Shark Heart
Eine Liebesgeschichte | Magischer Realismus | Einzigartiger Roman über Liebe, Verlust und die Frage nach der Menschlichkeit | Suche nach Freude inmitten von Trauer
Wren und Lewis sind frisch verheiratet, als das Paar durch eine seltene Diagnose erschüttert wird. Lewis wird einen Großteil seines Bewusstseins, seiner Erinnerungen und seines Intellekts behalten, doch sein Körper wird sich in den eines weißen Hais verwandeln. Während Lewis die Züge und Triebe einer fleischfressenden Kreatur annimmt, kämpft sein kompliziertes Künstlerherz darum, mit seinen Fehlern Frieden zu schließen. Gleichzeitig bleibt Wren nichts anderes übrig, als ihren Mann liebevoll in eine ungewisse Zukunft zu begleiten und erneut zuzusehen, wie ihr ein geliebter Mensch entgleitet.
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Aarany
aus Berlin
4/5
27.05.2025
eBook (ePUB)
Metamorphose Cover & Klappente…
Metamorphose Cover & Klappentext Dem Cover haftet etwas Leichtes an, obwohl das Buch zum überwiegenden Teil von Melancholie geprägt ist. Trotzdem passt es, weil es eben auch Hoffnung spendet. Der Klappentext hat mich auf eine seltsame Art angesprochen. Er klingt skurril, sogar bizarr, doch gleichzeitig konnte ich nicht widerstehen. Meinung Wren und Louis sind frisch verheiratet, doch ihr Glück wird auf eine harte Probe gestellt, als Louis eine merkwürdige Diagnose erhält. Sein Körper mutiert zu einem Weißen Hai, wobei er einen Teil seiner Erinnerungen an sein Menschsein und sein Bewusstsein behält, abwechselnd durchbrochen von den Trieben des Raubfisches. Während Wren ihrem Mann dabei hilft, die Veränderungen durchzumachen, müssen sich beide eingestehen, dass ihre Zeit ein Ablaufdatum besitzt. Dieses Buch ist in drei Abschnitte unterteilt, die zu unterschiedlichen Zeiten spielen und dabei auch die Entwicklung beider Hauptprotagonisten näher beleuchten. Dazu leihen nicht nur Wren und Louis der Geschichte ihre Stimme, sondern auch Angela, Wrens Mutter. Es mag seltsam anmuten, wenn man von tierischen Mutationen liest, aber der Autorin ist es gelungen, es als völlig normal darzustellen, sodass es eine Art Selbstverständlichkeit einnahm. Und obwohl diese Tatsache, dass Louis sich so maßgeblich verändert, überlagernd wirken müsste, ist dem nicht so. Die Liebe zwischen Wren und Louis ist stets präsent. Wobei es hier nicht um die himmelschreiende, leidenschaftliche, überbordende Liebe geht, sondern um die friedliche, entspannte, sichere Form. Trotzdem fehlt es der Geschichte keineswegs an Emotionen. Das ein oder andere Tränchen konnte ich nicht verhindern. Genau genommen habe ich den gesamten Epilog vor Rührung durchgeweint. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten. Schnörkellos. Pur. Echt. Und genau das macht die Story zu etwas Besonderen. Hier muss nicht wiederholt werden, wie tragisch das Ganze im Grunde ist, obwohl darin auch ein Neuanfang liegt, nein, es wird ohne große Worte vermittelt. Wren und Louis mögen auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Charaktere sein, dennoch haben sie viele Gemeinsamkeiten. Während Wren von Rationalität und Logik beherrscht wird, ist Louis eher der Chaot, der Träumer. Während Wren an Perfektionismus glaubt, wehrt sich Louis dagegen. Doch trotzdem oder genau deshalb passen sie so toll zusammen. Natürlich habe ich mich schnell mit Louis verbunden gefühlt, weil er einfach der Lockere von beiden ist, aber Wren nimmt letztendlich einen großen Teil ein. Man lernt sie zu verstehen. Warum sie ist, wie sie ist. Wie sie so geworden ist. Die Erlebnisse prägen nun mal. Deswegen ist ihre innere Entwicklung so beeindruckend. Ihre Sicht der Dinge ändert sich. Louis hatte immer den großen Traum, ein erfolgreicher Schauspieler zu sein, daher verwundert es weniger, dass die Geschichte Theaterstückelemente enthält. Das ist anfangs zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber ein interessantes Stilmittel. Das Einzige, was mich etwas störte, war das häufig Sprunghafte. Von Heute zu Damals, von Wren zu Louis, und wieder zurück. An manchen Stellen hätte ich mir längere Passagen gewünscht, um es noch intensiver zu fühlen. Auszug aus „Shark Heart“ von Emily Habeck, Louis’ Sicht Ihre salzigen Tränen vermischten sich mit dem Meerwasser, und plötzlich begriff Louis die Metapher ihrer Liebesgeschichte: Er war ein ziellos in der Luft umhertanzender Drache, der eine Leine zur Erde suchte, doch stattdessen hatte er Wren gefunden, einen wunderbaren, starken Wind, der seine Himmelserkundung unterstützte. Und genau daran sieht man, wie tiefgründig dieses Werk ist, was vermutlich die überraschendste Erkenntnis für mich beim Lesen war. Fazit Vermutlich fühlen sich einige vom Klappentext abgeschreckt, aber ich kann nur sagen, gebt dem Buch eine Chance. Es überrascht und erstaunt, nimmt einen mit auf den tiefsten Grund des Meeres und hebt einen in die Lüfte. Mit einer unnachahmlichen Leichtigkeit geht die Autorin der Frage nach, was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Von mir gibt es vier von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.
Aarany
aus Berlin
4/5
27.05.2025
eBook (ePUB)
Metamorphose
Cover & Klappentext
Dem Cover haftet etwas Leichtes an, obwohl das Buch zum überwiegenden Teil von Melancholie geprägt ist. Trotzdem passt es, weil es eben auch Hoffnung spendet.
Der Klappentext hat mich auf eine seltsame Art angesprochen. Er klingt skurril, sogar bizarr, doch gleichzeitig konnte ich nicht widerstehen.
Meinung
Wren und Louis sind frisch verheiratet, doch ihr Glück wird auf eine harte Probe gestellt, als Louis eine merkwürdige Diagnose erhält. Sein Körper mutiert zu einem Weißen Hai, wobei er einen Teil seiner Erinnerungen an sein Menschsein und sein Bewusstsein behält, abwechselnd durchbrochen von den Trieben des Raubfisches.
Während Wren ihrem Mann dabei hilft, die Veränderungen durchzumachen, müssen sich beide eingestehen, dass ihre Zeit ein Ablaufdatum besitzt.
Dieses Buch ist in drei Abschnitte unterteilt, die zu unterschiedlichen Zeiten spielen und dabei auch die Entwicklung beider Hauptprotagonisten näher beleuchten. Dazu leihen nicht nur Wren und Louis der Geschichte ihre Stimme, sondern auch Angela, Wrens Mutter.
Es mag seltsam anmuten, wenn man von tierischen Mutationen liest, aber der Autorin ist es gelungen, es als völlig normal darzustellen, sodass es eine Art Selbstverständlichkeit einnahm. Und obwohl diese Tatsache, dass Louis sich so maßgeblich verändert, überlagernd wirken müsste, ist dem nicht so. Die Liebe zwischen Wren und Louis ist stets präsent. Wobei es hier nicht um die himmelschreiende, leidenschaftliche, überbordende Liebe geht, sondern um die friedliche, entspannte, sichere Form. Trotzdem fehlt es der Geschichte keineswegs an Emotionen. Das ein oder andere Tränchen konnte ich nicht verhindern. Genau genommen habe ich den gesamten Epilog vor Rührung durchgeweint.
Der Schreibstil ist recht einfach gehalten. Schnörkellos. Pur. Echt. Und genau das macht die Story zu etwas Besonderen. Hier muss nicht wiederholt werden, wie tragisch das Ganze im Grunde ist, obwohl darin auch ein Neuanfang liegt, nein, es wird ohne große Worte vermittelt.
Wren und Louis mögen auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Charaktere sein, dennoch haben sie viele Gemeinsamkeiten. Während Wren von Rationalität und Logik beherrscht wird, ist Louis eher der Chaot, der Träumer. Während Wren an Perfektionismus glaubt, wehrt sich Louis dagegen. Doch trotzdem oder genau deshalb passen sie so toll zusammen. Natürlich habe ich mich schnell mit Louis verbunden gefühlt, weil er einfach der Lockere von beiden ist, aber Wren nimmt letztendlich einen großen Teil ein. Man lernt sie zu verstehen. Warum sie ist, wie sie ist. Wie sie so geworden ist. Die Erlebnisse prägen nun mal. Deswegen ist ihre innere Entwicklung so beeindruckend. Ihre Sicht der Dinge ändert sich.
Louis hatte immer den großen Traum, ein erfolgreicher Schauspieler zu sein, daher verwundert es weniger, dass die Geschichte Theaterstückelemente enthält. Das ist anfangs zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber ein interessantes Stilmittel.
Das Einzige, was mich etwas störte, war das häufig Sprunghafte. Von Heute zu Damals, von Wren zu Louis, und wieder zurück. An manchen Stellen hätte ich mir längere Passagen gewünscht, um es noch intensiver zu fühlen.
Auszug aus „Shark Heart“ von Emily Habeck, Louis’ Sicht
Ihre salzigen Tränen vermischten sich mit dem Meerwasser, und plötzlich begriff Louis die Metapher ihrer Liebesgeschichte: Er war ein ziellos in der Luft umhertanzender Drache, der eine Leine zur Erde suchte, doch stattdessen hatte er Wren gefunden, einen wunderbaren, starken Wind, der seine Himmelserkundung unterstützte.
Und genau daran sieht man, wie tiefgründig dieses Werk ist, was vermutlich die überraschendste Erkenntnis für mich beim Lesen war.
Fazit
Vermutlich fühlen sich einige vom Klappentext abgeschreckt, aber ich kann nur sagen, gebt dem Buch eine Chance. Es überrascht und erstaunt, nimmt einen mit auf den tiefsten Grund des Meeres und hebt einen in die Lüfte. Mit einer unnachahmlichen Leichtigkeit geht die Autorin der Frage nach, was es bedeutet, ein Mensch zu sein.
Von mir gibt es vier von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.
Lesemone
3/5
11.06.2025
eBook (ePUB)
Künstlerisch
Die Autorin ist auf eine sehr kreative Idee für ihr Buch gekommen. Ihre Charaktere verwandeln sich von einem Menschen in ein Tier, weil sie eine Genmutation in sich tragen. Ich dachte, es geht hier durchweg um die Beziehung zwischen Lewis und Wren. Jedoch ist das Buch in drei Teile aufgeteilt und nach dem ersten Teil ist die Transformation zum weißen Hai bei Lewis schon komplett abgeschlossen. Dann wird man plötzlich in eine ganz andere Zeit geworfen, nämlich in die Geschichte von Wrens Mutter, die sich zu einem Reptil verwandelt. Der dritte Teil reißt einen dann auch wieder komplett raus, weil es wieder um was ganz anderes geht. Aufgebaut ist das Buch wie ein Theaterstück, angelehnt an Lewis Beruf. Anfangs hat mir das gut gefallen, aber da man ständig aus dem Geschehen gerissen wird, konnte ich mich auf die Geschichte irgendwann nicht mehr einlassen. Der Schreibstil der Autorin ist gut, man konnte dem Geschehen leicht folgen. Ich fand die Idee sehr gut und kreativ, aber die Umsetzung hat mir überhaupt nicht gefallen. Eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art!
brauneye29
aus Wachtendonk
3/5
07.06.2025
eBook (ePUB)
Etwas verworren
Zum Inhalt:
Kaum verheiratet, erhält Lewis eine erschütternde Diagnose. Er wird sich nach und nach in einen weißen Hai verwandeln, während sein Bewusstsein, seine Erinnerungen und sein Verstand weitestgehend erhalten bleibt. Er kämpft darum, mit seinen Fehlern Frieden zu schließen. Wren bleibt nichts weiter übrig als ihren Mann in eine ungewisse zukunft zu begleiten.
Meine Meinung:
Mich hat das Cover nahezu magisch angezogen, so schön finde ich es. Nach dem Klappentext erwartet einen schon eine skurrile Geschichte. Wie skurril sie allerdings ist, ahnt man dann doch nicht. Für mich wurde die Geschichte allerdings irgendwie zu durcheinander, zu viel hin und her, so dass ich oftmals den Faden verloren habe und wieder ein Stück zurück lesen musste, was ich dann schon auch anstrengend fand. Die Verarbeitung von Verlust, die für mich die eigentliche Botschaft des Buches war, fand ich gelungen.
Fazit:
Etwas verworren
Bewertung
5/5
14.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderschön!
Als ich meinem Freund von der Geschichte des Buches erzählt, tat er es ab als komisches Science Fiktion. Mutationen und so n Kram. Ja genau. Doch darum ging’s gar nicht. Für mich waren die Mutationen Metapher für alles Mögliche. Wie oft passiert etwas im Leben, was wir nicht ändern können oder stoppen? Wie oft verwandeln wir uns oder unsere Umwelt. Manchmal nicht zum Guten. Manchmal muss man stark sein. Und Wren ist richtig stark. Sie ist ein Vorbild. Am Ende ein Mutter, so wie ich einmal Mutter sein will.
Dieses Buch macht mir Mut, dass man auch in den hoffnungslosesten Momenten ‚Joy‘ finden kann. Vielleicht nicht in Form eines Menschen wie es in der Geschichte der Fall war, aber dennoch irgendwie. Ich mag das Buch sehr und finde es mehr als gelungen. Ich kann es jedem empfehlen, der nicht zu engstirnig ist und etwas vom Leben lesen will.
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4/5
23.06.2025
eBook (ePUB)
Würdest du mich noch lieben, wenn ich ein Hai wäre?
'Shark Heart' ist eine der außergewöhnlichsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe. Ein schmerzhaftes Gedankenspiel, das tragische Portrait einer Ehe, die sich dem unbarmherzigen Willen der Welt beugen muss. Mir blieben die Figuren zwar immer ein klein wenig fremd, trotzdem habe ich mitgelitten und auf irgendetwas Gutes gehofft. Aber leider ist das Leben meistens nicht besonders fair.
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4/5
04.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ungewöhnlich in Thematik und Stil
"Shark Heart" ist sowohl vom Thema als auch von der Art, wie es geschrieben ist, ein absolut ungewöhnliches Buch.
Ich würde es schon fast als Dystopie klassifizieren, da es in dieser Welt anscheinend oft vorkommt, dass Menschen in die verschiedensten wilden Tiere mutieren. Ein grausames Schicksal sowohl für die Bedroffenen, als auch für alle, die ihnen nahestehen und sie ggf. dabei pflegen müssen; so wie es Wren ergeht, die ihren frisch angetrauten Ehemann Lewis an das Dasein als weißen Hai verliert. Hierbei kann man viele philosophische Gedanken der beiden nachverfolgen, was das Ganze noch tragischer macht. Man fühlt sich richtiggehend mitbetroffen.
Besonders interessant macht das Ganze der Schreibstil, der zwischen Theaterstück und Prosa schwankt und dabei das Beste beider Welten mischt.
Hier fand ich es nur schade, dass das Buch in einen ersten und zweiten Teil geteilt wurde, was für mich ein ziemlicher Bruch beim Lesen war. Der experimentelle Erzählstil hätte es für mich erlaubt, dass man die beiden Teile enger miteinander verknüpft und die Erzählstränge stärker durchmischt.
Aber sonst ein literarisches Vergnügen für alle, die sich auf das Besondere einlassen können.
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