde im Burgenland, unweit der ungarischen Grenze, fungieren als Beispiel für eine geografischen Region, die sich als das letzte westliche Bollwerk versteht und in der in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs unzählige Massaker an Zwangsarbeitern verübt wurden. Verscharrt in eilig ausgehobenen Massengräbern. Totgeschwiegen. Aus der kollektiven Erinnerung gestrichen. Verleugnet, verschwiegen und vergessen. Und dennoch eingegraben in die Biografie jedes Einzelnen. Aber die Zeiten ändern sich, 1989 fällt der eiserne Vorhang fällt, die Grenzen nach Osten sind offen, die Vergangenheit hält Einzug in das Leben der Dörfler. Flüchtlinge aus der ehemaligen DDR drängen in die Freiheit, werden mit Tritten und nicht mit offenen Armen empfangen. Eine Studentengruppe aus Wien kümmert sich um den verwahrlosten jüdischen Friedhof, stellt unangenehme Fragen, wie der Besucher aus Übersee. Und plötzlich ist die Vergangenheit wieder präsent. Eine Unzahl von Personen, Stimmen und Meinungen sowie wechselnde Erzählperspektiven stellen hohe Anforderungen an die Leser*in, machen die Lektüre zu Beginn sperrig und verwirrend. Aber je tiefer man in diesen dörflichen Kosmos eintaucht, desto klarer wird die Dynamik innerhalb der Gruppe, der Umgang jedes Einzelnen mit der Schuld, die dieses Dorf in dunklen Zeiten auf sich geladen hat und die bis in die heutige Zeit hineinreicht. Vergangenheitsbewältigung? Fehlanzeige. Dunkelblum ist überall, nicht nur im österreichischen Burgenland.

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Bewertungen (25)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Alex Husnik

    Alex Husnik

    Thalia Mayersche Lüdinghausen

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Die dunklen Flecken der Vergangenheit

    Dies ist die Geschichte einer Zeitenwende, dafür steht schon das Jahr 1989, in dem der Roman handelt. Doch um den Fall des Eisernen Vorhangs, von dem das fiktive Dorf Dunkelblum unmittelbar betroffen ist (es liegt direkt an der ungarischen Grenze), geht es hier nicht in erster Linie. Denn gleichzeitig kommen aufgrund verschiedener Ereignisse Verbrechen aus der Nazizeit ans Licht, die bislang systematisch verschwiegen und verdrängt wurden, teils mit drastischen Mitteln. 1989 leben noch viele Täter, Opfer und Mitwisser; Menasse erzählt überzeugend von deren Befindlichkeiten, Erinnerungen und Verdrängungsmechanismen. Die Einstellung, das Vergangene ruhen zu lassen und die Angst vor einem schlechten Leumund überwiegen und verhindern eine konkrete Aufklärung. Gleichzeitig existiert jedoch eine Minderheit meist jüngerer Bürger, welche Fragen zu stellen beginnt. Auch hierin markiert der Roman eine Zeitenwende - der Anfang eines Prozesses der Aufarbeitung, der gleichzeitig jedoch neue Probleme mit sich bringt, wie das Aufkommen einer neuen Rechten - sozusagen als Gegenbewegung. Auch in diesem Buch wird der Mikrokosmos eines abgelegenen Dorfes dargestellt, seit einigen Jahren ein beliebtes Thema in der deutschsprachigen Literatur. Es hat mich stark an Juli Zehs „Unterleuten“ erinnert, besonders die Verflechtungen der Figuren miteinander, die sich in jenem überschaubaren Dorfkosmos natürlich alle kennen, lieben, hassen, beneiden, belauern und misstrauen. Eben ein perfektes Szenario für einen üppigen Roman. Besonders gut gefallen haben mir deshalb auch die vielen kleinen Details und Geschichten des Ortes und seiner Bewohner, die den Leser das Dorfleben in der österreichischen Provinz der 80er Jahre erfahren lassen. Dabei ist das Buch aufgrund der Thematik freilich ernster und dunkler als „Unterleuten“, weist aber dennoch genug Skurrilitäten auf. Stark finde ich auch, dass vieles vage und offen bleibt, somit geht Menasse auch sensibel mit jenem zentralen Massaker um, das nie plump und voyeuristisch in Szene gesetzt wird. Darüber hinaus ist der Roman von Stil und Sprache her sehr österreichisch, was entschieden zur Atmosphäre beiträgt und wofür ich sowieso ein großes Faible habe.
  • Zum Bewerterprofil von Christina Schürmann

    Christina Schürmann

    Thalia Lingen – Clubstraße

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vielschichtig, komplex, mit „Schmäh“

    1989: Im österreichischen Dunkelblum nahe der ungarischen Grenze wird seit Jahrzehnten ein grausames Verbrechen verschwiegen. Als der Eiserne Vorhang erste Risse bekommt, setzen die Bewohner mittels Sturheit und Korruption alles daran, das vermeintliche Idyll des Städtchens und vor allem sich selbst zu schützen. Dieser bedeutende Roman liest sich beinahe wie ein Krimi, und ist angelehnt an ein wahres Verbrechen.
  • Zum Bewerterprofil von Brunhilde Pelzer

    Brunhilde Pelzer

    Thalia Jülich

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wahnsinnig gut erzählte Geschichte...

    Wahnsinnig gut erzählte Geschichte über Dunkelblum in der Nazizeit und das Verschweigen der Einwohner über die verübten Gräueltaten und der Verrat an die jüdische Bevölkerung. Alle schweigen und manch einer glorifiziert diese Zeit. Ein anspruchsvoller Roman; sehr lesenswert.
  • Zum Bewerterprofil von Sarah Schäfer-Stradowsky

    Sarah Schäfer-Stradowsky

    OSIANDER Schorndorf

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dunkelblum

    Berühmte erste Sätze in Romanen werden gerne zitiert und Eva Menasse liefert in "Dunkelblum" einen neuen: der Roman ist wirklich vom ersten Satz an packend (gerne nachlesen!) und zieht einen in den Bann von Dunkelblum und seinen sich durchs Leben kämpfenden Bewohner:innen. Serviert wird das Dorfdrama von Manesse mit einer großen Portion schwarzem Humor - für mich ein neuer Lieblingsroman!
  • Zum Bewerterprofil von Thomas Schnierer

    Thomas Schnierer

    Thalia Mayersche Düsseldorf-Gerresheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine ins Schweigen gehüllte Geschichte...

    Eine ins Schweigen gehüllte Geschichte eines fiktiven Dorfes voller Alt-Nazis - angelehnt an den Völkermord an jüdischen Zwangsarbeitern 1945 in Reichnitz - wird in den 80ern zur Touristenattraktion. Ein sogkräftiger und spannender Roman, der lange nachhallt.

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Bewertungen (22)

  • Produktbild: Dunkelblum