Produktbild: Prima facie

Prima facie Roman. 'Für alle, die nicht länger nach den Gesetzen des Patriarchats leben wollen.' Mareike Fallwickl

27

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

4798

Erscheinungsdatum

29.01.2024

Verlag

Kjona Verlag

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

1444 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783910372221

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

4798

Erscheinungsdatum

29.01.2024

Verlag

Kjona Verlag

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

1444 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783910372221

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  • begine

    aus Lemwerder

    4/5

    29.01.2024

    eBook (ePUB)

    Gut gemacht

    Prima Facie, ist der erste Roman der in Melbourne geborenen Suzie Miller. Sie hat jahrelang als Strafverteidigerin gearbeitet mit Schwerpunkt sexuelle Gewalt. Sie zeigt die Erfahrungen beider Seiten. Erst Eine Strafverteidigerin in London, die straffällige Männer verteidigt. Dann wird sie selber ein Opfer sexueller Gewalt und zeigt ihren Vergewaltiger an. Es ist ein etwas nüchterner Roman, der sich gut lesen lässt. Der Erzählstil ist gut gemacht..

  • Lana

    aus Wien

    5/5

    13.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wenn Recht nicht gerecht ist

    Prima Facie hat mich auf eine sehr unangenehm ehrliche Art getroffen. Die Prämisse ist außergewöhnlich und gleichzeitig erschreckend realistisch: Eine Strafverteidigerin, die jahrelang Täter in Sexualstrafverfahren verteidigt und Aussagen von Opfern hinterfragt hat, wird selbst Opfer einer Vergewaltigung – durch einen Arbeitskollegen. Genau das macht dieses Buch so stark. Es zeigt, dass sexualisierte Gewalt meist nicht durch Fremde passiert, sondern im eigenen Umfeld: durch Kollegen, Partner, Freunde oder Dates. Besonders eindrücklich fand ich nicht nur die Tat selbst, sondern das Danach. Diese Szenen, in denen Tessa nach Hause kommt und sich nicht einmal mehr in den eigenen vier Wänden sicher fühlt, haben mich wirklich getroffen. Wütend gemacht hat mich vor allem die Konfrontation mit dem Täter, in der plötzlich sie zur Gefahr gemacht wird – weil sie seine Karriere ruinieren könnte. Diese Täter:-Opfer-Umkehr ist so bitter und leider so real. Tessa ist als Figur sehr ambivalent. Am Anfang wirkte sie auf mich kalt und fast unsympathisch, aber je mehr man über ihre Vergangenheit erfährt – Arbeiterfamilie, Gewalt in der Kindheit, der Wunsch nach Kontrolle – desto nachvollziehbarer wird ihr Verhalten. Umso spannender ist ihr Wandel. Nach der Tat verändert sie sich, wird offener, verletzlicher, menschlicher. Besonders berührend fand ich, wie sehr sie durch die Geburt ihrer Nichte motiviert wird, ein anderes Vorbild zu sein. Der Schreibstil ist eher nüchtern und fast dokumentarisch, manchmal wie ein Gesetzestext. Aber genau das passt, weil es die Distanz und Kälte des Rechtssystems widerspiegelt. Dieses Buch ist weniger Thriller als Gesellschaftskritik. Es zeigt sehr deutlich, wie sehr das Rechtssystem bei sexualisierter Gewalt oft versagt und wie schwer es ist, als Opfer überhaupt ernst genommen zu werden. Besonders frustrierend ist auch, wie sehr Geld und Privilegien eine Rolle spielen können. Ich würde Prima Facie allen empfehlen, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen wollen oder ungewöhnliche Perspektiven mögen – auch besonders Menschen, die Jura studieren. Gleichzeitig ist es nichts für Leser:innen, die selbst traumatische Erfahrungen noch nicht aufgearbeitet haben, weil es sehr triggernd sein kann und auch ein Gefühl von Ohnmacht auslösen kann. Für mich ist Prima Facie ein wichtiges, einzigartiges und leider zeitloses Buch.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    10.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Kraftvolle, feministische Streitschrift

    Endlich habe ich es auch gelesen! Ich bin eigentlich oft skeptisch, wenn um ein Buch ein Hype entsteht, aber hier ist es berechtigt! Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, die Geschichte baut sich gut auf und auch die zeitlichen Rückblenden sind gut gemacht. Besonders zum Ende hin entwickelt sich eine regelrechte Sogwirkung und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Meiner Meinung nach ist das Buch ein absoultes Must-read, ein (leider immer noch!) sehr aktuelles und wichtiges Thema - UNBEDINGT LESEN!!   "Jede Dritte - das sind eine ganze Menge  Frauen, die etwas zu sagen haben. Zu viele, um sie zu ignorieren."

  • Bewertung

    5/5

    07.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Brutal und erschütternd

    INHALT Tessa ist eine junge, erfolgreiche Strafverteidigerin. Sie ist verdammt gut in dem was sie tut! Sie widmet sich verschiedenen Straftaten - unter anderem Sexualstraftaten. Ihr Leben schein perfekt, sie hat sich alles hart erkämpft. Dann passiert es. Sie wird selbst Opfer. Der Täter: ein Kollege und enger Freund. Was tun? Den Mund halten? Die Karriere gefährden? Den Vorfall zur Anzeige bringen? Tessa entscheidet sich für letzteres. Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit der erniedrigenden Situation der Beweissicherung, Aussage bei der Polizei und anschließender Verhandlung. EINDRUCK UND FAZIT Ich finde eigentlich kaum Worte für dieses Buch! Es las sich wie ein schlechter Fiebertraum; aber es ist die brutale Gewalt JEDER DRITTEN FRAU! Und dass muss sich ändern!! „Warum gehen wir eigentlich automatisch von einer Zustimmung einer Frau aus, die sich nicht ausdrücklich verweigert?(...) Können wir anfangen den Beschuldigten zu fragen, was er getan hat, um sicherzugehen, dass es wirklich ein Einvernehmen gab?“ S. 338 Dieses Buch ist brutal und ehrlich. An vielen Stellen kaum aushaltbar. Meine Emotionen durchlebten eine wilde Achterbahnfahrt! Ich habe mitgezittert und den Atem angehalten, so gut schildet die Autorin das Geschehende! Unbedingt lesen! An dieser Stelle: danke an den @kjonaverlag für die Arbeit! Für das Sichtbar machen! „ich weiß jetzt, wenn eine Frau NEIN sagt, wenn ihre Handlungen NEIN sagen, dann ist daran nichts subtil oder missverständlich.“ S. 337

  • Bella Noëlle

    5/5

    30.07.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ernüchternde Realität

    Das Buch zeigt einmal mehr die traurige, belastende Realität bei Sexualdelikten sowohl im Strafrecht als auch in der gesellschaftlichen Denkweise auf. Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen, wobei es dabei mehr um die Wichtigkeit des Themas und die Sichtbarkeit geht. Ich habe ein bisschen gebraucht, um mich in das Buch reinzulesen und mich mit den Charakteren zurechtzufinden, war nach etwa der Hälfte dann aber voll dabei und gefesselt. Am Ende ließ es mich jedoch ziemlich bedrückt zurück. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

Kundinnen und Kunden meinen

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Jonas Schindhelm

    Jonas Schindhelm

    Thalia Leipzig – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wie gerecht ist das Gesetz?

    Tessa Ensler ist knallharte Strafverteidigerin von Fällen, um die viele einen weiten Bogen machen würden. Ihr ist jedes mittel Recht um ihre Fälle zu gewinnen. Sie ist derart geschickt, dass sie vor einem riesen Karrieresprung steht. Bis ihre Welt durch ein fürchterliches Ereignis ins Wanken gerät und sie ihre bisherige Weltanschauung über Bord wirft.
  • Zum Bewerterprofil von Sarah Schmitten

    Sarah Schmitten

    Thalia Iserlohn

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    5/5

    15.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Dem Anschein nach

    Die junge und brillante Strafverteidigerin Tessa Ensler glaubt fest an die Justiz und das Gesetz. Doch als sie selbst zum Opfer wird, muss sie alles, woran sie so fest geglaubt hat, in Frage stellen und muss erkennen, dass Recht und Gerechtigkeit nicht immer miteinander verknüpft sind. Aufwühlend, wichtig und bewegend.
  • Zum Bewerterprofil von Iduna Tiedemann

    Iduna Tiedemann

    Thalia Delmenhorst

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    5/5

    10.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dem ersten Anschein nach:

    Die Anwältin für Sexualstrafverfahren ist knallhart und kennt das System aus dem ff. Nie hätte sie gedacht, dass sie einmal selbst im Mittelpunkt eines solchen Falls stehen würde und sie fühlt sich genauso handlungsunfähig, wie die, die sie sonst verteidigt. Es geht um die Frage der Einvernehmlichkeit und fast ohnmächtig muss sie sich der größten Herausforderung ihres eigenen Lebens stellen: es scheint ,das der Spruch: gleiches Recht für alle, nicht für jede oder jeden gleich gilt. Absolut fesselnd entwickelt die Autorin die Storyline und dreht die Spannung immer weiter hoch. Voller Emotionen entstehen Fragen und handlungsabläufe, die diskutiert werden müssen. Der Schutz der menschlichen Würde, ein hohes Recht ist nicht verhandelbar.
  • Zum Bewerterprofil von Natalie Block

    Natalie Block

    Thalia Pirmasens

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein messerscharfer Bericht über...

    Ein messerscharfer Bericht über den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit. Für mich hat Suzie Miller mit ihrer Geschichte um die Strafverteidigerin Tessa den Finger direkt in die Wunde unseres Justizsystems gelegt. Ein absolutes Highlight!!
  • Zum Bewerterprofil von Maren Oberwelland

    Maren Oberwelland

    Thalia Varel

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    5/5

    14.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bis auf Widerruf

    "Prima facie" - das bedeutet übersetzt so viel wie "dem ersten Anschein nach" oder auch "bis auf Widerruf" Tessa Enssler ist eine junge Strafverteidigerin, der der Erfolg nicht, wie vielen ihrer Mitstreiter*innen, in die Wiege gelegt wurde. Tessa hat sich aus der Arbeiter*innenklasse hochgearbeitet und aus einem Klima häuslicher Gewalt heraus gekämpft. Doch jetzt gehört sie zu den erfolgreichsten Strafverteidiger*innen Londons und verteidigt unter anderem Männer, denen sexuelle Gewalt gegen Frauen zur Lasten gelegt wird. Dabei macht sie sich obiges zu Nutze: Prima facie - solange auch nur der geringste Zweifel am Tathergang besteht, genügt die Aussage des Opfers nicht, um den mutmaßlichen Täter zu verurteilen. Eine, dem ersten Anschein nach, clevere Strategie - bis Tessa selbst als Opfer im Zeugenstand sitzt. "Es macht mich krank, wie eine einzige Nacht zu etwas geführt hat, was jeden Aspekt meines Lebens in ein Vorher und ein Nachher spaltet." S.190f Die Autorin Suzie Miller bringt in diesem Roman zur Sprache, was schon so lange überfällig ist, nämlich, dass unser patriarchal geprägtes Justizsystem den Betroffenen sexualisierter männlicher Gewalt nicht gerecht wird. Da unterscheidet sich das deutsche leider kaum vom britischen System im Roman. "Die Rechtsprechung geht in Sexualstrafverfahren von völlig falschen Voraussetzungen aus. Die Erfahrung einer Frau mit sexualisierter Gewalt fügt sich nicht in das männlich dominierte System von Wahrheit. Sie kann dieser Definition von Wahrheit niemals genügen, und deshalb kann es auch keine Gereichtigkeit geben." S.339 Miller legt den Finger in die Wunde und öffnet den Leser*innen die Augen, zwingt sie hinzusehen und eigene Denk- und Verhaltensweisen zu hinterfragen. Die Figur der Tessa ist dabei sehr klug gewählt, hat sie das Spiel um die vermeintliche Wahrheit doch jahrelang selbst meisterhaft gespielt, bis sie selbst zum Opfer wird und die Konsequenzen dieses "Spiels" schmerzlich am eigenen Leib erfahren muss. Es muss sich etwas ändern. Dieser Roman ist ein Anfang, jetzt sind wir dran, die Gesellschaft. Sprachlich merkt man dem Roman an, dass er auf einem Theaterstück basiert (im besten Sinne). Die Dialoge und Monologe sind messerscharf geschrieben und die Emotionen großartig in Worte gefasst.

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