Produktbild: Das verlorene Paradies
Band 29

Das verlorene Paradies Roman. Nobelpreis für Literatur 2021

Aus der Reihe Penguin Klassiker
10

15,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.11.2023

Verlag

Penguin

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

18,9/11,7/2,7 cm

Gewicht

272 g

Farbe

Bordeaux

Originaltitel

Paradise

Übersetzt von

Inge Leipold

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-11102-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.11.2023

Verlag

Penguin

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

18,9/11,7/2,7 cm

Gewicht

272 g

Farbe

Bordeaux

Originaltitel

Paradise

Übersetzt von

Inge Leipold

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-11102-3

Herstelleradresse

Penguin TB Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Bewertung

    5/5

    28.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im Mittelpunkt steht Yusuf, ein...

    Im Mittelpunkt steht Yusuf, ein Junge der aus Armut an einen fliegenden Händler verkauft wird. Eine sehr gelungene Erzählung aus Sansibar, über Menschen, die trotz Ausbeutung und Unterdrückung ihren Lebensmut nicht verlieren.

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    06.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie ein Bach der durch die Wunder der Natur fließt

    Um so länger ich das Buch lese, um so mehr gefällt es mir. Mit sehr poetischen Beschreibungen und viel Einfühlsamkeit. Ein Einblick in ein einfaches Leben mitten in Afrika Anfang Neuzehnhundert.

  • Bewertung

    4/5

    27.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das verlorene Paradies - Abdulrazak Gurnah

    Das verlorene Paradies - Abdulrazak Gurnah‘s 1994 erschienene Roman katapultierte ihn 2021, nach der Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis, auf den Olymp der Top-Schriftsteller. Auch ich bin erst durch den Nobelpreis auf ihn aufmerksam geworden. Der Roman spielt sich, um die Wende des 19. Jahrhunderts, in Ostafrika ab. Wir treffen, inmitten des geschäftigen und bunten Treiben einer multiethnischen Gesellschaft, auf den 12 jährigen naiven und hübschen Yusuf, der als Pfandleihe für die Schulden seines Vater’s in Onkel Aziz Obhut kommt. Zunächst arbeitet er im Laden vom Onkel Aziz, und hilft bei dessen paradiesisch anmutendem Garten. Sein Leben ändert sich abrupt, als Onkel Aziz ihn auf eine lange Handelsreise mitnimmt. Schlagartig endet die unbeschwerte Jugend. Gefahren, Tod und Krankheit begleiten die Karawane und lassen ihn erwachsen werden. Nach seiner Rückkehr verliebt er sich Hals über Kopf, doch eine neue Ära der Kolonialherrschaft läutet eine Zeit des Umbruchs ein, und ändert das bisher gekannte Leben. Dieser „coming -of-age“ Roman ist voller Wärme und Humor. Ich habe dieses geschäftige Treiben, dieses kunterbunte Leben, ständig bildlich vor meinem inneren Auge gehabt. Yusuf habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ich habe nur eine Kritik an diesem, sonst wunderbaren, Roman. Mich hat es irritiert, dass durchgehend im Roman... jeder, egal Mann oder Frau, verheiratet oder ledig, offen und handgreiflich Yusuf nachgestellt hat. Schwer zu glauben, dass etwas was heute so gegen jede Moral, Sitte und Anstand verstoßen würde, damals öffentlich möglich wäre. Nun sagt aber A. Gurnah, dass für ihn die Schönheit des Schreibens daraus resultiere, zu zeigen, wie „es anders sein könnte“. In diesem Sinne ist es wohl dann seine schriftstellerische Freiheit. Alles in allem aber ein warmherziger und absolut lesenswerter Roman.

  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    4/5

    29.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn die Eltern einen verkaufen…

    Als im vergangene Jahr 2021 der Nobelpreisträger Abdulrazak Gurnah verkündet wurde, war hierzulande erst einmal keine große Resonanz, da ja, oh Schreck!, der Roman „out of print“ war. Es gab zwar 1998 eine deutsche Übersetzung von Inge Leipold, aber das Buch war vergriffen und keine neue Auflage in Planung, obwohl der Roman auch schon mal auf der Shortlist des Booker Preises (90er Jahre) stand. Zum Glück gibt es nun eine neu gesichtete Version des Romans um ein sehr hilfreiches Glossar am Ende erweitert. ‚Das verlorene Paradies‘ spielt zum Ende des 19. Jahrhunderts auf Sansibar und zieht sich im Laufe der Geschichte bis hinunter nach Mosambik. Hier auf Sansibar, wo auch der Autor 1948 geboren wurde, beginnt die Geschichte. Dem Paradies? Im Mittelpunkt steht der Junge Yusuf, der aus der Armut heraus von seinem Vater an den fliegenden Händler Aziz verkauft wird. Die Familie, die ein 4-Bett Hotel betreibt kann seine Schulden nicht mehr begleichen und gibt den Jungen fort. Dem 12jährigen wird das erst nach geraumer Zeit deutlich. Er wird zum Diener, zur Aushilfe und befreundet sich mit Kalil, einem anderen Junge. Der Roman strotz nur so von rassistischer Übergriffigkeit, ist allseits überzeichnet und deckt auf, dass es egal ist wer, wenn nieder macht, es ist immer ein Angriff. Hier im Roman wird das anhand der historischen Situation schön demonstriert durch die Gemengelage an kolonialen Eroberern (vor allem im Roman die Deutschen), sowie indische Händler und die arabischen Sultane aus dem Oman, die zuvor die Vorherrschaft innen hatten. Der Roman lebt von dieser multikulturellen, multiperspektivischen Verschachtelung. Gelungen ist aus meiner Sicht, dass hier zwar eine Geschichte erzählt wird, aber zugleich auch ein historischer Blick auf die Gemengelage an Kindersklaverei, an Kolonialismus, an Rassismus. Sehr gelungen und das noch mit Figuren, die trotz der ständigen Ausbeutung und Unterdrückung den Lebensmut und den humorvollen Sarkasmus nicht verlieren. Die Deutung über den Roman und die Parallelen zur Bibel hätte ich ohne einen Hinweis nicht erkannt. Hier wird wohl die Geschichte Genesis parallel stark erzählt, obwohl der Roman durch die arabische Vorherrschaft Suren des Korans vorherrschen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf liest es sich noch einmal etwas anders und der Titel rückt stärker in den Fokus: Paradies! Fazit: Egalitäre Sehnsüchte und Wünsche, darin sind wir Erdenbürger uns zu jeder Zeit gleich – eine zeitlose Feststellung.

  • nil_liest

    aus Frankfurt

    4/5

    29.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn die Eltern einen…

    Wenn die Eltern einen verkaufen… Als im vergangene Jahr 2021 der Nobelpreisträger Abdulrazak Gurnah verkündet wurde, war hierzulande erst einmal keine große Resonanz, da ja, oh Schreck!, der Roman „out of print“ war. Es gab zwar 1998 eine deutsche Übersetzung von Inge Leipold, aber das Buch war vergriffen und keine neue Auflage in Planung, obwohl der Roman auch schon mal auf der Shortlist des Booker Preises (90er Jahre) stand. Zum Glück gibt es nun eine neu gesichtete Version des Romans um ein sehr hilfreiches Glossar am Ende erweitert. ‚Das verlorene Paradies‘ spielt zum Ende des 19. Jahrhunderts auf Sansibar und zieht sich im Laufe der Geschichte bis hinunter nach Mosambik. Hier auf Sansibar, wo auch der Autor 1948 geboren wurde, beginnt die Geschichte. Dem Paradies? Im Mittelpunkt steht der Junge Yusuf, der aus der Armut heraus von seinem Vater an den fliegenden Händler Aziz verkauft wird. Die Familie, die ein 4-Bett Hotel betreibt kann seine Schulden nicht mehr begleichen und gibt den Jungen fort. Dem 12jährigen wird das erst nach geraumer Zeit deutlich. Er wird zum Diener, zur Aushilfe und befreundet sich mit Kalil, einem anderen Junge. Der Roman strotz nur so von rassistischer Übergriffigkeit, ist allseits überzeichnet und deckt auf, dass es egal ist wer, wenn nieder macht, es ist immer ein Angriff. Hier im Roman wird das anhand der historischen Situation schön demonstriert durch die Gemengelage an kolonialen Eroberern (vor allem im Roman die Deutschen), sowie indische Händler und die arabischen Sultane aus dem Oman, die zuvor die Vorherrschaft innen hatten. Der Roman lebt von dieser multikulturellen, multiperspektivischen Verschachtelung. Gelungen ist aus meiner Sicht, dass hier zwar eine Geschichte erzählt wird, aber zugleich auch ein historischer Blick auf die Gemengelage an Kindersklaverei, an Kolonialismus, an Rassismus. Sehr gelungen und das noch mit Figuren, die trotz der ständigen Ausbeutung und Unterdrückung den Lebensmut und den humorvollen Sarkasmus nicht verlieren. Die Deutung über den Roman und die Parallelen zur Bibel hätte ich ohne einen Hinweis nicht erkannt. Hier wird wohl die Geschichte Genesis parallel stark erzählt, obwohl der Roman durch die arabische Vorherrschaft Suren des Korans vorherrschen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf liest es sich noch einmal etwas anders und der Titel rückt stärker in den Fokus: Paradies! Fazit: Egalitäre Sehnsüchte und Wünsche, darin sind wir Erdenbürger uns zu jeder Zeit gleich – eine zeitlose Feststellung.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Anja Söllner

    Anja Söllner

    Thalia Hof

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.01.2022

    eBook (ePUB)

    Afrika- Paradies und Welt voller Kontraste.

    Tansania-Sansibar Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts ist ein großes Gemisch verschiedenster Völker. Die arabische Kolonialmacht wird langsam von den Europäern ersetzt und es herrscht eine merkwürdige Stimmung zwischen denen, die Einfluss haben und den anderen, die ihnen folgen sollen. Krieg schwelt im Untergrund, aber davon lassen sich die kleinen Leute, nicht beeinflussen und gehen gewohnt ihren Arbeiten nach. Eine Vielzahl an kleinen Sultanaten wehrt sich stetig gegen Eroberung. Yusuf, Hauptprotagonist und großer Sympathieträger ist zu Anfangs noch ein kleiner Junge, der auf einem Dorf bei seinen Eltern lebt. Sie vermieten Zimmer, so treffen immer wieder Durchreisende ein, die das Leben interessant gestalten und selbst den tägliche Hunger in den Hintergrund rücken lassen. Als sein absoluter Lieblings Händler auftaucht, der Bildung, Milde und Ruhe ausstrahlt, ist Yusuf zunächst begeistert, bis er feststellen muss, dass er soeben als Leibeigener dieses Herrn, mit ihm ziehen soll, denn sein Vater schuldet ihm eine Menge Geld... So löst sich das familiäre vermeintliche Paradies auf und Yusuf muss auf einmal Erwachsen werden: Auf seinem Weg dorthin erfahren wir Leser*innen eine satte Fülle an Geschichten: Ein wunderschöner Garten als Sinnbild für Sehnsucht, Karawanen Abenteuer durch das Land und auch die Liebe, lassen verzaubern und trotzdem auch die Härte des Lebens erfahren. Literaturnobelpreisträger Gurnah ist übrigens ungemein leicht flüssig lesbar. Einfühlsam & dicht erzählt! Für "Drachenläufer-Leser:"
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erwachsenwerden in Ostafrika Ende des 19. Jahrhunderts

    Bis zur Nobelpreisverleihung 2021 war „Paradise“ der größte Erfolg des tansanisch-britischen Schriftstellers Abdulrazak Gurnah. Nun liegt die Übersetzung des Romans vor, auf weitere Werke dürfen wir gespannt sein. Im Mittelpunkt dieser farbenprächtigen, lebendig erzählten und einprägsamen Geschichte steht der aus einfachen Verhältnissen stammende, zwölfjährige Yusuf. Seine Familie schuldet einem einflussreichen Kaufmann Geld und gibt ihn in dessen Hände. Fortan lebt Yusuf mitten in der Stadt, arbeitet für den Kaufmann und begleitet ihn auf Karawanenreisen. Das wird nicht nur gefährlich - Yusuf muss viel zu früh erwachsen werden. Obwohl das Buch recht anspruchsvoll geschrieben ist, lässt es sich flüssig lesen und trotz aller Tragik bleibt ein optimistischer Eindruck zurück. A. Gurnah - ein Preisträger und großer Erzähler, der den Lesegeschmack vieler Leser*innen treffen dürfte, lohnt es zu entdecken!
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ...Yusuf und die Wunderlampe?!

    Bei Nobelpreisträgern bin ich eigentlich immer skeptisch, aber dieser Titel hat mich voll überzeugt. Es ist teilweise ein Abtauchen in eine andere Welt. Manchmal fühlte ich mich in die Märchen von “Tausend und eine Nacht “ versetzt. Wir begleiten den jungen Yusuf auf eine abenteuerliche Karawanenreise. Hierbei macht er einen gewaltigen Reifeprozess durch. Sprachlich unglaublich beeindruckend. Man muss sich aber am Anfang auf diese befremdlich wirkende Sprache einlassen, dann ist es ein famoses Lesevergnügen.

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