'Unmöglicher Abschied' erzählt die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei Frauen und beleuchtet zugleich ein jahrzehntelang verschwiegenes Kapitel koreanischer Geschichte.
Eines Morgens ruft Inseon ihre Freundin Gyeongha zu sich ins Krankenhaus von Seoul. Sie hatte einen Unfall und bittet Gyeongha, ihr Zuhause auf der Insel Jeju aufzusuchen, weil ihr kleiner weißer Vogel sterben wird, wenn ihn niemand füttert. Als Gyeongha auf der Insel ankommt, bricht ein Schneesturm herein. Der Weg zu Inseons Haus wird zu einem Überlebenskampf gegen die Kälte, die mit jedem Schritt mehr in sie eindringt. Noch ahnt sie nicht, was sie dort erwartet: die verschüttete Geschichte von Inseons Familie, die eng verbunden ist mit einem lang verdrängten Kapitel koreanischer Geschichte. Han Kangs neuer Roman ist eine Hymne an die Freundschaft und das Erinnern, die Geschichte einer tiefen Liebe im Angesicht unsäglicher Gewalt - und eine Feier des Lebens, wie zerbrechlich es auch sein mag.
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Bewertung
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
09.10.2026
eBook (ePUB 3)
Die Toten bleiben Menschen
Ein besonderes Buch. Kein Pageturner, und man braucht etwas Zeit und Geduld. Im Mittelpunkt stehen zwei Freundinnen, die Insel Jeju und ein lange verdrängtes Kapitel der koreanischen Geschichte.
Am Anfang hatte ich etwas Mühe mit dem langsamen Tempo und der düsteren Stimmung. Aber je weiter ich gelesen habe, desto stärker wurde das Buch für mich. Es bleibt ruhig und zurückgenommen, selbst wenn es um Dinge geht, die kaum auszuhalten sind. Gerade das hat bei mir funktioniert. Han Kang macht aus dem Grauen kein Spektakel.
Sprachlich ist das für mich außergewöhnlich. Sie schreibt unglaublich genau, manchmal fast hyperpräzise. Schnee, Wasser, Feuer, Blut, Hände, Vögel, Knochen – bestimmte Bilder und Motive tauchen immer wieder auf, verändern sich und bekommen mit der Zeit eine immer größere Bedeutung.
Und eigentlich ist „bildhafte Sprache“ dafür zu wenig. Han Kang beschreibt nicht nur in Bildern, sie denkt in Bildern. Ein Bild ist bei ihr nicht bloß Illustration eines Gedankens, sondern oft der Gedanke selbst. Gefühle, Erinnerung, Verlust oder Gewalt werden nicht erklärt, sondern in etwas Konkretes übersetzt. Genau das fand ich unglaublich stark.
Auch die Grenzen zwischen Gegenwart, Erinnerung und etwas fast Unwirklichem beginnen sich stellenweise aufzulösen. Das wird nicht groß erklärt, aber für mich passt es genau zu einem Buch, in dem Vergangenheit nie wirklich vergangen ist.
Es gibt ein paar Längen. Aber das ändert nichts daran, dass ich es am Ende als außergewöhnlich stark empfunden habe. Ein trauriges, dunkles, manchmal fast magisches Buch über Erinnerung, Gewalt und darüber, was von Menschen bleibt.
Für mich ein Highlight.
Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil
Edda246
aus Hamburg
5/5
25.12.2024
eBook (ePUB 3)
Beeindruckende Vielschichtigke…
Beeindruckende Vielschichtigkeit! Gyeongha wird von ihrer Freundin Inseon gebeten, sofort ins Krankenhaus von Seoul zu kommen, Dort liegt Inseon mit abgeschnittenen Fingern, durch einen Kreissäge verursacht, beim Arbeiten in ihrer Tischlerwerkstatt in einem abgelegenen Bergdorf auf der Insel Jeju. Ihr weißer Papagei sei kurz vor dem Verhungern, so bittet sie Gyeongha dorthin zu fahren, ihn zu füttern, damit er überlebt. Doch ein Schneesturm bringt Hindernisse auf der Reise und Gyeongha muss sich mit den neuen Gegebenheiten vertraut machen, erfährt die Situation der Freundin dort an ihrem Ort. Zwischendurch im Roman erzählt auch Inseon von ihrem Leben. Gyeongha selbst schreibt anfänglich ein Testament, doch sie schreibt es immer wieder neu und zerreißt es. Sie möchte einen „echten Abschied, aber richtig“ formulieren. Sie träumt von schwarzen Bäumen und dieser Traum beschäftigt sie so sehr, dass sie ihn mit ihrer Freundin Inseon, die sie als Dokumentarfilmerin kennenlernte, in einen Kurzfilm umzusetzen plant. Der Titel des Projekts, den beide planen, soll eine Installation sein mit dem Titel „Unmöglicher Abschied“. Beide wollen die geplante Installation im späteren Verlauf des Romans, am Ort der Tat aufstellen und begeben sich auf den Weg Eine Bilddokumentation von Inseon, die einen grausamen Ausschnitt aus Südkoreas Vergangenheit zeigt, ist verwoben mit ihrer Mutter, mit der eigenen Geschichte und sie erkennt, dass auch die Mutter Zeit ihres Lebens recherchiert hat, genauso wie sie selbst, Inseon. Wiederkehrende Träume der Protagonistin und Ich- Erzählerin Gyeongha, führen dies zusammen und ergänzen die Geschichte. Diese Essenz zieht den Leser in das Mitempfinden und den Bann des Romans. Han Kang schreibt beeindruckend bildgewaltig auf unterschiedlichen Ebenen und benutzt symbolträchtige Erklärungen oder Metaphern. Fragen, die die Protagonistin denkt, führen den Roman voran und bieten dem Leser einen Denkprozess über das Geschehen, der auch die Grenzen der Realität ankratzt. Gyeongha überdenkt ihre Wahrnehmung, stellt sich aber immer wieder mutig den Begebenheiten und vertraut vollends ihrer Freundin, was sie lebendig und sehr sympathisch macht. Der Roman zeigt die beiden beherzten Frauen. Ein intensives Miteinander verbindet sie über die Grenzen hinaus. Obwohl Gyeongha nicht weiß, ob Inseon ein Geist ist, agiert und reagiert sie, als ob Inseon lebendig wäre. Die Realität verschiebt sich und lässt Gyeongha sowie den Leser im Ungewissen. Die Annäherung an das Unfassbare, nicht Gegenwärtige und nicht Reale doch dem Leben Dazugehörige, die Vergangenheit, die prägt, sowie mysteriöse Zwischenwelten werden hier auf außergewöhnliche Art verbunden. Es gibt nur wenige weitere Mitspieler. Han Kang entblättert, ausgelöst durch die Schneeflocken und mithilfe Gyeonghas Gedanken und Empfindungen, einen grausamen Teil Südkoreas Geschichte. 1948 wurden 30000 Menschen hingerichtet, die nicht politisch konform waren, Rebellen, aus Angst vor Fremdbestimmung. Der Roman entwickelt diesen vergangenen Abschnitt und beschreibt anhand der beiden Freundinnen. Aufschlussreiche Hinweise in den Aufzeichnungen der Mutter bringen persönliche Erkenntnisse und führen vom individuellen Schicksal zu den politischen Gräueltaten. Der Roman geht unter die Haut, und je mehr man ihn verdaut und sacken lässt, tauchen immer mehr Facetten auf, die ein Gesamtbild ergeben. Wort und bildgewaltige Sprache beherrschen den vielschichtigen Roman, die ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden Hauptdarstellern führt ihn voran. Für mich ein beeindruckender Roman, der lange nachhallt.
Edda
aus Hamburg
5/5
25.12.2024
eBook (ePUB 3)
Beeindruckende Vielschichtigkeit!
Gyeongha wird von ihrer Freundin Inseon gebeten, sofort ins Krankenhaus von Seoul zu kommen, Dort liegt Inseon mit abgeschnittenen Fingern, durch einen Kreissäge verursacht, beim Arbeiten in ihrer Tischlerwerkstatt in einem abgelegenen Bergdorf auf der Insel Jeju. Ihr weißer Papagei sei kurz vor dem Verhungern, so bittet sie Gyeongha dorthin zu fahren, ihn zu füttern, damit er überlebt. Doch ein Schneesturm bringt Hindernisse auf der Reise und Gyeongha muss sich mit den neuen Gegebenheiten vertraut machen, erfährt die Situation der Freundin dort an ihrem Ort. Zwischendurch im Roman erzählt auch Inseon von ihrem Leben. Gyeongha selbst schreibt anfänglich ein Testament, doch sie schreibt es immer wieder neu und zerreißt es. Sie möchte einen „echten Abschied, aber richtig“ formulieren.
Sie träumt von schwarzen Bäumen und dieser Traum beschäftigt sie so sehr, dass sie ihn mit ihrer Freundin Inseon, die sie als Dokumentarfilmerin kennenlernte, in einen Kurzfilm umzusetzen plant. Der Titel des Projekts, den beide planen, soll eine Installation sein mit dem Titel „Unmöglicher Abschied“. Beide wollen die geplante Installation im späteren Verlauf des Romans, am Ort der Tat aufstellen und begeben sich auf den Weg
Eine Bilddokumentation von Inseon, die einen grausamen Ausschnitt aus Südkoreas Vergangenheit zeigt, ist verwoben mit ihrer Mutter, mit der eigenen Geschichte und sie erkennt, dass auch die Mutter Zeit ihres Lebens recherchiert hat, genauso wie sie selbst, Inseon. Wiederkehrende Träume der Protagonistin und Ich- Erzählerin Gyeongha, führen dies zusammen und ergänzen die Geschichte.
Diese Essenz zieht den Leser in das Mitempfinden und den Bann des Romans.
Han Kang schreibt beeindruckend bildgewaltig auf unterschiedlichen Ebenen und benutzt symbolträchtige Erklärungen oder Metaphern. Fragen, die die Protagonistin denkt, führen den Roman voran und bieten dem Leser einen Denkprozess über das Geschehen, der auch die Grenzen der Realität ankratzt. Gyeongha überdenkt ihre Wahrnehmung, stellt sich aber immer wieder mutig den Begebenheiten und vertraut vollends ihrer Freundin, was sie lebendig und sehr sympathisch macht. Der Roman zeigt die beiden beherzten Frauen. Ein intensives Miteinander verbindet sie über die Grenzen hinaus. Obwohl Gyeongha nicht weiß, ob Inseon ein Geist ist, agiert und reagiert sie, als ob Inseon lebendig wäre. Die Realität verschiebt sich und lässt Gyeongha sowie den Leser im Ungewissen. Die Annäherung an das Unfassbare, nicht Gegenwärtige und nicht Reale doch dem Leben Dazugehörige, die Vergangenheit, die prägt, sowie mysteriöse Zwischenwelten werden hier auf außergewöhnliche Art verbunden.
Es gibt nur wenige weitere Mitspieler.
Han Kang entblättert, ausgelöst durch die Schneeflocken und mithilfe Gyeonghas Gedanken und Empfindungen, einen grausamen Teil Südkoreas Geschichte. 1948 wurden 30000 Menschen hingerichtet, die nicht politisch konform waren, Rebellen, aus Angst vor Fremdbestimmung. Der Roman entwickelt diesen vergangenen Abschnitt und beschreibt anhand der beiden Freundinnen. Aufschlussreiche Hinweise in den Aufzeichnungen der Mutter bringen persönliche Erkenntnisse und führen vom individuellen Schicksal zu den politischen Gräueltaten.
Der Roman geht unter die Haut, und je mehr man ihn verdaut und sacken lässt, tauchen immer mehr Facetten auf, die ein Gesamtbild ergeben.
Wort und bildgewaltige Sprache beherrschen den vielschichtigen Roman, die ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden Hauptdarstellern führt ihn voran.
Für mich ein beeindruckender Roman, der lange nachhallt.
Lesenswert
aus Bielefeld
5/5
20.12.2024
eBook (ePUB 3)
Poetisch, dicht und beklemmend
Der Roman "Unmöglicher Abschied" der Literaturnobelpreisträgerin Han Kang ist gewiss keine leichte Lektüre. Ich konnte ihn nicht einfach durchlesen, sondern musste ihn mehrfach weglegen, darüber nachdenken und das Gelesene verarbeiten.
Die Protagonistin Gyenongha wird von ihrer Freundin Inseon zu sich ins Krankenhaus nach Seoul gerufen. Inseon hat sich schwer verletzt und bittet sie, zu ihrem Haus auf der Insel Jeju zu gehen um dort ihren Vogel zu versorgen. Gyenongha macht sich auf den Weg, erreicht den letzten Flieger durch einen Schneesturm, den letzten Bus in das Nachbardorf. Von dort aus muss sie durch den Schnee zu Fuß weiter und ist kurz vor dem erfrieren.
Han Kang schildert den Weg und den Schnee sehr präzise und ausführlich, fast jede Schneeflocke wird beschrieben. Ich habe bereits hier ebenfalls gefroren. Im Verlauf der Handlung berichtet die Autorin mittels Briefen und Zeitungsartikeln die Gyenongha im Haus findet, in eindringlicher und bedrückender Weise von den Massakern, die 1948 in Korea stattgefunden haben. Spätestens hier wird für die Lesenden der Roman so eindrücklich, dass es mir so manchen kalten Schauer den Rücken hinab gejagt hat. Dabei wird nicht nach Effekten gehascht, Han Kang beschreibt trotz aller Grausamkeit sehr poetisch. Mir hat ihr Sprachstil gefallen, er ist sehr atmosphärisch, die Schilderung der Massaker bedrückend und grausam. Und über allem steht die lange tiefe Freundschaft zwischen Gyenongha in Inseon.
Ein Werk, das mich am Ende verwirrt zurückgelassen und mir ein Rätsel mit auf den Weg gegeben hat. Ein Werk, über das ich mich mit anderen austauschen möchte. Ein Werk, das auf jeden Fall 5 Sterne verdient hat und noch lange in mir nachhallen wird.
Erscheinungsdatum: 16. Dezember 2024
Verlag: Aufbau
315 Seiten
Bewertung
aus Heek
5/5
17.12.2024
eBook (ePUB 3)
interessant
Das Buch “Unmöglicher Abschied“ erzählt die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei Frauen vor dem Hintergrund eines langen verschwiegenen Kapitels der koreanischen Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. Die beiden Frauen Gyeongha und Inseon lernen sich am Ende ihres Studiums in Seoul kennen. Gyeongha ist Schriftstellerin und arbeitet in einem Verlag. Inseon ist Fotografin, beginnt dann aber eine Ausbildung als Schreinerin. Als ihre Mutter krank wird, kehrt sie nach Südkorea zurück um ihre Mutter bis zu deren Tod zu pflegen. Als Inseon einen Unfall in der Schreinerwerkstatt hat, wird sie in einer Klinik in Seoul behandelt. Inseon bittet ihre Freundin Gyeongha in ihr Haus zu reisen, um sich um ihren Vogel zu kümmern. Auf dieser Reise gerät Gyenogha in einen Schneesturm. Angekommen wird sie mit der Geschichte der Mutter Inseons konfrontiert. An diesem Ort lebt die Erinnerung an das dunkle Kapitel des Bürgerkriegs, der viele menschliche Opfer gefordert hat.
In diesem Roman hat die Autorin Han Kang von den Abgründen der menschlichen Natur erzählt. Aber sie erzählt auch von Freundschaft und Mitmenschlichkeit.
Ich habe dieses Buch sehr gelesen und empfehle es sehr gerne weiter.
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5/5
30.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Unmöglicher Abschied
Es ist der zweite Roman der Autorin Han Kang, den ich lese. Auch hier ist es eine eindringliche Leseerfahrung: Weiterlesen oder sich entziehen. Der Roman – eine Erinnerung an die Lebenden und die Toten. Traum und Wirklichkeit sind kaum zu unterscheiden. Es geht um eine Freundschaft und ein düsteres Kapitel in der Geschichte Koreas. Gyeongha wird von ihrer kranken Freundin Inseon gebeten, nach ihrem Vogel zu sehen, und macht sich dafür auf den Weg zur Insel Jeju – ein Überlebenskampf gegen Kälte und Schnee. Noch ahnt Gyeongha nicht, was sie dort erwartet. Schließlich wird sie mit der Vergangenheit konfrontiert und erfährt die verschüttete Geschichte von Iseons Familie. Han Kang erzählt in einer einfachen, poetischen Sprache. Es ist eine Hymne an die Freundschaft, an das Erinnern, und so unfassbar zerbrechlich es sein mag: Am Ende hat es etwas Tröstliches in einem unmöglichen Abschied. Eine große Leseempfehlung!
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5/5
28.04.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Han Kang in Topform
Han Kangs Art zu schreiben ist einfach unvergleichlich. Niemand sonst schafft es so harte Themen in so zarter, schöner Sprache und derart erschütternde tiefgreifende Geschichten einzuflechten. Aktuell eine meiner Lieblingsautorinnen.
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5/5
20.01.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Paradebeispiel für poetische Literatur.
"Unmöglicher Abschied" ist ein tiefgründiges und berührendes Buch. Zugegeben, es ist keine leichte Lektüre - weder der Schreibstil noch der Inhalt ist einfach zu durchdringen. Darauf sollte man gefasst, aber keineswegs davon abgeschreckt sein. Denn Han Kang schreibt poetisch und komplex über Beziehungen, Abschied und Trauer. Sie verwebt koreanische Geschichte mit persönlichen Erfahrungen und schafft dadurch eine Erzählung, die gleichermaßen universell wie individuell ist. Auf jeder Seite lässt die Autorin spüren, dass sie den Literaturnobelpreis mehr als verdient.
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5/5
11.01.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Schrecken der Vergangenheit
Als Gyeongha ihre Freundin Inseon im Krankenhaus in Seoul besucht, hat sie nur ihren Mantel und ihren Ausweis dabei. Schließlich sollte es nur ein kurzer Besuch bei einer guten Freundin werden. Als diese sie aber bittet, in ihrem Zuhause auf Jeju nach ihrem Vogel zu schauen, wird aus dem kurzen Besuch eine Odyssee, die sie direkt in einen Schneesturm und in die Geschichte der Insel Jeju führt. "Unmöglicher Abschied" ist eine unglaublich toll geschriebene Reise in die südkoreanische Geschichte und eine Erkundung der jahrzehntelangen Freundschaft zwischen zwei Frauen. Wie jedes von Han Kangs Werken ist auch "Unmöglicher Abschied" kein Buch, das man einfach so zwischendurch lesen kann, man muss sich mit dem Text beschäftigen und die Geschichte und ihre Figuren bleiben auch nach dem Lesen noch lange hängen.
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5/5
19.12.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Auch der neue Roman der Nobelpreisträgerin...
Auch der neue Roman der Nobelpreisträgerin ist wieder ganz große Literatur. Wie sie die persönliche Geschichte zweier Frauen mit der Historie Koreas verknüpft ist einfach meisterhaft und beweist einmal mehr, dass sie den Preis völlig verdient gewonnen hat.
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