Manche sagen: Wenn Mütter ihren Kindern antipatriarchales Wissen vermittelten, hätten wir dank der nächsten Generationen schnell Gleichberechtigung. Dass es so einfach nicht ist, davon handelt dieses Buch. Denn während junge Frauen zunehmend feministisch denken, wenden sich junge Männer verstärkt misogynem Gedankengut zu. Wie gehen wir in Familie und Gesellschaft damit um? Wie schaffen wir es, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen? Und was muss geschehen, damit Männer Verbündete werden? In ihrem ersten Sachbuch plädiert Bestsellerautorin Mareike Fallwickl für einen neuen Feminismus, der alle einschließt - und alle befreit.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Rina
aus Mannheim
5/5
24.10.2025
eBook (ePUB)
Kurz aber absolut lesenswert
Als Brief an Jorinde verfasst, setzt sich die Autorin damit auseinander, wie weit wir im Feminismus bereits gekommen sind und wo wir aktuell stehen.
Sie betont, dass wir nicht gegen Männer, sondern mit ihnen kämpfen müssen, um das Patriarchat zu überwinden und echte Veränderungen zu schaffen. Denn auch Männern werden - genauso wie uns Frauen - von klein auf patriarchale Strukturen vermittelt. Fallwickl plädiert für ein Miteinander, denn auch Männer profitieren vom Feminismus.
Ich fand diesen kurzen Text sehr gelungen. Er spiegelt Fallwickls eigene Gedanken wider, die sie mit ihren Berufskollegen teilt- besonders, dass Männer hier bewusst mit einbezogen werden. Ja, wir Frauen kämpfen weiterhin um Anerkennung. Doch wenn wir nicht gemeinsam mit den Männern nach Lösungen suchen, bleibt der Kampf endlos. Andernfalls steuern wir immer weiter in eine Abwärtsspirale, wie wir es aktuell im Rechtskonservatismus sehen, der in vielen Ländern zunehmend an Macht gewinnt. Und ja: Feminismus ist politisch.
Edith Berger
5/5
07.07.2025
eBook (ePUB)
Unbedingte Leseempfehlung
Mareike Fallwickl ist eine Garantin dafür, dass aktuelle Lebenssituationen von Frauen ( und auch Männern) in ihren Büchern klug, interessant, ungewöhnlich und informativ beleuchtet werden. In einem patriarchalen System sind Einschränkungen, Begrenzungen, gesellschaftliche Regeln oder Gewohnheiten für Frauen allgegenwärtig. Dass auch Männer durch dieses System verlieren rückt zunehmend in den Fokus. Eine Weiterentwicklung kann und wird es nur durch Veränderung geben
Ob Hörbuch ( von der Autorin selbst eingelesen) oder Buch, es ist in jedem Fall höchst empfehlenswert.
SternchenBlau
5/5
29.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Luft zum Atmen
Ein schmales Bändchen, mit 89 Minuten als Hörbuch hat es quasi nur die Länge eines kurzen Spielfilms – und doch legt Mareike Fallwickl ein gewichtiges Werk vor, das zwischen Essay und Brief hin und her changiert. Briefe finde ich meist eine merkwürdige Form, hier klappt das aber wirklich gut.
Jorinde, die Adressatin, ist Regisseurin, für dessen Theaterstück #motherfuckinghod schrieb Fallwickl den Text. Je länger ich Fallwickl Autorinnenlesung lauscht, umso mehr wurde „Jorinde“ zu einem kollektiven Gegenüber, bei dem ich mich selbst abgesprochen fühlte. Es fühlt sich an, als würde ich mit Fallwickl ein Gespräch führen, darüber, wie wir zu einer feministischen Welt gelangen, gerade, weil der Backlash durch Trump und die Manosphere immer stärker alles bisher schon erreichte zu zerlegen droht.
Viele Gedanken, um die Fallwickl kreist, sind für mich jetzt nicht per se neu. Sie schafft in den Zeilen allerdings so eine gelungene Verdichtung und eine Sogkraft, dass ich das Gefühl hatte, nach Hause zu kommen.
Besonders berührt haben mich ihre Gedanken als Mutter eines Sohnes berührt. Die Angst, ihn auf eine Welt loszulassen, die ihm Härte vorlebt, und ihn zum (Mit)Täter machen möchte, weil Männer in dieser Welt das nunmal zu sein haben, oder zumindest nicht zu nett dürfen sie sein, damit sie nicht aussortiert werden in einer Sendung wie "Love is Blind". Und selbst, wenn sie nicht zu Tätern werden, dann schauen sie oft genug weg.
Fallwickl erzählt vom Fall Pelicot und dass es Männer gab, die sich weigerten mitzumachen. Aber selbst die alarmierten nicht die Polizei. Und dann erzählt sie von der Naivität und Zuversicht in ihren Schulworkshops von der Frage, ob Frauen lieber mit Bär oder Mann allein sein möchten. Und ein etwa 13jähriger Junge antwortete, dass es doch auch ein netter Mann sein könnte, der aus dem Wald hinaus helfen würde. Und ich wünsche mir so sehr für alle jungen Männer, dass sie sich nicht von den Andrew Tates dieser Welt ihre Freiheit nehmen lassen, denn, wie Fallwickl so auf den Punkt bringt:
„Ich glaube nicht an das Vakuum, das Jungs angeblich handlungsunfähig macht. Ich glaube vielmehr daran, dass das Aufbrechen patriarchaler Muster uns allen – Männern, Frauen, nichtbinären und trans Menschen – Luft zum Atmen gibt und die weltbewegende Chance, das Miteinander der Zukunft mit einer neuen Ausrichtung auf Fürsorge, Empathie und Menschlichkeit zu gestalten.“
Abschließend noch ein paar Gedanken zum Verlag, denn Kleine, unabhängige Verlage sind sooo wichtig. Kjona besteht erst seit November 2021, aber hat schon einige wirklich spannende Bücher herausgebracht. Das wundervolle Design, gedruckt wird dazu im Cradle-to-Cradle-Verfahren, fiel mir erst kürzlich wieder auf der Leipziger Buchmesse ins Augen. Schon dem Start der Reihe "Briefe an die kommenden Generationen" mit "Lieber Jonas oder Der Wunsch nach Selbstbestimmung" von Linus Giese will ich einem Band davon lesen. Nun habe ich endlich mit dem 5. Band "Liebe Jorinde". Der Essay/Brief gefiel mir so gut, dass ich die mittlerweile sechs weiteren Bände auch bald nachholen möchte.
Lasst uns diese Freiheit nutzen. Fallwickls Brief gibt viele wertvolle Gedanken dazu. 5 von 5 Sternen.
Majo C.
aus Wien
5/5
26.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Aufheiternd für zwischendurch
In einem Brief an ihre Freundin und Kollegin schenkt Fallwickl uns Hoffnung, neue Blickwinkel auf aussichtslose Strukturen und Schwesterlichkeit. Sie teilt ihre Sorgen und macht Platz für die unseren.
Kaffeeelse
Thalia Book Circle Community
5/5
03.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nur ein Miteinander!
Feminismus! Das ist etwas für uns Frauen. Sicher! Wirklich wichtig. Wissen wir schon sehr lange. So lange wie der weibliche Kampf um die Gleichstellung geht. Und das sind schon einige Jahre. Doch irgendwie drängt sich hier der Gedanke der Stagnation auf. Und nicht nur dieser Gedanke, wenn man aufmerksam in die heutige politische Wirklichkeit blickt. Denn dieser Feminismus scheint auch eine tiefsitzende Angst hervorzubringen. Eine Angst vor dem Machtverlust beim allgegenwärtigen Patriarchat. Und diese Angst gebiert Schreckliches!
Man schaue mal auf die Taten von Bolsonaro, von Trump, von Putin, von Erdogan und von Netanjahu. Dort spürt man diese Angst. Nicht direkt verbindet sich das Tun von diesen Machtinhabern mit dem Begriff Angst. Indirekt aber schon. Und auch in unseren Gefilden zeigt gerade das Vorgehen der ewig Gestrigen mit einer ihnen unliebsamen Richterin dieses antifeministische Denken. Auch in der nahen Vergangenheit zeigt der Beschuss von weiblich gelesenen Personen in der Politik dieses restriktive Denken. Man denke nur an Merkel, Baerbock, Lang, Ganserer und die vielen anderen Frauen an Schaltpositionen der Macht.
Warum ist dies so? Natürlich hat die Angst vor dem Machtverlust sicher in diesem Tun einen starken Grund. Aber ist dies der Einzige?
Ich bin mir hier nicht ganz so sicher. Mareike Fallwickl gibt in diesem Buch einen Gedankenanstoss zu dieser wichtigen Thematik. Diese Autorin beeindruckte mich und viele andere Leserinnen gerade mit ihren beiden Büchern „Die Wut, die bleibt“ und „Und alle so still“. Besonders beeindruckt hat mich die Wucht der Bücher, aber auch die Aktionen danach. T-Shirts mit Slogans und andere Artikel mit Gedanken, Wörtern zogen eine Aufmerksamkeit auf sich, die ich bis dahin noch nicht so nach einem Buch bemerkt hatte. Frauen wurden laut und zeigten damit etwas. Sie legten sich noch nicht hin. Noch nicht! Doch wie lange geht dieses System noch gut. Wie lange werden sich wir alle uns noch diesem System fügen. Gibt es diesen Frauen-Generalstreik bald? In Island hat dies schließlich auch funktioniert. Warum dann nicht auch hier?
Auch dies wird eine Angst in diesem patriarchalen System sein? Denn sicher haben auch wichtige Köpfe in diesem Land dieses Tun, dieses Agieren bemerkt. Ob sie diesem Tun eine Wichtigkeit beigeben, weiß ich nicht. Aber wir dürfen unsere Gedanken, unseren Wunsch nicht vergessen. Wir müssen weiter aktiv sein.
Wie in den Büchern auch zu bemerken war, dieser Wunsch nach einer besseren Welt verbindet nicht nur uns Frauen, sondern männliche Köpfe und Geister sind dort mit eingebunden. Denn dieses unsägliche Patriarchat schadet uns Frauen und schadet auch den Männern. Und dies sollten sie bemerken, sollten sie verstehen. Sie sollten mit uns an einem Strang ziehen!
Denn wir sollten eines nicht vergessen. Das Bestehen dieses patriarchalen Systems ist im Sinne seiner Nutznießer, nämlich so einige Köpfe in den Macht- und Schaltpositionen unserer Welt und der Dagobert Ducks unter uns. Die Anderen fördern diese Gruppe und ermöglichen in ihrem Tun ihre Macht. Und ziehen ihren Nutzen aus der bunten Warenwelt, die sich uns bietet. Ohne zu beachten unter welchen Bedingungen so manch eine Ware zu uns kommt. Wir sehen die Veränderungen in den Preisen, dies macht uns Angst. Klar. Doch warum ist dies so? Gibt es dazu reale Gründe? Oder ist das Dollarzeichen in den Augen der Grund, diese unsägliche Gier, die uns schlussendlich in den Abgrund treibt.
Wollen wir in diesen Abgrund oder wollen wir uns Gedanken machen, dass es eventuell auch noch andere Wege gibt? Feministische Wege, die wir beschreiten können, zusammen mit den Männern. Denn nicht die Männer sind unsere Feinde, sondern dieses unsägliche Patriarchat, welches uns alle in seine Zügel spannt!
Lest dieses Buch und feiert mit mir Mareike Fallwickl!!!
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5/5
19.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fallwickl hat mal wieder gekocht
Ich bin mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem ich bereits vor dem Lesen sehr hohe Erwartungen an die Literatur von Mareike Fallwickl habe. Der Autorin gelingt es trotzdem immer wieder diese zu übertreffen.
Ich wünschte dieser Essay wäre länger als 70 Seiten, dennoch schafft Fallwickl es in dieser kurzen Zeit unglaublich viel zu vermitteln. Sie schreibt über ihr persönliches Erleben der Mutterschaft, über ihre Auftritte vor Publikum, die Gedanken, die sie sich über die Gesellschaft, unsere Zukunft und die ihrer Kinder macht. Sie erzählt davon wie sie Jungs mit ihrer Arbeit gegenübertritt und sie tut es mit so einer erfrischenden Leichtigkeit, dass ich am liebsten endlos weiterlesen würde.
Es geht hier nicht darum Männer zu hassen, denn auch wenn jede Frau genug gerechtfertigte Gründe dafür hat, bringt uns das unserem Ziel nicht näher. Fallwickl hat hier wunderbar simpel aufgezeigt, dass der Feminismus die Unterstützung der Männer eben nun mal braucht. Denn so laut wir auch sein mögen, das Flüstern eines Mannes wird trotzdem eher gehört. Unterdrückung kann niemals durch die Unterdrückten beseitigt werden, das beschreibt sie selbst sehr passend: “Wer immer wieder gegen eine Tür aus Eisen läuft, rennt sich auf Dauer den Schädel ein.”. Der neue Feminismus des Miteinanders, wie sie ihn hier nennt, pocht auf die Zusammenarbeit Aller für eine Zukunft frei von patriarchalen Strukturen und appelliert vor allem an die Männer der kommenden Generation, denn die würden schließlich genauso davon profitieren wie wir. Das Bewusstsein für die Relevanz des Feminismus muss steigen und der Misogynie ihren Platz rauben. Genau dazu trägt Mareike Fallwickl mit jedem einzelnen ihrer Bücher bei. Der Text ist zugänglich, gut verständlich und eignet sich somit auch hervorragend für Personen, die noch nicht so oft mit dem Thema in Kontakt getreten sind.
“Liebe Jorinde [...]” ist der erste Band, den ich aus der Reihe “Briefe an die kommende Generation” gelesen habe und ich kann es kaum erwarten auch den Rest zu lesen. Es ist unglaublich, was für eine inspirierende Buchreihe Kjona hier auf die Beine gestellt hat.
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5/5
29.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das feministische Manifest
Dieses Buch klagt nicht an, es lädt ein. In Briefform an eine Freundin geschrieben, gelingt ihr das Kunststück, komplexe Geschlechterdebatten zugänglich zu machen — ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Das Patriarchat schadet allen — Frauen wie Männern. Sie diagnostiziert ein zentrales Problem unserer Zeit: Während junge Frauen zunehmend feministisch denken, wenden sich junge Männer verstärkt misogynem Gedankengut zu. Das ist keine Schuldfrage, sondern eine Strukturfrage. Relevant für alle, die verstehen wollen, warum die Geschlechterfrage nicht gelöst ist — und wie sie gelöst werden könnte.
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5/5
03.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Muss
Absolutes must-have! Ohne erhobenen Zeigefinger oder belehrend zu wirken, gibt die Autorin Anregungen für einen lebbaren Feminusmus. Und sie vergisst die Jungs auf ihrem Weg nicht, was mich als Mutter eines Sohnes sehr abgeholt hat!
Bitte lesen und einfach an alle weiterverschenken, die Ihr kennt!
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5/5
03.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bildet Banden!
Mareike Fallwickl stellt nochmal klar: Feminismus ist kein Männerh@ss, das Patriarchat schadet uns allen, egal welchen Geschlechts. Wie können wir es schaffen, dieses Miteinander zu forcieren und das falsche Verständnis von echtem Femisnismus allen - oder zumindest mehr Menschen - bewusst zu machen?
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5/5
02.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Präzise auf den Punkt gebracht, lohnt sich sehr!
Ich hatte mir tatsächlich von diesem recht kurzen Buch nicht so viel erhofft und wurde sehr überrascht.
Mareike Fallwickl unterstreicht hier wichtige Aspeckte des Feminismus auf zugängliche Art und Weise. Sie bringt ihre Kernaussagen präzise auf den Punkt und schafft dabei Hoffnung für die Zukunft.
Empfehle ich jedem, der sich schon ausgiebig mit Feminismus auseinander gesetzt hat und auch jedem, der dies noch nicht getan hat. Ich denke, es kann sehr aufschlussreich für beide Seiten sein.
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