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Die Möglichkeit von Glück Roman | Shortlist Deutscher Buchpreis 2023

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

18278

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2023

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/3,5 cm

Gewicht

476 g

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000206453

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Warnhinweis nicht erforderlich

Beschreibung

Rezension

»Ein nötiges, formal fabelhaftes Gegengift gegen alle falsche Nostalgie.« Elmar Krekeler, Welt am Sonntag, 03. Dezember 2023 ("Welt am Sonntag")
»Anne Rabe verbindet Archivarbeit mit politischem Essayismus und episodischer Autofiktion. Dabei leistet sie sich keinen einzigen stilistischen Ausrutscher - ein Debüt, das über die Bedingungen nachdenkt, die das Glück 1989 vielleicht doch noch möglich gemacht hätten.« Katharina Teusch, Deutschlandfunk, 11. Mai 2023 ("Deutschlandfunk")
»Überzeugend macht die Autorin sichtbar, wie Privates und Politisches einander durchdringen und wie sehr ein totalitäres Regime über Generationen hinweg seine unheilvolle Saat verbreitet. Der Roman ist zweifellos harte Kost, aber ungeheuer lesenswert.« Ingrid Kainzner, bn, Ausgabe 01/2024 ("Bn (Bibliotheksnachrichten)")
»Ein tief bewegendes Buch, das die deutsche Geschichte einfühlsam reflektiert. Stines eindringliche Erzählung über ihre Vergangenheit und Familie berührt und inspiriert.« Andrea Berreßem, Bibliomaniacs, 11. Februar 2024 ("Bibliomaniacs")
»Ein radikales Buch. […] Nie zuvor ist mit so viel persönlicher Aufrichtigkeit von der ostdeutschen Nahvergangenheit geredet worden. Nicht mythologisierend, nicht effektheischend, nicht streberhaft.« Christian Eger, Mitteldeutsche Zeitung, 31. Januar 2024 ("Mitteldeutsche Zeitung")
»Ein taktvolles, wenn auch schonungslos ehrliches Buch.« Sönke Weiss, Gesellschaft Freunde der Künste, 26. Januar 2024 ("Gesellschaft Freunde der Künste")
»Beinhart und nüchtern in klarer Sprache erzählt, mit einer beklemmenden Spannung, die sich zwischen den Zeilen entlädt. Es schnürt einem teils den Atem ab. Ein Romandebüt der Extraklasse!« Lionel Kreglinger, punkt 3, 21. Dezember 2023 ("Punkt 3 (Kundenzeitung S-Bahn Berlin)")
»Fulminanter Debütroman über das Aufwachsen im (Nord-)Osten Deutschlands, der zu Recht auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand: autofiktional, generationenübergreifend tief recherchiert, mit Punch und Poesie. Über die Gewalt in der DDR-Gesellschaft, in der Schule, in der Familie. Über das Schweigen, die Selbstlügen. Das alles musste doch endlich mal raus.« Erik Heier, Tip Berlin, 13. Dezember 2023 ("tip Berlin")
»Bestechend klar und kühn erzählt Anne Rabe von einer Generation, deren Herkunft eine Leerstelle ist.« Daniela Deffner, Cn-Magazin, Ausgabe 135, Winter 2023 ("Cn-Magazin")
»[E]ben noch geht es um die erste Zigarette oder den Spaß mit einer rumpelnden Wäscheschleuder im Badezimmer. Auf den nächsten Zeilen entfaltet sich plötzlich diese Gewalt und Wut, die über alle gleichermaßen unberechenbar und zerstörerisch hinwegzufegen scheint. Inzwischen ist viel über die DDR geschrieben worden, auch über die Nachwendegenerationen. Aber es ist Rabes Verdienst, die Verheerungen zu berühren und zu benennen, die nur schwer zu erfassen sind.« Solveig Bach, ntv, 19. November 2023 ("Ntv")

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Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

18278

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2023

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/3,5 cm

Gewicht

476 g

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000206453

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  • Bewertung

    5/5

    16.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Der Wenderoman?

    Kein anderes meiner bisherigen gelesenen Post-Wende-Bücher vermittelt ein stärkeres DDR-Gefühl als dieser. In „Die Möglichkeit von Glück“ kreiert Anne Rabe einen Wende-Roman, der seinesgleichen sucht. Sie spricht von Gewalt, Erinnerung, Reflexion, Kontinuität und Wandel. Die Lektüre kann ich jede*m nur wärmstens empfehlen.

  • Bewertung

    5/5

    22.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegende Geschichte

    Ein außerordentlich gelungener Roman. Es zeigt sich, wie Familien von den politischen Verhältnissen abhängen. Es ist nicht nur ein DDR-Roman, sondern ein Roman über Familienstrukturen und die Verstrickungen von Politik und Privatleben.

  • Lesenswege

    5/5

    21.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familiendrama in der Post-Wende-Ära

    Die allermeisten Rezensionen, die ich über dieses Buch gelesen habe, berichten von einem Nach-Wende-Roman, von einer Geschichte, in der es um die Befindlichkeiten der Menschen in den neuen Bundesländern in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung geht, um die Schwierigkeiten, sich mit den geänderten Lebensbedingungen zu arrangieren. Ja, darum geht es auch. Ich habe dieses Buch allerdings in erster Linie als die Geschichte einer dysfunktionalen Familie gelesen, als eine Geschichte von massivem psychischen und physischen Kindesmissbrauch. Die Protagonistin Stine ist 1986 in Wismar geboren, war also bei der Wiedervereinigung drei Jahre alt. Ihre Eltern und Großeltern sind systemtreue Genossen, die mit den neuen Verhältnissen hadern. Doch dieser Umstand kann nicht Schuld daran sein, dass die Mutter ihre Kinder misshandelt, denn sie beginnt damit bereits, als Stine und ihr Bruder noch Babys sind, lässt sie bis zur Bewusstlosigkeit schreien, füttert sie nach der Uhr, kleidet sie nach dem Kalender und nicht nach dem Wetter, verbrüht sie in der viel zu heißen Badewanne. Abhärten will sie sie. Wogegen? Das bleibt ihr Geheimnis. Dass Stine davon tief gezeichnet ist, zeigt sich in der erwachsenen Frau und Mutter, die noch immer aufgeschreckt ist von den Manipulationsversuchen ihrer Mutter, die sich jetzt auch an die Enkelkinder richten. Diese Misshandlungen haben Spuren hinterlassen in Stines Selbstbewusstsein. Weil sie die Person, die sie dadurch wurde, für ihre Kinder nicht sein will, recherchiert sie die Leben ihrer Eltern und Großeltern, denn viel geredet wurde in der Familie nicht, nicht über Vergangenes und auch nicht über Verstorbene. Vorbei ist vorbei, tot ist tot, Deckel drauf, das war die Devise. Wer waren die Eltern früher? Was hat sie zu denen gemacht, die sie als Erwachsene sind? Stine betreibt ihre Recherche sehr professionell. Sie wendet sich an das Wehrmachtsarchiv, um die Wege ihrer Großväter zu rekonstruieren, wird bei Einwohnermeldeämtern vorstellig und kontaktiert frühere Arbeitgeber der Großeltern und Eltern, um ein möglichst lückenloses Bild zu bekommen. Man könnte diese akribische Nachforschung als Stines Selbstheilungsprozess betrachten. Neben der vordergründigen Geschichte um Stine wird auch allzu deutlich, dass es viele Dinge in der DDR gab, die es offiziell nicht geben durfte. Kriminalität, Kindesmisshandlung, rechtes Gedankengut - das soll es im besseren Deutschland nicht gegeben haben. Und dann gab es Dinge, von denen man heute lieber nicht mehr wissen möchte, dass es sie gab, wie die Jugendhöfe, Erziehungsanstalten für Kinder und Jugendliche, die nicht in die gängige Schublade passten. Eine umfassende Aufarbeitung fand bislang nicht statt. Anne Rabe hat ein sehr spannendes, fesselndes Buch über eine völlig verkorkste Familie geschrieben. Dass diese Familie in der Post-DDR-Zeit lebt, erachte ich hinsichtlich der Missbrauchshandlung als zweitrangig. Natürlich hat diese Tatsache grundsätzlich Biografien beeinflusst. Allerdings hat es nicht das Verhalten der Mutter verursacht. Sie ist einfach ein Mensch mit einem maximal schlechten Charakter. Das kommt in allen Gesellschaften vor. Es ist aber ein komplexes, vielschichtiges Buch, das nicht auf den Mutter-Tochter-Konflikt reduziert werden sollte. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich den Roman noch einmal lesen, vielleicht hat dann ein anderer Aspekt für mich mehr Priorität. Mich hat der Roman nachdrücklich beeindruckt. Aber man braucht starke Nerven dafür, es ist definitiv kein Wohlfühlbuch.

  • Bewertung

    aus Rehetobel

    5/5

    26.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    vertiefter Einblick

    Das Buch vermittelt mir einen vertieften Einblick ins Leben der ehemaligen DDR. Zumal ich selber Verwandte habe, die in diesem Land wohnten. Und auch von daher schon einiges hörte oder halt eben auch nicht. So wie es dieses Buch sehr gut aufzeigt.

  • Betty Literatur

    5/5

    01.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein großes Stück Vergangenheit…

    Ein großes Stück Vergangenheitsbewältigung „Meine Kindheit bleibt ein dunkler Traum, aus dem ich nicht aufwachen möchte.“ Die Erzählerin Stine, geboren 1986 in der DDR, erinnert sich an ihre Kindheit, die letzten Jahre der DDR, die neue Zeit, die „Möglichkeit von Glück“. Es ist eine besondere Zeit, die prägend für die Kinder der Wendezeit war. Sie erkundet die Geschichte der Familie, der beiden Brüder (Großvater und Großonkel), die nach dem 2. Weltkrieg unterschiedliche Wege gingen, der eine im Osten, der andere im Westen. „Wo kommen wir her? Wo kommt diese Familie her?“, möchte sie wissen. Sie taucht tief in ihre Kindheit ein, die Eltern beide SED-Anhänger, die Mutter zelebriert grausame, erniedrigende Erziehungsrituale. „Ich weiß nicht mehr, wann das anfing. Wann der Wunsch in mir aufkam, mich selbst zu zerstören.“ Stine beginnt mit selbstverletzendem Verhalten und bricht nach endlosen Leidensprozessen den Kontakt zur Familie ab. In ihren inneren Monologen wird deutlich, wie sehr die Menschen, die sich eigentlich um sie hätten kümmern müssen, ihre Seele und ihren Körper verletzt haben. Und es wird ihr großer Wunsch in jeder Zeile spürbar, es bei ihren Kindern anders zu machen. Die Erzählerin enttarnt die menschenverachtende Macht des DDR-Regimes. „Wir haben uns an das Schweigen um uns herum gewöhnt und an die Geschichten, die wir nicht verstanden haben. Wir wussten, wann wir besser nicht nachfragten, auch wenn hinten und vorne nichts stimmte.“ Und sie kritisiert die fehlende Auseinandersetzung mit dem System in der Zeit nach der Wende. Rechtsextremismus, Gewalt, werden nicht aufgearbeitet, sondern dem Westen zugeordnet. Sie beschreibt eine traurige Jugend, in der Alkohol, Verrohung, Mobbing an der Tagesordnung sind. „Dieses System ist in die Menschen gekrochen, hat sie geformt und unser Miteinander deformiert.“ Erschütternd ist, was die Recherchen über den geliebten Großvater zu Tage bringen. Opa Paul ist das Beispiel eines Menschen, der als Kind im Proletariat der Weimarer Republik aufgewachsen ist, als Soldat den Nationalsozialismus erleiden musste, dann für die Propaganda der SED zuständig war, und dennoch von dem System der DDR enttäuscht wurde. Er hat so viele Leben gelebt, die er teilweise verstecken oder „neu schreiben“ musste. „Er hat geglaubt, auf der Seite der Sieger zu stehen. Auf der richtigen Seite der Geschichte. (…) Und er hat sich geirrt.“ Das ist das traurige Fazit der Erzählerin über den Mann, den sie so geliebt hat. Bei ihrer Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit aber auch den Rückschauen auf den Nationalsozialismus bedient sich die Autorin Anne Raabe historischer Quellen, aber auch eindringlicher Zitate aus literarischen Quellen. So ist dieses Buch nicht nur ein persönliche Familiengeschichte, sondern ein erschütterndes Buch deutscher Geschichte. Keine DDR-Nostalgie. Zu Recht nominiert auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis.

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Bewertungen (23)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Melanie Winkler

    Melanie Winkler

    Thalia Norderstedt – Herold-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderbar erzählt, der Inhalt...

    Wunderbar erzählt, der Inhalt geht nah: Anne Rabe entwirft die Geschichte von Stine, einem Wende-Kind. Sprachlos bleiben wir zurück ob der stillen familiären Gewalt und des Auseinanderbrechens der Familie. Glänzend eingebunden in die deutsch-deutsche Geschichte. Lesetipp!
  • Zum Bewerterprofil von Flynn Dresely

    Flynn Dresely

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    DDR

    Stine ist gerade einmal drei Jahre alt, als die Mauer fällt. Sie erfährt schon in jungen Jahren, was es bedeutet, ein Kind der Generation zu sein, die zum ersten Mal seit Jahrzenten in Freiheit aufwächst. Doch die Unterschiede zwischen dem totalen Kapitalismus in der BRD und dem Sozialismus in der DDR könnten nicht größer sein. So muss sich ein ganzes Land neu ordnen, bevor es vereint bergauf gehen kann. Das junge Mädchen erfährt dies wie kein anderes am eigenen Leib, sind die Eltern doch buchstäblich fanatische Anhänger der DDR und ihrem System gewesen. Zugleich geschehen im Elternhaus schreckliche Dinge, die nicht nach außen dringen dürfen, denn der Schein muss stets gewahrt bleiben. Anne Rabe hat mit ihrem Debütroman „Eine Möglichkeit von Glück” ein Buch einer ganzen Generation geschrieben, das sowohl sprachlich, als auch inhaltlich auf ganzer Linie überzeugt und somit eine klare Leseempfehlung meinerseits ist.
  • Zum Bewerterprofil von Tobias Groß

    Tobias Groß

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Roman einer ganzen Generation

    Oft werden sie vergessen, diejenigen, die das Ende der DDR und die ersten Jahre des wiedervereinigten Deutschlands als Kinder und Jugendliche in den neuen Bundesländern erlebten. Eine Generation zwischen Ost und West, zwischen der häuslichen DDR und der alltäglichen Bundesrepublik, zwischen Restsozialismus und grenzenlosem Kapitalismus – mit allen erdenklich negativen Folgen. Diese Folgen bekommt die Protagonistin in Anne Rabes Prosadebüt »Die Möglichkeit von Glück« direkt zu spüren. Denn Stine ist ein Kind der Wende. Geboren kurz vor der „Friedlichen Revolution“ im Herbst ’89, erlebte sie den Transformationsprozess von Ost zu West auf schmerzliche Art und Weise. Einerseits ist sie den gesellschaftlichen Umbrüchen der Zeit ungeschützt ausgesetzt, den Baseballschlägerjahren, der Perspektivlosigkeit der 1990er-Jahre. Aber auch die ersten Amokläufe wie 2002 am Erfurter Gutenberg-Gymnasium hinterließen tiefe Spuren. Andererseits wächst sie in einer Familie auf, die zu DDR-Zeiten tiefrot war und an ein System glaubte, in welchem der Einzelne nichts zählte. So sehr, dass Stine eine elterliche Härte erleben musste, in der psychisch-körperliche Gewalt an der Tagesordnung war und mütterliche Demütigungen zum guten Ton gehörten. Was tiefe Spuren hinterließ. Die Wurzeln dieser familiären Kälte liegen in den Geschichten der Großeltern, ganz besonders in der von Paul, dem Vater ihrer herrischen Mutter. »Die Möglichkeit von Glück« ist ein großartiges Debüt, welches das Potenzial besitzt zum Schlüsselroman für Nachwendekinder zu werden. Denn Anne Rabe beschreibt in ihrem Prosadebüt ein Aufwachsen in Zeiten der großen Unsicherheit, mit dem sich viele Menschen identifizieren können, die kurz vor oder nach der Wende im Osten Deutschlands geboren wurden. Eindringlich und vor allem glaubwürdig erzählt sie eine Geschichte von institutionalisierter Lieblosigkeit, von Vernachlässigung und vielschichtiger Verachtung. Von einer Überforderung, die bis heute nachwirkt und die Lesenden tief berührt. Ein absolutes Highlight im Literaturjahr 2023 und vollkommen zurecht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.
  • Zum Bewerterprofil von Daniela Mayer

    Daniela Mayer

    OSIANDER Biberach

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    In einem andern Land

    Gerade habe ich die Lektüre dieses Romans beendet und ich bin noch ganz gefangen vom Gelesenen und dessen Intensität. Die Protagonistin wurde 1986 also drei Jahre vor dem Mauerfall geboren. Sie wuchs jedoch in einem ganz anderen Land auf als ich. Sehr eindringlich beschreibt Anne Rabe das Aufwachsen während der Baseballschlägerjahre und wie es war mit linientreuen SDElern als Eltern. Sehr berührend auch die Schilderungen, wie Stine die Geschichte ihres Opas Paul zu rekonstruieren versucht. Dabei kommt Anne Rabe ohne Pathos aus, oft sachlich und sehr intensiv, vor allem durch das Lebendig werden der Gedankenwelt Stines das kursiv gedruckt das Geschriebene ergänzt. Ein sehr wichtiger gesellschaftspolitischer Roman!!!!!!!!
  • Zum Bewerterprofil von Sina Hufnagel

    Sina Hufnagel

    Thalia Baden-Baden – Wagener Galerie

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig

    Dieser Roman ist absolut zu Recht nominiert!!! Diese Geschichte hat mich zutiefst berührt und nachdenklich gemacht. Viel zu selten beschäftigt man sich wirklich mit seiner Familiengeschichte und auch bei mir kam die Frage auf, warum ich mich damals nicht mehr mit meinen Großeltern darüber unterhalten habe. "Aber was bleibt mir übrig? Was bleibt uns Nachgeborenen übrig? Und ich höre Bertold Brecht zu mir sprechen: Ihr, die ihr auftauchen werdet aus der Flut In der wir untergangen sind Gedenkt Wenn ihr von unseren Schwächen sprecht Auch der finsteren Zeit Der ihr entronnen seid." UNBEDINGT LESEN !!!

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