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Marseille 1940 Die große Flucht der Literatur

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

62306

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.12.2024

Abbildungen

mit 28 Abbildungen und 2 Karten

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

351

Maße (L/B/H)

21,4/14,1/3,4 cm

Gewicht

528 g

Auflage

2..Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000311287

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Gut

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62306

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09.12.2024

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mit 28 Abbildungen und 2 Karten

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

351

Maße (L/B/H)

21,4/14,1/3,4 cm

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Deutsch

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Interessant

Bewertung am 13.10.2025

Bewertungsnummer: 2625187

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Frankreich 1940. Deutschland breitet seine Angriffe immer weiter aus, Teile von Frankreich werden besetzt. Viele Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle haben vor ein paar Jahren Deutschland verlassen und sind jetzt wieder auf der Flucht. Ziele gibt es einige, nur wenig Möglichkeiten dahin zu gelangen. Der amerikanische Journalist Varian Fry versucht mit Hilfe des Emergency Rescue Committee’s Visas und Ausreisedokumente zu organisieren und so den Menschen zu helfen. Eigentlich ein Sachbuch, doch es liest sich fast wie ein Roman. In kurzen Kapiteln lernen wir die hier betroffenen Menschen kennen, unter anderem Hannah Arendt, Anna Seghers, Heinrich Mann, Lion Feuchtwanger und Franz Werfel. Einfühlsam geschrieben, tief berührend ist das Schicksal dieser Menschen. Uwe Wittstock führt uns ganz nah ran, an die Verzweiflung, an die Hoffnung. Marseille fungiert hier als Dreh- und Angelpunkt des Wartens und des Ankommens. Wir lesen über Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft aber auch Machtlosigkeit. Wittstock führt hier viele einzelne Schicksale in dem Jahr zusammen mit dem literarischen und politischen Kontext. Alles was in diesem Buch geschrieben steht, ist gründlich recherchiert. Ein wichtiger Teil unserer deutschen Geschichte, sehr lesenswert.

Interessant

Bewertung am 13.10.2025
Bewertungsnummer: 2625187
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Frankreich 1940. Deutschland breitet seine Angriffe immer weiter aus, Teile von Frankreich werden besetzt. Viele Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle haben vor ein paar Jahren Deutschland verlassen und sind jetzt wieder auf der Flucht. Ziele gibt es einige, nur wenig Möglichkeiten dahin zu gelangen. Der amerikanische Journalist Varian Fry versucht mit Hilfe des Emergency Rescue Committee’s Visas und Ausreisedokumente zu organisieren und so den Menschen zu helfen. Eigentlich ein Sachbuch, doch es liest sich fast wie ein Roman. In kurzen Kapiteln lernen wir die hier betroffenen Menschen kennen, unter anderem Hannah Arendt, Anna Seghers, Heinrich Mann, Lion Feuchtwanger und Franz Werfel. Einfühlsam geschrieben, tief berührend ist das Schicksal dieser Menschen. Uwe Wittstock führt uns ganz nah ran, an die Verzweiflung, an die Hoffnung. Marseille fungiert hier als Dreh- und Angelpunkt des Wartens und des Ankommens. Wir lesen über Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft aber auch Machtlosigkeit. Wittstock führt hier viele einzelne Schicksale in dem Jahr zusammen mit dem literarischen und politischen Kontext. Alles was in diesem Buch geschrieben steht, ist gründlich recherchiert. Ein wichtiger Teil unserer deutschen Geschichte, sehr lesenswert.

Damals. Und heute?

Bewertung am 01.07.2025

Bewertungsnummer: 2529088

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich kann mich dem Lob der anderen Leserinnen und Leser nur anschliessen. Ein spannend geschriebenes, gut recherchiertes Buch über die Ereignisse damals. Ich habe eine ganze Menge gelernt. Ich hätte mir noch ein paar Seiten mehr darüber gewünscht, was die Flüchtlinge auf dem Weg durch Spanien und Portugal erlebt haben. Aber es hat mich auch nachdenklich gemacht. Wie gehen wir heutzutage mit Flüchtlingen um? Wenn man sieht, welchen Problemen und Risiken sich die Menschen, die vor den Nazis fliehen mussten, gegenüber sahen: Armut, Lebensmittelmangel, Gefahren für Leib und Leben, Lager und Gefängnis, Kriminalität, Behördenwillkür, Einreiseverbote (auch in den USA). Und die Fluchthilfeorganisation von Varian Fry, wäre sie heute als (mindestens halbkriminelle) Schlepperbande verschrien? Aber ja, es damals und es gibt glücklicherweise auch heute viele, die Menschen in solcher Not helfen.

Damals. Und heute?

Bewertung am 01.07.2025
Bewertungsnummer: 2529088
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich kann mich dem Lob der anderen Leserinnen und Leser nur anschliessen. Ein spannend geschriebenes, gut recherchiertes Buch über die Ereignisse damals. Ich habe eine ganze Menge gelernt. Ich hätte mir noch ein paar Seiten mehr darüber gewünscht, was die Flüchtlinge auf dem Weg durch Spanien und Portugal erlebt haben. Aber es hat mich auch nachdenklich gemacht. Wie gehen wir heutzutage mit Flüchtlingen um? Wenn man sieht, welchen Problemen und Risiken sich die Menschen, die vor den Nazis fliehen mussten, gegenüber sahen: Armut, Lebensmittelmangel, Gefahren für Leib und Leben, Lager und Gefängnis, Kriminalität, Behördenwillkür, Einreiseverbote (auch in den USA). Und die Fluchthilfeorganisation von Varian Fry, wäre sie heute als (mindestens halbkriminelle) Schlepperbande verschrien? Aber ja, es damals und es gibt glücklicherweise auch heute viele, die Menschen in solcher Not helfen.

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Marseille 1940

von Uwe Wittstock

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Kerstin Hahne

Thalia Zentrale

Zum Portrait

5/5

spannende Literaturgeschichte

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich hatte vorher noch nie vom Fluchthelfer Varian Fry und dem "Emergency Rescue Committee"gehört, die mit "Emergency Rescue Visa" dafür verantwortlich waren, das soviele in Frankreich festsitzende (jüdische) Intellektuelle, Künstler, Politiker aller Coleur die Möglichkeit zur Einreise nach Amerika bekamen. Erstaunlich, was dieser Mann und seine Helfer geschafft/bewirkt haben - gedankt wurde es ihm eigentlich nicht genug! Wittstock hat sich einige exemplarische Autoren(z.B. Anna Seghers, Walter Benjamin, Franz Werfel+Gemahlin u.a. herausgegriffen und führt uns buchstäblich mit ihnen über die Pyrenäen, durch das Marseille der damaligen Zeit oder zu Fuß weg aus Paris - quasi mit der Gestapo im Genick. Sie alle waren aus Deutschland ins vermeintlich sichere Frankreich gezogen, um plötzlich in Nacht-und-Nebel-Aktionen erneut die Flucht ergreifen zu müssen. Das akribisch recherchierte Buch fusst auf vielen Dokumenten, Tagebüchern, Briefen, Interviews u.ä., die der Autor zu einer fesselnd geschrieben Lektüre verdichtet, die uns Leser buchstäblich in das Jahr 1940, den Hotspot Marseille und seine aus den Nähten platzende Bevölkerung wirft. Nun leben manche Flüchtlinge quasi unter einer Brücke, während die Vermögenderen noch im Hotel logieren können - das Land verlassen aber wollen sie alle... Spannende Lektüre, die uns einige heute vielleicht vergessene Dichter*innen nahbar+verwundbar vor Augen führt. Mit historischen sw-Fotos und umfangreichem Quellenverzeichnis.
  • Kerstin Hahne
  • Buchhändler/-in

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5/5

spannende Literaturgeschichte

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich hatte vorher noch nie vom Fluchthelfer Varian Fry und dem "Emergency Rescue Committee"gehört, die mit "Emergency Rescue Visa" dafür verantwortlich waren, das soviele in Frankreich festsitzende (jüdische) Intellektuelle, Künstler, Politiker aller Coleur die Möglichkeit zur Einreise nach Amerika bekamen. Erstaunlich, was dieser Mann und seine Helfer geschafft/bewirkt haben - gedankt wurde es ihm eigentlich nicht genug! Wittstock hat sich einige exemplarische Autoren(z.B. Anna Seghers, Walter Benjamin, Franz Werfel+Gemahlin u.a. herausgegriffen und führt uns buchstäblich mit ihnen über die Pyrenäen, durch das Marseille der damaligen Zeit oder zu Fuß weg aus Paris - quasi mit der Gestapo im Genick. Sie alle waren aus Deutschland ins vermeintlich sichere Frankreich gezogen, um plötzlich in Nacht-und-Nebel-Aktionen erneut die Flucht ergreifen zu müssen. Das akribisch recherchierte Buch fusst auf vielen Dokumenten, Tagebüchern, Briefen, Interviews u.ä., die der Autor zu einer fesselnd geschrieben Lektüre verdichtet, die uns Leser buchstäblich in das Jahr 1940, den Hotspot Marseille und seine aus den Nähten platzende Bevölkerung wirft. Nun leben manche Flüchtlinge quasi unter einer Brücke, während die Vermögenderen noch im Hotel logieren können - das Land verlassen aber wollen sie alle... Spannende Lektüre, die uns einige heute vielleicht vergessene Dichter*innen nahbar+verwundbar vor Augen führt. Mit historischen sw-Fotos und umfangreichem Quellenverzeichnis.

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Annika Bade

Thalia Münster – Münster-Arkaden

Zum Portrait

5/5

Der Fluchthelfer der deutschen Literatur

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Lion Feuchtwanger, Hannah Arendt, Heinrich Mann, Anna Seghers - Namen, die nicht aus dem Deutschen Literaturkanon wegzudenken sind. Sie und viele weitere Schriftsteller, Philosophen und Künstler stehen auf den Todeslisten der Nazis. Sie alle nehmen, meist auf dem Weg ins amerikanische Exil, in dem Thomas Mann bereits wartet, eine Fluchtroute über Frankreich und Spanien in die Vereinigten Staaten. Eine Schlüsselfigur in "Marseille 1940" ist ein bislang wenig bekannter amerikanischer Journalist, der über 2.000 Menschen durch eine fingirte Organisation heimlich in seine Heimat einschleuste - unter größten lebensbedrohlichen Umständen. Von diesem unschätzbaren Dienst, den er der deutschen Literatur und Kunst damit erwiesen hat; vom Kampf ums Überleben und vom Zusammenhalt in schwersten Zeiten - eine große Leseempfehlung.
  • Annika Bade
  • Buchhändler/-in

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5/5

Der Fluchthelfer der deutschen Literatur

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Lion Feuchtwanger, Hannah Arendt, Heinrich Mann, Anna Seghers - Namen, die nicht aus dem Deutschen Literaturkanon wegzudenken sind. Sie und viele weitere Schriftsteller, Philosophen und Künstler stehen auf den Todeslisten der Nazis. Sie alle nehmen, meist auf dem Weg ins amerikanische Exil, in dem Thomas Mann bereits wartet, eine Fluchtroute über Frankreich und Spanien in die Vereinigten Staaten. Eine Schlüsselfigur in "Marseille 1940" ist ein bislang wenig bekannter amerikanischer Journalist, der über 2.000 Menschen durch eine fingirte Organisation heimlich in seine Heimat einschleuste - unter größten lebensbedrohlichen Umständen. Von diesem unschätzbaren Dienst, den er der deutschen Literatur und Kunst damit erwiesen hat; vom Kampf ums Überleben und vom Zusammenhalt in schwersten Zeiten - eine große Leseempfehlung.

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Marseille 1940

von Uwe Wittstock

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