Manche sagen: Wenn Mütter ihren Kindern antipatriarchales Wissen vermittelten, hätten wir dank der nächsten Generationen schnell Gleichberechtigung. Dass es so einfach nicht ist, davon handelt dieses Buch. Denn während junge Frauen zunehmend feministisch denken, wenden sich junge Männer verstärkt misogynem Gedankengut zu. Wie gehen wir in Familie und Gesellschaft damit um? Wie schaffen wir es, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen? Und was muss geschehen, damit Männer Verbündete werden? In ihrem ersten Sachbuch plädiert Bestsellerautorin Mareike Fallwickl für einen neuen Feminismus, der alle einschließt - und alle befreit.
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Kurz aber absolut lesenswert
Rina aus Mannheim am 24.10.2025
Bewertungsnummer: 2634892
Bewertet: eBook (ePUB)
Als Brief an Jorinde verfasst, setzt sich die Autorin damit auseinander, wie weit wir im Feminismus bereits gekommen sind und wo wir aktuell stehen.
Sie betont, dass wir nicht gegen Männer, sondern mit ihnen kämpfen müssen, um das Patriarchat zu überwinden und echte Veränderungen zu schaffen. Denn auch Männern werden - genauso wie uns Frauen - von klein auf patriarchale Strukturen vermittelt. Fallwickl plädiert für ein Miteinander, denn auch Männer profitieren vom Feminismus.
Ich fand diesen kurzen Text sehr gelungen. Er spiegelt Fallwickls eigene Gedanken wider, die sie mit ihren Berufskollegen teilt- besonders, dass Männer hier bewusst mit einbezogen werden. Ja, wir Frauen kämpfen weiterhin um Anerkennung. Doch wenn wir nicht gemeinsam mit den Männern nach Lösungen suchen, bleibt der Kampf endlos. Andernfalls steuern wir immer weiter in eine Abwärtsspirale, wie wir es aktuell im Rechtskonservatismus sehen, der in vielen Ländern zunehmend an Macht gewinnt. Und ja: Feminismus ist politisch.
Unbedingte Leseempfehlung
Edith Berger am 07.07.2025
Bewertungsnummer: 2534021
Bewertet: eBook (ePUB)
Mareike Fallwickl ist eine Garantin dafür, dass aktuelle Lebenssituationen von Frauen ( und auch Männern) in ihren Büchern klug, interessant, ungewöhnlich und informativ beleuchtet werden. In einem patriarchalen System sind Einschränkungen, Begrenzungen, gesellschaftliche Regeln oder Gewohnheiten für Frauen allgegenwärtig. Dass auch Männer durch dieses System verlieren rückt zunehmend in den Fokus. Eine Weiterentwicklung kann und wird es nur durch Veränderung geben
Ob Hörbuch ( von der Autorin selbst eingelesen) oder Buch, es ist in jedem Fall höchst empfehlenswert.
Meinung aus der Buchhandlung
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Ich bin mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem ich bereits vor dem Lesen sehr hohe Erwartungen an die Literatur von Mareike Fallwickl habe. Der Autorin gelingt es trotzdem immer wieder diese zu übertreffen.
Ich wünschte dieser Essay wäre länger als 70 Seiten, dennoch schafft sie es in dieser kurzen Zeit unglaublich viel zu vermitteln. Sie schreibt über ihr persönliches Erleben der Mutterschaft, über ihre Auftritte vor Publikum, die Gedanken, die sie sich über die Gesellschaft, unsere Zukunft und die ihrer Kinder macht. Sie erzählt davon wie sie Jungs mit ihrer Arbeit gegenübertritt und sie tut es mit so einer erfrischenden Leichtigkeit, dass ich am liebsten endlos weiterlesen würde.
Es geht hier nicht darum Männer zu hassen, denn auch wenn jede Frau genug gerechtfertigte Gründe dafür hat, bringt uns das unserem Ziel nicht näher. Fallwickl hat hier wunderbar simpel aufgezeigt, dass der Feminismus die Unterstützung der Männer nun mal braucht. Denn so laut wir auch sein mögen, das Flüstern eines Mannes wird trotzdem eher gehört. Unterdrückung kann niemals durch die Unterdrückten beseitigt werden, das beschreibt sie selbst sehr passend: “Wer immer wieder gegen eine Tür aus Eisen läuft, rennt sich auf Dauer den Schädel ein.”. Der neue Feminismus des Miteinanders, wie sie ihn hier nennt, pocht auf die Zusammenarbeit Aller für eine Zukunft frei von patriarchalen Strukturen und appelliert vor allem an die Männer der kommenden Generation, denn die würden schließlich genauso davon profitieren wie wir. Das Bewusstsein für die Relevanz des Feminismus muss steigen und der Misogynie ihren Platz rauben. Genau dazu trägt Mareike Fallwickl mit jedem einzelnen ihrer Bücher bei. Der Text ist zugänglich, gut verständlich und eignet sich somit auch hervorragend für Personen, die noch nicht so oft mit dem Thema in Kontakt getreten sind.
“Liebe Jorinde [...]” ist der erste Band, den ich aus der Reihe “Briefe an die kommende Generation” gelesen habe und ich kann es kaum erwarten auch den Rest zu lesen. Es ist unglaublich, was für eine inspirierende Buchreihe Kjona hier auf die Beine gestellt hat.
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Dieses Buch klagt nicht an, es lädt ein. In Briefform an eine Freundin geschrieben, gelingt ihr das Kunststück, komplexe Geschlechterdebatten zugänglich zu machen — ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Das Patriarchat schadet allen — Frauen wie Männern. Sie diagnostiziert ein zentrales Problem unserer Zeit: Während junge Frauen zunehmend feministisch denken, wenden sich junge Männer verstärkt misogynem Gedankengut zu. Das ist keine Schuldfrage, sondern eine Strukturfrage. Relevant für alle, die verstehen wollen, warum die Geschlechterfrage nicht gelöst ist — und wie sie gelöst werden könnte.
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