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18. Juli 1816: Vor der Westküste von Afrika entdeckt der Kapitän der Argus ein etwa zwanzig Meter langes Floß. Was er darauf sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren: hohle Augen, ausgedörrte Lippen, Haare, starr vor Salz, verbrannte Haut voller Wunden und Blasen … Die ausgemergelten, nackten Gestalten sind die letzten 15 von ursprünglich 147 Menschen, die nach dem Untergang der Fregatte Medusa zwei Wochen auf offener See überlebt haben. Da es in den Rettungsbooten zu wenige Plätze gab, wurden sie einfach ausgesetzt. Diese historisch belegte Geschichte bildet die Folie für Franzobels epochalen Roman, der in den Kern des Menschlichen zielt. Wie hoch ist der Preis des Überlebens?
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.
...das Buch ist ein wahrer Genuss - nicht nur für historisch interessierte Leser. Der Schreibstil ist zugänglich und ausdrucksstark gleichermaßen, die Geschichte stetig spannend, grausam und episch zugleich - ein rundum fantastisches Lesevergnügen! Daumen hoch!
Robert23
aus Burgthann
5/5
21.02.2021
Buch (Taschenbuch)
Dieses Buch hat mir im…
Dieses Buch hat mir im wahrsten Sinne des Wortes den Schlaf geraubt. Obwohl ich wusste, dass der Morgen die Hölle würde, konnte ich von ihm in der Nacht nicht ablassen und habe gelesen, gelesen, gelesen ... . Soll der Morgen doch die Hölle werden! Und am Ende liefen bei mir echt die Tränen - des Schicksales der Protagonisten wegen und weil das Buch zu Ende war. Herr Franzobel, ich kann nur sagen: Danke und meinen allergrößten Respekt!
Magische Farbwelt
5/5
25.01.2021
eBook (ePUB)
Der Kampf ums Überleben
Geschichtlich bin ich ja absolut interessiert, wobei das in meiner Schulzeit übrigens überhaupt nicht der Fall war. Aber jetzt schaue ich mir sehr gern historische Dokumentationen an und lese sehr gern Geschichten aus einer anderen Zeit. Das Floß der Medusa von Franzobel ist ein geschichtlicher Roman, der den Untergang des damals sehr imposanten Schiffes begleitet und die anschließende Irrfahrt der Überlebenden auf einem manövrierunfähigen Floß beschreibt. Immer wieder schmückt der Autor die Geschichte mit uns heute bekannten Gegebenheiten und Persönlichkeiten aus, sodass die Geschehnisse für mich leichter nachvollziehbar werden. Da manch geschichtlichen Abhandlungen etwas zäh zu lesen sind, hatte ich auch bei dem Roman Das Floß der Medusa zunächst eine ähnliche Befürchtung. Aber für mich hat sich das Buch leicht und flüssig lesen lassen. Der Autor Franzobel beschreibt bis ins kleinste Detail die Unwägbarkeiten der den ums Leben kämpfenden Personen, ja, bis hin zum Kannibalismus ist alles dabei. Das hat mich so sehr beschäftigt, dass ich mit meinem Mann eine kleine Diskussion darüber geführt habe. Zudem erinnert mich dieser Kampf ums Überleben ein bisschen an meine Diplomarbeit, worin ich mir die Frage stellte, wen ich rette, wenn ich nicht alle retten kann. Und ja, diese Diskussion spiegelt sich auch in dem Roman Das Floß der Medusa wider. Dieser Roman hat meinen Gedankenschatz um einiges vergrößert. Auch wenn die Geschichte natürlich sehr tragisch ist, fällt es mir beinah ein wenig schwer, sie loszulassen.
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5/5
18.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Tarantino trifft Geschichte
Wie ein Quentin Tarantino Film führt uns der Autor durch ein spannendes Stück französischer Geschichte. Derbe, schmutzig und rau geht es auf dem Floss zu, eine Besatzung die sich jede Nacht gegenseitig dezimiert, abgetrennte Gliedmaßen, Blut und Fäkalien mitinbegriffen. Dennoch ist das Buch nicht darauf aus durch Splatter zu schocken, sondern erzählt durch die verschiedenen POV Akteure spannend und teils auch humoristisch den Lebensweg der Schiffbrüchigen hin in ihre missliche Lage.
Punk meets Napoleon! Super unterhaltsam!
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5/5
28.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses fantastische Buch ist nichts...
Dieses fantastische Buch ist nichts für schwache Mägen, aber ein literarisches Fest für jeden, der richtig gute historische Romane mit einem genauen psychologischen Blick mag - und die Exkurse (Abschweifngen?) des Autoren zu allen möglichen umgebenden Themen zu schätzen weiß.
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5/5
03.11.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die wahre Begebenheit des Schiffsbruchs...
Die wahre Begebenheit des Schiffsbruchs der Medusa wird von Franzobel in eine muntere, durchaus derbe und sehr modern geschriebene Geschichte integriert. Ein grandioses Buch!
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5/5
17.10.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schiffbruch, Kannibalismus und eine wahre Begebenheit!
Am 17. Juni 1816 erliegt die Méduse, eine französische Fregatte, einem Schiffbruch. Von 400 Passagieren können sich nur 147 auf ein Floß retten. Von diesen 147 kommen jedoch nur 15 Personen an ihrem eigentlichen Ziel an. Um zu überleben mussten diese Personen etwas grausames tun.
Die Geschichte der Méduse wurde schon in der Kunst verarbeitet. Der Einband dieses Buches zeigt das Bild "Das Floß der Medusa" von Théodore Géricault und war Namensgeber dieses eigentümlichen Romans.
Franzobel weiß mit Sprache und Wirkung umzugehen. Scheint es anfangs holprig und plump, wird der Leser mehr und mehr in die Handlung mit hineingezogen. Wörtliche Rede ist hier passé, die Handlungen der Protagonisten werden in deren Dialoge direkt eingeflochten, sodass man sich mitten in das Gespräch hineingeworfen fühlt.
Verwirrender wird es, wenn der Autor Bezüge zur Neuzeit zieht und beispielsweise Passagiere mit Persönlichkeiten der Neuzeit beschreibt. So findet sich plötzlich ein Gerard Depardieu oder ein Alain Delon als Passagier wieder.
Besonders faszinierend ist der Mix aus Ästhetik und Groteske, denn Franzobel schafft es mit vulgärsten Ausdrücken die Schönheit und mit den elegantesten Worten die niederträchtigsten Eigenschaften seiner Protagonisten darzustellen.
Dieses Buch ist ein Erlebnis. Man kann es schlecht beschreiben, man muss es selbst erleben!
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