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Frau im Mond »Es gibt für den menschlichen Geist kein Niemals.« — Roman | Nominiert für den SPIEGEL Buchpreis 2025 | Eine tragikomische Familiengeschichte zwischen Kanada und dem Nahen Osten

78

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.04.2025

Verlag

Berlin Verlag

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

22,1/14,1/4,7 cm

Gewicht

597 g

Farbe

Beige / Anthrazit

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8270-1499-3

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Glasklar, einnehmend erzählt, manchmal verspielt und überraschend, aber stets ohne Pathos, ohne Schwere. Pierre Jarawans Roman ›Frau im Mond‹ ist ein Ereignis.« ("Bayern 2")
»Jarawan schreibt mit einer seltenen Mischung aus epischer Geste und Genauigkeit; er erzählt mit dem Ernst eines Historikers und der Geduld eines Romantikers.« ("Der Spiegel - Online")
»Eine kluge, kühne, ja überwältigende Menschheitserzählung.« ("Münchner Feuilleton")
»Ein ausschweifend, süffig und mit unterschnittenem Witz erzählter kosmopolitischer Familienroman.« ("Deutschlandfunk - Büchermarkt")
»Pierre Jarawan verknüpft in seinem Roman geschickt Motive und Geschichten zu einem fesselnden Gesamtbild: ein großes, literarisches Abenteuer.« ("Münchner Abendzeitung")
»Pierre Jarawan ist ein begnadeter Erzähler, er verbindet das scheinbar Unmögliche, er liebt Menschen und Momente, und so gelingt ihm ein vielschichtiger, hochwertig unterhaltender Mix aus Familie, Geschichte und Politik.« ("ego FM - Buchhaltung")
»Wie Pierre Jaravan (...) eine vielschichtige, feinsinnige und bei aller Tragik auch leichte Geschichte gestrickt hat, ist einfach grandios.« ("SWR Kultur")
»Pierre Jarawan gelingt mit ›Frau im Mond‹ ein lebhafter Roman über Familie und Herkunft, indem er den Spuren seiner Figuren von Kanada aus in den Libanon und nach Armenien folgt.« ("Berliner Zeitung")

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.04.2025

Verlag

Berlin Verlag

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

22,1/14,1/4,7 cm

Gewicht

597 g

Farbe

Beige / Anthrazit

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8270-1499-3

Herstelleradresse

Berlin Verlag
Damaschkestraße 4
10711 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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bewegend

Bewertung am 06.08.2025

Bewertungsnummer: 2560463

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

fesselnd und emotional. Konnte nicht aufhören weiter zu lesen. Kann es nur weiter empfehlen, habe es in wenigen Tagen beendet und hätte mir gewünscht, dass es mehr Seiten hat. ...

bewegend

Bewertung am 06.08.2025
Bewertungsnummer: 2560463
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

fesselnd und emotional. Konnte nicht aufhören weiter zu lesen. Kann es nur weiter empfehlen, habe es in wenigen Tagen beendet und hätte mir gewünscht, dass es mehr Seiten hat. ...

Sprachlich und inhaltlich etwas Besonderes

Buchbesprechung aus Bad Kissingen am 19.06.2025

Bewertungsnummer: 2519218

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

REZENSION – „Auch wenn mir immer noch nicht klar war, wie sich ein Jahrhundert, drei Generationen, zwei Städte auf zwei Kontinenten, ein Raketenprojekt und eine Revolution in einer Geschichte unterbringen lassen sollen“, lässt der Autor seine junge Protagonistin Lilit el Shami zweifeln, aus ihrer vielschichtige Familiengeschichte einen Dokumentarfilm machen zu können. Doch trotz der Komplexität des umfassenden Materials schafft es der deutsche Schriftsteller Pierre Jarawan (40) jedenfalls in seinem im April beim Berlin Verlag veröffentlichten Roman „Frau im Mond“ auf erstaunliche Weise, uns von der Suche der jungen kanadischen Filmemacherin nach den libanesischen Wurzeln ihrer Familie auf lockere und trotz mancher tragischer Geschehnisse auch auf humorvolle Art zu erzählen. Die inzwischen erwachsenen Zwillingsschwestern Lilit und Lina el Shami sind nach dem frühen Tod ihrer Eltern liebevoll umsorgt bei ihrem libanesisch-stämmigen Großvater Maroun in Montreal aufgewachsen. Eines Tages finden sie eine jahrzehntealte Postkarte ihrer längst verstorbenen Großmutter Anoush, die sie nie kennengelernt haben. Darauf ist ein Liebesgruß an den damals jungen Maroun zu lesen mit dem für die Zwillinge unverständlichen Hinweis auf eine „Frau im Mond“. Erst jetzt als Erwachsene werden sich die beiden jungen Kanadierinnen ihrer libanesischen Wurzeln bewusst und beginnen, angeregt durch diese Karte, Fragen nach der Großmutter und ihrer eigenen fremdländischen Herkunft zu stellen. „Wir Kinder der dritten Generation waren behaglich in unsere Leben hineingeschlüpft und so behütet darin, dass wir uns nicht gemeint fühlten, wenn von Rassenmischung die Rede war oder von drohender Überfremdung.“ Warum wissen die Zwillinge nichts über das Leben ihrer Großmutter im Libanon? Warum haben die Eltern nichts über die Großeltern erzählt? Was hat es mit der Begeisterung des heute 100-jährigen Großvater für Raketen auf sich? Wie haben sich die Großeltern überhaupt kennengelernt? Da der inzwischen leicht dement gewordene Maroun seiner Enkelin nur unzureichend Auskunft geben kann, reist Lilit im Juli 2020 kurzerhand in das Land ihrer Vorfahren und macht sich in Beirut auf Spurensuche. Bei ihrer Recherche dringt Lilit tief in die Geschichte des von den Osmanen in den Jahren 1915/1916 begangenen Völkermords an den knapp zwei Millionen Armeniern ein, deren Überlebende – wie Großmutter Anoush als kleines Kind – im Libanon Zuflucht fanden und seitdem ebenso wie ihre Nachkommen unter dem Trauma des Geschehens leiden. Gleichzeitig erfährt Lilit von den hoffnungsvollen Versuchen des Libanons in den 1960er Jahren, mit Hilfe der Lebanese Rocket Society zeitgleich mit der Sowjetunion und den USA das All zu erobern. Tatsächlich gelang dies am 4. August 1966 mit dem achten Raketenstart, weshalb man im Libanon schon davon träumte, in naher Zukunft einen eigenen Mann zum Mond schicken zu können. „Wenn wir an den Nahen Osten denken, denken wir selten an Fortschritt, Selbstbestimmtheit oder überschwängliche Träume“, wird Jarawan im Interview zitiert. „Mich hat die Idee einer Geschichte fasziniert, die die ständige Opfererzählung über den Libanon nicht wiederholt, sondern von starken Figuren lebt, die unterschiedliche Träume verfolgen.“ Die literarische Umsetzung dieser Idee ist ihm in „Frau im Mond“ ausgezeichnet gelungen. „Ein Erzähler, so sagt man, ist jemand, der von anderswo kommt, der auf dem Dorfplatz diejenigen versammelt, die den Ort nie verlassen haben und die durch ihn andere Berge, andere Monde, andere Geheimnisse und Gesichter sehen können“, heißt es im Roman. Pierre Jarawan, in Jordanien geborener Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter, ist zweifellos ein großartiger Erzähler. Er verknüpft sehr geschickt eine durch historische Ereignisse gebrochene Familiengeschichte mit dem Auf und Ab der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung des Libanon. Dies alles schildert er in einer lockeren, bildhaften Sprache – gelegentlich auch zu ausgeschmückt und in Einzelheiten sich verlierend, fast dem Stil alter orientalischer Erzählungen ähnlich. Darunter mag der dramaturgische Spannungsbogen etwas leiden, andererseits lockert gerade dieses leicht wirkende Plaudern eines Geschichtenerzählers den Roman auf und macht ihn leicht lesbar. „Frau im Mond“ ist trotz des lockeren Plaudertons eine durchaus anspruchsvolle, vielschichtige Erzählung über die Suche nach familiärer Identität, über schicksalsbedingten Verlust und generationenübergreifenden Schmerz sowie anhaltender Sehnsucht nach Erfüllung eines Lebenstraums. Es ist eine in Teilen historisch informative, überwiegend aber durchaus unterhaltsame, in jedem Fall aber in Stil und Inhalt ungewöhnliche Geschichte, die den Roman „Frau im Mond“ literarisch zu etwas Besonderem und lesenswert macht.

Sprachlich und inhaltlich etwas Besonderes

Buchbesprechung aus Bad Kissingen am 19.06.2025
Bewertungsnummer: 2519218
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

REZENSION – „Auch wenn mir immer noch nicht klar war, wie sich ein Jahrhundert, drei Generationen, zwei Städte auf zwei Kontinenten, ein Raketenprojekt und eine Revolution in einer Geschichte unterbringen lassen sollen“, lässt der Autor seine junge Protagonistin Lilit el Shami zweifeln, aus ihrer vielschichtige Familiengeschichte einen Dokumentarfilm machen zu können. Doch trotz der Komplexität des umfassenden Materials schafft es der deutsche Schriftsteller Pierre Jarawan (40) jedenfalls in seinem im April beim Berlin Verlag veröffentlichten Roman „Frau im Mond“ auf erstaunliche Weise, uns von der Suche der jungen kanadischen Filmemacherin nach den libanesischen Wurzeln ihrer Familie auf lockere und trotz mancher tragischer Geschehnisse auch auf humorvolle Art zu erzählen. Die inzwischen erwachsenen Zwillingsschwestern Lilit und Lina el Shami sind nach dem frühen Tod ihrer Eltern liebevoll umsorgt bei ihrem libanesisch-stämmigen Großvater Maroun in Montreal aufgewachsen. Eines Tages finden sie eine jahrzehntealte Postkarte ihrer längst verstorbenen Großmutter Anoush, die sie nie kennengelernt haben. Darauf ist ein Liebesgruß an den damals jungen Maroun zu lesen mit dem für die Zwillinge unverständlichen Hinweis auf eine „Frau im Mond“. Erst jetzt als Erwachsene werden sich die beiden jungen Kanadierinnen ihrer libanesischen Wurzeln bewusst und beginnen, angeregt durch diese Karte, Fragen nach der Großmutter und ihrer eigenen fremdländischen Herkunft zu stellen. „Wir Kinder der dritten Generation waren behaglich in unsere Leben hineingeschlüpft und so behütet darin, dass wir uns nicht gemeint fühlten, wenn von Rassenmischung die Rede war oder von drohender Überfremdung.“ Warum wissen die Zwillinge nichts über das Leben ihrer Großmutter im Libanon? Warum haben die Eltern nichts über die Großeltern erzählt? Was hat es mit der Begeisterung des heute 100-jährigen Großvater für Raketen auf sich? Wie haben sich die Großeltern überhaupt kennengelernt? Da der inzwischen leicht dement gewordene Maroun seiner Enkelin nur unzureichend Auskunft geben kann, reist Lilit im Juli 2020 kurzerhand in das Land ihrer Vorfahren und macht sich in Beirut auf Spurensuche. Bei ihrer Recherche dringt Lilit tief in die Geschichte des von den Osmanen in den Jahren 1915/1916 begangenen Völkermords an den knapp zwei Millionen Armeniern ein, deren Überlebende – wie Großmutter Anoush als kleines Kind – im Libanon Zuflucht fanden und seitdem ebenso wie ihre Nachkommen unter dem Trauma des Geschehens leiden. Gleichzeitig erfährt Lilit von den hoffnungsvollen Versuchen des Libanons in den 1960er Jahren, mit Hilfe der Lebanese Rocket Society zeitgleich mit der Sowjetunion und den USA das All zu erobern. Tatsächlich gelang dies am 4. August 1966 mit dem achten Raketenstart, weshalb man im Libanon schon davon träumte, in naher Zukunft einen eigenen Mann zum Mond schicken zu können. „Wenn wir an den Nahen Osten denken, denken wir selten an Fortschritt, Selbstbestimmtheit oder überschwängliche Träume“, wird Jarawan im Interview zitiert. „Mich hat die Idee einer Geschichte fasziniert, die die ständige Opfererzählung über den Libanon nicht wiederholt, sondern von starken Figuren lebt, die unterschiedliche Träume verfolgen.“ Die literarische Umsetzung dieser Idee ist ihm in „Frau im Mond“ ausgezeichnet gelungen. „Ein Erzähler, so sagt man, ist jemand, der von anderswo kommt, der auf dem Dorfplatz diejenigen versammelt, die den Ort nie verlassen haben und die durch ihn andere Berge, andere Monde, andere Geheimnisse und Gesichter sehen können“, heißt es im Roman. Pierre Jarawan, in Jordanien geborener Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter, ist zweifellos ein großartiger Erzähler. Er verknüpft sehr geschickt eine durch historische Ereignisse gebrochene Familiengeschichte mit dem Auf und Ab der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung des Libanon. Dies alles schildert er in einer lockeren, bildhaften Sprache – gelegentlich auch zu ausgeschmückt und in Einzelheiten sich verlierend, fast dem Stil alter orientalischer Erzählungen ähnlich. Darunter mag der dramaturgische Spannungsbogen etwas leiden, andererseits lockert gerade dieses leicht wirkende Plaudern eines Geschichtenerzählers den Roman auf und macht ihn leicht lesbar. „Frau im Mond“ ist trotz des lockeren Plaudertons eine durchaus anspruchsvolle, vielschichtige Erzählung über die Suche nach familiärer Identität, über schicksalsbedingten Verlust und generationenübergreifenden Schmerz sowie anhaltender Sehnsucht nach Erfüllung eines Lebenstraums. Es ist eine in Teilen historisch informative, überwiegend aber durchaus unterhaltsame, in jedem Fall aber in Stil und Inhalt ungewöhnliche Geschichte, die den Roman „Frau im Mond“ literarisch zu etwas Besonderem und lesenswert macht.

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Frau im Mond

von Pierre Jarawan

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Vreni Haider

Thalia Bad Reichenhall

Zum Portrait

5/5

Vom Suchen und Finden der eigenen Wurzeln

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit diesem Buch haltet Ihr ein Meisterwerk der Erzählkunst in der Hand! Das kann ich schon mal mit Bestimmtheit verraten. Pierre Jarawan präsentiert uns hier eine Geschichte, die so verwoben, so genial verknüpft mit wahren Begebenheiten, voller Tragik und Verlust, dennoch unterschnitten mit feinsinnigem Humor, sich zu einem farbenfrohen, fliegenden Teppich der Hoffnung entwickelt. Lilit und Lina, Zwillingsschwestern, aufgewachsen beim Großvater, stoßen auf eine kryptische Postkarte ihrer längst verstorbenen Großmutter. Sie beschließen ihre Familiengeschichte aufzurollen, die Wurzeln der Anfänge zu finden, die in einem Waisenhaus im Libanon liegen. Ihnen wird schnell klar, dass ihre Familiengeschichte nicht zu jenen gehört, die sich fast bis zum Urknall zurückverfolgen lassen. Die wenigen Anhaltspunkte die sie haben, veranlasst Lilit sich auf die Reise in ein unbekanntes Land zu begeben, um das Rätsel ihrer Herkunft zu klären. Der Autor betreibt dabei literarische Mengenlehre, bündelt geschickt Ereignisse und Geschichten, um sie am Ende zu einem großen Ganzen werden zu lassen. Ihr werdet Euch wundern und staunen, wie sich ein Jahrhundert, drei Generationen, zwei Städte auf zwei verschiedenen Kontinenten, ein Stummfilm, der grauenvolle Genozid an den Armeniern, ein Raketenprojekt und eine Revolution miteinander verbinden und final noch mit einer gigantischen, welterschütternden Explosion abschließen lässt. Das Füllhorn an Informationen und auch das fröhliche Springen zwischen den Kapiteln und Zeitebenen, bedingt eine gewisse Aufmerksamkeit und ich empfehle dieses Werk langsam zu genießen. Keine Lektüre für mal eben zwischendurch. P. Jarawan beweist, dass er ein großer Geschichtenerzähler ist, einen wundervollen märchenhaften Schreibstil beherrscht und es versteht, aus seinen Worten Bilder erwachsen zu lassen. Ein Buch das berührt, traurig macht und einen doch zutiefst zufrieden zurücklässt. Opulent!
  • Vreni Haider
  • Buchhändler/-in

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5/5

Vom Suchen und Finden der eigenen Wurzeln

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit diesem Buch haltet Ihr ein Meisterwerk der Erzählkunst in der Hand! Das kann ich schon mal mit Bestimmtheit verraten. Pierre Jarawan präsentiert uns hier eine Geschichte, die so verwoben, so genial verknüpft mit wahren Begebenheiten, voller Tragik und Verlust, dennoch unterschnitten mit feinsinnigem Humor, sich zu einem farbenfrohen, fliegenden Teppich der Hoffnung entwickelt. Lilit und Lina, Zwillingsschwestern, aufgewachsen beim Großvater, stoßen auf eine kryptische Postkarte ihrer längst verstorbenen Großmutter. Sie beschließen ihre Familiengeschichte aufzurollen, die Wurzeln der Anfänge zu finden, die in einem Waisenhaus im Libanon liegen. Ihnen wird schnell klar, dass ihre Familiengeschichte nicht zu jenen gehört, die sich fast bis zum Urknall zurückverfolgen lassen. Die wenigen Anhaltspunkte die sie haben, veranlasst Lilit sich auf die Reise in ein unbekanntes Land zu begeben, um das Rätsel ihrer Herkunft zu klären. Der Autor betreibt dabei literarische Mengenlehre, bündelt geschickt Ereignisse und Geschichten, um sie am Ende zu einem großen Ganzen werden zu lassen. Ihr werdet Euch wundern und staunen, wie sich ein Jahrhundert, drei Generationen, zwei Städte auf zwei verschiedenen Kontinenten, ein Stummfilm, der grauenvolle Genozid an den Armeniern, ein Raketenprojekt und eine Revolution miteinander verbinden und final noch mit einer gigantischen, welterschütternden Explosion abschließen lässt. Das Füllhorn an Informationen und auch das fröhliche Springen zwischen den Kapiteln und Zeitebenen, bedingt eine gewisse Aufmerksamkeit und ich empfehle dieses Werk langsam zu genießen. Keine Lektüre für mal eben zwischendurch. P. Jarawan beweist, dass er ein großer Geschichtenerzähler ist, einen wundervollen märchenhaften Schreibstil beherrscht und es versteht, aus seinen Worten Bilder erwachsen zu lassen. Ein Buch das berührt, traurig macht und einen doch zutiefst zufrieden zurücklässt. Opulent!

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Ulrike von Bargen

Thalia Bad Godesberg

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5/5

Ein Stummfilm als roter Faden durch die Familiengeschichte!

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Lilith el Shami ist Filmemacherin und auf der Suche nach den Wurzeln ihrer Familie im Libanon. Ihre Familie lebt seit drei Generationen in Montreal. Der Schlüssel für ihre Suche sind die Erzählungen ihres Großvaters, den sie dafür immer wieder in seinem Altersheim besucht. Er wanderte als Kind mit seinen Eltern in den 1920er Jahren aus dem Libanon nach Kanada aus, um in Montreal eine neue Heimat zu finden. Als Professor der Physik kehrte er in den 60er Jahren für einige Zeit nach Beirut zurück, wo er als Wissenschaftler beste Bedingungen für seine Forschung vorfand und vor allem wissensdurstige Studenten. Ganz anders erlebt Lilith diese Stadt, als sie sie im Sommer 2020 besucht, um nach den fast verblassten Spuren ihrer armenischen Großmutter zu suchen. Pierre Jarawan entwickelt in diesem Mehrgenerationenroman einen ungeheuren erzählerischen Sog, webt mit großer Virtuosität und Präzision einen Erinnerungsteppich aus Geschichte und Gegenwart, an dessen Entstehen der Leser mit jedem Faden und jeder Faser teilnimmt. Dieser Roman gehört jetzt zu meinen 10 Lieblingsbüchern! Und Pierre Jarawan ist jetzt schon meine Neuentdeckung des Jahres! Das Hörbuch ist im übrigen ganz wunderbar gesprochen von Jodie Ahlborn.
  • Ulrike von Bargen
  • Buchhändler/-in

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Ein Stummfilm als roter Faden durch die Familiengeschichte!

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Lilith el Shami ist Filmemacherin und auf der Suche nach den Wurzeln ihrer Familie im Libanon. Ihre Familie lebt seit drei Generationen in Montreal. Der Schlüssel für ihre Suche sind die Erzählungen ihres Großvaters, den sie dafür immer wieder in seinem Altersheim besucht. Er wanderte als Kind mit seinen Eltern in den 1920er Jahren aus dem Libanon nach Kanada aus, um in Montreal eine neue Heimat zu finden. Als Professor der Physik kehrte er in den 60er Jahren für einige Zeit nach Beirut zurück, wo er als Wissenschaftler beste Bedingungen für seine Forschung vorfand und vor allem wissensdurstige Studenten. Ganz anders erlebt Lilith diese Stadt, als sie sie im Sommer 2020 besucht, um nach den fast verblassten Spuren ihrer armenischen Großmutter zu suchen. Pierre Jarawan entwickelt in diesem Mehrgenerationenroman einen ungeheuren erzählerischen Sog, webt mit großer Virtuosität und Präzision einen Erinnerungsteppich aus Geschichte und Gegenwart, an dessen Entstehen der Leser mit jedem Faden und jeder Faser teilnimmt. Dieser Roman gehört jetzt zu meinen 10 Lieblingsbüchern! Und Pierre Jarawan ist jetzt schon meine Neuentdeckung des Jahres! Das Hörbuch ist im übrigen ganz wunderbar gesprochen von Jodie Ahlborn.

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