Produktbild: Februar 33
Band 6524

Februar 33 Der Winter der Literatur

Aus der Reihe Beck Paperback
14

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

47377

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.02.2024

Abbildungen

mit 30 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19,1/12,1/2,2 cm

Gewicht

284 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

6

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-81497-6

Beschreibung

Rezension

Eine schockierende und gleichzeitig fesselnde Lektüre.

ZEIT Newsletter: Was wir lesen, Buchtipp

Produktdetails

Verkaufsrang

47377

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.02.2024

Abbildungen

mit 30 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19,1/12,1/2,2 cm

Gewicht

284 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

6

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-81497-6

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Renas Wortwelt

    5/5

    09.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Faszinierendes und unglaublich gut geschriebenes Tagebuch erschreckender Ereignisse

    Von seinem kürzlich erschienenen Buch „Marseille 1940“ war ich absolut begeistert und eingenommen. Eine Lesung des Autors daraus mit hochinteressanten Berichten aus seiner Recherche und spannenden Informationen über den Buchinhalt hinaus hat mich dazu bewogen, auch dieses Buch, das jetzt neu als Taschenbuch herauskam, zu lesen. Und auch davon bin ich begeistert. Am Tag, als es bei mir ankam, nahm ich es sofort zu Hand und konnte es nicht mehr weglegen, bis ich es ausgelesen hatte. Spannender und fesselnder kann auch ein hochkarätiger Thriller nicht sein. Und die erschreckenden Parallelen zu aktuellen Geschehnissen drängen sich geradezu auf. In Tagebuchform beginnend kurz vor dem Tag der Machtergreifung am 30. Januar 1933, erzählt Uwe Wittstock von den dramatischen und rasanten Entwicklungen, die sich vor allem für die Künstler und Schriftstellerinnen, für Journalisten und Politikerinnen ergaben. Menschen, die plötzlich Verfolgte waren, deren Bücher nicht mehr gelesen, deren Meinung nicht mehr gehört werden durfte. Heinrich Mann, die Kinder seines Bruders Thomas, Klaus und Erika, Bertold Brecht, Hermann Kesten, Erich Kästner, Erich Maria Remarque, die Liste ist lang, die Liste der Namen derer, die sich plötzlich mit der alles entscheidenden Frage konfrontiert sahen: Gehen oder bleiben. Else Lasker-Schüler oder Käthe Kollwitz, Alfred Döblin und Walter Mehring, Egon Erwin Kisch, sie alle mussten Verfolgung und schlimmeres befürchten. Und dann gab es noch die, die meinten, so schlimm werde es ja nicht werden, man solle doch abwarten. Und dann diejenigen, die sich in den neuen Umständen etablierten, sich dem Druck beugten oder sich gar gemein machten mit den neuen Machthabern. Wie so manche in der Akademie der Künste, in der Sektion der Literatur, die von dem neuen kommissarischen Kultusminister zum Ausschluss so berühmter Mitglieder wie Heinrich Mann gezwungen wird. Nur wenige der Mitglieder protestieren, wollen sich dagegen wehren, doch auch sie verstummen schließlich. Doch es trifft nicht nur Kulturschaffende, auch Politiker werden verfolgt, verprügelt, eingesperrt, gefoltert, alles ohne Handhabe, ohne Kontrolle, verschwinden in Gefängnissen und Lagern. Es geht rasend schnell, es dauert nur wenige Wochen, es braucht nur wenige Gesetze, die Hindenburg willfährig unterzeichnet. Und jede freie Meinungsäußerung, jede Kritik am Regime, alles wird plötzlich lebensgefährlich. Uwe Wittstock schafft es, durch die Tagebuchform eine enorme Spannung zu erzeugen, man fiebert mit den Betroffenen, hofft wider besseres Wissen, ist entsetzt über die Geschwindigkeit, mit der jede demokratische Ordnung außer Kraft gesetzt wird. Am Ende jedes Tages, den er aufzeichnet, sind, im Stil von Polizeimeldungen, kurze Notizen angefügt über die an jenem Tag in Deutschland getöteten und verletzten Menschen, bei Demonstrationen, bei Protesten, bei Schlägereien der SA und der SS. Das Buch nimmt einem fast den Atem und die Gefahren, die einer Demokratie, die sich nicht rechtzeitig wehrt, drohen, die Gefahr, dass sich ähnliches wiederholt, sind leider so real, so gegenwärtig. So ist dieses Buch beklemmend, erschreckend und doch so ungemein wichtig, dass man sich wünscht, es würde Pflichtlektüre in den Schulen, besonders in manchen Regionen Deutschlands. Uwe Wittstock – Februar 33: Der Winter der Literatur C.H. Beck, April 2024 Taschenbuch, 288 Seiten, 16,00 €

  • Bewertung

    5/5

    16.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mit der Ernennung Hitlers zum...

    Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler endete am 30.1.1933 die Weimarer Republik. Bereits in den ersten Märztagen gab es die ersten Bücherverbrennungen. Sechs Wochen, die absolut alles verändert haben. Das Buch macht einfach nur betroffen und ist heute aktueller denn je.

  • LichtundSchatten

    5/5

    21.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im Grunde unglaublich, wie…

    Im Grunde unglaublich, wie schnell damals die Unterdrückung von missliebigen Autoren durchgesetzt wurde. Mit atemloser Spannung bin ich den Ausführungen gefolgt und habe die Vertreibungs-Zeit vor 90 Jahren als etwas erlebt, das man sich heute nicht mehr vorstellen kann. Die szenischen Schilderungen sind äußerst gelungen und vermitteln ein realistisches Bild, auch die unterschiedlichsten Verhaltensweisen, von sofortiger Abreise bis hin zum Glauben, man könne dagegen halten. Uwe Wittstock meint Ähnlichkeiten zum Heute erkennen zu können, im allgemeinen Vorfeld-Zustand: "Die wachsende Spaltung der Gesellschaft. Die Dauerempörung im Netz, die den Keil immer tiefer treibt." Die offene Frage wäre, wer diesen Keil verursacht hat und weiter befeuert. Ich sehe aber keine Gefahr eines nationalen Überschwangs mehr, gleichwohl befremdet mich die Kriegsbegeisterung der Grünen, die vor der letzten Wahl keinesfalls Kriegsgerät in Krisengebiete schicken wollten. Falls überhaupt ist heute eine nach links und grün tendierende Stimmung vorhanden, die Schuldige im rechten Spektrum sucht, ohne noch Unterschiede zu machen. Die religiös aufgeladene Glaube an unsere Schuld am Klimawandel verheißt leider nichts Gutes.

  • Bewertung

    5/5

    11.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannende und informative politische Literaturgeschichte mit aktuellen Bezügen

    Wittstock zieht aus den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen der NS-Machtergreifung Lehren für die heutige Zeit. Besonderes Augenmerkt legt er auf die rasante Abschaffung des Grundrechtes der Meinungsfreiheit durch die Nazis und die daraus folgenden existentiellen Konsequenzen für die deutschen Literaten: Im Fokus stehen private Tagebucheinträge einerseits, Publikationen und öffentlichen Aktionen auf der anderen: Wir erleben Bert Becht, die Familie Mann, Ricarda Huch, Alfred Döblin u.v.m. im historischen Kontext und können mithilfe der gewährten Einsichten auch Gegenwartsliteratur (z.B. Clemens Setz: "Monde vor der Landung", 2023) besser verstehen.

  • Bewertung

    5/5

    13.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Dynamik des Schreckens

    Der Februar im Jahre 1933 - Tag für Tag ab der Machtergreifung Hitlers wird in diesem Buch die dramatische Zuspitzung der Lage in Deutschland generell und im Besonderen die der Künstler und Literaten vor Augen geführt. Wer erkannte den Ernst der Situation, die Gefahr, wer war zunächst relativ sorglos? Wie reagierten all die berühmten Persönlichkeiten mit den uns so vertrauten Namen wie Thomas Mann oder Alfred Döblin? Eine Geschichtsstunde, wie sie sein sollte - Hochspannend!

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Bewertungen (13)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Ronja vom Lehn

    Ronja vom Lehn

    Thalia Herdecke

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    1933 änderte sich für viele Literaten...

    1933 änderte sich für viele Literaten , wir Mann Brecht und Co. das Leben in Deutschland. Einige gingen ins Exil, andere blieben. Wittstock gibt uns einen spannenden Einblich in diese Zeit. Für Alle die IllIs gelesen haben.
  • Zum Bewerterprofil von Tobias Groß

    Tobias Groß

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sechs Wochen bis zum Ende der Demokratie

    1933. Adolf Hitler und die NSDAP sind am ersten Ziel ihrer Wünsche. Seit Ende Januar stellen sie die Regierung, welche zunächst mit deutschnationalen und konservativen Kräften gebildet wurde. Doch die als Korrektiv gedachte Verbindung entpuppte sich schnell als Farce, denn die Nationalsozialisten beherrschen die Regierung nach Belieben. Und nicht nur die. Binnen kürzester Zeit ist in Deutschland nichts mehr, wie es war, die Demokratie wurde schlagartig zerstört. Hitler und seine Helfer erschufen ein diktatorisches System, welches jeden noch so kleinen Bereich des alltäglichen Lebens durchdrang und radikal veränderte. Auch vor Kunst und Literatur machten die Nazis keinen Halt. Im Gegenteil. Uwe Wittstocks »Februar 33. Der Winter der Literatur« zeigt eindrücklich, wie schnell das literarische Deutschland auf Linie gebracht wurde und seine bedeutendsten Vertreter:innen durch Verhaftung und Emigration verlor. Differenzierte Meinungen spielten bei den Säuberungen keine Rolle, denn diese betrafen alle Autor:innen. Egal ob bekennende Kommunisten wie Bertolt Brecht oder Egon Erwin Kisch, politisch Unbequeme wie Erich Maria Remarque oder Else Lasker-Schüler und selbst Konservative wie Thomas Mann oder Ricarda Huch – entsprachen sie nicht der nationalsozialistischen Gesinnung, wurden sie zu Freiwild. Und wortwörtlich zum Abschuss freigegeben. »Februar 33. Der Winter der Literatur« ist eine beeindruckende Chronik der ersten sechs Wochen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Eine cineastisch anmutende Mischung aus Reportage, Einblick in Tagebücher und Zeitzeugenerzählung, welche das Schicksal der wichtigsten deutschen Literat:innen dieser Zeit beleuchtet. Mehr noch, sie zeigt, wie schnell eine Demokratie zur schlimmstmöglichen Diktatur werden kann. Und die kulturelle Elite eines Landes vernichtet. Auch 90 Jahre nach der “Machtergreifung” der Nazis existieren zahlreiche Parallelen zur heutigen Situation, welche den Lesenden bei der Lektüre von Uwe Wittstocks anschaulich geschriebenem Sachbuch sehr schnell bewusstwerden. »Februar 33« ist daher ein erschreckend aktuelles Werk, dass unaufgeregt vor einer Wiederholung der Geschichte warnt. Unbedingt lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Maren Oberwelland

    Maren Oberwelland

    Thalia Varel

    Buchhändler*in

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    5/5

    18.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nur einen Monat nach Hitlers Machtergreifung...

    Nur einen Monat nach Hitlers Machtergreifung hat die "Notverordnung" in Deutschland auch die Literatur völlig auf den Kopf gestellt und Schreiben für viele Schriftsteller unmöglich gemacht. Darüber und über so viel mehr schreibt Wittstock eindringlich in diesem Buch. Bitte lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Michael Schenkl

    Michael Schenkl

    Thalia Regensburg – Donau-Einkaufszentrum

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Winter, der alles veränderte

    Ein profund recherchiertes, flüssig zu lesendes Buch, das zwar nur wenigen - dafür aber entscheidenden - Wochen innerhalb der deutschen Literaturgeschichte nachspürt. Uwe Wittstock nimmt uns mit auf eine Zeitreise in den Februar 1933, als sich nach der Machtergreifung Hitlers die literarische Szene Deutschlands binnen weniger Tage und Wochen vollkommen auf den Kopf stellte. Informativ, ergreifend, mitreißend und auf jeden Fall die Lektüre wert!
  • Zum Bewerterprofil von Erika Föst

    Erika Föst

    Thalia Pforzheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kurz vor 12!

    Es ist kurz vor 12. Hier beginnt dieses fesselnde Buch und erzählt die Geschichte der Literatur in einer beängstigenden Zeit. Für viele Schriftsteller wie Klaus Mann, Bertold Brecht, Joseph Roth, die das nahende Unheil von Hitlers Aufstieg und Machtergreifung voraus ahnten, beginnt eine harte Zeit. Die Flucht ergreifen oder sich anpassen? Jeder Literaturinteressierte sollte dieses Buch lesen!

Unsere Meinungen

Bewertungen (15)

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  • Produktbild: Februar 33
  • Ein Schritt über die Klippe * Der Monat, in dem sich alles entschied

    Der letzte Tanz der Republik * Samstag, 28. Januar
    Die Hölle regiert * Montag, 30. Januar
    Äxte an der Tür * Dienstag, 31. Januar
    Fremdblütige Machwerke * Donnerstag, 2. Februar
    Die genähte Zunge * Freitag, 3. Februar
    Weiß nicht, was tun * Samstag, 4. Februar
    Beerdigung im Regen * Sonntag, 5. Februar
    Sitzungsroutine * Montag, 6. Februar
    Hässliche, kleine, gewaltsame Naturen * Freitag, 10. Februar
    Schutzstaffel für Schriftsteller * Sonntag, 12. Februar
    Männer in Schwarz * Montag, 13. Februar
    Fieber und Flucht * Dienstag, 14. Februar
    Die Tür zuschlagen * Mittwoch, 15. Februar
    Die kleine Lehrerin * Donnerstag, 16. Februar
    Ich gehe. Ich bleibe * Freitag, 17. Februar
    Kein Schatz im Silbersee * Samstag, 18. Februar
    Was soll das Schreiben noch? * Sonntag, 19. Februar
    An die Kasse! * Montag, 20. Februar
    Ziemlich gute Tarnung * Dienstag, 21. Februar
    Die nächsten Wochen überleben * Mittwoch, 22. Februar
    Minister zu Gast * Freitag, 24. Februar
    Bürgerkriegsgericht und Polizeischutz * Samstag, 25. Februar
    Reiseempfehlungen * Montag, 27. Februar
    Die Diktatur ist da * Dienstag, 28. Februar
    Aus der Welt gefallen * Mittwoch, 1. März
    Die falsche Mutter * Freitag, 3. März
    Nicht aufmachen! * Samstag, 4. März
    Stimmabgabe * Sonntag, 5. März
    Die Einsamkeit des Emigranten * Montag, 6. März
    Mut, Angst und Feuer * Dienstag, 7. März
    Lauter Abschiede * Mittwoch, 8. März
    Unerwartete Attacken * Freitag, 10. März
    Letzte Tage * Samstag, 11. März
    Abfahrten * Montag, 13. März
    Der Anblick dieser Hölle * Mittwoch, 15. März

    Wie es weiterging * 33 Lebensabrisse

    Nachwort
    Dank
    Benutzte Literatur
    Personenregister
    Bildnachweis