Produktbild: Lektionen
Gebraucht - 45%

Lektionen

Aus der Reihe detebe
130
45% sparen

9,79 € 18,00 € *

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

*ggü. gebundenem Ladenpreis bzw. UVP für Neuware.

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

145881

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.12.2024

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

720

Maße (L/B/H)

17,8/11,3/3,6 cm

Gewicht

444 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Lessons

Übersetzt von

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

EAN

2710000571971

Beschreibung

Rezension

»Ein so hochliterarischer wie engagierter Zeitdiagnostiker.«
»Ian McEwan gilt als einer der besten britischen Autoren der Gegenwart.«
»Ian McEwan ist einer der abenteuerlustigsten und hinterlistigsten englischen Schriftsteller.«
»›Lektionen‹ heißt der neue und dicke, vor allem große, nein, grandiose Roman des britischen Schriftstellers Ian McEwan.«
»›Lektionen‹ ist ein autobiografisch gefärbtes Monumental- und Meisterwerk, das von einem abenteuerlichen Leben und großen historischen Umwälzungen berichtet.«
»Wie fein McEwan seine Mittel einsetzt, hier ein zarter Vergleich, dort ein Hauch von Metapher – superb! Und der Strom der Zeit reißt uns mit bei der Lektüre. So geht Meisterwerk.«

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

145881

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.12.2024

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

720

Maße (L/B/H)

17,8/11,3/3,6 cm

Gewicht

444 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Lessons

Übersetzt von

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

EAN

2710000571971

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
truepages UG (haftungsbeschränkt), Westermühlstrasse 29, DE-80469 München
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Diogenes Verlag AG, Sprecherstrasse 8, CH-8032 Zürich
info@diogenes.ch

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Micha_W

    5/5

    02.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was ist ein glückliches und was ist ein gelungenes Leben? Und welcher der Romanfiguren ist das am ehesten gelungen? Und wieviel Ian McEwan steckt in Roland Baines?

    Es gibt Bücher, die Ausschnitte aus dem Leben eines Menschen zum Thema haben oder gar den gesamten Lebenslauf. Letztere nennt man dann am ehesten Biographien. Es gibt Bücher, die verschiedene Epochen der Weltgeschichte beleuchten. Das sind dann meist Sach- oder Geschichtsbücher. Ian McEwan kam irgendwann auf die Idee, in Lektionen beides über eine lange Zeitachse zu fusionieren. Es wäre nicht Ian McEwan, der britische Schriftsteller, der am Fließband Preise und Ehrentitel einheimst wie einst Walt Disney die Oscars (22!) oder Bayern München deutsche Meisterschaften (33!) und dem nur eine Kleinigkeit fehlt, nämlich der Literatur-Nobelpreis (aber jener hat – wie schon in früheren Rezensionen unschwer erkennbar – mit Literatur schon immer weniger zu tun als mit Politik), also es wäre nicht Ian McEwan, wenn er diese Hercules-Aufgabe nicht mit bekannter Bravour meistern würde. Es ist zusammengefasst ein Highlight der Weltliteratur entstanden, ein Werk mit einer fesselnden, autobiografisch angehauchten Story, aber gleichzeitig auch ein Werk, das fast keine heißen gesellschaftlichen Eisen der letzten sieben oder acht Dekaden und der Neuzeit auslässt und damit jede Menge philosophische Denk-Impulse setzt. An dieser Stelle können die Eiligen also bereits aussteigen. Die Leserschaft begleitet Roland Baines von seiner Geburt Anfang der 50er Jahre bis ins hohe Alter. Auf 720 Taschenbuchseiten oder in 1,9 MB eBook schlagen einen unendlich viele Erfahrungen in den Bann (von McEwan’s exzellentem Schreibstil ganz zu schweigen).  Nur zwei Beispiele. Beispiel eins. Im Vordergrund steht die sexuelle Beziehung von Roland zu seiner Klavierlehrerin, welche sich im Alter von 11 Jahren anbahnt und mit 14 Jahren körperlich wird. Diese Erfahrung hat Nachwirkungen bis in seine Sechziger/Siebziger. Ist all das eine strafbare Handlung durch die selbst psychisch auffällige, erst knapp über zwanzig Jahre alte Lehrerin? Spontan würden viele einem gesellschaftlich normierten Reflex folgend sofort ja sagen, aber so einfach macht es einem McEwan nicht. Beispiel zwei. Nach einem Leben des Sich-treiben-Lassens erhofft sich Baines von der Ehe mit Alissa die ersehnte Stabilisierung. Kleines Häuschen und Vorgarten-Idylle eingeschlossen. Doch vier Monate nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes verschwindet Alissa in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, um sich ihre Träume als Schriftstellerin zu erfüllen. Sie möchte dem Schicksal ihrer Mutter entgehen, die als verheißungsvolle Schriftstellerin nach Deutschland kam, aber durch eine Heirat alle hochfliegenden Pläne ad acta legen musste. Und welche für den Rest ihres Lebens unglücklich war („Ich habe das falsche Leben gelebt“). Was alles steckt alleine in diesem meisterlichen Konstrukt? Von „Regretting Motherhood“ als einem ganz aktuellen Aspekt unserer gesellschaftlichen Gegenwart bis zur ewig gültigen und zeitlosen Frage „Was ist ein glückliches Leben?" und wie erreiche ich dieses. Sind das die Erfahrungen und „Lektionen“ dieses Buches, die uns den Weg aufzeigen wollen? Mit großer Sicherheit nicht. Niemand kann sich am Ende der Lektüre erdreisten und beurteilen, wessen Leben denn nun glücklicher war – das des fatalistischen Roland Baines, dem das Leben einfach irgendwie passiert, der aus seiner gesellschaftskonformen Passivität, seiner lebenslangen Lethargie fast unmerklich in die senile Depression driftet. Oder das Leben von Alissa, die durch ihre fast schon immense psychische Kraftanstrengung und vielleicht auch durch den Ausbruch aus ihren Mutterpflichten zur weltberühmten Schriftstellerin wird, aber eine Vielzahl anderer Probleme kompensieren muss. Das gesellschaftliche Denken der jeweiligen Zeit und die jeweiligen historischen Ereignisse bilden für all das das Bühnenbild, das sich mit der Handlung verwebt. Die Kuba-Krise, der Reaktorunfall von Tschernobyl, der Fall der Mauer, die Pandemie und viele andere Ereignisse der Weltgeschichte jener Zeit haben teilweise unmittelbaren Einfluss auf die Geschichte und das Leben und Agieren der Romanfiguren. Als Leser stellt man sich bei der Lektüre immer wieder zwei Fragen:  Das Buch ist – das gibt Ian McEwan unumwunden zu – stark autobiografisch. Da wird man schon neugierig, was von alledem seinem Leben entspricht und was nicht, ohne dass dies letztendlich wichtig wäre. Ja, es gab den Major als strengen Vater, den verlorenen Bruder und das Klavierzimmer im Internat, aber sonst…? Und zum anderen: Was sind denn nun die Lektionen oder neudeutsch die Lessons to take home, die Lifehacks? Natürlich kann und will er darauf keine allgemein gültigen Antworten liefern. Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang ein Interview mit Ian McEwan in der „Sternstunde Philosophie“ des Schweizer Fernsehens (SFR Mediathek oder YouTube), in dem McEwan sich im Gespräch mit Barbara Bleisch am ehesten dahingehend äußert, dass die Lektionen des Lebens die Summe der singulären Erfahrungen sind und dass Glück die Summe der bewusst wahrgenommenen glücklichen Momente ist. 
 Das ist doch schon eine ganze Menge.

  • Bewertung

    5/5

    11.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr empfehlenswert!

    Kurzkommentar: Gesellschaftspolitische Themen werden verwoben mit einer zum Teil autobiografischer Lebensgeschichte. Ein Jahrhundert mit viele Höhen und Tiefen. Trotz einiger Längen ist jede Seite ein Genuss. Ein grosses Lesehighlight für McEwan-Fans!

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    26.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Genial mit Abstrichen

    LEKTIONEN Ian McEwan 1959: Roland Baines wächst in Libyen auf, wo sein Vater als Armeeoffizier stationiert ist. Mit 11 Jahren wird er in ein britisches Internat eingeschrieben, wo er den Highschool-Abschluss absolvieren soll. Doch es kommt anders: Seine Klavierlehrerin Miriam Cornell verführt den Jungen im Alter von 14 Jahren und aus diesem Grunde trifft Roland eine Entscheidung, die sein ganzes Leben verändern wird. 1996: Jahre später wacht Roland eines morgens auf und findet den Abschiedsbrief seiner Frau Alissa neben sich. Mit den Worten. „Ich habe das falsche Leben gelebt“ verlässt sie nicht nur ihn, sondern auch ihren vier Monate alten Sohn, Lawrence. Roland, der nie einen richtigen Beruf erlernte, widmet sich fortan der Kindeserziehung. In nicht immer chronologischen Rückblicken, doch konsequent mit einem roten Faden, erzählt uns Roland aus seinem Leben. Er nimmt uns mit in die Kuba-Krise, wir erleben ein weiteres Mal Tschernobyl und er erzählt detailliert die Lebensgeschichten seiner Freunde und Verwandten. So treffen wir Mitglieder der Weißen Rose, gehen noch einmal durch den Checkpoint Charly und reisen in die DDR und sind dabei, wenn die Mauer fällt. Selbst im Corona Lockdown leisten wir ihm Gesellschaft. Dabei steht Roland immer im Mittelpunkt, wir begleiten ihn, trauern und freuen uns gemeinsam. Ich bin nicht die Erste, die darauf kommt, dass der Protagonist Roland sehr viele Parallelen zu unserem Autor McEwan hat. Ob einige Passagen aus dem Buch autobiografisch sind, vermag ich jetzt nicht zu klären, was ich aber mit Bestimmtheit sagen kann ist, dass das Buch viele Lebensweisheiten - hier schlicht Lektionen genannt, beinhaltet. Auch wenn ‚Lektionen', ein kleines bisschen hinter McEwans früheren Werken wie 'Abbitte', 'Saturday' und 'Kindeswohl' zurücksteht, ist es dennoch für mich ein Meisterwerk (mit kleineren Längen), das eine Wortgewandtheit aufweist und kaum zu übertreffen ist. Mein Lieblingszitat: „Er hatte jene Lebensphase erreicht - mit Ende dreißig nicht ungewöhnlich -, in der die Eltern anfangen abzubauen. Wer sie waren, was sie taten, war bis dahin ganz allein ihre eigene Sache gewesen. Nun aber verloren sie kleine Stückchen ihres Lebens, die von ihnen abfielen oder so plötzlich abgerissen wurden wie der Rückspiegel vom Wagen des Majors. Später lösten sich größere Brocken ab und mussten von ihren Kindern eingesammelt oder im Flug aufgefangen werden. Ein langer Prozess. (S. 158) Fazit: Wunderbar erzählt. Literatur vom Feinsten. 5-/ 5

  • Bewertung

    5/5

    19.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lektionen eines Lebens

    or über 120 Jahren erschien »Buddenbrooks: Verfall einer Familie« von Thomas Mann. Ein ganz anderes Buch, als dieses hier und doch musste ich beim Lesen von »Lektionen« ständig an Buddenbrooks denken. Es war nicht nur der Umfang von über 700 Seiten, der ähnlich ist, beide Romane handeln über die Dauer eines ganzen Menschenlebens. »Lektionen« hat das Zeug dauerhaft in die Literaturgeschichte einzugehen. Es beginnt mit einer Erinnerung, des Protagonisten, Roland Baines. Es ist die Erinnerung an eine Klavierstunde, die Einfluss auf sein ganzes restliches Leben haben wird. Tatsächlich spielt der Roman ab dem Jahr 1986. Roland wurde gerade von seiner Frau verlassen und über Europa breitet sich die nukleare Wolke von Tschernobyl aus. Er wird kurz des Mordes an seiner glücksuchenden Frau verdächtigt, bleibt letztendlich mit dem Baby zurück und wir begleiten ihn durch die kommenden Jahrzehnte. Ian McEwan erzählt auch die scheinbar banalen Ereignisse in Rolands Leben auf eine Art, die fesselnd ist, einen fast zwingt weiterzulesen. Es ist kein Roman, der gewaltig angerauscht kommt, sondern einer, dessen Geschichte sich langsam entfaltet. Von Tschernobyl über den Falklandkrieg und den Mauerfall bis hin zu Corona führt er uns durch Baines’ Leben. Über allem steht die Frage: Welche Lektionen prägen ein Menschenleben? Wie beeinflussen einzelne Entscheidungen unser Leben? Bei der Lektüre dieses Buchs bekommt man das Gefühl das Leben zu verstehen. McEwan bringt uns das sowohl für die einzelnen Personen, wie auch für globale und historische Ereignisse nahe. Der Zusammenhang von Persönlichem und Politischem wird fast überdeutlich. Es ist auch eine Geschichte von Liebe und ihrer Vergänglichkeit und von Missbrauch. Es drängt sich das Gefühl auf, hier hat einer sein Leben autofiktional erzählt. Es zeigen sich deutliche Parallelen zu McEwans Biografie. Und Missbrauch ist nicht zum ersten Mal ein Thema in seinem Werk. Der Autor hat die Figuren tief gezeichnet und es sind starke Konflikte vorhanden – so wie wir es vom Autor kennen. Insgesamt ist es ein ungewöhnlicher McEwan, ich halte »Lektionen« für sein tiefgehendstes Werk. Der Autor ist ja auch nicht mehr der Jüngste und hat hier die Weisheit eines ganzen Lebens in ein Literaturwerk gepackt, dass es verdient hat in 100 Jahren ein Klassiker zu sein. Auf wenigen Seiten kam mir das Buch etwas langatmig vor. Aber was machen diese wenigen Seiten schon bei über 700 aus? Bei Buddenbrocks war es mehr!

  • Elke

    aus Vaihingen an der Enz

    5/5

    31.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Politische Meilensteine und persönliches Schicksal

    Wenn man mit dem Werk des britischen Autors Ian McEwan vertraut ist, kennt man dessen Fähigkeit, zeitgeschichtliche Themen in unterhaltsame Romane mit entsprechender Tiefe zu packen. In „Lektionen“ geht er aber noch einen Schritt weiter und verbindet diese zusätzlich mit Schnipsel aus seiner eigenen Biografie. Roland Bains, der Protagonist, an dessen Leben wir über Jahrzehnte teilhaben dürfen, wurde 1948 in eine Militärfamilie hinein geboren und hat wie der Autor seine Kindheit in Libyen verbracht. Und wie an einer Zeitleiste entlang hangelt sich McEwan sehr überzeugend durch achtzig Jahre der persönlichen Geschichte Rolands, die mit historischen Großereignissen verknüpft ist. Missbrauch, Liebe, Ehe, Trennung, Vatersein, nicht realisierte berufliche Ambitionen, Tod. Allesamt prägend. Begleitend dazu die Kuba-Krise, das Reaktorunglück in Tschernobyl, das politischen Auf und Ab in Großbritannien von Thatcher bis zum Brexit, der Fall der Berliner Mauer, 9/11, bis hin in die Corona-Lockdowns der Gegenwart. Und jeder einzelne dieser politischen Meilensteine ist mit bestimmten Phasen, dem Zaudern und den Entscheidungen im Leben des Protagonisten verbunden, wobei es allerdings die Verletzungen sind, deren Auswirkungen und eindrücklichen Schilderungen, die die Qualität dieses Romans ausmachen. Das Auf und Ab eines Menschenlebens, von McEwan voller Empathie und Nachsicht beschrieben. Die Hoffnungen, das Zögern, die Enttäuschungen und den Schmerz im Leben seines Protagonisten, die Lektionen, die dieser auf seinem Weg durch die Zeiten lernt. Die Frage nach den Auswirkungen von politischen Ereignissen auf das alltägliche Leben. Überlegungen, die nicht so weit hergeholt scheinen, wenn man sich an die Lockdown-Zeit zurück erinnert. Ein Roman, der zum Nachdenken anregt.

Kundinnen und Kunden meinen

5

67

4

45

3

17

2

1

1

0

Bewertungen (130)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Denise Winter

    Denise Winter

    Thalia Delmenhorst

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    29.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wow. Es gibt Bücher, auf die man...

    Wow. Es gibt Bücher, auf die man sich so lange freut, sie endlich lesen zu dürfen, dass einem fast Angst und Bange wird, sie können den eigenen Erwartungen nicht gerecht werden. GsD ist das hier nicht der Fall: "Lektionen" habe ich von der ersten bis zu letzten Seite genossen !!!
  • Zum Bewerterprofil von Anja Söllner

    Anja Söllner

    Thalia Hof

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    14.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Frühe Prägung!

    Roland Baines ist vollkommen überrascht, als seine Frau Alissa beschließt, ihn und ihren kleinen Sohn Lawrence, zu verlassen. Sie bräuchte Freiraum zum Schreiben, erdrückend wäre die Last der Familie und sie möchte nicht so enden, wie ihre Eltern…, aber das erfährt er erst sehr viel später! Dabei fand Roland ihre Eltern nicht unangenehm und fügt sich still und wenig zornig in sein Schicksal. Zeitlich gesehen läuft im Hintergrund die Uhr der Tschernobyl Atmosphäre, desolat und voller Ängste, versuchen sich die Menschen vor der atomaren Wolke zu schützen, vor der es kaum ein Entrinnen gibt. Großartig ist das Gefühl der Ausweglosigkeit und die Beschreibung der Zeit der großen Ängste geschildert, die in den Köpfen der Menschen einzieht, Nichts ist sicher…. Das ist überhaupt das Größte an diesem feinen umfangreichen Buch, für das man sich gerne Zeit nehmen sollte, in sich hinein spüren, die Zeit zurück denken und vielleicht begreifen, wie viele schwierige Dinge die Nachkriegsgenerationen bislang stemmen mussten. So erhält man ein Verstehen für andere und auch für sich selbst und fängt so Allerlei an milder zu betrachten. Roland jetzt allein mit Sohn fühlt sich zwar allein gelassen, aber ist auch seltsam schnell bereit alles zu schlucken, denn die Erkenntnis ist schnell da, was für eine vollendete wunderbare Autorin seine Ex-Frau geworden ist, ohne ihr Schaffen die Welt der Literatur um vieles ärmer! Und sein Leben dagegen, ist doch ein Nichts!? Die Gedanken gehen zurück, als sein erfolgloses Leben seinen Anfang nahm. Roland kommt als 14-Jähriger in ein englisches Internat, seine heile Welt stürzt ein, als seine Eltern meinen, zu seinem Wohl, seinen Aufenthalt in der Heimat Libyens, dort wo der Vater stationiert ist, zu beenden. Die große Freiheit ist vorbei! Im englischen Internat als schüchterner junger Mann, lernt er Klavier spielen, was ihn aufleben lässt, seine Welt wird runder, um ihn besonders zu fördern, denn er ist sehr talentiert, wird ihm Miriam, eine noch recht junge Klavierlehrerin empfohlen, um sein besonderes Talent zu Großem werden zu lassen. Die Kuba Krise kommt und im Gefühl der nicht greifbaren Ängste vor einem Krieg, lässt sich Roland auf die amourösen Anspielungen seiner Lehrerin ein und möchte wenigstens einmal Sex erlebt haben, bevor ein Krieg kommt. Selbstbewusst klopft er an ihre Tür und ein Spiel aus Verlangen und Missbrauch beginnt… Wohin mit diesen Erlebnissen? Ein abtauchen in ein Leben beginnt, das ganz anders hätte sein können... Ein großer unglaublich tiefsinniger Roman aus der Feder Ian McEwans, der schon mit dem Roman „Abbitte“ zeigte, wie wundervoll Literatur sein kann. Ein Gesellschaftspolitische Panorama vom Beginn der 50-er bis zu unserem Erleben des Corona Ausbruchs. Großes Kino, feine Literatur!
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Klein

    Dagmar Klein

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    07.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das ist kein McEwan wie ich ihn...

    Das ist kein McEwan wie ich ihn sonst so gerne lese. So episch breit erzählt war bis jetzt keines seiner Werke und doch zeigt sich darin auch sein ganzes Können. Die Geschichte hat mich teilweise ermüdet, aber die Sprache ist von unglaublicher Brillanz! Unbedingt lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Miriam Effertz

    Miriam Effertz

    Thalia Mayersche Bergheim

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    24.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Neue Lektionen eines meiner Lieblingsautoren

    Das Leben von Robert Baines, Sohn eines in Lybien stationierten Soldaten, ändert sich schlagartig, als er mit 14 Jahren auf ein englisches Internat kommt und dort eine Klavierlehrerin bekommt. Diese erteilt ihm nicht nur Klavierunterricht, sondern nimmt ihn auch in seinen ersten erotischen Erfahrungen unter ihre Fittiche. Diese Beziehung, wird sein Leben auf immer prägen. Später wird Robert, gerade Vater eines wunderbaren Sohnes geworden, von seiner Frau verlassen, die lieber Schriftstellerin sein möchte und sich durch die Familie in der Erfüllung dieses Traumes gehindert sieht. Zwei Frauen, zwei traumatisierende Erfahrungen und noch ein ganzes Leben vor sich. Ian McEwan nimmt uns mit auf eine Zeitreise von 1948 bis 2022, streift immer mal wieder am Rande die europäische Geschichte und erzählt dazwischen auf gewohnt meisterhafte Weise vom Auf und Ab dieses Lebens. Ein Roman wie ein Klavierkonzert - mitunter furios, mitreißend und aufwühlend, dann wieder leise, langsam und (fast schon) dahin plätschernd. Aber alles in Allem zeigt er hier wieder grandios, warum er einer der besten Erzähler ist, den wir haben.
  • Zum Bewerterprofil von Kerstin Wichmann

    Kerstin Wichmann

    Thalia Recklinghausen – Palais Vest

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    24.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lektionen

    Der Autor lässt, in seinem neuen Roman, seinen eher durchschnittlichen Protagonisten, dem so einiges schief gegangen ist, auf sein Leben zurückblicken. Besonders schillernd sind die Momente, wenn seine vielschichtigen Figuren interagieren! Ein typischer, sehr lesenswerter Ian McEwan!

Unsere Meinungen

Bewertungen (12)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Lektionen