Produktbild: Wovon wir leben

Wovon wir leben Roman

138

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

49808

Erscheinungsdatum

20.02.2023

Verlag

Paul Zsolnay Verlag

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

2730 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783552073470

Beschreibung

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

49808

Erscheinungsdatum

20.02.2023

Verlag

Paul Zsolnay Verlag

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

2730 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783552073470

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  • Fredhel

    5/5

    12.05.2023

    eBook (ePUB)

    Scheitelpunkt

    Dieser Roman lockt mit einem schönen Cover von zwei schwimmenden Menschen, einer Szene, die tatsächlich in dem Buch vorkommt. Eine der beiden ist Julia. Sie leidet unter Asthma, das sich unter Belastung verstärkt. Von Beruf ist sie Krankenschwester, und in einer Stresssituation begeht sie einen folgenschweren Fehler, den die Patientin nur knapp überlebt. Julias Krankheit verschlimmert sich, erst recht, weil sie nach dem Vorfall ihren Job verliert. Nun muss sie gezwungenermaßen in ihr Elternhaus zurückkehren. Birgit Birnbacher taucht tief in die Gedankenwelt dieser gestrandeten Frau ein und lässt den Leser teilhaben, wie sie die neue Lebenssituation bewältigt, zur Ruhe kommt und sich neu findet. Auch mit Ende dreißig kann man von vorne anfangen. Anders als vom griesgrämigen, berechnenden Vater prognostiziert, endet Julia nicht in der Familienfalle. Obwohl sie empathisch ist und den Pflegeberuf liebt, befreit sie sich von den Erwartungen anderer und sieht eine neue Zukunft vor sich liegen. Befreit kann sie wieder atmen. Julia ist eine Frau mit Ecken und Kanten. Sie ist sympathisch, obwohl sie eher der unangepasste Typ ist. Auf jeden Fall bleibt sie länger im Gedächtnis, denn ihr Lebensweg regt zum Nachdenken an. Klare Leseempfehlung.  

  • Bewertung

    5/5

    18.03.2023

    eBook (ePUB)

    Ein Buch mit vielen Triggern

    Das jüngste Buch von Birgit Birnbacher setzt soviele Trigger für zeitlos aktuelle Themen, sodass man die Geschichte in einem Guss durchlesen muss. Ein beeindruckendes literarisches Tiefenerlebnis. Schön zu lesen, schwer zu verdauen. Die Geschichte spielt im Salzburger Innergebirg. Sie könnte sich aber genauso gut im niederösterreichischen Retz oder im bayrischen Berchtesgaden ereignet haben. Man passiert einige Tunnels, um im Ort der Kindheit der Protagonostin Julia anzukommen. Am Ende dieses Tunnels findet sich aber wenig Licht, dafür viel Schatten, den Birnbacher präzise ausleuchtet. Ein Dorflandschaft der Sprachlosigkeit, der Birnbacher eine Sprache gibt. Das macht für mich das Kunstvolle dieses Romans aus („Es ist wie immer hier: Alles muss man sich selbst erzählen, die anderen erzählen es einem nicht.“). Ein schweigendes Bergmassiv voller Abbrüche umschatten die Figuren ihres neuen Romans. Man kann ihn als Kommentar zum Pflegeberuf und den Ausbruch davon lesen, über den Generationenbruch, über die Stadt-Land-Brüche, über den Ehebruch, über den Bruch eines Arbeiterlebens hinein in die Arbeitslosigkeit, über einen Vater-Tochter-Bruch, über den Wertebruch, über den Abbruch einer Mutter-Tochterbeziehung, einer Geschwisterbeziehung, über einen Tabubruch, über einen Einbruch, über einen Beziehungsbruch, über den Zusammenbruch von Lebenskonzepten, über den Bruch mit sich selbst. Ein besonders schöner Satz in diesem Zusammenhang: „Irgendwo trage ich diesen Menschen von früher noch im mir, weiß, wer er ist, und stehe doch seit Jahrzehnten in keinem Zwiegespräch mit ihm. Ein Ineinandersein im ewigen Schweigen ist das, das erst gebrochen wird, wenn alte Wunden berührt werden.“ Birnbacher berührt gleich mehrere Wunden unserer Gesellschafts,- unserer Generationen- und unserer Geschlechterkonstruktion. Man kann ihren neuen Roman aber auch anders lesen: als Geschichte, die zwischen den Brüchen Verbindungen sucht: jene zwischen den Städtern und den Landmenschen, zwischen den Liebenden, die flüchten und wieder heimkehren, zwischen den Pfegebedürftigen und den mit der Pflege Überforderten, zwischen den Jungen und den Alten, zwischen den Verletzern und den Verletzten. Schattenarbeit, psychologisch im Sinne von C.G. Jung verstanden, bedeutet immer, den Schatten erst einmal zu benennen, mit ihm in Kontakt zu kommen um dann einen angemessenen Umgang mit ihm zu finden, im besten Fall ihn zu transformieren. Birgit Birnbacher leistet mit diesem Buch einen excellente Beitrag für die notwendige Schattenarbeit zu brennenden Themen unserer Gesellschaft. Das Buch ist kein fröhliches Buch. Aber es richtet einen Lichtpegel in das Dunkle unsere Gesellschaft. Innergebirg ist überall. Insofern ist es kein dunkler, sondern ein erhellender Roman, das viele Landepunkte für eigene Lebensthemen enthält.

  • Lesemone

    5/5

    20.02.2023

    eBook (ePUB)

    Glücklichsein

    Julia steht mitten im Leben. Als sie einen Fehler begeht, verliert sie ihren Job als Krankenschwester und es zieht ihr erst mal den Boden unter den Füßen weg. Sie kehrt heim, in das Dorf, das sie einst nicht schnell genug verlassen konnte. Dort trifft sie auf ihren einsamen Vater, einstige Freunde und den Städter Oskar, der sich von einem Herzinfarkt erholen will. Er hat ein Jahresgrundeinkommen gewonnen und ist am grübeln, was er damit anfangen soll. Julia ist neidisch und fasziniert zugleich. Die Autorin stellt ihre Protagonistin vor eine Situation, die jedem passieren kann. Sie ergründet die Frage, wie es im Leben weitergehen soll. Mir hat gut Julias Entwicklung gefallen. Die Unsicherheit zu Beginn, die dann Stück für Stück durch neuen Mut gewichen ist. Die Autorin hat einen sehr bildhaften Schreibstil, so dass man sich das Setting in dem einsamen Bergdorf gut vorstellen konnte. Man spürt die Trostlosigkeit der Bewohner, als die Firmen zugemacht wurden, die ihnen Halt gaben. Es wird der Frage nachgegangen, was man wirklich braucht, um glücklich zu sein. Wie wichtig ist es, eine Aufgabe zu haben. Eine sehr lesenswerte Geschichte!

  • Juti

    aus HD

    4/5

    15.02.2024

    eBook (ePUB)

    mehr Möglichkeiten Verheißungs…

    mehr Möglichkeiten Verheißungsvoll beginnt dieses Buch. Es klingt anfangs so philosophisch: „Arbeit ist Arbeit, aber das stimmt natürlich nicht. Wenn Arbeit einfach Arbeit wäre, wäre Auszeit zum Beispiel Auszeit. Aber Auszeit zählt auch nur, wenn die Arbeit die Arbeit bleibt. Und Krankheit nur, wenn Genesung naht. Wenigstens gehöre ich da zu den Glücklichen, die Glücklichen unter den Arbeitslosen sind so krank, dass die Krankheit die Arbeit ablöst. Den weniger Glücklichen fehlt nicht einmal was.“ Und so berichtet zunächst unsere Ich-Erzählerin Julia Bloch von ihrer Arbeit als Krankenschwester. Nur mittel fahrlässig war es, dass sie die Patientinnen Schwarz mit z und Schwartz mit tz verwechselte und Frau Schwartz überlebt den Zwischenfall auch. Dass Julia als Krankenschwester entlassen wird versteht sich. Und dass sie sich von ihrem Vater abholen lässt, ist verständlich. Dann aber biegt der Roman ab. Wo wir weiter Kritik am System unsere Arbeit erwarten, entsteht ein Familiendrama. Wir wissen bereits, dass der Bruder wegen zu später Behandlung geistig behindert ist. Doch nun stellt sich heraus, dass die Mutter auch noch den Vater verlassen hat, um in Sizilien auf Selbstentdeckung zu gehen. Das alles geschieht in einem österreichischen Dorf im Innengebirge, wo unsere Protagonistin die Dorfkneipe besucht und einen Städter als Freund gewinnt, der ein Grundeinkommen gewonnen hat. Wer eine Rückkehr zur Arbeit erwartet hat, wird enttäuscht. Es geht stattdessen um eine meckernde Ziege und eine tote Kuh, doch dann erleidet der Vater einen Unfall. Nein, der zweite Teil des Buches hätte mehr hergegeben. Ich will wegen des Ideenreichtums dennoch 4 Sterne herausrücken. Möge die nächste Leserin einen Stern streichen.

  • clematis

    4/5

    06.11.2023

    eBook (ePUB)

    Alles dreht sich im Kreis

    Im salzburgischen Innergebirg aufgewachsen, entscheidet sich Julia für den Beruf einer Krankenschwester, den sie auch mit Sorgfalt ausübt – bis ihr ein fataler Fehler unterläuft und sie alsbald gekündigt wird. Es bleibt ihr vorerst nichts anderes übrig, als heimzugehen in ihr altes Heimatdorf, das aber außer einem Greißler und einem Wirtshaus nichts mehr zu bieten hat, denn die Fabrik gibt es nicht mehr, der Vater ist pensioniert worden, der Bruder schon lange in einer Pflegeanstalt und die Mutter nach Sizilien verschwunden. Welche Zukunft hat die 37jährige in dieser tristen Lage? Schnörkellos und klar erzählt Birgit Birnbacher einen Ausschnitt aus Julias Leben. Erst dem Schatten der Trostlosigkeit entkommen, kehrt sie nun hierher zurück. Die Finsternis neben dem Berghang spiegelt die Finsternis in den Seelen der Menschen wider, es gibt keinen Einsatz mehr fürs Kartenspiel beim Wirten, die letzte Ziege ist verloren, es gibt kein Licht, es gibt nur Krankheit. Ein Strahl am Horizont für Julia ist lediglich Oskar, meist nur „der Städter“ genannt, der sich durch einen Kuraufenthalt ins Land verirrt hat. Ob er die Sonne ins Tal bringen kann oder ob die Dunkelheit siegt? Der Sinn des Lebens, der Sinn der Arbeit, Aufopferung oder Egoismus, Beziehungen zwischen Menschen, Familie, Nachbarn, Kapitulation oder Vorwärtsstreben – was ist richtig, was ist falsch, was erwarten die anderen, was erwartet man selbst? Darf man überhaupt etwas erwarten? Viele Fragen stellt die Autorin in diesem kurzen Büchlein, das die unterschiedlichsten Figuren vorstellt und Abhängigkeiten aufzeigt. Eine von Traurigkeit überzogene Handlung, welche aber doch immer wieder Hoffnung durchschimmern lässt. Dreht sich alles im Leben im Kreis oder kann und soll man ausbrechen? Birgit Birnbacher regt zum Innehalten und Nachdenken an und lässt den Leser schließlich mit seiner eigenen Auslegung zurück. Ein nüchtern und distanziert verfasster Roman, der trotzdem berührt und noch eine Zeit lang nachklingt. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (138)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lea Erdtmann

    Lea Erdtmann

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Birnbacher überzeugt wieder einmal...

    Birnbacher überzeugt wieder einmal mit ihren literarischen Stil, genau erfasster Gesellschaft und starkem Thema. Berührend, empathisch, sehr echt! Eins meiner Frühjahrshighlights, für alle, die gerne sehr literarisch lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Davon leben wir

    Der Beruf setzt Julia einer hohen psychischen und körperlichen Belastung aus, dennoch lebt und liebt sie es, Krankenschwester zu sein. Eine Verwechslung lässt sie lebensrettend, die Vorschriften missachtend handeln, ihr wird gekündigt. Julia hinterfragt das System, ihre Rolle darin. Um ihre Wunden zu lecken und in Ruhe zu überlegen, wie es jetzt weitergehen soll, zieht die Heimat. Doch sie trifft auf einen verlassenen und bedürftigen Vater, der schweigt. Der wichtige Arbeitgeber am Ort existiert nicht mehr, im Dorf regiert Stagnation und Niedergang. In dieser ausweglosen Situation und deprimierenden Umgebung trifft Julia einen Mann von außerhalb, dessen Lage ihrer eigenen in vielerlei Hinsicht ähnelt. Birgit Birnbacher erzählt in dichten Bildern, nahe an Menschen und Themen.
  • Zum Bewerterprofil von Erika Föst

    Erika Föst

    Thalia Pforzheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie wir leben könnten.

    Mit einer einfachen, klaren Sprache transportiert die Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin von 2019 Geschehnisse, die unter die Haut gehen. Sie erzählt von Menschen, die ihren Halt in der Gesellschaft verloren haben, die überlegen, wie ihre Zukunft aussehen kann. Ein Buch, das ich jedem empfehlen möchte. Hier geht es um Lebensentwürfe, um hinfallen und wieder aufstehen und darum, dass Flucht in die Vergangenheit keine Lösung sein kann.
  • Zum Bewerterprofil von Bianca Werner

    Bianca Werner

    Thalia Göttingen – Kauf Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine irgendwie trostlose und aussichtslose...

    Eine irgendwie trostlose und aussichtslose Erzählung vom Anfang, bis zum Ende. Trotzdem habe ich es verschlungen, weil die Charaktere echt, lebendig und liebenswert sind.
  • Zum Bewerterprofil von Dirk Lengersdorf

    Dirk Lengersdorf

    Thalia Mayersche Heinsberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    poetischer Roman über Leben und Arbeit

    Wie wollen wir künftig Arbeit und Leben sinnvoll gestalten? Man merkt, dass die Autorin sich mit solchen Fragen auseinandergesetzt hat. Dennoch wirkt der Roman mit seinen lebensechten, oft traurigen, aber sympathischen Einzelgängerfiguren zum Glück nicht konstruiert! Gutes Thema, schöne Sprache!

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