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Mareike Fallwickl

1. Und alle so still

Und alle so still

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Marie-Isabel Walke + weitere

Spieldauer

9 Stunden und 39 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

16.04.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

179

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732474707

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Spieldauer

9 Stunden und 39 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

16.04.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

179

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732474707

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Birgit

    aus Wien

    5/5

    25.04.2024

    Hörbuch-Download (MP3)

    Macht wütend, auf eine gute Art

    Mareike Fallwickl schreibt in ihrem Roman "Und alle so still" von Frauen, die von einen Tag auf den anderen entscheiden, dass sie ihre Arbeit, die Hausarbeit und die Carearbeit nicht mehr machen. Aus Protest legen sie sich auf die Straße. Fallwickl erzählt ihren Roman aus verschiedenen Perspektiven, darunter sind auch etwas ungewöhnlichere wie eine Pistole, die Gebärmutter und die Berichterstattung. Das ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, man kommt jedoch schnell rein und am Ende ist klar, dass es ein genialer Kunstgriff war, der den Mehrwert des Buches nur steigert. Aufrüttelnd erzählt die Autorin von den Orten in unserer Gesellschafft, wo Frauen unverzichtbar sind, teilweise weil Männer diese Arbeit einfach nicht machen wollen, da das doch "Frauensache" ist. Die Männer merken jedoch schnell, dass diese Aufgaben gar nicht so einfach wie gedacht sind und dass es eben nicht ohne die Frauen geht. Als Frau hat man beim Lesen dieses Buches eigentlich keine andere Möglichkeit, als wütend zu werden. Wütend darauf, dass unsere Gesellschaft genau so funktioniert und dass es sich vermutlich nicht ändern wird. Am liebsten möchte man sich mit den Frauen im Roman auf die Straße legen, möchte aufzeigen, was eigentlich allen klar sein sollte - denn wenn der Roman eines nicht unbedingt gebracht hat, dann sind es bahnbrechende neue Erkenntnisse. Nein, er spricht nur das an, woran niemand denken möchte, was jeder ignoriert und irgendwo in eine dunkle Ecke des Gehirns sperrt. Fallwickl gräbt genau das hervor, spricht es an und zeigt: So sollte es nicht weitergehen, aber haben wir tatsächlich eine Alternative?

  • brauneye29

    aus Wachtendonk

    5/5

    17.04.2024

    Hörbuch-Download (MP3)

    Beeindruckend

    Zum Inhalt: Was passiert, wenn Frauen nicht mehr funktionieren? An einem Sonntag im Juni geschieht genau das, die Frauen liegen in stillen Protest auf der Straße. Genau hier kreuzen sich die Wege von Elin, Nuri und Ruth, deren Lebenswege nicht unterschiedlicher sein könnten. Elin, Anfang zwanzig, erfolgreiche Influenzerin; Nuri, 19 Jahre, Schulabbrecher, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser; Ruth, Mitte fünfzig, Pflegekraft im Krankenhaus. Meine Meinung: Trotz der Buchbeschreibung habe ich nicht geahnt, was für ein bewegendes Buch ich lese werde und das ist es eindeutig, bewegend auch wenn die protestierenden Frau eher regungslos sind. Ich fand das Buch sehr beeindruckend und gerade Nuri hat mich begeistert, aber auch Ruth mit ihrer Kraft. Viele Themen werden angesprochen und hoffentlich ein Bewusstsein geschaffen, dass eben nicht alles so selbstverständlich ist und das sich Sichtweisen dringend ändern sollten. Ich hatte die Hörbuchversion und fand diese gut gelesen. Fazit: Beeindruckend

  • Buechervorhersage

    aus Dortmund

    4/5

    17.10.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Wichtige Themen treffen auf ein interessantes Gedanken Experiment

    4,5 Sterne In diesem Buch begleiten wir erst abwechselnd und später gemeinsam die Protagonist*innen Elin, Nuri und Ruth. Alle drei haben mit ganz unterschiedlichen Themen zu kämpfen, doch das Leid ist bei allen spürbar. Eines Tages versammeln sich Frauen vor dem Krankenhaus und legen sich auf die Straße. Sie demonstrieren wortlos. Was klein beginnt, verbreitet sich schnell im ganzen Land und ohne all die Frauen, die ihren Arbeiten nachgehen, kommt der Alltag zum Stehen. Die Männer sind ratlos, verzweifelt und aggressiv, während die Frauen lernen, wie heilsam es sein kann, wenn sie zusammen halten, anstatt gegeneinander zu kämpfen. Der Einstieg in dieses Buch war für mich schwierig, da der Schreibstil sehr speziell und ungewöhnlich ist. Es ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe und anfangs hatte ich damit meine Probleme. Doch mit etwas Abstand betrachtet gefällt er mir sehr gut, er ist sehr bildlich und ausführlich und die Zwischenkapitel haben die Neugierde hoch gehalten. Die inhaltlichen Themen dieser Geschichte sind immens wichtig und aktueller denn je. Es geht unter anderem um Mobbing, Bewerten von Körpern, schwierige Familienverhältnisse, Armut und mehrere ausbeutende Jobs zum Überleben, um Scham, fehlende Erfahrungen, Frauenfeindlichkeit, Stereotypen Rollen Bildern, Abwertung von kinderlosen Frauen, Gewalt und Macht von Männern gegen Frauen etc. Die Ereignisse im Buch sind nicht immer leichte Kost, doch sie sind sehr Augen öffnend und Mareike schafft es, den Finger in die offene Wunde unserer Gesellschaft zu legen. Ein wichtiges Buch und ein interessantes Gedanken Experiment. Dank Island wissen wir bereits, wie erfolgreich so ein Vorstoß von Frauen sein kann. Wer feministische Literatur mag oder etwas lernen und seinen Horizont erweitern möchte, ist bei diesem Roman an der richtigen Stelle.

  • Galladan

    aus Niederrhein

    4/5

    15.05.2024

    Hörbuch-Download (MP3)

    Anklageschrift an die Gesellschaft

    Und alle so still von Mareike Fallwickl, gesprochen von Marie-Isabel Walke, Astrid Kohrs und Henning Nöhren. Erschienen als gekürzte Hörbuchversion im Argon Verlag, am 16.04.2024. Frauen legen sich auf das Grundstück eines Krankenhauses. Sie bewegen sich nicht, protestieren stumm. Die Polizei trägt sie weg und verhaftet sie. Der Streik geht weiter. Die Frauen sind nicht länger bereit die Care-Arbeit, die sie bisher so selbstverständlich geleistet haben, ob bezahlt oder unbezahlt, weiterzumachen. Elin lebt mit ihrer Mutter in einem Wellnesshotel und hat sich in der Pandemie zur Influencerin gemacht. Auf der einen Seite wird sie von Männern im Netz beschimpft, auf der anderen Seite such sie ständig one night stands weil sie eigentlich nichts mit sich anzufangen weiß. Nuri arbeitet in mehreren schlecht bezahlten Jobs. Das mit der Schule fand er nicht so wichtig, Geld verdienen wollte er. Er kommt nur stundenweise dazu zu schlafen und die Kunden behandeln ihn wie Dreck. Ruth arbeitet im Krankenhaus in dem auch Nuri einen seiner Jobs ausübt. Sie ist eine von den älteren Krankenschwestern und ihr Pflichtgefühl ist immens groß. Sie versucht die Station weiterzuführen, obwohl das Personal fehlt. Diese drei Protagonisten verkörpern die Baustellen, die unsere Gesellschaft hat, dort, wo es für uns meist uninteressant ist. Wir stellten uns auf Balkone und klatschten. Inzwischen sind wir wieder dort, wo wir schimpfen, wenn Arbeitnehmer streiken und nach um bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. Man könnte meinen, Streikrecht haben manche Berufe eigentlich nur nach Feierabend und den bestimmen wir. Die Kapitel der Protagonisten sind kurz, manchmal mit Einschüben unterbrochen wo uns Gebärmutter, Pistole und die Berichterstattung zusätzliche Informationen außerhalb des Wissens der Protagonisten geben. Die Sprache ist leicht verständlich und den Charakteren angepasst. Die Autorin klagt an, lässt manchmal auch zu, dass aus dem feministischen Roman ein Manifest für einige Zeilen wird. Was fehlt sind die Ansätze zur Veränderung, die unsere Gesellschaft inzwischen macht. Die Sprecher haben die Figuren sehr schön zum Leben gebracht. Klare Kaufempfehlung.

  • Shannon

    3/5

    13.05.2024

    Hörbuch-Download (MP3)

    Plakativ-feministisch und scharfsinnig!

    Kein einfaches Werk, dieses neue Buch von Mareike Fallwickl. Aus Sicht der Care-Berufe ist es ein Geschenk. Offensichtlich braucht es mehr als eine Pandemie um die Missstände nicht nur aufzuzeigen sondern auch eine Veränderung/Aufwertung herbeizuführen. Von der Herangehensweise hat es mich teilweise an "Rot ist mein Name" von Orhan Pamuk erinnert, da Gegenstände und Organe zu Wort kommen, wie es auch in jenem Buch der Fall war. Dieser Aspekt gefiel mir gut, da er hier wirklich passend und bereichernd war! In einer Welt von Femiziden und unterbezahlten Frauen ist dieses Buch ein Wichtiges. Dennoch möchte ich herausheben, dass es gute Männer gibt und solche, die in Care-Berufen arbeiten - ein Aspekt, der bei Fallwickl erst im letzten Viertel des Buches Erwähnung findet. Ich unterstelle ihr also zu einem gewissen Grad Schwarz-Weiß-Malerei. Alles in allem ein wichtiges Buch, das unglaublich wütend macht!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (167)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Flynn Verheule

    Flynn Verheule

    Thalia Lübeck – Citti Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Fesselnd, hart und bewundernswert!

    Dieser Roman ist wie ein Schlag in die Magengrube. Man steckt ihn ein und teilt aus! Niemand schreibt so gut wie Mareike Fallwickl über die strukturelle Unterdrückung von Frauen in unserer Gesellschaft! Aus unterschiedlichen Perspektiven kreiert sie ein Netz aus Zusammenhalt und Solidarität, die das System des Alltäglichen völlig zerstört. Ein Zukunftsbild, fast dystopisch zeigt uns dieser Roman was Zusammenhalt bewirken kann! Fesselnd, hart und bewunderswert!
  • Zum Bewerterprofil von A. Heim

    A. Heim

    Thalia Dresden – Haus des Buches

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    DER feministische Roman!

    Mareike Fallwickel stand schon länger auf meiner TBR, und ich muss sagen, dieses Buch hat mich so anders abgeholt. Wir folgen drei sehr unterschiedlichen Charakteren. Nuri, der als Sohn von Migranten sich mit vielen harten Jobs versucht, über Wasser zu halten, während in ihm Gefühle hochbrodeln, die nur darauf warten, herausgelassen zu werden. Elin, die mit ihrer feministisch und alleinerziehenden Mutter aufgewachsen ist, abgeschottet von der Welt und ihrer Familie. Als Influencerin versucht sie, gegen die Kommentare unter ihren Beiträgen zu bestehen. Und Ruth, die als Pflegefachkraft versucht, sich einfach nur zu kümmern, um Menschen und um ihren Sohn. Das Schicksal der drei trifft sich, als Frauen anfangen, sich einfach hinzulegen. Still und leise einfach liegen und aufhören. Aufhören mit dem Kümmern und Machen und Dasein. Aufhören, mit Care-Arbeit und dem Erfüllen all der Erwartungen, an denen sie gemessen werden. Und plötzlich (kommt überraschend…) bricht das gesamte System zusammen. Gesamtgesellschaftlich bricht Chaos aus, mit einer gewaltigen, aber stillen Wucht. Elin, Nuri und Ruth versuchen diesen, sich schnell verändernden Alltag, zu meistern und werden von der stillen Welle der Frauen in den Bann gezogen. Nicht nur ist „Und alle so still“ eine Wucht an Buch, sondern ein Meisterwerk der feministischen Literatur. Mareike Fallwickl schafft es, Charaktere mit so viel Gefühl und Tiefe zu schreiben, dass man sich wünscht, alle einmal in den Arm nehmen zu können. Ich kann jetzt schon sagen, dass dies wohl mein Lieblingsbuch für dieses Jahr wird. 
  • Zum Bewerterprofil von Denise Tekerci

    Denise Tekerci

    Thalia Freudenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was bleibt, wenn alle Frauen gehen?

    Ich dachte zuerst okay, weiß auch nicht. Aber dann habe ich angefangen zu weinen und konnte nicht mehr aufhören. Ich habe einfach immer weiter gelesen… Plötzlich sind alle Frauen weg. •Niemand mehr in den Krankenhäusern… •Niemand mehr im Pflegeheim... •Niemand, der putzt… •Niemand, der sich um die Kinder kümmert… oder all die Arbeit erledigt, die so oft als selbstverständlich gesehen wird. Die Welt steht still. Und erst dann wird sichtbar, wie viel von unserer Gesellschaft auf den Schultern von Frauen liegt. 》Dann die Sache mit der Pistole… ganz wilde Geschichte…《 Und plötzlich stellt sich die Frage: Wer sind diese Frauen eigentlich? Und warum wird die Hälfte der Menschheit diskriminiert? Warum merkt man oft erst dann, dass Feminismus wichtig und notwendig ist, wenn es schon zu spät ist…? Wohin sind diese Frauen verschwunden? Warum sind sie gegangen? Warum findet sie niemand mehr…? Das ist kein Streik denn Streiks sind geplant. Das hier ist ein kollektiver Entschluss, den alle Frauen auf einmal getroffen haben. Ohne Planung. Sie sind einfach weg...
  • Zum Bewerterprofil von C. Angsten

    C. Angsten

    Thalia Essen-Kettwig

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dystopie oder Utopie?

    In ihrem neuen Roman „Und alle so still“ wirft Mareike Fallwickl die Frage auf was mit unserer Gesellschaft passiert wenn alle Frauen aufhören würden Care-Arbeit zu leisten. Also eine Arbeit für die sie nicht bezahlt werden, von der erwartet wird, dass Frauen sie einfach tun, oftmals ohne jegliche Wertschätzung. „An einem Sonntag im Juni gerät die Welt aus dem Takt: Frauen liegen auf der Straße. Reglos, in stillem Protest. Hier kreuzen sich die Wege von Elin, Nuri und Ruth. Elin, Anfang zwanzig, eine erfolgreiche Influencerin, der etwas zugestoßen ist, von dem sie nicht weiß, ob es Gewalt war. Nuri, neunzehn Jahre, der die Schule abgebrochen hat und versucht, sich als Fahrradkurier, Bettenschubser und Barkeeper über Wasser zu halten. Ruth, Mitte fünfzig, die als Pflegefachkraft im Krankenhaus arbeitet und deren Pflichtgefühl unerschöpflich scheint. Es ist der Beginn einer Revolte, bei der Frauen nicht mehr das tun, was sie immer getan haben. Plötzlich steht alles infrage, worauf unser System fußt. Ergreifen Elin, Nuri und Ruth die Chance auf Veränderung?“ Ich finde: Ein kluger und hochspannender Roman der zu mehr Solidarität aufruft und zur Veränderung einer Gesellschaft, die sich auf dem Rücken der sorgenden Frauen und unterbezahlten Hilfskräfte ausruht, die ihre Berufe oft am Rande der Erschöpfung ausüben und deren Arbeit im privaten Bereich gar keine Anerkennung findet. Ein unbequemes aber wichtiges Buch!
  • Zum Bewerterprofil von Enes Ortabas

    Enes Ortabas

    Thalia Mayersche Essen-Rüttenscheid

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    must read

    Wenn unglaublich wichtige Themen durch verschiedene Perspektiven und Lebensrealitäten spannend und berührend zu einer Geschichte verfließen, weiß man Mareike Fallwickl hat es wieder getan. Bewegend und notwendig.

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