Wenn du nicht den Mut für die große Liebe hast ...
>Zurück ins Leben geliebt< (Ugly love)
Zwei Menschen, deren innere Probleme sie daran hindern, sich wirklich aufeinander einzulassen: Die lebenslustig wirkende Ginny, die in die WG ihrer besten männlichen Freunde zieht, obwohl es in deren Gesellschaft ungleich schwerer ist, ihre Essstörung zu verbergen. Und Adrian, der seit dem frühen Tod seines Vaters ein Meister im Unterdrücken von Gefühlen ist. Schnell kommen die beiden sich näher. Doch mehrfach - nämlich immer dann, wenn es ernst zu werden verspricht zwischen den beiden - weist Adrian Ginny von sich...
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Lesemieze
aus Duisburg
5/5
01.01.2024
eBook (ePUB 3)
Eine Geschichte mit Nachklang
Eine sehr starke Geschichte voller Emotionen. Eine Geschichte, die sehr authentisch rüber kommt. Nicht gekünstelt und die nach dem Lesen noch nach wirkt.
Die Warnungen des Buches sollte man berücksichtigen! Denn die Thematik könnte vielleicht den ein oder anderen zu nahe gehen.
Die Autorin bringt hier ihre eigene Erfahrungen zum Teil mit ein.
Ginny ist eine sehr lebensfroher Mensch und hat immer ein Lächeln auf den Lippen und ist für alles zu haben. Doch hinter ihrer Fassade schaut es oft ganz anders aus. Oft fühlt sie sich leer und ihre Essstörung redet sie sich selber schön.
Man bekommt eine große Gefühlspalette mit, was Ginny angeht und auch wie toxisch sie mit sich selber umgeht.
Was ich schon in anderen Rezensionen gelesen habe, von welchen die selber betroffen sind oder waren, das sie vieles sehr gut nachempfinden können. Die Verhaltensweisen verstehen, die dort beschrieben sind. Die Autorin schafft es, als nicht Betroffene einen guten Einblick in die Thematik zu geben, ohne dabei die Handlung für die Geschichte zu verlieren.
Und dann gibt es da noch Aiden, auf den ersten Blick sieht man ihm auch nicht an, dass er mit einen seelischen Schmerz belastet ist. Er hält sich unfähig zu lieben, möchte der Sache nicht auf den Grund gehen, bis er halt die Lebensfroh Ginny kennenlernt und diese am liebsten nicht mehr aus seinen Armen entlassen mag.
Beide müssen im Laufe der Geschichte sich mit sich selber auseinandersetzen, um sich weiter zu entwickeln, vor allem wenn man sein Leben ändern möchte.
Mir hat die Geschichte sehr gefallen, sie ist ruhig aber trotzdem sehr aussagekräftig und besitzt ein Langzeitwirkung.
Susi Aly
4/5
20.11.2023
eBook (ePUB 3)
eine großartige Geschichte, die zum Nachdenken bringt
“Guy’s Girl “ von Emma Noyes ist eine tiefgreifende, sensible und emotionale Geschichte, die dazu neigt, in der Masse unterzugehen.
Sie überzeugt nicht sofort, aber sie überrascht und punktet mit so vielen wichtigen Themen.
Sei es Selbstfindung, niemals genug zu sein, Ankommen und zweite Chancen und vor allem macht diese Geschichte etwas mit dir, ohne dass du dir dessen überhaupt bewusst bist.
Sie macht dich wütend, traurig und manchmal wünscht du dir, einfach im Erdboden zu versinken und nie mehr auftauchen zu müssen. Weil du dann all diesen Schmerz nie mehr erleiden müsstest, aber dir würde auch all das Glück entgehen, dass du vielleicht erfahren würdest.
Der Schreibstil von Emma Noyes ist großartig. Feinfühlig, direkt und überaus fesselnd.
Die Atmosphäre ist dabei sehr bedrückend, aber auf irgendeine Art auch sehr befreiend.
Ginny und Adrian sind hierbei das Herzstück.
Ich mag Ginny, auch wenn sie sehr speziell ist. Man spürt diese Barriere, die sie zum Leser aufbaut. Das macht sie unnahbar. Aber blickt man hinter ihre Fassade, entdeckt man, was für ein großartiger, sensibler und zerbrechlicher Mensch in ihr steckt.
Adrian ist sehr in sich gekehrt, aber genau das macht ihn auch aus. Ich mochte das unglaublich gern an ihm. Im Laufe der Handlung konnte er mich unsagbar überraschen und zu Tränen rühren.
Denn auch sein Background ist voll mit tragenden und lebensverändernden Elementen verwoben, die mir immer wieder die Luft abgeschnürt haben.
Ebenfalls bestechen die Nebencharaktere durch ihre Einzigartigkeit. Sie fügen sich nahtlos ins Geschehen ein. Sorgen für Wärme, Mitgefühl und Balance. Aber auch für unsagbar große Wut, Tränen und unkontrollierbare emotionale Ausbrüche, die das Herz immer wieder in Aufruhr bringen.
Der Einstieg fiel mir unsagbar leicht. Ich mochte die Protagonisten und die Dynamik zwischen Ihnen total gern.
Es ist eine Liebesgeschichte, aber gleichzeitig so viel mehr. Es ist Heilung, Beständigkeit und gegenseitige Unterstützung auf so vielen Ebenen.
Dabei beschäftigt sich die Autorin auch mit Magersucht und Bulimie, was ich sehr großartig fand. Weil es sehr sensible und ernste Themen sind, die sie ausgesprochen feinfühlig und direkt ausgearbeitet hat.
Dabei zeigt sie nicht nur, mit welchen Hürden der Betroffene zu kämpfen hat. Sondern auch, dass er sich immer wieder neu erfindet. Sie zeigt, wie das Umfeld darauf reagiert und damit umgeht. Aber auch ,was es verstärkt und was es besser macht.
Die Liebesgeschichte ist sehr impulsiv, turbulent und unsagbar vielschichtig und nervenaufreibend. Man möchte in den Himmel aufsteigen, aber gleichzeitig im Bruchteil einer Sekunde alles zertrümmern.
Diese Geschichte hat mich so zu Boden gedrückt, aber gleichzeitig hatte ich so viele Momente, die mich wütend gemacht und die mir Tränen in die Augen getrieben haben.
Denn was hier eine ganz klare Botschaft ist, ist, wie essentiell und so wichtig Freundschaft ist. Das geht weit über Loyalität hinaus. Es erdet dich, gibt dir Halt und manchmal ist Freundschaft vielleicht sogar wichtiger als Liebe. Denn sie bedeutet auch Heilung und setzt dich im entscheidenden Moment wieder zusammen.
In meinen Augen, eine großartige Geschichte, die zum Nachdenken bringt, sich großartig mit den psychologischen und zwischenmenschlichen Aspekten auseinandersetzt und dir zeigt, dass du immer genug bist, egal, was du auch tust.
Fazit:
"Guy’s Girl” von Emma Noyes ist eine ganz besondere, tiefgreifende und emotionale Geschichte, die mich auf so vielen Ebenen überraschen und begeistern konnte.
Die Thematik ist definitiv nicht ohne, die Protagonisten sind sehr besonders, authentisch und greifbar und die Handlung ist so echt, so beängstigend und gleichzeitig so zerstörerisch, dass es dich immer wieder zu Boden gleiten lässt.
Unbedingt lesen.
Aarany
aus Berlin
4/5
01.11.2023
eBook (ePUB 3)
Eindringlich mit viel Spekulationsspielraum
Cover & Klappentext
Schwer zu sagen, was mir an dem Cover ins Auge fiel, vermutlich der Titel, denn mir persönlich sagt es nicht zu. Ich finde es etwas zu überladen. Doch letztendlich ist nur wichtig, dass ich neugierig genug gemacht wurde, um den Klappentext zu lesen. Und der konnte mich überzeugen.
Meinung
Diesen Roman zu bewerten, ist nicht leicht. Eben weil hier ein empfindliches Thema angesprochen wird. Essstörungen sind leider weit verbreitet. Unsere Gesellschaft ist geprägt von falschem Essverhalten und falscher Selbstwahrnehmung. Die Gründe mögen unterschiedlich sein, aber letztendlich ist das für die betreffende Person auch immer ein Ausdruck, sich Erleichterung zu verschaffen. In diesem Buch wird nichts verherrlicht. Langsam wird der Leser an die Materie herangeführt, eingewoben in eine schöne Geschichte, die mich erst überzeugen musste.
In diesem Buch dreht es sich um Ginny und Adrian, eigentlich recht unterschiedliche Charaktere, die auf den ersten Blick vielleicht nicht zueinander passen, aber doch einige Gemeinsamkeiten aufweisen und sich in vielen Punkten ergänzen. Ginny, mit ihrer vermeintlich fröhlichen, ausgelassenen Art, und Adrian, der eher introvertiert ist. Beide erhalten hier eine Stimme und lassen den Leser tief blicken. Allerdings bis es so weit ist, dauert es etwas. Das Roman wirkt anfangs recht episodenartig, was ein intensives Eintauchen beinahe unmöglich macht. Dadurch werden auch kaum Emotionen übertragen. Aber irgendwann, und ich kann kaum sagen, an welchem Punkt, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ein wenig später kamen die Tränen, die mir erst auffielen, als mir dadurch das Lesen erschwert wurde.
Der Schreibstil ist anfangs etwas holprig. Es machte den Eindruck, als wolle man alles richtig machen. Ein ausgewogenes Verhältnis von kurzen und längeren Sätzen, jedoch mit einem nicht sehr ausgefeilten Wordbuilding. Vielleicht hilft das aber auch dem ein oder anderem, sich besser auf die Geschichte einzulassen. Ein extravaganter Schreibstil wäre hier ohnehin fehl am Platz gewesen.
Mit Ginny, dem „Guy’s Girl“, hatte ich zu Beginn meine Schwierigkeiten. So geht es mir leider öfter mit weiblichen Hauptprotagonisten. Die Jungs, mal von Finch abgesehen, waren für mich sofort präsent. Vermutlich durch Tristans Eigenheiten, vermutlich auch durch die ganze Gruppendynamik. Ginny jedoch blieb lange Zeit blass.
Adrian ging auch unter. Bei ihm war es aber eher durch den Job bedingt. Und jemand, der seine Gefühle unterdrückt, kann nicht präsent sein.
Mit der Zeit nahmen aber beide Charaktere mehr Raum ein. Ich war wie verzaubert. Und um Missverständnissen vorzubeugen – damit meine ich nicht die Thematik. Es waren die Kleinigkeiten. Das Schreiben, was Ginny liebt. Die Heimat (Ungarn) von Adrian. Die Lebensgeschichte beider. Was sie erlebt haben, was sie geprägt hat. Ich will mir nicht anmaßen zu wissen, warum Menschen eine Essstörung entwickeln. Aber der Autorin, selbst mit der Materie vertraut, hat auf verständnisvolle Weise eine Brücke geschaffen. Es gibt viele Gedanken, die man kennt. Wie der Kopf manipuliert, wie der Körper letztendlich gegen einen arbeitet.
Nach diesem Buch glaube ich, dass es in unserer Überflussgesellschaft kaum jemanden gibt, der ein gesundes Essverhalten besitzt. Für wen ist Essen heutzutage noch Nahrungsaufnahme, um dem Körper mit allem zu versorgen, was er braucht? Es geht sehr viel mit Genuss einher, was völlig in Ordnung ist. Aber es ist auch sehr oft Seelentröster. Um eine Leere zu füllen, um sich von negativen Gedanken abzulenken, wie Ginny es versucht hat. Vielleicht wäre es gut, wenn wir darauf mehr achten.
Fazit
Ein außergewöhnliches Buch, was den Leser einfühlsam an ein schwieriges Thema heranführt. Es soll nicht bewerten. Es soll zeigen, dass Betroffene nicht allein sind. Es soll hinterfragen, ob man vielleicht selbst gefährdet ist. Ich vergebe vier von fünf Sternen und rate wirklich dringend, die Warnung zu lesen. Eine klare Leseempfehlung.
Bewertung
aus Leipzig
3/5
16.02.2024
eBook (ePUB 3)
zu viele Probleme und für mich zu sehr ins Detailgehend
Die junge Ginny zieht in eine WG mit ihren besten männlichen Freunden, obwohl sie dadurch ihre Essstörungen viel schwerer verheimlichen kann als wenn sie alleine wohnen würde. Eine ihrer Mitbewohner ist Adrian, der selber mit einigen seelischen Problemen zu kämpfen hat und unter starken Bindungsängsten leidet. Die beiden fühlen sich stark zu einander hingezogen, aber trotzdem scheinen die jeweiligen Seelischen Verletzungen zu tief zu sein, um sich wirklich voll und ganz aufeinander einlassen zu können.
Emma Noyes beschreibt in "Guy´s Girl" sehr detailreich und ausführlich die Thematik rund um Bulimie und deren Folgen. Ginny kommt mir dabei allerdings recht oberflächlich und naiv vor, bei der sich nahezu alles um das Essen und spätere Erbrechen dreht. Dabei scheut sich die Autorin auch nicht davor, sehr detailreich die verscheidenen Möglichkeiten von Erbrechen und das Vertuschen darzustellen.
Auch wenn ich das Thema und den offenen Umgang mit dieser Krankheit als sehr wichtig finde, war es mir hier einfach zu heftig und sogar teilweise abstoßend. Ich konnte daher mit dem Buch gar nicht wirklich etwas anfangen, vielleicht auch deshelb, weil mir Ginny immer unsymphatischer geworden ist. Schließlich habe ich das Buch nach nahezu der Hälfte abgebrochen, weil es mir zu anstrengend wurde und zu viele Details gegeben wurde. Somit kann ich von meiner Seite keine Leseempfehlung geben. Vielmehr denke ich, dass die Autorin der Thematik mit ihrem Buch mehr geschadet hat als sie ihr die notwendige gute Aufmerksamkeit gegeben hätte.
Bewertung
5/5
31.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Es hat mich nachdenklich zurückgelassen
Das Buch ist für mich eine klare 9,5/10. Ich liebe den Inhalt, wie die Charaktere, Szenen und Probleme dargestellt wurden, einfach alles ist super daran. Vor allem hat es mich im Nachhinein weiter darüber nachdenken lassen. Ich hab viel geweint, aber es gab auch Momente in denen ich laut loslachen musste. Mir ist erst jetzt bewusst geworden, wie schwer es für Menschen mit Anorexie/ Bulimie ist, mit anderen Menschen darüber zu reden. Es hat mich so berührt.
0,5 Punkte Abzug, weil ich finde (persönliche Meinung), dass das Buch in der Ich-Perspektive hätte geschrieben sein sollen.
Ansonsten megaaa gut, defenitiv weiterzuempfehlen
Bitte lest vorher die Trigger-Warnings. Ich kann mir gut vorstellen, dass es für einige sehr schwer sein kann, dieses Buch zu lesen und zu verarbeiten
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4/5
01.07.2025
eBook (ePUB 3)
Mehr als eine Liebesgeschichte
Ein Roman zum Mitfiebern - mit Gefühlen und Gedanken, die ehrlich und authentisch dargestellt werden und Charakteren, die sich "echt" anfühlen. Sowohl Adrian als auch Ginny kämpfen mit ihren Problemen, die sie auch daran hindern, zueinander zu finden.
Wer nichts zum Thema Essstörungen lesen möchte, sollte dieses Buch besser meiden.
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4/5
27.05.2024
eBook (ePUB 3)
Guy´s Girl
Auf den ersten Blick ist Guy`s Girl" einfach eine Liebesgeschichte mit Hindernissen, doch durch die ernsten Themen die aufgegriffen werden, bekommen die Charaktere eine Tiefe, die ich nicht erwartet habe.
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4/5
04.05.2024
Buch (Taschenbuch)
"Ich habe einfach Angst, weißt du? Dass ich die Liebe nicht erkenne."
Ginny ist immer fröhlich, immer gut gelaunt und hat immer für alle ein offenes Ohr. Doch ihre eigenen Sorgen, Gedanken und Probleme versteckt sie hinter einem Lächeln. Bis der Tag kommt, an dem ihre Essstörung immer extremere Ausmaße annimmt und sie sich entscheiden muss, wie viel sie bereit ist zu riskieren, um um ihr Leben zu kämpfen.
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4/5
11.12.2023
Buch (Taschenbuch)
Adrian und Ginny, eine Liebesgeschichte die nicht sein will, oder doch?
Ich konnte sehr mit Ginny mitfühlen und bekam beim Lesen einen tiefen Einblick in ihre Psyche. Sie erzählt von den Schwierigkeiten ihrer Essstörung und den Konflikten rund um ihre Liebesbeziehungen. Die Geschichte führt zwischenzeitlich nach Ungarn, was ein sehr erfrischendes Setting in diesem Genre ist. Lesenswert, angenehm geschrieben und an keiner Stelle langwierig.
Für Leser:innen von Sally Rooney und Colleen Hoover.
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4/5
14.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Ginny und Adrian könnten nicht...
Ginny und Adrian könnten nicht unterschiedlicher sein. Immer dann, wenn sie sich näher kommen könnten, stoßen sie sich gegenseitig weg. Noyes greift viele Themen auf, darunter große Gefühle, Verlust, Essstörungen und Mut. Für mich war es ein Roman zum Mitfiebern und Mitfühlen.
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