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Im Herzen der Katze Roman | Eine berührende Geschichte über Familie, weibliche Solidarität und die Revolution der Frauen im Iran

25

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

19529

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.07.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

253

Maße (L/B/H)

20,7/13,4/2,8 cm

Gewicht

392 g

Farbe

Mandarine / Weiß

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43248-8

Beschreibung

Rezension

»Khayyers Roman ist eine Liebeserklärung an die Frauen Irans.« ("NZZ am Sonntag")
»[Es geht Khayyer auch darum, zu zeigen, dass] das iranische Volk nicht mit dem Regime gleichzusetzen sei, das seine Frauen in die Unsichtbarkeit zwingen will. Ihr Text lässt die Gesichter, die Geschichten hinter den ihnen auferlegten Schleiern deutlich werden.« ("Berliner Morgenpost")
»Ein sehr aktuelles Buch, poetisch und politisch, ein großes Lesevergnügen, das uns dem fremden Land näher bringt.« ("Der Tagesspiegel")
»… eine Hommage an die Revolution im Iran und ein spätes, umso bemerkenswerteres Romandebüt.« ("Republik")
»Für Freigeister ... Aufwühlend!« ("Elle")
»Was den Roman so außergewöhnlich macht, ist ... nicht nur seine politische Dringlichkeit, sondern seine kulturelle Fülle.« ("Luxemburger Wort")
»Manchmal kann ein Roman mehr erklären als Nachrichtenbilder. Das Buch Im Herzen der Katze von Jina Khayyer gewährt einen neuen Blick auf den Iran.« ("Nürnberger Zeitung")
»... der Roman [lädt] ein, sich auf eine fremde Welt einzulassen und dabei Verbindungen zu entdecken, die universell sind: Liebe, Bewegung, Zugehörigkeit.« ("Gießener Allgemeine Zeitung")
»[Eine] poetische Wutschrift. ... Wenn Frau so will, der Roman der Stunde.« ("Tageblatt")
»... das ist die Stärke des Buches: Khayyer zeigt die unglaubliche Wärme, die Gastfreundschaft und den subversiven Widerstand im Alltag. ... [E]xtrem packend und zugleich poetisch.« ("rbb")

Produktdetails

Verkaufsrang

19529

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.07.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

253

Maße (L/B/H)

20,7/13,4/2,8 cm

Gewicht

392 g

Farbe

Mandarine / Weiß

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43248-8

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • V

    aus München

    5/5

    31.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselnd und aktuell

    Inzwischen sind die Proteste nach dem Tod von Jina Mahsa Amini wieder ein paar Jahre her, die Aufstände wurden brutal niedergeschlagen, es herrscht Krieg zwischen den USA und dem Iran (Oder auch nicht, wenn gerade ein Waffenstillstand geschlossen wurde). Gerade vor diesem Hintergrund ist diese Geschichte sehr aufwühlend und packend, in der Tradition der großen iranischen Geschichtenerzähler und, mal wieder, aus Sicht der Frauen geschrieben. Das Buch hat mir sehr gefallen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    04.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Brutal und wunderschön zugleich

    Die Autorin Jina Khayyer hat mit ihrem Roman die wunderschöne Landschaft Irans eingefangen. Im Gegensatz hierzu steht die brutale Realität des Regimes, insbesondere Frauen gegenüber. Selten hat mich ein Buch so mitgerissen. Die Landschaftsbeschreibungen, der Zusammenhalt und die Herzlichkeit innerhalb der Familie wurden wunderbar eingefangen und in einem angenehm zu lesenden bildlichen Schreibstil geschrieben. Überrascht hat mich der große Rückblick und die Reise innerhalb der Geschichte. Aber als Leser muss man das große Ganze verstehen, um den aktuellen brutalen Geschehnissen folgen zu können. Und genau hier liegt die große Kunst der Autorin. Sie lässt den Leser die Geschichte verstehen und miterleben. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, wenn auch die brutalen Geschehnisse am Anfang und Emde des Romans schwer zu verdauen war bzw.. sind. 4,5/5 Sterne

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    09.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Frau, Leben – und kein Entkommen

    Der Anfang und der Schluss spielen in der Gegenwart, ausgelöst durch die Proteste nach dem Tod von Jina Mahsa Amini im Jahr 2022. Eine junge Kurdin, die denselben Namen trägt wie die Erzählerin, wird von der Sittenpolizei getötet – dieses Ereignis ist der eigentliche Ausgangspunkt des Buches. Die Gegenwart reicht bis ins Jahr 2023 und macht deutlich: Es ist nichts vorbei, nichts gelöst. Dazwischen liegt der Mittelteil, die Erinnerung an frühere Aufenthalte im Iran. Gerade Anfang und Schluss sind schwer zu ertragen. Nicht wegen der Sprache – sie ist ruhig, poetisch, kontrolliert –, sondern wegen der Realität, die sie beschreibt. Die Gewalt des iranischen Regimes ist allgegenwärtig, unmenschlich, brutal. Und sie ist real. Es handelt sich nicht um Fiktion, sondern um das, was geschehen ist und weiter geschieht. Diese Passagen lassen einen nicht los. Der Mittelteil öffnet einen anderen Raum: die Reise in den Iran, die Besuche bei Schwester und Verwandten, die warmherzigen Tanten, der reich gedeckte Tisch, Sammeltaxifahrten, der Roadtrip nach Yazd zu Zarathustras Feuertempel. Diese Szenen sind harmonisch, fast zärtlich erzählt. Hier zeigt sich auch die besondere Qualität der Sprache: Sie ist stark vom Persischen geprägt, bildlich, körperlich, sinnlich. Immer wieder tauchen persische Wörter und Wendungen auf, die sofort ins Deutsche übersetzt werden. Dadurch bleibt der Lesefluss erhalten, und zugleich bekommt man ein Gefühl dafür, wie diese Sprache denkt und fühlt – wie Dank, Liebe oder Zuwendung nicht abstrakt, sondern über den Körper, über Bilder und Gesten ausgedrückt werden. Gerade deshalb ist der Rahmen aus Gegenwart so entscheidend. Ohne Anfang und Schluss wäre dieser Mittelteil beinahe zu harmonisch, vielleicht sogar verklärend. Erst die Gegenwart – 2022, 2023 – rückt alles zurecht. Sie zeigt, wie wenig sich geändert hat. Wie die Gewalt weitergeht. Wie das Leben für Frauen im Iran nach wie vor lebensgefährlich ist. Der Schluss ist entsprechend schwer zu lesen, gerade weil er keine falsche Hoffnung anbietet. Und doch – oder gerade deshalb – ist dieses Buch für mich ein sehr starkes Buch. Es bleibt nicht bei der Schönheit, nicht bei Erinnerung oder Nostalgie stehen. Im Herzen der Katze hält die Realität aus und konfrontiert die Leser*innen mit ihr. Genau das macht den Roman so lesenswert Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

  • kaffeeelse

    aus D

    5/5

    15.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Katze macht weiter Im…

    Die Katze macht weiter Im Herzen der Katze. Ein Lesehighlight in diesem Lesejahr. Definitiv. Das erste Buch in einem Lesemonat der Tränen. Gerade dieser Lesemonat hatte es in sich. Ein Monat voller wahnsinnig intensiver Bücher. Und dieses „Im Herzen der Katze“ ist eines davon. Der Deutsche Buchpreis und seine Longlist. Ich suchte dieser Longlist schon ein Stück hinterher. Denn diese Longlist hat es in sich. Seit 2018 lese ich der Longlist hinterher und immer wieder gibt es echte Lesehighlights für mich. So auch hier. Im Herzen der Katze. Welche Katze? Der Umriss von Iran wird in dem Buch zu einer Katze erklärt. Und wenn man der Erklärung im Buch folgt, kann man dies nachvollziehen. Katzen liebe ich. Wild, eigensinnig, sinnlich, voller Leben. Dies in Verbindung zu bringen mit dem Iran erscheint etwas fragil, bzw. auch etwas unsinnig. Denn der Iran, ein wunderschönes Land, ist momentan von einem Regime beherrscht, welches das Sinnliche nicht zu schätzen weiß, welches das Weibliche in ein enges Korsett steckt. Ein eng geschnürtes Korsett, welches das Luftholen schwierig macht. Jina Khayyer entführt die Leserschaft in den Iran. Sie selbst ist Deutsche mit iranischen Wurzeln, wurde in Deutschland geboren, lebte in Deutschland und lebt jetzt in Frankreich. Sie kennt den Iran, liebt den Iran und muss aus der Ferne zusehen, was in ihrer empfundenen Heimat passiert. Das scheint nicht einfach zu sein. Eine Bloggerin (Danke Seitenmusik!) hat in ihrem Post zu „Im Herzen der Katze“ ein Lied mit verlinkt. Shervin Hajipour – Baraye. Das Lied wurde das Lied der Proteste im Iran. Unheimlich traurig. Die Tränen flossen schon beim Hören. Aber beinahe noch intensiver sind die Bilder, die Videos, in denen die iranischen Gemeinden im Exil dieses Lied singen. Tränen und Schauer. Da ist die Liebe zum Iran. Und auch die Trauer über das entsetzliche Geschehen dort. Jina Mahsa Amini und der Slogan Jin, Jiyan, Azadî - Frau, Leben, Freiheit sind wohl allen bekannt. Doch dies sind die Proteste aus dem Jahr 2022. Proteste im Iran gibt es schon länger. 1979 kamen die Ayatollahs an die Macht. Eine Flucht setzte ein. Aber nicht alle flohen, es blieben auch menschlich tickende Iraner. Und sie wehren sich. Mutig und ungeheuer stark. Im Buch lässt der Tod von Jina Mahsa Amini die Titelfigur Jina in Südfrankreich zusammenzucken. Die Namensgleichheit lässt dieses Grauen noch näher rücken. Sie erinnert sich. An das Jahr 2000 und auch an 2009, an ihre Besuche im Iran. Sie denkt an ihre Familie im Iran. An ihre Familie im Iran, die 2022 auf der Straße sind und protestieren, sich damit gefährden, in einem Land der regierenden Mörder! Ein unheimlich bewegendes Buch! Ein Blick auf ein Regime. Aber auch ein Blick auf den Mut der Menschen und vor allem auf den Mut der Frauen dort! ❤❤❤ Was mir in dem Buch auch sehr gefallen hat, ist diese wunderschöne Sprache. Diese verschiedenen Arten Danke zu sagen. Dieses Blumige in der Sprache. Mein Herz ging auf! Mehrfach. Immer wieder. Dieses Buch macht ungeheuer neugierig auf den Iran. Auch wenn ich aus verschiedenen Gründen wohl niemals dahin reisen werde! Aber eins kann ich sagen. Unbedingt „Im Herzen der Katze“ von Jina Khayyer lesen. Dieses Buch ist einfach wunderschön. Ungeheuer traurig, sehr bewegend, aber es berichtet von unserer Stärke, der Stärke der Frauen!!! ❤

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    14.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Katze macht weiter

    Im Herzen der Katze. Ein Lesehighlight in diesem Lesejahr. Definitiv. Das erste Buch in einem Lesemonat der Tränen. Gerade dieser Lesemonat hatte es in sich. Ein Monat voller wahnsinnig intensiver Bücher. Und dieses „Im Herzen der Katze“ ist eines davon. Der Deutsche Buchpreis und seine Longlist. Ich suchte dieser Longlist schon ein Stück hinterher. Denn diese Longlist hat es in sich. Seit 2018 lese ich der Longlist hinterher und immer wieder gibt es echte Lesehighlights für mich. So auch hier. Im Herzen der Katze. Welche Katze? Der Umriss von Iran wird in dem Buch zu einer Katze erklärt. Und wenn man der Erklärung im Buch folgt, kann man dies nachvollziehen. Katzen liebe ich. Wild, eigensinnig, sinnlich, voller Leben. Dies in Verbindung zu bringen mit dem Iran erscheint etwas fragil, bzw. auch etwas unsinnig.  Denn der Iran, ein wunderschönes Land, ist momentan von einem Regime beherrscht, welches das Sinnliche nicht zu schätzen weiß, welches das Weibliche in ein enges Korsett steckt. Ein eng geschnürtes Korsett, welches das Luftholen schwierig macht. Jina Khayyer entführt die Leserschaft in den Iran. Sie selbst ist Deutsche mit iranischen Wurzeln, wurde in Deutschland geboren, lebte in Deutschland und lebt jetzt in Frankreich. Sie kennt den Iran, liebt den Iran und muss aus der Ferne zusehen, was in ihrer empfundenen Heimat passiert. Das scheint nicht einfach zu sein. Eine Bloggerin (Danke Seitenmusik!) hat in ihrem Post zu „Im Herzen der Katze“ ein Lied mit verlinkt. Shervin Hajipour – Baraye. Das Lied wurde das Lied der Proteste im Iran. Unheimlich traurig. Die Tränen flossen schon beim Hören. Aber beinahe noch intensiver sind die Bilder, die Videos, in denen die iranischen Gemeinden im Exil dieses Lied singen. Tränen und Schauer. Da ist die Liebe zum Iran. Und auch die Trauer über das entsetzliche Geschehen dort. Jina Mahsa Amini und der Slogan Jin, Jiyan, Azadî - Frau, Leben, Freiheit sind wohl allen bekannt. Doch dies sind die Proteste aus dem Jahr 2022. Proteste im Iran gibt es schon länger. 1979 kamen die Ayatollahs an die Macht. Eine Flucht setzte ein. Aber nicht alle flohen, es blieben auch menschlich tickende Iraner. Und sie wehren sich. Mutig und ungeheuer stark. Im Buch lässt der Tod von Jina Mahsa Amini die Titelfigur Jina in Südfrankreich zusammenzucken. Die Namensgleichheit lässt dieses Grauen noch näher rücken. Sie erinnert sich. An das Jahr 2000 und auch an 2009, an ihre Besuche im Iran. Sie denkt an ihre Familie im Iran. An ihre Familie im Iran, die 2022 auf der Straße sind und protestieren, sich damit gefährden, in einem Land der regierenden Mörder! Ein unheimlich bewegendes Buch! Ein Blick auf ein Regime. Aber auch ein Blick auf den Mut der Menschen und vor allem auf den Mut der Frauen dort! ❤❤❤ Was mir in dem Buch auch sehr gefallen hat, ist diese wunderschöne Sprache. Diese verschiedenen Arten Danke zu sagen. Dieses Blumige in der Sprache. Mein Herz ging auf! Mehrfach. Immer wieder. Dieses Buch macht ungeheuer neugierig auf den Iran. Auch wenn ich aus verschiedenen Gründen wohl niemals dahin reisen werde! Aber eins kann ich sagen. Unbedingt „Im Herzen der Katze“ von Jina Khayyer lesen. Dieses Buch ist einfach wunderschön. Ungeheuer traurig, sehr bewegend, aber es berichtet von unserer Stärke, der Stärke der Frauen!!! ❤

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  • Zum Bewerterprofil von L. Streithoff

    L. Streithoff

    Thalia Nordhausen – Marktpassage

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einerseits wollte ich sofort die Koffer packen...

    ...so anschaulich beschreibt Jina Khayyer den Iran: wenn sie von der weiten Landschaft erzählt, von der flirrenden Hitze in der Wüste und den massiven Bergen, bekommt man sofort Fernweh. Sie beschreibt die uralte Kultur mit Persepolis, der Poesie von Hafis oder den Lehren von Zarathustra – Themen, bei denen ich beim Lesen erst mal festgestellt habe, wie erschreckend wenig ich eigentlich darüber weiß. Dazu kommen die Gastfreundschaft, die vielfältigen Dankesformeln und viele Gesten und Rituale, die eine ganz eigene, tiefe Bedeutung haben. Man taucht beim Lesen regelrecht in das Land ein. Besonders die Tanten habe ich ins Herz geschlossen. Man spürt sofort diese unglaubliche Herzlichkeit und die Gastfreundschaft, aber eben auch die Narben und die erschütternden Lebensgeschichten, die diese Frauen geprägt haben. Andererseits hat diese Schönheit einen extrem bitteren Beigeschmack: Die ständige Bedrohung ist überall und bestimmt das Leben, besonders das der Frauen. Dass sie ein Kopftuch tragen müssen oder Alkohol verboten ist, sind bekannte Fakten. Es sind aber die vielen kleinen Dinge, die zeigen, wie tief die Unterdrückung im Alltag sitzt: Dass es für eine Frau schon als anstößig gilt, schnell zum Bus zu rennen, dass es gefährlich sein kann, eine „Vogue“ im Haus zu haben, oder dass Buchhandlungen einen doppelten Boden brauchen, um die wirklich interessanten Bücher vor den Zensoren zu verstecken. Es ist ein Leben im permanenten Versteckspiel. Ein Zustand, der seit Generationen anhält. Schon 1979 wehrten sich die Tanten vergeblich gegen die Repressalien, 2009 war die Erzählerin selbst während der Grünen Revolution im Land. 2022 ist ihre Nichte Nika Teil des Widerstands: sie ist aktiv an den Protesten nach dem Tod von Jina Mahsa Amini beteiligt, filmt die Gewalt und die Niederschlagung auf der Straße und schickt diese Aufnahmen ihrer Tante. Nika wird zur Stimme der jungen Generation, die unfassbar mutig, vernetzt und sichtbar ist – und gleichzeitig extrem verletzlich. Diese Szenen sind beim Lesen nur schwer auszuhalten – sie sind ebenso eindringlich wie verstörend. Was das Buch für mich so stark macht, sind die vielen konkreten, oft kleinen Beobachtungen, durch die man ein Gefühl für den Alltag bekommt. Dazu kommt eine Poesie in der Sprache, die mich zwischendurch echt umgehauen hat. Gleichzeitig hatte ich stellenweise das Gefühl, dass sich die ausführlichen Beschreibungen etwas ziehen. Auch in der Struktur wirkt der Text nicht immer ganz geschlossen, manche Erzählstränge blieben für mich etwas offen. Doch das ist Kritik auf hohem Niveau, denn die Bilder, die Khayyer erzeugt – das Porträt eines Landes zwischen wunderschöner Poesie und brutaler Gewalt – sind so intensiv, dass sie noch lange nachklingen.
  • Zum Bewerterprofil von T. Weidenberg

    T. Weidenberg

    Thalia Dresden – Haus des Buches

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Kummer darüber, dass ich nicht Heimatland sagen kann, dass ich nicht weiß, was Heimat ist."

    Diese Geschichte hat mich berührt, wie noch keine zuvor. Jina erinnert sich aus weiter Ferne an ihren Besuch im Iran. Immer mehr konkurrieren die beiden Bilder, die sie von ihrem Herkunftsland hat, miteinander. Auf der einen Seite steht die Unterdrückung der Menschen. Die Überwachung, ihre Sexualität, die sie im Iran nicht leben darf, die ständige Angst jener, die den Iran noch immer ihr Zuhause nennen. Doch dies kollidiert mit den wundervollen Menschen, die Jina in ihrer iranischen Familie und ihren Freund:innen gefunden hat. So warmherzig, so lebendig, so leidenschaftlich, so mutig. Jina Khayyer vermag es, persische Rewendungen und Ausdrücke so zauberhaft in ihren auf deutsch verfassten Text zu flechten, dass die Sätze auf der Seite verschwimmen, wie der Sonnenuntergang im Dschadschrud. Es ist so wunderschön und zugleich schmerzhaft, in diese Geschichte einzutauchen, aber es lohnt sich. Für jeden.
  • Zum Bewerterprofil von R. Posny

    R. Posny

    Thalia Krefeld

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Frau, Leben, Freiheit!

    Khayyer schreibt hier eindrücklich über den Wiederspruch der ensteht, wenn der Ort der Sehnsucht, die Heimat, zu einem Ort der Angst wird.  Über das Leben iranischer Frauen. Über Wiederstand! Großartig!
  • Zum Bewerterprofil von Sophie Imig

    Sophie Imig

    Thalia Mayersche Duisburg – FORUM

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Reise durch das Herz der Katze

    Ein bewegendes Buch über die Kraft, Schönheit und den Mut der iranischen Frauen. Jina berichtet von ihrer ersten Reise durch das Heimatland ihrer Eltern und all die unerwarten Dinge, die sie im "Herzen der Katze" entdeckte. Wunderschön und poetisch geschrieben, wenn auch manchmal traurig und erschreckend. Absolut empfehlenswert, dieses Buch ist etwas Besonderes!
  • Zum Bewerterprofil von Catrin Buchhauser

    Catrin Buchhauser

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Frau Leben Freiheit

    Frankreich, 2022: Jina sieht auf Instagram die beginnenden Proteste in Iran, ausgelöst durch die Ermordung Jina Mahsa Aminis. Eine junge Frau, die den gleichen Vornamen trägt, ins Koma geprügelt, weil sie ihr Kopftuch nicht korrekt trug. Jinas Schwester und ihre Nichte sind mit auf den Straßen. Sie hat Angst um ihre Familie, gleichzeitig ist sie aufgewühlt und beeindruckt. Frau – Leben – Freiheit! 2009 hat sie selbst ihre Verwandten besucht, ist durchs Land gereist. Sie erzählt von ihren Tanten, gebildete Frauen, unglaublich modern, bis das Regime zum Hausfrauendasein zwang. Bei einer Rundreise lernt sie nicht nur die Kultur und Gastfreundschaft kennen, sondern auch immer wieder Bespitzelungen und Bevormundung. Ein großartiger Roman über Zugehörigkeit, Stärke, Sehnsucht und Freiheit, Poetisch und aktuell.

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