Produktbild: Das Narrenschiff
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Das Narrenschiff Roman | Eine epische Erzählung der DDR und ihrer Bürgerinnen und Bürger - von der Staatsgründung bis zum Mauerfall

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

370

Erscheinungsdatum

18.03.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

600 (Printausgabe)

Dateigröße

2376 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783518782095

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • kurze Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 AA
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

370

Erscheinungsdatum

18.03.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

600 (Printausgabe)

Dateigröße

2376 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783518782095

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Zwischen Idealen und Irrwegen – eine Reise durch die DDR auf hoher See

Alrik Gerlach aus NordWestMecklenburg am 11.08.2025

Bewertungsnummer: 2564737

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schon nach den ersten Seiten von Das Narrenschiff hatte ich das Gefühl, mitten auf hoher See zu treiben – und zwar nicht auf einer Luxusjacht, sondern auf einem ziemlich schaukeligen Kahn voller Charaktere, die allesamt ihre ganz eigenen Macken und Geheimnisse mitbringen. Christoph Hein versteht es meisterhaft, Figuren so lebendig zu zeichnen, dass man meint, sie würden gleich im Wohnzimmer Platz nehmen und von ihren Irrwegen im realsozialistischen Alltag berichten. Mal bissig, mal melancholisch, mal so schräg, dass man grinsen muss – und doch steckt hinter allem eine ernste, tiefgründige Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR. Die Mischung aus überzeugten Idealisten, ehemaligen Nazis, stillen Mitläufern und gescheiten Querköpfen ist wie eine Crew, die keiner freiwillig zusammengestellt hätte, die aber trotzdem in einem Boot sitzt. Dabei treibt dieses Boot nicht etwa gemächlich vor sich hin, sondern steuert zielstrebig auf Klippen zu – und man weiß genau, dass der Crash kommen wird. Hein schafft es, diese unausweichliche Tragik mit einer gewissen Leichtigkeit zu erzählen, ohne ins Lächerliche abzurutschen. Was mich besonders gepackt hat, ist die Art, wie große historische Entwicklungen hier nicht aus der Sicht der Geschichtsbücher, sondern aus den Augen ganz normaler Menschen erzählt werden. Da sind Schuhverkäufer, Hausmeister oder ein Stasi-Mann, die alle versuchen, irgendwie auf Kurs zu bleiben, während der Sturm tobt. Jede Figur bringt ihre eigene Wahrheit mit, und zusammen ergeben sie ein Panorama, das gleichermaßen komisch wie bitter ist. Stilistisch ist das Ganze wie eine gelungene Mischung aus Theaterstück, Geschichtsunterricht und Kneipengespräch – man weiß nie genau, ob man gerade lachen oder den Kopf schütteln soll. Am Ende bleibt ein scharf gezeichnetes Bild einer Gesellschaft, die an ihren eigenen Idealen scheitert und deren Mitglieder trotzdem weitermachen, als wäre alles nur ein kleiner Ausrutscher.

Zwischen Idealen und Irrwegen – eine Reise durch die DDR auf hoher See

Alrik Gerlach aus NordWestMecklenburg am 11.08.2025
Bewertungsnummer: 2564737
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schon nach den ersten Seiten von Das Narrenschiff hatte ich das Gefühl, mitten auf hoher See zu treiben – und zwar nicht auf einer Luxusjacht, sondern auf einem ziemlich schaukeligen Kahn voller Charaktere, die allesamt ihre ganz eigenen Macken und Geheimnisse mitbringen. Christoph Hein versteht es meisterhaft, Figuren so lebendig zu zeichnen, dass man meint, sie würden gleich im Wohnzimmer Platz nehmen und von ihren Irrwegen im realsozialistischen Alltag berichten. Mal bissig, mal melancholisch, mal so schräg, dass man grinsen muss – und doch steckt hinter allem eine ernste, tiefgründige Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR. Die Mischung aus überzeugten Idealisten, ehemaligen Nazis, stillen Mitläufern und gescheiten Querköpfen ist wie eine Crew, die keiner freiwillig zusammengestellt hätte, die aber trotzdem in einem Boot sitzt. Dabei treibt dieses Boot nicht etwa gemächlich vor sich hin, sondern steuert zielstrebig auf Klippen zu – und man weiß genau, dass der Crash kommen wird. Hein schafft es, diese unausweichliche Tragik mit einer gewissen Leichtigkeit zu erzählen, ohne ins Lächerliche abzurutschen. Was mich besonders gepackt hat, ist die Art, wie große historische Entwicklungen hier nicht aus der Sicht der Geschichtsbücher, sondern aus den Augen ganz normaler Menschen erzählt werden. Da sind Schuhverkäufer, Hausmeister oder ein Stasi-Mann, die alle versuchen, irgendwie auf Kurs zu bleiben, während der Sturm tobt. Jede Figur bringt ihre eigene Wahrheit mit, und zusammen ergeben sie ein Panorama, das gleichermaßen komisch wie bitter ist. Stilistisch ist das Ganze wie eine gelungene Mischung aus Theaterstück, Geschichtsunterricht und Kneipengespräch – man weiß nie genau, ob man gerade lachen oder den Kopf schütteln soll. Am Ende bleibt ein scharf gezeichnetes Bild einer Gesellschaft, die an ihren eigenen Idealen scheitert und deren Mitglieder trotzdem weitermachen, als wäre alles nur ein kleiner Ausrutscher.

Protokoll eines Untergangs

Gaby R. (Mitglied der Book Circle Community) am 02.07.2025

Bewertungsnummer: 2529255

Bewertet: Hörbuch (Audio)

Das Narrenschiff – treffender Titel für die 751 Seiten. Darin umschreibt der desillusionierte Zeitzeuge und Autor die Bürger der DDR, vom Schuhverkäufer bis zum Stasi-Mann, die geblieben sind und sich irgendwie in dem System arrangiert haben. Dies ist ein Teil Geschichte der DDR – von der Entstehung bis zu ihrem Niedergang – beginnend 1945 bis zum Mauerfall 1989. Ein schonungsloses Spiegelbild - stellvertretend für alle - welche den Staat aufgebaut, von ihm profitiert und zum Schluss mit ihm gesunken sind. Keine trockenen Geschichtslektionen – nein – geschickt protokolliert der Autor das tägliche Leben in der DDR. Doch über die Zeit kommt dieses Narrenschiff mit einer mehr oder weniger unfreiwilligen Mannschaft bedrohlich ins Schlingern und steuert dem sicheren Untergang entgegen. Fazit: Ein Staat verschwindet für immer – doch die Menschen sind geblieben. Für mich (ich habe die DDR noch selbst erlebt) eine Bilanz mit Nachgeschmack und trotzdem eine aufrichtige.  

Protokoll eines Untergangs

Gaby R. (Mitglied der Book Circle Community) am 02.07.2025
Bewertungsnummer: 2529255
Bewertet: Hörbuch (Audio)

Das Narrenschiff – treffender Titel für die 751 Seiten. Darin umschreibt der desillusionierte Zeitzeuge und Autor die Bürger der DDR, vom Schuhverkäufer bis zum Stasi-Mann, die geblieben sind und sich irgendwie in dem System arrangiert haben. Dies ist ein Teil Geschichte der DDR – von der Entstehung bis zu ihrem Niedergang – beginnend 1945 bis zum Mauerfall 1989. Ein schonungsloses Spiegelbild - stellvertretend für alle - welche den Staat aufgebaut, von ihm profitiert und zum Schluss mit ihm gesunken sind. Keine trockenen Geschichtslektionen – nein – geschickt protokolliert der Autor das tägliche Leben in der DDR. Doch über die Zeit kommt dieses Narrenschiff mit einer mehr oder weniger unfreiwilligen Mannschaft bedrohlich ins Schlingern und steuert dem sicheren Untergang entgegen. Fazit: Ein Staat verschwindet für immer – doch die Menschen sind geblieben. Für mich (ich habe die DDR noch selbst erlebt) eine Bilanz mit Nachgeschmack und trotzdem eine aufrichtige.  

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Das Narrenschiff

von Christoph Hein

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Angela Franke

Thalia Magdeburg – Allee-Center

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5/5

Narren

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Christoph Hein erzählt nüchtern und umfassend das Panorama der DDR Geschichte von der Gründung bis zum Zerfall nach. Erzählt wird aus der Perspektive der "Narren" ...Funktionäre und Eliten...die hoffnungsvoll, aber letztlich scheiternd an ihrem sozialistischen Projekt festhielten. Sein Stil dabei lakonisch und höhnisch. Er beleuchtet persönliche Verantwortung und die dunklen Seiten der Macht in der DDR, nicht wertend, sondern mit einer gelassenen, vom Alter geprägten Distanz. „Sagen wir mal so: Mein Gehirn hat sich an manchen Stellen dezent ausgestempelt und den Schnelllese-Modus aktiviert.“ Trotzdem 5 Sterne, weil es Christoph Hein ist!!!!!
  • Angela Franke
  • Buchhändler/-in

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Narren

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Christoph Hein erzählt nüchtern und umfassend das Panorama der DDR Geschichte von der Gründung bis zum Zerfall nach. Erzählt wird aus der Perspektive der "Narren" ...Funktionäre und Eliten...die hoffnungsvoll, aber letztlich scheiternd an ihrem sozialistischen Projekt festhielten. Sein Stil dabei lakonisch und höhnisch. Er beleuchtet persönliche Verantwortung und die dunklen Seiten der Macht in der DDR, nicht wertend, sondern mit einer gelassenen, vom Alter geprägten Distanz. „Sagen wir mal so: Mein Gehirn hat sich an manchen Stellen dezent ausgestempelt und den Schnelllese-Modus aktiviert.“ Trotzdem 5 Sterne, weil es Christoph Hein ist!!!!!

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Matthias Kesper

Thalia Kassel

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5/5

"In der DDR scheiterte ein Sozialismusversuch, der denkbar schlechteste Voraussetzungen hatte." (Egon Krenz)

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Er acht nit was der Adel spricht, oder des gemeynen Volcks Geschrey - er ist rotund, ganz wie ein Ey!" So urteilte spöttisch Sebastian Brant in seinem spätmittelalterlichen "Bestseller" "Das Narrenschiff" über einen weisen Mann. Dieses Bild des Stoikers, an dem einfach alles abperlt, von kleinsten Kleinigkeiten bis zum großen Ganzen, mag Christoph Hein bei der Titelsuche für seinen gewaltigen neuen Roman vor dem inneren Auge gehabt haben - und nach Beendigung der Lektüre kann man nur zustimmen: Es passt genau :-) 40 Jahre, vom "Auferstanden aus Ruinen" bis zum Fall des "Antifaschistischen Schutzwalls", fünf Hauptfiguren, und ihre Familien, 750 Seiten, im feinsten Erzählton verfasst, mehr benötigt der große Romancier nicht, um eine ganze Epoche, die Geschichte eines ganzen Staates zu erzählen! Man kann es Christoph Hein gar nicht hoch genug anrechnen, dass er stets die Neutralität wahrt, keinerlei Schuldzuweisungen, egal an wen oder welche Seite, warum alles nun einmal so kam, wie es kam, ja, kommen musste... Der Rezensent hat bin den letzten Jahren so einiges über die beiden deutschen Staaten gelesen, vom Roman bis zum Sachbuch, aber keines hat mich so in Bann geschlagen, so gefesselt, ja, so begeistert wie dieses Narrenschiff!
  • Matthias Kesper
  • Buchhändler/-in

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"In der DDR scheiterte ein Sozialismusversuch, der denkbar schlechteste Voraussetzungen hatte." (Egon Krenz)

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"Er acht nit was der Adel spricht, oder des gemeynen Volcks Geschrey - er ist rotund, ganz wie ein Ey!" So urteilte spöttisch Sebastian Brant in seinem spätmittelalterlichen "Bestseller" "Das Narrenschiff" über einen weisen Mann. Dieses Bild des Stoikers, an dem einfach alles abperlt, von kleinsten Kleinigkeiten bis zum großen Ganzen, mag Christoph Hein bei der Titelsuche für seinen gewaltigen neuen Roman vor dem inneren Auge gehabt haben - und nach Beendigung der Lektüre kann man nur zustimmen: Es passt genau :-) 40 Jahre, vom "Auferstanden aus Ruinen" bis zum Fall des "Antifaschistischen Schutzwalls", fünf Hauptfiguren, und ihre Familien, 750 Seiten, im feinsten Erzählton verfasst, mehr benötigt der große Romancier nicht, um eine ganze Epoche, die Geschichte eines ganzen Staates zu erzählen! Man kann es Christoph Hein gar nicht hoch genug anrechnen, dass er stets die Neutralität wahrt, keinerlei Schuldzuweisungen, egal an wen oder welche Seite, warum alles nun einmal so kam, wie es kam, ja, kommen musste... Der Rezensent hat bin den letzten Jahren so einiges über die beiden deutschen Staaten gelesen, vom Roman bis zum Sachbuch, aber keines hat mich so in Bann geschlagen, so gefesselt, ja, so begeistert wie dieses Narrenschiff!

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Das Narrenschiff

von Christoph Hein

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