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  • Produktbild: Das Floß der Medusa
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Das Floß der Medusa Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.01.2017

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

20,8/13,3/4,2 cm

Gewicht

690 g

Auflage

7

Sprache

Deutsch

EAN

2710000100591

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.01.2017

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

20,8/13,3/4,2 cm

Gewicht

690 g

Auflage

7

Sprache

Deutsch

EAN

2710000100591

Herstelleradresse

Zsolnay-Verlag
Kolbergerstraße 22
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    08.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig

    ...das Buch ist ein wahrer Genuss - nicht nur für historisch interessierte Leser. Der Schreibstil ist zugänglich und ausdrucksstark gleichermaßen, die Geschichte stetig spannend, grausam und episch zugleich - ein rundum fantastisches Lesevergnügen! Daumen hoch!

  • Robert23

    aus Burgthann

    5/5

    21.02.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Dieses Buch hat mir im…

    Dieses Buch hat mir im wahrsten Sinne des Wortes den Schlaf geraubt. Obwohl ich wusste, dass der Morgen die Hölle würde, konnte ich von ihm in der Nacht nicht ablassen und habe gelesen, gelesen, gelesen ... . Soll der Morgen doch die Hölle werden! Und am Ende liefen bei mir echt die Tränen - des Schicksales der Protagonisten wegen und weil das Buch zu Ende war. Herr Franzobel, ich kann nur sagen: Danke und meinen allergrößten Respekt!

  • Magische Farbwelt

    5/5

    25.01.2021

    eBook (ePUB)

    Der Kampf ums Überleben

    Geschichtlich bin ich ja absolut interessiert, wobei das in meiner Schulzeit übrigens überhaupt nicht der Fall war. Aber jetzt schaue ich mir sehr gern historische Dokumentationen an und lese sehr gern Geschichten aus einer anderen Zeit. „Das Floß der Medusa“ von Franzobel ist ein geschichtlicher Roman, der den Untergang des damals sehr imposanten Schiffes begleitet und die anschließende Irrfahrt der Überlebenden auf einem manövrierunfähigen Floß beschreibt. Immer wieder schmückt der Autor die Geschichte mit uns heute bekannten Gegebenheiten und Persönlichkeiten aus, sodass die Geschehnisse für mich leichter nachvollziehbar werden. Da manch geschichtlichen Abhandlungen etwas zäh zu lesen sind, hatte ich auch bei dem Roman „Das Floß der Medusa“ zunächst eine ähnliche Befürchtung. Aber für mich hat sich das Buch leicht und flüssig lesen lassen. Der Autor Franzobel beschreibt bis ins kleinste Detail die Unwägbarkeiten der den ums Leben kämpfenden Personen, ja, bis hin zum Kannibalismus ist alles dabei. Das hat mich so sehr beschäftigt, dass ich mit meinem Mann eine kleine Diskussion darüber geführt habe. Zudem erinnert mich dieser Kampf ums Überleben ein bisschen an meine Diplomarbeit, worin ich mir die Frage stellte, wen ich rette, wenn ich nicht alle retten kann. Und ja, diese Diskussion spiegelt sich auch in dem Roman „Das Floß der Medusa“ wider. Dieser Roman hat meinen Gedankenschatz um einiges vergrößert. Auch wenn die Geschichte natürlich sehr tragisch ist, fällt es mir beinah ein wenig schwer, sie loszulassen.

  • Bewertung

    5/5

    25.03.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beängstigend und beeindruckend...

    Beängstigend und beeindruckend zugleich.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    21.10.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine monströse Geschichte...

    Im Juni 1816 lief die Medusa gemeinsam mit vier weiteren  Schiffen aus, um nach dem endgültigen Sturz Napoleons französische Soldaten, Verwaltungsbeamte und Siedler in die wiedergewonnene Kolonie Senegal zu bringen. Unzureichendes Kartenmaterial, Fehlentscheidungen und Navigationsfehler des unfähigen Kapitäns verursachten schließlich die Katastrophe: man verlor den Kontakt zu den anderen Schiffen und lief am 02. Juli auf der Arguin-Sandbank vor der westafrikanischen Küste auf Grund. Es wurde zunächst erfolglos versucht, die Medusa mit Ankerwinden wieder flottzumachen. Als schließlich der Rumpf des Schiffes brach, wurde eine dilettantische Rettungsaktion initiiert. Sechs Beiboote reichten nicht aus, um die rund 400 Passagiere und Besatzungsmitglieder aufzunehmen, weshalb der Bau eines Floßes angeordnet wurde. Auf das Floß stiegen dann 150 Menschen - darunter eine einzelne Frau - wodurch das Floß heillos überfüllt war und sofort tief unter die Wasseroberfläche gedrückt wurde. Geplant war, dass die Beiboote das Floß an die Küste schleppen sollten, doch stattdessen wurde das Verbindungsseil von einem Offizier gekappt. 13 Tage trieben die Menschen daraufhin hilflos auf dem Meer - ohne Lebensmittel, ohne Wasser, nur mit einigen Fässern Wein. Von den 150 Schiffbrüchigen waren letztlich nur noch 15 am Leben, als ein Schiff das führungslose Floß schließlich entdeckte. “Als man nahe genug war, sah man hohle Augen, das Gestrüpp stacheliger Bärte, ausgedörrte Lippen, trocken wie Pergamentpapier. Verbrannte Schultern, abgeschälte Haut, alles voller Wunden, Blasen (…) Skelette mit hervorstehenden Brustkörben, harfenförmigen Beckenknochen und fladenartigen, nur noch aus Hautlappen bestehenden Arschbacken. Ihr Haupthaar, starr vom Salz, glich alten Polstersesselfüllungen. Und die Augen? Düster verschleiert, wahnsinnig.” (S. 9) Wie der Schiffsarzt Jean-Baptiste Henri Savigny und der Geograph Alexandre Corréard in ihrem anschließenden Unglücksreport darlegten, konnte man auf der 13tägigen Fahrt durch grausam heiße Temperaturen nur überleben, weil man dazu übergegangen war, Menschenfleisch zu essen. Die Männer hatten sich in wütenden Kämpfen gegenseitig massakriert, viele waren ins Meer gerissen worden oder aus Verzweiflung hineingesprungen. Am Ende hatten die Stärksten die Sterbenden ins Wasser geworfen. Die Nachrichten vom Untergang der Médusa und dem Horrorfloß entfachten in Frankreich einen Skandal, der das Land erschütterte. Der Unglücksreport der Überlebenden führte zur Verurteilung des Kapitäns und zu einer Welle öffentlicher Entrüstung, die ihren prägnantesten Ausdruck in Théodore Géricaults großformatigem Katastrophenbild fand, das heute zu den größten Schätzen des Louvre zählt - und von dem ein Ausschnitt das Cover von Franzobels Roman ziert… Diese historisch verbriefte Geschichte von Verrat, Gewalt, Verzweiflung und Überlebenswillen hat der österreichische Schriftsteller Franzobel (Franz Stefan Griebl) in seinem neuen Roman (Shortlist Deutscher Buchpreis 2017) aufgegriffen und auf ganz eigene Weise interpretiert. Bis ins kleinste Detail hat er im Vorfeld recherchiert und die verfügbaren Quellen studiert, so dass er schon allein mit dem nautischen Vokabular eine überzeugende Vorstellung liefert. Doch dient das fast 600 Seiten währende Trommelfeuer grässlicher, schockierender und monströser Szenen nicht allein der Erzählung der historischen Begebenheiten - Franzobel hat hier unter gekonnter Vermischung von Fakten und Fiktion vielmehr eine verstörende Allegorie auf die Menschennatur verfasst. “Wo es kein Brot gibt, gibt es kein Gesetz mehr. Jetzt ist es also so weit, der Mensch zeigt seinen Kern, das, was sich hinter der Schminke der Moral und unter der Haut der Kultur verbirgt, das wilde Tier.” (S. 427) 150 Menschen in einer geschlossenen Gesellschaft - ohne eine Instanz von außen. Der Kampf ums Überleben - erst miteinander, dann gegeneinander. Binnen kürzester Zeit wurden hier alle Fesseln der Moral abgestreift - bis hin zum Kannibalismus. Vermutlich hatte Franzobel die Dramen im Kopf, die sich 200 Jahre später im Mittelmeer abspiel(t)en, als er diesen Roman schrieb. Auch dem Leser kommen die Parallelen unweigerlich in den Kopf. Doch im Roman selbst konzentriert sich der Autor ganz auf die historische Katastrophe. Er konfrontiert den Leser mit verstörenden Wahrheiten und zeigt, wie schnell der Mensch seinen moralischen Kompfass verliert, wenn es darum geht, die eigene Haut zu retten… “Wir müssen eine gewisse Form der Zivilisation wahren, rümpfte Savigny die Nase. Es geht um unsere Selbstachtung (…) - Und was soll das sein, diese gewisse Form der Zivilisation? Griffon sah ihn mit kalten Augen an. Weil wir Christen sind? In der Bibel steht nirgendwo, dass man seinen Nächsten nicht verspeisen darf. Im Gegenteil: Dies ist mein Fleisch. Nehmet und esset alle davon…” (S. 467) In der Regel bewundere ich Autoren, die sich eines bildhaften Schreibstils bedienen. Hier jedoch erfuhr ich oft mehr als ich wollte. Franzobel verschont den Leser in keiner Hinsicht. Nicht bezüglich der monströsen Gewalttaten, die teilweise auch beim Lesen schier unerträglich sind, aber auch nicht hinsichtlich des gnadenlosen Spiegels, den er dem Menschen als solchem vorhält. Niemand wäre in solch einer Extremsituation vor ähnlichen Entscheidungen gefeit, wie sie die Menschen auf dem Floß getroffen haben: Mord, Selbstmord, Selbsterhaltungstrieb bis hin zum Kannibalismus. Hier gibt Franzobel eine harte Nuss zum Nachdenken mit auf den Weg… “Wenn wir es tun, werden wir nicht mehr dieselben sein. Wir sind keine Wilden, wir haben die Vernunft, die Aufklärung, Rousseau, Voltaire, Holbach. Wir sind zivilisierte Wesen, wir… (…) - Aber eben weil wir die Vernunft haben, beharrte Griffon, wissen wir, dass wir keine Todsünde begehen, sondern nur aus Not handeln.” (S. 468) Kein bequemes Buch, sondern ein Roman, der seinem Leser viel abverlangt - auch wenn Franzobel zwischendurch die Zügel ein wenig lockerer lässt und den abgründigen Ernst mit tiefschwarzem Humor, Zynismus und wohlplatzierten Überschriften seiner Kapitel auflockert. Anstrengend, ja, aber lesenswert! © Parden

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Bewertungen (20)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Matthias Preuschoff

    Matthias Preuschoff

    Thalia Mettmann – Königshof Galerie

    Buchhändler*in

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    5/5

    18.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Tarantino trifft Geschichte

    Wie ein Quentin Tarantino Film führt uns der Autor durch ein spannendes Stück französischer Geschichte. Derbe, schmutzig und rau geht es auf dem Floss zu, eine Besatzung die sich jede Nacht gegenseitig dezimiert, abgetrennte Gliedmaßen, Blut und Fäkalien mitinbegriffen. Dennoch ist das Buch nicht darauf aus durch Splatter zu schocken, sondern erzählt durch die verschiedenen POV Akteure spannend und teils auch humoristisch den Lebensweg der Schiffbrüchigen hin in ihre missliche Lage. Punk meets Napoleon! Super unterhaltsam!
  • Zum Bewerterprofil von Sandra Wolf

    Sandra Wolf

    Thalia Heidelberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieses fantastische Buch ist nichts...

    Dieses fantastische Buch ist nichts für schwache Mägen, aber ein literarisches Fest für jeden, der richtig gute historische Romane mit einem genauen psychologischen Blick mag - und die Exkurse (Abschweifngen?) des Autoren zu allen möglichen umgebenden Themen zu schätzen weiß.
  • Zum Bewerterprofil von Daniel Thiele

    Daniel Thiele

    Thalia Erkrath

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.11.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die wahre Begebenheit des Schiffsbruchs...

    Die wahre Begebenheit des Schiffsbruchs der Medusa wird von Franzobel in eine muntere, durchaus derbe und sehr modern geschriebene Geschichte integriert. Ein grandioses Buch!
  • Zum Bewerterprofil von Esther Kolbe-Kaufholz

    Esther Kolbe-Kaufholz

    Thalia Berlin – Ring-Center II

    Buchhändler*in

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    5/5

    18.10.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gewaltig, eindringlich, unvorstellbar....

    Gewaltig, eindringlich, unvorstellbar. Dieses literarische Werk ist derart grausam und zugleich realistisch, sodass man ihm kaum entkommen kann.
  • Zum Bewerterprofil von Woldemar Deines

    Woldemar Deines

    Thalia Worms

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.10.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schiffbruch, Kannibalismus und eine wahre Begebenheit!

    Am 17. Juni 1816 erliegt die Méduse, eine französische Fregatte, einem Schiffbruch. Von 400 Passagieren können sich nur 147 auf ein Floß retten. Von diesen 147 kommen jedoch nur 15 Personen an ihrem eigentlichen Ziel an. Um zu überleben mussten diese Personen etwas grausames tun. Die Geschichte der Méduse wurde schon in der Kunst verarbeitet. Der Einband dieses Buches zeigt das Bild "Das Floß der Medusa" von Théodore Géricault und war Namensgeber dieses eigentümlichen Romans. Franzobel weiß mit Sprache und Wirkung umzugehen. Scheint es anfangs holprig und plump, wird der Leser mehr und mehr in die Handlung mit hineingezogen. Wörtliche Rede ist hier passé, die Handlungen der Protagonisten werden in deren Dialoge direkt eingeflochten, sodass man sich mitten in das Gespräch hineingeworfen fühlt. Verwirrender wird es, wenn der Autor Bezüge zur Neuzeit zieht und beispielsweise Passagiere mit Persönlichkeiten der Neuzeit beschreibt. So findet sich plötzlich ein Gerard Depardieu oder ein Alain Delon als Passagier wieder. Besonders faszinierend ist der Mix aus Ästhetik und Groteske, denn Franzobel schafft es mit vulgärsten Ausdrücken die Schönheit und mit den elegantesten Worten die niederträchtigsten Eigenschaften seiner Protagonisten darzustellen. Dieses Buch ist ein Erlebnis. Man kann es schlecht beschreiben, man muss es selbst erleben!

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  • Produktbild: Das Floß der Medusa