Als Jina Mahsa Amini ermordet wird und die erste von Frauen geführte Revolution im Iran ausbricht, stehen Jina, ihre Schwester Roya und ihre Nichte Nika vor der entscheidenden Frage: kämpfen oder sich verstecken? Jina, die in Südfrankreich lebt, wird von Erinnerungen an ihre Aufenthalte im Iran überflutet – an die Gastfreundschaft ihrer Familie, an heimliche Lieben und an den Sommer 2009, als sie selbst an den Protesten gegen das Regime teilnahm. Was als Versuch beginnt, den Schmerz der Gegenwart zu verstehen, wird zu einer intensiven Reise in ihre Vergangenheit und zu einer poetischen Reflexion über Heimat, Freiheit und Verantwortung.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
14.03.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Unbedingt zu empfehlen!
Kurzkommentar: Eine Thematik, die verstört, wachrüttelt und vor dem aktuellen Hintergrund der Ereignisse in Nahost umso mehr zum Nachdenken anregt. Diese mutigen Frauen beeindrucken durch ihre Beharrlichkeit und ihre unvorstellbare Kraft, sich dem herrschenden Regime zu widersetzen. Hervorragend gelesen.
BarbaraL
5/5
22.10.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Faszinierend und erschreckend zugleich
Geniesst dieses Buch als Hörbuch! Pegah Ferydoni verleiht mit ihrer Stimme auf Deutsch und Persisch dem Buch eine Sogwirkung, der man sich nicht entziehen kann. Man erfährt viel über die Geschichte des Irans, der Unterdrückung durch das Regime und den Kampf der Frauen für Freiheit, Gleichberechtigung und Gerechtigkeit. Die Beschreibungen, wie Frauen und Mädchen im Iran leben und welchen Gesetzen und Repressalien sie ausgesetzt sind, ist eindringlich dargestellt und hinterläßt ein mitunter beklemmendes Gefühl.
Der Abschnitt über die Rundreise der Protagonistinnen durch den Iran von Teheran über Isfahan, Schiras und Yazd gibt zudem wunderschöne Einblicke in Land und Leute. Schaut Euch parallel unbedingt die Gegenden und Sehenswürdigkeiten an, die in einer wunderbaren poetischen Sprache beschrieben werden.
Danke Pegah Ferydoni für diesen Hörgenuss!
Bewertung
5/5
22.10.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Hörbuch im Herzen der Katze
Ein aussergewöhnliches Buch das ich jederzeit wieder lesen, oder hören würde.
Den Einblick, den man in die iranische Welt der Frauen erhält, wird direkt und oft sehr brutal geschildert. Trotzdem ist die Sprache oft poetisch und eher fein.
So erträgt man vieles einfacher.
Die Stimme der Vorleserin passt dieses mal super zum Buch.
V
aus München
5/5
31.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fesselnd und aktuell
Inzwischen sind die Proteste nach dem Tod von Jina Mahsa Amini wieder ein paar Jahre her, die Aufstände wurden brutal niedergeschlagen, es herrscht Krieg zwischen den USA und dem Iran (Oder auch nicht, wenn gerade ein Waffenstillstand geschlossen wurde). Gerade vor diesem Hintergrund ist diese Geschichte sehr aufwühlend und packend, in der Tradition der großen iranischen Geschichtenerzähler und, mal wieder, aus Sicht der Frauen geschrieben. Das Buch hat mir sehr gefallen.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
04.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Brutal und wunderschön zugleich
Die Autorin Jina Khayyer hat mit ihrem Roman die wunderschöne Landschaft Irans eingefangen. Im Gegensatz hierzu steht die brutale Realität des Regimes, insbesondere Frauen gegenüber. Selten hat mich ein Buch so mitgerissen. Die Landschaftsbeschreibungen, der Zusammenhalt und die Herzlichkeit innerhalb der Familie wurden wunderbar eingefangen und in einem angenehm zu lesenden bildlichen Schreibstil geschrieben. Überrascht hat mich der große Rückblick und die Reise innerhalb der Geschichte. Aber als Leser muss man das große Ganze verstehen, um den aktuellen brutalen Geschehnissen folgen zu können. Und genau hier liegt die große Kunst der Autorin. Sie lässt den Leser die Geschichte verstehen und miterleben. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, wenn auch die brutalen Geschehnisse am Anfang und Emde des Romans schwer zu verdauen war bzw.. sind. 4,5/5 Sterne
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5/5
08.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einerseits wollte ich sofort die Koffer packen...
...so anschaulich beschreibt Jina Khayyer den Iran: wenn sie von der weiten Landschaft erzählt, von der flirrenden Hitze in der Wüste und den massiven Bergen, bekommt man sofort Fernweh. Sie beschreibt die uralte Kultur mit Persepolis, der Poesie von Hafis oder den Lehren von Zarathustra – Themen, bei denen ich beim Lesen erst mal festgestellt habe, wie erschreckend wenig ich eigentlich darüber weiß. Dazu kommen die Gastfreundschaft, die vielfältigen Dankesformeln und viele Gesten und Rituale, die eine ganz eigene, tiefe Bedeutung haben. Man taucht beim Lesen regelrecht in das Land ein.
Besonders die Tanten habe ich ins Herz geschlossen. Man spürt sofort diese unglaubliche Herzlichkeit und die Gastfreundschaft, aber eben auch die Narben und die erschütternden Lebensgeschichten, die diese Frauen geprägt haben.
Andererseits hat diese Schönheit einen extrem bitteren Beigeschmack:
Die ständige Bedrohung ist überall und bestimmt das Leben, besonders das der Frauen. Dass sie ein Kopftuch tragen müssen oder Alkohol verboten ist, sind bekannte Fakten. Es sind aber die vielen kleinen Dinge, die zeigen, wie tief die Unterdrückung im Alltag sitzt: Dass es für eine Frau schon als anstößig gilt, schnell zum Bus zu rennen, dass es gefährlich sein kann, eine „Vogue“ im Haus zu haben, oder dass Buchhandlungen einen doppelten Boden brauchen, um die wirklich interessanten Bücher vor den Zensoren zu verstecken. Es ist ein Leben im permanenten Versteckspiel.
Ein Zustand, der seit Generationen anhält. Schon 1979 wehrten sich die Tanten vergeblich gegen die Repressalien, 2009 war die Erzählerin selbst während der Grünen Revolution im Land. 2022 ist ihre Nichte Nika Teil des Widerstands: sie ist aktiv an den Protesten nach dem Tod von Jina Mahsa Amini beteiligt, filmt die Gewalt und die Niederschlagung auf der Straße und schickt diese Aufnahmen ihrer Tante. Nika wird zur Stimme der jungen Generation, die unfassbar mutig, vernetzt und sichtbar ist – und gleichzeitig extrem verletzlich.
Diese Szenen sind beim Lesen nur schwer auszuhalten – sie sind ebenso eindringlich wie verstörend.
Was das Buch für mich so stark macht, sind die vielen konkreten, oft kleinen Beobachtungen, durch die man ein Gefühl für den Alltag bekommt. Dazu kommt eine Poesie in der Sprache, die mich zwischendurch echt umgehauen hat.
Gleichzeitig hatte ich stellenweise das Gefühl, dass sich die ausführlichen Beschreibungen etwas ziehen. Auch in der Struktur wirkt der Text nicht immer ganz geschlossen, manche Erzählstränge blieben für mich etwas offen. Doch das ist Kritik auf hohem Niveau, denn die Bilder, die Khayyer erzeugt – das Porträt eines Landes zwischen wunderschöner Poesie und brutaler Gewalt – sind so intensiv, dass sie noch lange nachklingen.
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5/5
04.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Kummer darüber, dass ich nicht Heimatland sagen kann, dass ich nicht weiß, was Heimat ist."
Diese Geschichte hat mich berührt, wie noch keine zuvor. Jina erinnert sich aus weiter Ferne an ihren Besuch im Iran. Immer mehr konkurrieren die beiden Bilder, die sie von ihrem Herkunftsland hat, miteinander. Auf der einen Seite steht die Unterdrückung der Menschen. Die Überwachung, ihre Sexualität, die sie im Iran nicht leben darf, die ständige Angst jener, die den Iran noch immer ihr Zuhause nennen. Doch dies kollidiert mit den wundervollen Menschen, die Jina in ihrer iranischen Familie und ihren Freund:innen gefunden hat. So warmherzig, so lebendig, so leidenschaftlich, so mutig.
Jina Khayyer vermag es, persische Rewendungen und Ausdrücke so zauberhaft in ihren auf deutsch verfassten Text zu flechten, dass die Sätze auf der Seite verschwimmen, wie der Sonnenuntergang im Dschadschrud. Es ist so wunderschön und zugleich schmerzhaft, in diese Geschichte einzutauchen, aber es lohnt sich. Für jeden.
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5/5
03.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Frau, Leben, Freiheit!
Khayyer schreibt hier eindrücklich über den Wiederspruch der ensteht, wenn der Ort der Sehnsucht, die Heimat, zu einem Ort der Angst wird.
Über das Leben iranischer Frauen. Über Wiederstand!
Großartig!
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5/5
02.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Reise durch das Herz der Katze
Ein bewegendes Buch über die Kraft, Schönheit und den Mut der iranischen Frauen. Jina berichtet von ihrer ersten Reise durch das Heimatland ihrer Eltern und all die unerwarten Dinge, die sie im "Herzen der Katze" entdeckte. Wunderschön und poetisch geschrieben, wenn auch manchmal traurig und erschreckend. Absolut empfehlenswert, dieses Buch ist etwas Besonderes!
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5/5
11.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Frau Leben Freiheit
Frankreich, 2022: Jina sieht auf Instagram die beginnenden Proteste in Iran, ausgelöst durch die Ermordung Jina Mahsa Aminis. Eine junge Frau, die den gleichen Vornamen trägt, ins Koma geprügelt, weil sie ihr Kopftuch nicht korrekt trug.
Jinas Schwester und ihre Nichte sind mit auf den Straßen. Sie hat Angst um ihre Familie, gleichzeitig ist sie aufgewühlt und beeindruckt. Frau – Leben – Freiheit!
2009 hat sie selbst ihre Verwandten besucht, ist durchs Land gereist. Sie erzählt von ihren Tanten, gebildete Frauen, unglaublich modern, bis das Regime zum Hausfrauendasein zwang. Bei einer Rundreise lernt sie nicht nur die Kultur und Gastfreundschaft kennen, sondern auch immer wieder Bespitzelungen und Bevormundung.
Ein großartiger Roman über Zugehörigkeit, Stärke, Sehnsucht und Freiheit, Poetisch und aktuell.
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