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Produktbild: Die Allee
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Artikelbild von Die Allee
Florentine Anders

1. Die Allee

Die Allee Ungekürzte Lesung mit Jördis Triebel (1 mp3-CD)

Gesprochen von
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20,99 € UVP 27,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Jördis Triebel

Spieldauer

10 Stunden und 22 Minuten

Erscheinungsdatum

13.02.2025

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742435002

Beschreibung

Rezension

»Florentine Anders erzählt die turbulente Geschichte der Großfamilie Henselmann. Das ist ungeheuer spannend und eröffnet überraschende Einblicke in die wechselvolle jüngere deutsche Geschichte, von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart.« Volker Kutscher zu »Die Allee«

Produktdetails

Gesprochen von

Jördis Triebel

Spieldauer

10 Stunden und 22 Minuten

Erscheinungsdatum

13.02.2025

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742435002

Herstelleradresse

Der Audio Verlag GmbH
Hardenbergstraße 9A
10623 Berlin
DE

Email: info@der-audio-verlag.de

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  • Evy

    aus Chemnitz

    4/5

    28.02.2025

    Hörbuch (Audio)

    Zeitgeschichte einer Familie

    Die Autorin Florentine Anders ist die Enkeltochter von Irene und Herrmann Henselmann. Sie nimmt uns mit auf eine ungewöhnliche und tiefgreifende Zeitreise ihrer Familie von 1931 bis zum Tod von Herrmann Henselmann kurz vor seinem 90.Geburtstag 1995. Ungewöhnlich deshalb, weil Florentine Anders uns ungeschönt und ehrlich ihre Familie vorstellt und neben den historischen Ereignissen tiefe Einblicke in ein so vielschichtiges Leben von ihren Großeltern sowie ihrer Mutter Isa zulässt. Neben den drei Hauptprotagonisten werden auch die anderen Familienmitglieder zumindest erwähnt oder kurz in die Geschichte mit eingebunden: das sind die sieben Geschwister von Isa, die Mutter von Irene (Isi) Sybille von Bamberg, Tanten, Onkel (Raimund, Robert Havemann) Cousins sowie viele Berühmtheiten aus den künstlerischen Bereichen wie Manfred Krug, Bertold Brecht, Brigitte Reimann sowie aus Politik (Walter Ulbricht, Erich Honecker) und dem großen Kreis nationaler und internationaler Stararchitekten. Das Cover ist gut ausgewählt, neben Herrmann Henselmann, Ehefrau Isi und Tochter Isa, sieht man im Hintergrund berühmte Bauwerke der DDR, an denen Henselmann als Architekt beteiligt war. Florentine Anders schreibt dieses Buch auf Grundlage von den Biografien ihrer Großeltern, aus Recherchen und Erzählungen ihrer Mutter Isa, Geschwistern und Verwandten. Die Sprache und der Schreibstil sind einfach und verstandlich.Ihr Großvater war ein bedeutender Architekt der Nachkriegszeit im Osten Deutschlands und nach dem Mauerbau in der DDR. Er war ein Visionär was das Bauen betraf, er war Verfechter der Bauhausmoderne und strebte mit seinen Entwürfen ganz Großes an. Er wollte völlig neue Strukturen in seine Entwürfe einbringen, die geprägt waren von sehr klaren Linien, großen Räumen, viel Licht und einer Harmonie von Architektur und Umgebung. So entstanden unter seiner Führung die Stalinallee spätere Karl-Marx-Allee mit den imposanten Gebäuden, die die Allee säumen, erste Ideen zu einem Fernsehturm, das Haus des Lehrers oder der „Uniriese“in Leipzig. Sein Schaffen, seine Ideen, seine Eigenart diese Ideen zu realisieren, indem er seine vielen Beziehungen spielen ließ, waren scheinbar unerschöpflich. Er wurde auch für seine Arbeiten im Bereich des sozialen Wohnungsbaus, der die modere Architektur mit variablen Wohnungsgrundrissen verband, sehr geschätzt. Auf der anderen Seite zeichnet Florentine ein Bild von ihrem Großvater, das mich zum Teil schwer erschüttert hat. Er war sehr cholerisch, chaotisch, hatte Wutausbrüche, die er vor allem an seiner Tochter Isa ausließ, nahm sich gegenüber seiner Frau Isi und seiner Familie alle Freiheiten und wie er sagte, „bei meiner vielen Arbeit habe ich mir das verdient“, heraus, dazu gehörten auch zahlreiche Liebschaften. Auch haben mich seine vielen Verbindungen und Beziehungen irritiert, die er sich zu nutzen machte, egal in welcher Form auch, z.B. in der Beschaffung von Wohnraum für die Familie, Studienplätze für die Kinder oder Vorteile bei der gesundheitlichen Versorgung. Aber das alles hätte er so sicherlich nicht schaffen können, hätte nicht eine sehr kluge und starke Frau an seiner Seite, Irene(Isi) gestanden. Sie war sicherlich hochtalentiert( Architektur,Inneneinrichtung), war ein Organisationstalent und hat für Herrmann sehr viel gearbeitet, kam aber selbst nie zu dem Ruhm, den sie ebenfalls verdient hätte. Acht Kinder groß zu ziehen, war eine große Herausforderung. Um Herrmann den Rücken frei zu halten, übernahm sie viele Aufgaben für ihn, und sie hatte das Privileg bereits in den 50iger Jahren Kindermädchen und Haushaltshilfe zur Unterstützung zu haben. Isa spielt in der Familie eine Art Außenseiterrolle, sie wird vom Vater verprügelt und klein gehalten, durchlebt eine Kinder-und Jugendzeit, die nicht so recht zur Familie passt. Während ihre Mutter nicht zu ihr hält und sich auch nicht von dem berühmten Mann lösen kann, um sicherlich die Etikette zu wahren, sich dem alten Rollenklischee nicht widersetzen kann, zum anderen ihrer Ehefrauenrolle gerecht zu werden, zeigt sich bei Isa die neue aufstrebende Generation, die anfangs noch zwischen Pflichten und Emanzipation hin und hergerissen wird und dann ihren eigenen Weg mit fünf Kindern als alleinerziehende Mutter findet. Ich könnte jetzt noch unglaublich viel über den Inhalt des Buches schreiben. Ich empfehle das Buch denen, die sich erstens für Biografien interessieren, die zweitens mit viel historischem Hintergrund verbunden sind. Und drittens, die sich auch für die Entwicklung in der DDR interessieren. Die Jahre 1931, Zweiter Weltkrieg und erste Nachkriegsjahre haben sich für mich schwerer lesen und verstehen lassen. Interessant wurde es ab den 50iger Jahren. Das ist aber mein persönliches Empfinden. Für mich stehen die beiden Frauen Isi und Isa im Fokus des Buches, mit allem was sie durchgemacht haben. Das hat Florentine bei ihrer Mutter Isa eindrucksvoll und erschütternd beschrieben. Nehmen Sie sich Zeit zum Lesen, recherchieren Sie selbst nach den Bauwerken und schauen Sie auch in die Bücher, die andere Familienmitglieder (wie Andreas Henselmann) geschrieben haben. Nur in der Gesamtheit kann man sich eine Meinung, die bestimmt bei den Lesern unterschiedlich sein wird, bilden.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    02.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein absolutes Highlight

    Ein herausragender Roman über den Chefarchitekten der DDR, der mit dem Entwurf zur Stalinallee in die Geschichte eingegangen ist. Die Autorin ist seine Enkelin und erzählt die Geschichte spannend wie ein Krimi. Aber auch seine genauso talentierte Ehefrau und das Milieu des jungen Staates kommen nicht zu kurz. Nicht nur für Architekten und Historiker unbedingt lesenswert. Sehr empfehlenswert.

  • Juti

    aus HD

    5/5

    01.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Familiengeschichte mit…

    Eine Familiengeschichte mit dem berühmten DDR-Architekten Henselmann ***** Von Architektur habe ich wenig Ahnung. Ich bin nur ein kleiner Bauhaus-Fan. Und dann bin ich natürlich überrascht, dass ich in diesem Buch lese, dass der vielleicht berühmteste Architekt Hermann Henselmann der DDR aus dieser Schule stammte, aber vor allem unter Honecker nicht so bauen durfte, wie er wollte. Dieser Roman ist aber keine Architekturgeschichte, sondern eine Familiengeschichte. Gleichrangig wird seine Frau Isi behandelt, die zehn Jahre jünger Hermann vor ihrem Studium kennenlernt, also nicht studiert und mit ihm acht Kinder bekommt. Selbst ihre Geschwister werden zum Thema. Die Schwester hat nach dem Krieg den DDR-Kritiker Havemann geheiratet, der Bruder arbeitet in Bonn beim Auswärtigem Amt und wird später sogar wegen Spionageverdacht verhaftet. Die weitere Hauptfigur Isa ist eins davon, die immer wieder vom Vater verprügelt wird. Ständig zieht die Familie, was sich dann auch auf die Tochter vererbt. Als sie Marzahn wohnt, heißt es, dass die Siedlung „nicht nur aus genormten, sondern auch aus genormten Menschen zu bestehen scheint.“ (280f) Einerseits nimmt der Roman zu allen politischen Themen in der DDR Stellung, andererseits fehlen auch nicht die vielen Affären Hermanns und der Männer von Isa. Und es beginnt mit einem mysteriösen Unfall von Isa, der aber im Verlauf aufgeklärt wird. Da Hermann kurz vor dem 90.Geburtstag stirbt und der Roman danach nur einen kurzen Ausblick bietet, endet der Roman in den 90ern, der Neuaufbau Berlins nach der Wende fehlt also nicht. Außer dass sich die Figuren am Ende an Dinge erinnern, die wir vorher schon gelesen hatten, hat mir dieses rundum gelungene Buch sehr gefesselt. 5 Sterne

  • Bewertung

    5/5

    28.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Beton und Visionen: Lesen, wo Architektur Welt wurde

    Ich sitze in meinem Büro im JenTower, diesem imposanten Bauwerk, das Hermann Henselmann einst entwarf – ein Turm, der wie ein Fernrohr in den Himmel ragt und die Stadt Jena überblickt. Während ich durch die Seiten von „Die Allee“ blättere, spüre ich eine tiefe Verbindung zwischen den Geschichten im Buch und den Wänden, die mich umgeben.​ Florentine Anders erzählt nicht nur die Geschichte ihrer Familie, sondern auch die Geschichte eines Landes, einer Zeit, einer Ideologie. Die Charaktere – Hermann, Isi, Isa – sie alle ringen mit ihren Träumen, ihren Pflichten, ihren Hoffnungen. Und ich frage mich: Wie viele dieser Träume sind in die Architektur dieses Turms eingeflossen?​ Der JenTower, einst als Symbol für Fortschritt und sozialistische Moderne errichtet, steht heute als stiller Zeuge vergangener Zeiten. Seine runde Form, die spiegelnde Fassade, die 1456 Fenster – sie erzählen Geschichten von Ambitionen, von Anpassung, von Widerstand. Und während ich durch die Gänge gehe, frage ich mich: Welche Entscheidungen wurden hier getroffen? Welche Gespräche geführt? Welche Hoffnungen gehegt?​ „Die Allee“ hat mir gezeigt, dass Architektur mehr ist als nur Beton und Glas. Sie ist ein Spiegel der Gesellschaft, ein Ausdruck von Idealen, ein Zeugnis von Geschichte. Und in diesem Turm, in dem ich arbeite, lebt diese Geschichte weiter – in jeder Wand, in jedem Fenster, in jedem Raum.​ Ein Buch, das nicht nur erzählt, sondern auch zum Nachdenken anregt. Für alle, die sich für Geschichte, Architektur und die Geschichten hinter den Fassaden interessieren.

  • Christina19

    5/5

    24.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familie Henselmann: Deutsche Architekturgeschichte, Familienleben und Emanzipation, Politikgeschichte

    Als 1959 ein internationaler Ideenwettbewerb für die Umgestaltung des Alexanderplatzes ausgerufen wurde, wurde Hermann Henselmann ausgeschlossen. Dennoch reichte er einen Entwurf für einen Turm ein, der nach Weiterentwicklungen verschiedener Architekten und Ingenieure als Fernsehturm seither das Bild Berlins maßgeblich prägt. Doch Henselmanns Karriere startete bereits in den späten 1920er Jahren. Nach seinem Vorbild Le Corbusier verwirklichte er Bauten ganz im Sinne des Bauhauses. Als zuerst die Nationalsozialisten und später die Führungsriege der DDR diese Stilrichtung ablehnte, musste sich Henselmann den neuen Idealen oft unterordnen – ohne jedoch immer wieder modernistische Ideen anzubringen und damit den Fortschritt anzutreiben. Derweil versuchten seine Frau Isi und seine Tochter Isa ihre eigenen Lebensträume zu verwirklichen, was unter dem herrischen Architekten nicht immer einfach war… . Hermann Henselmann zählt zu den einflussreichsten deutschen Architekten des vergangenen Jahrhunderts. In diesem Buch, das seine Enkelin Florentine Anders verfasst hat, lernt man ihn in vielen Facetten kennen. Daneben begleitet man mit Isi und Isa zwei Frauen aus seinem engsten familiären Umfeld bei ihrer Emanzipation. Geprägt durch das Bauhaus zeichnen sich Henselmanns Ideen durch eine radikal modernistische Formgebung aus. In der DDR soll er sich jedoch den sozialistischen Vorstellungen der Politführung beugen. Man erfährt, dass er, der zum Chefarchitekten Ostberlins aufgestiegen war und sich in elitären Kreisen bewegte, dennoch immer wieder zukunftsweisende Entwürfe vorlegte. Als Architekt war Henselmann mutig, teils provokativ, angesichts der drohenden Gefahren für Kritiker der DDR-Führung aber auch leichtsinnig. Mehr als nur einmal ist er mit der Staatsführung aneinandergeraten und mehr als nur einmal musste er anschließend um Entschuldigung bitten. Dennoch hat er sich nie vollends unterworfen, sondern weiter in kleinen Schritten daran gearbeitet, seine Vorstellungen anzubringen. So ist es Henselmann selbst wichtig, als Architekt nicht als Produkt der DDR wahrgenommen zu werden, sondern als Gestalter des Landes nach seinen Idealen (S. 292). Von den Gebäuden, die nach seinen Plänen errichtet wurden, sind mir viele gut bekannt, was den Roman sehr anschaulich macht. Neben seiner beruflichen Laufbahn kann man in „Die Allee“ auch einiges über den Menschen Hermann Henselmann lesen. Dieser war oft voller Jähzorn, konnte von einem Moment auf den anderen völlig ungehalten werden. Als Ehemann und Vater war er damit kein einfacher Charakter. Seine häufigen Affären und die Gewalt, die er gegenüber seinen Kindern anwendete, haben mich beim Lesen sehr betroffen gemacht. Bei all den Vorkommnissen habe ich großen Respekt vor seiner Frau, die immer zu ihm gehalten hat. Gleichzeitig kann ich gut nachvollziehen, dass sie daran arbeitete, ihre eigenen Träume in die Tat umzusetzen und damit aus dem Schatten ihres berühmten Mannes zu treten – nicht immer einfach mit acht Kindern. Unter diesen wiederum ist es vor allem das Schicksal der Tochter Isa, das ergreifend geschildert wird. Gleichzeitig ist es gerade ihr Lebensweg, der nach vielen Tiefpunkten zum Ende des Romans hin Hoffnung schenkt. Obwohl der Roman der Familie Henselmann gewidmet ist, bietet er auch einen Einblick in die Erlebnisse einer jungen Familie im zweiten Weltkrieg, den Wiederaufbau in der Nachkriegszeit sowie die Gründung und den Zusammenbruch der DDR. Die kurzen Abschnitte, in die das Buch unterteilt ist, folgen dem chronologischen Ablauf der Ereignisse, sodass hier ein Kapitel der deutscher Politikgeschichte greifbar wird. „Die Allee“ ist ein unglaublich vielschichtiger Roman und hat mich durchweg gefesselt. Große Empfehlung!

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Irene Hantsche

    Irene Hantsche

    Thalia Jena – Goethe-Galerie

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Allee

    Eine gelungene Mischung aus Dokumentation, Biografie und Unterhaltung. Darüber hinaus lehrreich in Sachen Architektur und Baugeschichte in der DDR. Mir hat auch die unsentimentale Schreibweise gefallen, die aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, die Familiengeschichte erzählt.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Page

    Simone Page

    Thalia Kaufbeuren

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine großartige Familiengeschichte

    Die Geschichte des Architeken Henselmann, hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen.Hierwird eine unglaubliche Entwicklung, vom Bauhaus bis zur sozialistischen Plattenbauweise vollzogen. Mit all den Höhen und Tiefen , sowohl im privaten als auch im politischen Bereich. Der Enkelin des Architekten ist hier wunderbare Hommage an ihre Familie gelungen. Auch die vielen Nebendarsteller:innen, wie z.B. Manfred Krug, Brigitte Reimann und Robert Havemann sind gut porträtiert. Ebenso ist es auch ein Stück Emanzipationsgeschichte der Frauen in der DDR. Für alle Leser:innen, die sich sowohl für die Geschichte der DDR und auch für Architektur interessieren, ist dieses Buch sehr empfehlenwert!
  • Zum Bewerterprofil von Elke Meißner

    Elke Meißner

    Thalia Leipzig

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Baugeschichte

    Florentine Anders nimmt uns an die Hand und geht mit uns von 1931 über 1933, 1945 und 1951 bis nach 1995, von Berlin über Polen, nach Gotha und Weimar und wieder zurück nach Berlin. Und wir Leserinnen und Leser bleiben nach der Lektüre erstaunt zurück. Hermann sieht Isi, und es war um ihn geschehen. Er wollte sie unbedingt kennenlernen, gemeinsam ist beiden die Liebe zur Architektur. In Kriegszeiten bleibt Isi mit den Kindern zurück, Hermann trifft Entscheidungen für die Familie, vor allem für sich. Sie folgt ihm, versucht, eigene Wege zu finden. Florentine Anders ist ein großes Stück Zeitgeschichte gelungen, in dem wir so vielen "Bekannten" begegnen: Bertolt Brecht, Robert Havemann, fast allen Politikern der damaligen Zeit, wir sehen vor uns, wie die Stalin/Karl-Marx-Allee in Berlin entsteht und auch der Uni-Riese in Leipzig.
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    4/5

    06.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Privilegierte Familie in der DDR

    Im Mittelpunkt von Florentine Anders Romanbiografie steht der Architekt Hermann Henselmann und seine Familie. Henselmann stieg in DDR Zeiten zeitweise zu einem Stararchitekt auf, der aber seine Ideen von moderner Architektur den wechselnden Vorstellungen des Politbüros anpassen musste. Manche seiner Bauentwürfe musste er zeitweise lange parken wie zum Beispiel den Berliner Fernsehturm. Er war eine sehr dominante Persönlichkeit, der auch zu unberechenbarem Stimmungswandel neigte, was das Familienleben stark beeinflusste. Florentine Anders, die eine Enkelin von Henselmann ist, erzählt abwechselnd aus drei verschiedenen Perspektiven: Henselmann selbst, seine Frau Isi und die Tochter Isa. Es kommen auch einige bekannte Zeitgenossen vor, wie Bertolt Brecht, Wolf Biermann, Manfred Krug und Brigitte Reimann. Wer sich für Architekturgeschichte interessiert, dem kann ich diesen Roman ans Herz legen. Man darf natürlich nicht vergessen, dass es sich um eine sehr privilegierte Familie handelt, die nicht exemplarisch für alle Bewohner der DDR steht.
  • Zum Bewerterprofil von Sylvia Donath

    Sylvia Donath

    Thalia Ettlingen

    Buchhändler*in

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    4/5

    20.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ein packendes Stück Zeitgeschichte

    Wir begleiten die Familie Henselmann, vor allem die beide Frauen Isi und Isa durch die Herausforderungen der Zeit und des Regimes in der DDR. Die Architektenfamilie Henselmann steht im Mittelpunkt dieses Romans. Der cholerische Mann und Vater wird immer mehr zur Herausforderung für die hochbegabte Isi (Ehefrau) und vor allem auch Tochter Isa, die versucht sich seinem Einfluss zu entziehen. Der Spagat besteht aus der Freiheit der Kunst und dem Regime von dem alles abhängt. Zeitgleich besteht die Herausfordung auch im Vergleich mit den westlichen Architekten und der Emanzipation der Frauen. Eine bewegende und berührende Geschichte mit realem Hintergrund. Das Buch macht Lust in die Städte zu reisen und sich auf die Spuren des Bauhauses und Hermann Henselmanns und seiner Familie zu begeben.

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