Produktbild: Bis die Sonne scheint

Bis die Sonne scheint

Aus der Reihe detebe
179

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.02.2025

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,4/12,3/2,3 cm

Gewicht

280 g

Farbe

Elfenbein / Khaki

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07331-7

Beschreibung

Rezension

»Christian Schünemann erzählt die Geschichte seines Aufwachsens und seiner charmant-chaotischen Familie in einem kurzweiligen und nachdenklichen deutschen Roman.«
»Ein Wechselbad der Gefühle, ein heiterer Roman über ein fatales Scheitern – das muss man erst mal hinkriegen!«
»Kurzweilig und liebenswu¨rdig.«

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.02.2025

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,4/12,3/2,3 cm

Gewicht

280 g

Farbe

Elfenbein / Khaki

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07331-7

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • vielleser18

    aus Hessen

    5/5

    10.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine (fast) wahre Geschichte

    „Alles war ganz anders, aber genauso war‘s“ – dieser Satz könnte kaum treffender beschreiben, wie Christian Schünemann eine Zeit heraufbeschwört, die längst vergangen ist. Wir befinden uns im Jahr 1983. Der 14-jährige Daniel ist die Hauptfigur – eine literarische Version des Autors selbst. Für mich, damals selbst 14, waren beim Lesen immer wieder diese kleinen Erinnerungsblitze da: „Dallas“ im Fernsehen, die Klänge von Rondo Veneziano, das Schreibmaschinengeklapper im Nebenzimmer, die Avon-Beraterin an der Haustür. All diese scheinbar nebensächlichen Details schaffen eine Atmosphäre, in der man sich sofort zuhause fühlt. Daniel wächst in einer sechsköpfigen Familie auf. Zufällig belauscht er ein Gespräch seiner Eltern – und begreift, dass das Fundament ihres Lebens wankt. Finanzielle Sorgen, drohende Insolvenz. Doch statt zu verzweifeln, setzt sich die Familie ins Auto und fährt „ins Blaue“ – ein Versuch, dem Schrecken und der bedrückenden Realität für einen Moment zu entfliehen, wie ein Vogelstrauß, der den Kopf in den Sand steckt. Der Autor erzählt nicht nur Daniels (subjektive) Geschichte, sondern verwebt sie mit den Erlebnissen der Großeltern. Kapitelweise fließen Episoden aus deren Leben ein und machen spürbar, wie sehr die Erfahrungen der vorherigen Generationen die Eltern geprägt haben. So wird der Roman zu einem vielschichtigen Familienporträt, in dem Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen. Die Stärke des Buches liegt in seiner feinen Beobachtungsgabe. Es sind oft die kleinen Dinge, die hängen bleiben: tropfende Decken im Bungalow, abplatzende Mauerkronen, die typischen Geräusche und Marken jener Jahre. All das macht den Roman nicht nur zu einer Geschichte über eine Familie in der Krise, sondern auch zu einer Zeitreise – mit all der Wärme, Nostalgie und leisen Melancholie, die Erinnerungen mit sich bringen. Ein leiser, aber berührender Roman darüber, was (oder wer) eine (reale) Familie zusammenhält – und wie man manchmal einfach losfahren muss, um nicht unterzugehen.

  • Luise

    aus Luckenwalde

    5/5

    24.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lebendige Familiensaga „Bis…

    Lebendige Familiensaga „Bis die Sonne scheint“ von Christian Schünemann erzählt aus der Perspektive des jüngsten Sohnes eine bewegte Familiengeschichte. Zugleich ist es eine Reise durch die Generationen, in der ich mich selbst wiederfand und viel Vertrautes entdeckte. Die Handlung springt zwar zeitlich hin und her, doch dank der überschaubaren Figurenzahl bleibt der Lesefluss angenehm. Auffällig ist, wie in jeder Epoche Probleme verborgen werden – nach innen wie außen, denn der Schein muss stets gewahrt bleiben. Besonders faszinierend war Daniels Perspektive: Er beobachtet viel, urteilt wenig. Der Schreibstil ist klar und anschaulich, die jeweilige Zeit wird durch Mode, Filme und Sprache lebendig eingefangen. Das Generationenübergreifende hat mir besonders gefallen – man sieht hautnah, wie falsche Entscheidungen noch Jahre später nachhallen.

  • Bewertung

    5/5

    24.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lebendige Familiensaga

    „Bis die Sonne scheint“ von Christian Schünemann erzählt aus der Perspektive des jüngsten Sohnes eine bewegte Familiengeschichte. Zugleich ist es eine Reise durch die Generationen, in der ich mich selbst wiederfand und viel Vertrautes entdeckte. Die Handlung springt zwar zeitlich hin und her, doch dank der überschaubaren Figurenzahl bleibt der Lesefluss angenehm. Auffällig ist, wie in jeder Epoche Probleme verborgen werden – nach innen wie außen, denn der Schein muss stets gewahrt bleiben. Besonders faszinierend war Daniels Perspektive: Er beobachtet viel, urteilt wenig. Der Schreibstil ist klar und anschaulich, die jeweilige Zeit wird durch Mode, Filme und Sprache lebendig eingefangen. Das Generationenübergreifende hat mir besonders gefallen – man sieht hautnah, wie falsche Entscheidungen noch Jahre später nachhallen.

  • Emmmbeee

    aus Österreich

    5/5

    30.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kein Geld, aber Luxus Der…

    Kein Geld, aber Luxus Der junge Daniel erlebt, wie es mit seiner Familie finanziell bergab geht. Nicht einmal für seine Konfirmationskleidung und den schulischen Sprachaustausch ist Geld da. Im Gegenteil, er soll seinen Eltern für das billigere Reihenhaus auch noch sein Erspartes vorstrecken. Es wird verjubelt, was das Zeug hält. Die Erwachsenen können einfach nicht mit Geld umgehen. Das I-Tüpfelchen dazu bietet das teuerste Hotel an der Côte d’Azur, wobei die totale Pleite bereits da ist. Naja, das Negresco hat schon was. Eine wilde Geschichte insgesamt, und ich habe die Vermutung, dass sie in weiten Teilen autobiografisch sein könnte. Aber ich hoffe es nicht, denn der Autor täte mir leid. Mit lockerer Hand geschrieben, voller Spannung, zwischendurch mit Humor, alles aus der Sicht eines Pflichtschülers, dessen Bedürfnisse dauernd unter die Räder kommen. Der Autor wendet diesmal einen speziellen Kunstgriff an. Immer, wenn französische Vokabeln dem Kapitel vorangestellt werden, beziehen sie sich nicht nur auf den Inhalt des entsprechenden Romanteils, sondern die Gegenwart wird erzählt. Steht zu Beginn des Kapitels jedoch eine fortlaufende Zahl, geht der Erzähler zurück in die Vergangenheit seiner Familie. Das hat mir sehr gefallen. Wie der Autor auf den Romantitel gekommen ist, kann ich mir allerdings nicht recht vorstellen. Von Christian Schünemann habe ich schon fast alles mit Begeisterung gelesen, auch dieses Buch. Ich empfehle es jedem, der gute Unterhaltung sucht.

  • Ingrid

    aus Erkelenz

    5/5

    28.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn man sich den Traum vom schönen Leben nicht nehmen lässt

    Trotz knapper finanzieller Mittel macht sich Familie Hormann in den 1980er Jahren auf den Weg in den Süden und fährt so lange „Bis die Sonne scheint“. Der gleichnamige autobiografische Roman von Christian Schünemann erzählt die Geschichte seiner Familie über mehrere Generationen hinweg, bis hin zu seinen Großeltern. Die Namen hat der Autor geändert. Kurz vor der Konfirmation des 15-jährigen Daniel Hormanns, der als Alter Ego des Autors fungiert, regnet es wieder durch das marode Dach des Elternhauses. Daniel lebt mit seinen Eltern und drei Geschwistern auf dem Land in der Nähe von Bremen. An diesem Abend belauscht er ein Gespräch seines Vaters mit seiner Mutter aus dem er schließt, dass deren Probleme gravierender sind, als er bisher ahnte und vermutet, dass es Sorgen finanzieller Art sind. In Erwartung seines anstehenden großen Fests hatte Daniel sich darauf gefreut, schick eingekleidet zu werden. Außerdem hatte er gehofft, viele Verwandte einladen zu können, die ihn großzügig mit hohen Geldsummen beschenken würden. Während innerhalb der Familie an allen Ecken gespart wird, bemühen sich seine Eltern, nach außen den schönen Schein von gut Verdienenden zu wahren. Der Autor spannt in seiner Familiengeschichte einen weiten Bogen. Seine in Oberschlesien geborene und später heimatvertriebene Mutter Marlene hat sich Mitte der 1950er Jahre den Wunsch nach Abitur und Studium nicht erfüllen können. Stattdessen musste sie auf Gehiß ihrer Mutter mit ihrem Gehalt zum Familieneinkommen beitragen. Die Mutter von Daniels Vater Siegfried dagegen hat sich seit der Weltkriegszeit von ihren Kindern und ihrem Mann distanziert. Siegfried selbst hat sich für eine Beamtenlaufbahn entschieden, träumte aber insgeheim davon, Opernsänger zu werden. Sowohl Marlene als auch Siegfried sind überzeugt, dass das Leben noch mehr für sie bereithält. Auch wenn aktuell kein finanzielles Polster vorhanden ist, halten sie weiterhin an Träumen fest, die sich aber im Laufe der Zeit geändert haben. Gerne habe ich mich als Leserin mit in die 1980er Jahre nehmen lassen. Weil ich im Alter der ältesten Tochter der Familie Hormann bin, konnte ich dank der zahlreichen Details über diese Zeit in Erinnerungen schwelgen. Christian Schünemann lässt das Lebensgefühl der damaligen Zeit authentisch aufleben, unter anderem durch die Erwähnung von Filmen und Musiktiteln. Nach den entbehrungsreichen Kriegs- und Nachkriegsjahren ermöglicht inzwischen der wirtschaftliche Aufschwung, dass ein Durchschnittverdiener sich einiges leisten kann. Technologische Fortschritte machen die Zukunft spannend. Die Kapitel, die in den 80er Jahren spielen und von Daniel in Ich-Perspektive erzählt werden, unterscheiden sich von denen mit Rückblicken auf die Familiengeschichte in auktorialen Erzählform durch eine Überschrift mit französischen Vokabeln. Der Roman „Bis die Sonne scheint“ von Christian Schünemann berührt mit Begebenheiten innerhalb der Familie des Autors, die über fünf Jahrzehnte zurückreichen. Durch die gewählte Ich-Erzählform des Protagonisten, der den Autor verkörpert, wurden dessen Gefühle deutlich über das diffuse Verhalten seiner Eltern, die bemüht waren, sich nach außen hin nicht von anderen Familien abheben zu wollen. Gleichzeitig möchten sie sich aber dennoch ihre Träume von einem schönen erfüllten Lebens nicht nehmen lassen. Sehr gerne vergebe ich eine Leseempfehlung.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Nicole Krauß

    Nicole Krauß

    Thalia Karlsruhe-Mühlburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der schöne Schein

    Eine Familiengeschichte aus den 1980 er Jahren, erzählt aus der Perspektive von Daniel dem jüngeren Sohn. Die Familie hat hohe Ansprüche, alle Kinder gehen aufs Gymnasium, Bildung ist ein wichtiger Bestandteil der Familienphilosophie. Als Daniel den Austauschbesuch seines französischen Gastschülers erwidern will und dies aus finanziellen Gründen schwierig ist, kommt die heile Welt der Familie so richtig ins wanken. Die Erzählperspektive ist mit einem herrlich ironischen Blick auf die Dinge und die Familie geschildert.
  • Zum Bewerterprofil von Heike Nießen

    Heike Nießen

    Thalia Mayersche Bergheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zurück in die 80 er

    Herr Friedrich von der Stadtbibliothek Bergheim hat mir dieses Buch empfohlen, und er lag damit genau richtig. Diese wohl teilweise autobiographische Familiengeschichte aus den 1980er Jahren, angesiedelt zwischen großen Ambitionen und dem Scheitern an der Realität, ist leicht und humorvoll erzählt.
  • Zum Bewerterprofil von Moritz Eschbach

    Moritz Eschbach

    Thalia Köln-Kalk – Köln Arcaden

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wohltuende Familiengeschichte der 80er-Jahre

    Christian Schünemann porträtiert mit autobiografischen Zügen eine norddeutsche Familie der 1980er, die verzweifelt versucht, den gutbürgerlichen Schein zu wahren. Immer wieder werden wir auch in die Vergangenheit entführt und die Geschichte der Großeltern rund um die Kriegszeit erzählt. Trotz der ernsten Themen liest sich "Bis die Sonne scheint" unterhaltsam, locker und macht - nicht zuletzt dank der liebenswürdigen Charaktere - großen Spaß. Selbst ich, der die 80er nie live und in Farbe erlebt hat, bin beim Lesen ein bisschen nostalgisch geworden.
  • Zum Bewerterprofil von Carola Kühn

    Carola Kühn

    Thalia Schwerin – Schlosspark-Center

    Buchhändler*in

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    4/5

    17.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenig Geld, aber Träume bis zum Himmel und zurück

    Es ist das Jahr 1983, und Daniel hofft, seine Konfirmation in einem neuen Sakko begehen zu können. Doch leider sind seine Eltern pleite, und auch sonst läuft vieles schief. Bisher war ein Gang zur Bank für die Hormanns immer ein Fest gewesen. Ihre finanzielle Lage ist desolat, aber das wollen sie nicht wahrhaben. Sie reden sich ihre Situation schön, blenden die bittere Realität weitgehend aus. Der Schein muss stets gewahrt bleiben. Selbst als der Gerichtsvollzieher den Fernseher und das Klavier mit einem Kuckuck versieht, finden die Eltern das nicht schlimm, denn die Zettel sind nicht sichtbar. Hauptsache, niemand kriegt was mit. „Bis die Sonne scheint“ ist Christian Schünemanns ganz persönliche Version seiner bewegten Familiengeschichte, die er aus Briefen seiner Mutter, lokalen Archiven und seiner eigenen Erinnerung rekonstruierte.
  • Zum Bewerterprofil von Tina Lampe

    Tina Lampe

    Thalia Bad Zwischenahn

    Buchhändler*in

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    4/5

    08.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sonnenschein im Leben

    Dieser autobiografische Roman hat beim Lesen viel Spaß gemacht, obwohl nicht immer alles sonnig ist. Als jüngstes Kind der Familie Hormann, in der immer öfter Geld fehlt, geht Daniel trotzdem seinen Weg. Fesselnd erzählt vom Erwachsenwerden, Entscheidungen, die das Familienleben prägen ohne die Sicht von Außen zu trüben. Lesenswert!

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