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James

Roman

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

640

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2024

Verlag

Carl Hanser Verlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

20,5/13,1/3 cm

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

640

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2024

Verlag

Carl Hanser Verlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

20,5/13,1/3 cm

Gewicht

428 g

Auflage

6

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27948-3

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4.8

114 Bewertungen

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Erschütternd und bezaubernd

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 16.05.2024

Bewertungsnummer: 2202314

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit Huckleberry Finn sind die meisten von uns aufgewachsen. Ein Junge, der auf Abenteuersuche ist. Weniger präsent, aber genauso wichtig für Mark Twains Geschichte ist Jim, der ihn auf lange Strecken begleitet. Ein erwachsener Mann und Sklave. Und genau um Jim geht es in diesem Buch. Sein Weg, seine Flucht und Abenteuer, um seine Familie aus der Sklaverei zu holen.Und vor allem: seine Sichtweise. Es ist meisterhaft umgesetzt, herrlich, wie der Autor den Weißen den hässlichen Spiegel vorhält mithilfe eines Mannes, der mit seinem Intellekt und Durchhaltewillen seinem Schicksal eine neue Richtung gibt. Die Macht der Sprache ist meisterlich umgesetzt, sicherlich eine Herausforderung bei der Übersetzung. Zudem die Auseinandersetzung mit weiß und nicht weiß, wie lächerlich diese Grenze ist, wird vom Autoren virtuos aufs Korn genommen. Definitiv ein Must Read!
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Erschütternd und bezaubernd

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 16.05.2024
Bewertungsnummer: 2202314
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit Huckleberry Finn sind die meisten von uns aufgewachsen. Ein Junge, der auf Abenteuersuche ist. Weniger präsent, aber genauso wichtig für Mark Twains Geschichte ist Jim, der ihn auf lange Strecken begleitet. Ein erwachsener Mann und Sklave. Und genau um Jim geht es in diesem Buch. Sein Weg, seine Flucht und Abenteuer, um seine Familie aus der Sklaverei zu holen.Und vor allem: seine Sichtweise. Es ist meisterhaft umgesetzt, herrlich, wie der Autor den Weißen den hässlichen Spiegel vorhält mithilfe eines Mannes, der mit seinem Intellekt und Durchhaltewillen seinem Schicksal eine neue Richtung gibt. Die Macht der Sprache ist meisterlich umgesetzt, sicherlich eine Herausforderung bei der Übersetzung. Zudem die Auseinandersetzung mit weiß und nicht weiß, wie lächerlich diese Grenze ist, wird vom Autoren virtuos aufs Korn genommen. Definitiv ein Must Read!

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Ein Klassiker aus einer anderen Perspektive

Bewertung am 07.05.2024

Bewertungsnummer: 2195725

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In letzter Zeit häufen sich ja die Adaptionen großer Werke aus der Weltliteratur, was nicht immer gelungen ist, wie ich festgestellt habe. Everett hat sich hier an einen Klassiker von Twain gewagt und dekonstruierte »Die Abenteuer des Huckleberry Finn« aus dem Jahr 1884, indem er die Flucht des Sklaven Jim nun aus dessen Perspektive erzählt. Ob es für mich diesmal funktioniert hat? Zum Inhalt sei nur so viel gesagt: James flieht aus Hannibal, als er erfährt, dass er verkauft werden soll. Er sieht darin seine einzige Chance, um seine Familie nicht zu verlieren. Wie auch bei Twain ist Huck auf der Flucht vor seinem gewalttätigen Vater und begleitet James auf einigen Abschnitten der abenteuerlichen Reise auf dem Mississippi. Allerdings sucht man nun nach ihm nicht nur als »Entlaufenen« sondern auch als Mörder von Huck. Doch aus dem ungebildeten, naiven Jim Twains macht Everett eine Figur, die aus ihrer Opferrolle heraustritt und nicht mehr auf die Gnade der Weißen angewiesen ist. Everett nutzt dazu das Stilmittel der Sprache, nicht nur indem er James vor den Weißen in einer Art Slang, einem Südstaatenenglisch sprechen lässt, damit diese den Eindruck bekommen, er sei ungebildet. Diesen Slang ins Deutsche zu übertragen war sicher eine Herausforderung, doch der Übersetzer Nikolaus Stingl hat hier ganze Arbeit geleistet, um die Authentizität zu erhalten. James muss seine Tarnung aufrechterhalten, genauso wie alle anderen. Denn Sklaven war es verboten, lesen und schreiben zu lernen. »Jim, ich frag dich jetzt was. Warst du in Richter Thatchers Bibliothekszimmer?« »In seim was?« »Seiner Bibliothek.« »Nein, Ma’am. Gesehen habbich die Bücher, aber im Zimmer drin warch nich. … Was sollchn mim Buch?« S.15 Vielleicht mag es übertrieben erscheinen, dass James Rousseau und Locke gelesen hat, es finden sich einige philosophische Aussagen und Fragen in dem Buch, die nachdenklich stimmen. Doch das verleiht der vorherrschenden Denkweise der Weißen, sich überlegen zu fühlen, eine gewisse Ironie. James kehrt es um, indem er denkt: »Es lohnt sich immer, Weißen zu geben, was sie wollen …« S.11 Denn das gibt den Schwarzen ein Mindestmaß an Sicherheit, auch wenn sie ihren unbegründeten Misshandlungen, Auspeitschungen und sexuellen Übergriffen schutzlos ausgeliefert sind. Und es entlarvt gleichzeitig die vorherrschende Überlegenheitstheorie der Sklavenhalter. Was Sprache in dem Roman alles kann, solltet ihr selbst herausfinden, für mich ist es ein zentrales Thema, um das sich zahlreiche erschreckende Abenteuer ranken. Zum Beispiel ein gestohlener Bleistift, den James nutzen will, um seine Geschichte aufzuschreiben, für den ein anderer aber mit dem Leben bezahlt. Auch ein Grundgedanke – Bildung als Waffe. In kurzen, temporeichen Kapiteln jagen wir den Mississippi rauf und runter, treffen dabei auf manch skurrile Gestalten, Trickbetrüger, Gauner und Sklavenhalter der übelsten Sorte, wodurch Everett dem Abenteuercharakter des Originals gerecht wird. Zwar verkürzt er etliche Ereignisse, was aber für das Gesamtverständnis des Romans nicht von Belang ist. Trotz aller Ironie, die sich oft hinter einigen Begegnungen versteckt, ist Everett on point, wenn es um die Darstellung von rassistischen Themen geht. Das geht stellenweise echt unter die Haut. »Was ich verbrochen habe? Ich bin ein Sklave. Ich habe eingeatmet, als ich hätte ausatmen sollen. Was ich verbrochen habe?« S.234 Immer wieder wird Twain unterstellt, er sei ein Rassist gewesen, andere halten ihn für einen Chronisten seiner Zeit. Wiederholt fielen zahlreiche Passagen der Zensur zum Opfer, auch streitet man sich über das N-Wort in seinen Romanen und eine etwaige Bereinigung. Doch zeitkritische Literatur braucht m.E. auch eine authentische Sprache, egal, ob es heute einigen gefällt oder nicht. Auch Everett bleibt dabei, was zur Verdeutlichung der Brutalität von Sprache dient und mich einige Male heftig schlucken ließ. Das nur btw. Für mich ist »James« eine Weiterführung der twainschen Grundidee. Eine Hommage an Twain, eine kritische Auseinandersetzung mit dem Rassismus, der heute noch tief verwurzelt ist. Radikal und scharfzüngig mit viel Humor, absolut lesenswert. »Es ist eine schreckliche Welt. Die Weißen versuchen, uns einzureden, dass alles gut sein wird, wenn wir in den Himmel kommen. Meine Frage ist: Werden sie dann auch dort sein? Wenn ja, sehe ich mich vielleicht nach etwas anderem um.« S.162 »Ein Mann, der sich weigert, Sklaven zu besitzen, jedoch nicht dagegen war, dass andere welche besaßen, war in meinen Augen immer noch ein Sklavenhalter.« S.189 »Wenn man die Hölle als Heimat kennt, ist die Rückkehr in die Hölle dann eine Heimkehr?« S.293
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Ein Klassiker aus einer anderen Perspektive

Bewertung am 07.05.2024
Bewertungsnummer: 2195725
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In letzter Zeit häufen sich ja die Adaptionen großer Werke aus der Weltliteratur, was nicht immer gelungen ist, wie ich festgestellt habe. Everett hat sich hier an einen Klassiker von Twain gewagt und dekonstruierte »Die Abenteuer des Huckleberry Finn« aus dem Jahr 1884, indem er die Flucht des Sklaven Jim nun aus dessen Perspektive erzählt. Ob es für mich diesmal funktioniert hat? Zum Inhalt sei nur so viel gesagt: James flieht aus Hannibal, als er erfährt, dass er verkauft werden soll. Er sieht darin seine einzige Chance, um seine Familie nicht zu verlieren. Wie auch bei Twain ist Huck auf der Flucht vor seinem gewalttätigen Vater und begleitet James auf einigen Abschnitten der abenteuerlichen Reise auf dem Mississippi. Allerdings sucht man nun nach ihm nicht nur als »Entlaufenen« sondern auch als Mörder von Huck. Doch aus dem ungebildeten, naiven Jim Twains macht Everett eine Figur, die aus ihrer Opferrolle heraustritt und nicht mehr auf die Gnade der Weißen angewiesen ist. Everett nutzt dazu das Stilmittel der Sprache, nicht nur indem er James vor den Weißen in einer Art Slang, einem Südstaatenenglisch sprechen lässt, damit diese den Eindruck bekommen, er sei ungebildet. Diesen Slang ins Deutsche zu übertragen war sicher eine Herausforderung, doch der Übersetzer Nikolaus Stingl hat hier ganze Arbeit geleistet, um die Authentizität zu erhalten. James muss seine Tarnung aufrechterhalten, genauso wie alle anderen. Denn Sklaven war es verboten, lesen und schreiben zu lernen. »Jim, ich frag dich jetzt was. Warst du in Richter Thatchers Bibliothekszimmer?« »In seim was?« »Seiner Bibliothek.« »Nein, Ma’am. Gesehen habbich die Bücher, aber im Zimmer drin warch nich. … Was sollchn mim Buch?« S.15 Vielleicht mag es übertrieben erscheinen, dass James Rousseau und Locke gelesen hat, es finden sich einige philosophische Aussagen und Fragen in dem Buch, die nachdenklich stimmen. Doch das verleiht der vorherrschenden Denkweise der Weißen, sich überlegen zu fühlen, eine gewisse Ironie. James kehrt es um, indem er denkt: »Es lohnt sich immer, Weißen zu geben, was sie wollen …« S.11 Denn das gibt den Schwarzen ein Mindestmaß an Sicherheit, auch wenn sie ihren unbegründeten Misshandlungen, Auspeitschungen und sexuellen Übergriffen schutzlos ausgeliefert sind. Und es entlarvt gleichzeitig die vorherrschende Überlegenheitstheorie der Sklavenhalter. Was Sprache in dem Roman alles kann, solltet ihr selbst herausfinden, für mich ist es ein zentrales Thema, um das sich zahlreiche erschreckende Abenteuer ranken. Zum Beispiel ein gestohlener Bleistift, den James nutzen will, um seine Geschichte aufzuschreiben, für den ein anderer aber mit dem Leben bezahlt. Auch ein Grundgedanke – Bildung als Waffe. In kurzen, temporeichen Kapiteln jagen wir den Mississippi rauf und runter, treffen dabei auf manch skurrile Gestalten, Trickbetrüger, Gauner und Sklavenhalter der übelsten Sorte, wodurch Everett dem Abenteuercharakter des Originals gerecht wird. Zwar verkürzt er etliche Ereignisse, was aber für das Gesamtverständnis des Romans nicht von Belang ist. Trotz aller Ironie, die sich oft hinter einigen Begegnungen versteckt, ist Everett on point, wenn es um die Darstellung von rassistischen Themen geht. Das geht stellenweise echt unter die Haut. »Was ich verbrochen habe? Ich bin ein Sklave. Ich habe eingeatmet, als ich hätte ausatmen sollen. Was ich verbrochen habe?« S.234 Immer wieder wird Twain unterstellt, er sei ein Rassist gewesen, andere halten ihn für einen Chronisten seiner Zeit. Wiederholt fielen zahlreiche Passagen der Zensur zum Opfer, auch streitet man sich über das N-Wort in seinen Romanen und eine etwaige Bereinigung. Doch zeitkritische Literatur braucht m.E. auch eine authentische Sprache, egal, ob es heute einigen gefällt oder nicht. Auch Everett bleibt dabei, was zur Verdeutlichung der Brutalität von Sprache dient und mich einige Male heftig schlucken ließ. Das nur btw. Für mich ist »James« eine Weiterführung der twainschen Grundidee. Eine Hommage an Twain, eine kritische Auseinandersetzung mit dem Rassismus, der heute noch tief verwurzelt ist. Radikal und scharfzüngig mit viel Humor, absolut lesenswert. »Es ist eine schreckliche Welt. Die Weißen versuchen, uns einzureden, dass alles gut sein wird, wenn wir in den Himmel kommen. Meine Frage ist: Werden sie dann auch dort sein? Wenn ja, sehe ich mich vielleicht nach etwas anderem um.« S.162 »Ein Mann, der sich weigert, Sklaven zu besitzen, jedoch nicht dagegen war, dass andere welche besaßen, war in meinen Augen immer noch ein Sklavenhalter.« S.189 »Wenn man die Hölle als Heimat kennt, ist die Rückkehr in die Hölle dann eine Heimkehr?« S.293

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Benjamin Wollai

Thalia Hamburg – Überseequartier

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5/5

Eine bewegende Geschichte

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie viele meiner Kolleginnen und Kollegen bin ich begeistert von diesem Buch. Das Setting, in dem das Buch spielt, ist sicher allen bekannt und doch schafft Percival Everett etwas Neues, das zutiefst bewegt. Ein Buch, das definitiv auf die Leseliste für den Sommer gehört.
5/5

Eine bewegende Geschichte

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie viele meiner Kolleginnen und Kollegen bin ich begeistert von diesem Buch. Das Setting, in dem das Buch spielt, ist sicher allen bekannt und doch schafft Percival Everett etwas Neues, das zutiefst bewegt. Ein Buch, das definitiv auf die Leseliste für den Sommer gehört.

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Anja Lindenau

Thalia Moers

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5/5

Ein Perspektivwechsel!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman greift die Idee des Klassikers von Mark Twain "Tom Sawyer und Huck Finn" auf. Die Figuren, von denen hier erzählt wird, kommen uns schnell bekannt vor. Der Autor nimmt allerdings einen Perspektivwechsel vor, der die ganze Geschichte aus der Sicht des schlauen Sklaven Jim erzählt. Hierbei wird die ganze Grausamkeit und Ausweglosigkeit eines Sklavendaseins geschildert. Dabei schafft der Autor grandios den Drahtseilakt anzuprangern und gleichzeitig mit Humor und einem Augenzwinkern zu erzählen. Heraus kommt ein packendes Abenteuer, das man so schnell nicht vergisst.
5/5

Ein Perspektivwechsel!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman greift die Idee des Klassikers von Mark Twain "Tom Sawyer und Huck Finn" auf. Die Figuren, von denen hier erzählt wird, kommen uns schnell bekannt vor. Der Autor nimmt allerdings einen Perspektivwechsel vor, der die ganze Geschichte aus der Sicht des schlauen Sklaven Jim erzählt. Hierbei wird die ganze Grausamkeit und Ausweglosigkeit eines Sklavendaseins geschildert. Dabei schafft der Autor grandios den Drahtseilakt anzuprangern und gleichzeitig mit Humor und einem Augenzwinkern zu erzählen. Heraus kommt ein packendes Abenteuer, das man so schnell nicht vergisst.

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