Produktbild: Isidor
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Isidor Ein jüdisches Leben

Aus der Reihe detebe
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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.03.2024

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

17,9/11,2/1,9 cm

Gewicht

217 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001200368

Beschreibung

Rezension

»Behutsam tasted sich Shelly Kupferberg an Isidors Schicksal heran, erzählt nicht nur von ihm, sondern auch von den Menschen um ihn herum.«
»Ein Buch, das zugleich Roman, Geschichte und Geschichten ist.«
»Kupferberg gelingt ein einfühlsames Panorama der Unzeiten, das getragen wird von einer dezenten journalistischen Neugier.«

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.03.2024

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

17,9/11,2/1,9 cm

Gewicht

217 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001200368

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
truepages UG (haftungsbeschränkt)|Westermühlstrasse|29|DE-80469 München
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Diogenes Verlag AG|Sprecherstrasse|8|CH-8032 Zürich
info@diogenes.ch

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  • Johanna

    aus München

    5/5

    20.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wiener bis 1938

    Shelly Kupferberg beschreibt in ihrem Buch „Isidor“ den Besuch ihres Vaters Walter Grab 1956 in seiner Heimatstadt Wien. Am Bauernfeldplatz im Alsergrund sucht er die Wohnung, wo er mit seinen Eltern lebte. Auf dem Klingelschild sieht er nur einen bekannten Namen, den der alten Hauswartsfamilie. Er klingelt. „Kreidebleich ruft sie in die Wohnung hinein: ‚Der Jud‘ is wieda doa!‘ Worauf ihr Mann rüde antwortet: ‚Sag koa Wort!‘. In den wenigen Sekunden, ehe sie die Tür vor Walters Nase zuschlägt, kann er einige Möbel seiner Eltern und ehemaliger Nachbarn ausmachen.“ Eine häufige Erfahrung von Überlebenden des Holocaust. Der Journalist und Schriftsteller Georg Stefan Troller beschreibt eine ähnliche Szene aus dem Jahr 1949. (Die Nachbarn hatten den Bösendorfer-Flügel, die Biedermeier-Möbel und die Bibliothek „arisiert“.) Auf dem Cover von Kupferbergs Buch steht „Roman“. Eigentlich eine irreführende Bezeichnung, denn das Buch ist das Ergebnis ihrer Recherche in die Familiengeschichte. Im Zentrum steht der Großonkel Isidor Geller. Seinen allzu jüdischen Vornamen Israel hat er geändert, als er aus dem ostgalizischen Schtetl gemeinsam mit einem Bruder nach Wien geht, wo schon ein älterer Bruder sein Glück versucht. Er studiert Jura, legt großen Wert auf Bildung und ist vom Kulturleben der Stadt fasziniert. Er klettert die Karriereleiter nach oben, verdient viel Geld, lädt zu Diners, wird eine bekannte Größe der Gesellschaft, ein Lebemann. Sein Neffe Walter besucht ihn regelmäßig: „1935. Wie jeden Sonntag ging er zu seinem Onkel zum Mittagessen. In der vornehmen Canovagasse im I. Wiener Bezirk, gleich hinter dem Musikverein und in der Nähe des Karlsplatzes, bewohnte Onkel Isidor eine Etage im Palais des Freiherrn Eugène de Rothschild. […] Bei jedem Besuch bestaunte Walter, gerade einmal sechzehn Jahre alt, Isidors exquisites Mobiliar. Und seine vielen Bücher, im eigens dafür eingerichteten Lesezimmer, darunter in Leder gebundene lateinische Einzelexemplare, die gesamte Weltliteratur, Erstausgaben französischer und deutscher Klassiker.“ Kupferberg hat in allen möglichen Archiven gegraben und eine ganz erstaunliche Figur gefunden, der sie kaum mehr etwas hinzudichten brauchte. Noch dazu hatte sie die Aufzeichnungen ihres Vaters (des Historiker Walter Grab) und viele nach Palästina gerettete Familienfotos zur Verfügung. So entstand ein lebendiges Porträt des Großonkels und seiner Familie in Wien – bis ins Jahr 1938, als Isidor von den Nazis verhaftet und gefoltert wird. An den Nachwirkungen stirbt er kurze Zeit später. Die Geschichte eines Juden in Wien, der nicht glauben konnte, dass es so schlimm kommen würde, wie es kam. Die Stadt Wien war seine Heimat – trotz latentem und auch offenem Antisemitismus auch schon vor dem „Anschluss“. Ein ungemein spannendes, sehr leicht lesbares Buch, das ich in einem Rutsch verschlungen habe.

  • Bewertung

    5/5

    14.09.2025

    eBook (ePUB 3)

    Wunderschön und traurig

    Mich hat das Buch sehr berührt und ich sehe Parallelen zur jetzigen Zeit. Ich habe mit der Familie mitfiebern können, dass alles noch gut geht. Es hat mich sehr mitgenommen. Andererseits ist es aber auch sehr anschaulich geschrieben, was die noch „schönen“ Zeiten der Familie anging, aber wirklich dramatisch. Und es sollte eine Pflichtlektüre für jeden Menschen sein, der in diesen Zeiten wählen darf.

  • Edith Berger

    aus Graz

    5/5

    16.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    eine Spurensuche

    Shelly Kupferberg hat sich auf Spurensuche begeben. Wer war dieser Urgrossonkel Dr. Innozenz „Isidor“ Keller, von dem in der Familie kaum geredet wurde? Aus sehr ärmlichen Verhältnissen in Galizien stammend, schafft es Isidor bis in die höchsten Wiener Kreise. Als gerne gehörter Berater des österreichischen Staates und klugen Imvestitionen erarbeitet er sich ein ansehnliches Vermögen. Kommerzialrat, Multimillionär, eleganter Kunst und Opernliebhaber und beliebter Gastgeber der Wiener Gesellschaft. Dieser beeindruckende Lebenslauf endet, als die Nazis an die Macht kommen. Die reißen sich alles unter den Nagel was für sie von materiellem Wert ist.Trotz eindringlichen Warnungen von Freunden bleibt Dr. Isidor Keller in Wien. Sein Status und sein Reichtum wiegen ihn in einer fatalen Sicherheit.

  • Bewertung

    5/5

    31.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein sehr wichtiges und interessantes Buch

    Isidor wurde als Israel 1886 in einem Dorf bei Lemberg geboren. Dort wurde er von seinen Eltern streng jüdisch erzogen, dich seine Mutter unterstützte seinen Willen, in die weltliche Lebenswelt einzutauchen. Als junger Mann kam er mittellos nach Wien , wo er seinen jüdischen Vornamen Israel in Isidor umwandelte. Er wurde dort schnell durch verschiedene Geschäfte Millionär und auch zum Kommerzialrat ernannt. Er führte ein sehr gutes Leben bis 1938 die Nazis in Österreich einmarschierten. Isidor war der Großonkel der Autorin, die versucht hat, sein Leben zu rekonstruieren. Doch ihre Recherchen führten auch zu den Geschwistern Isidors und seinem Neffen Walter, der Großvater der Autorin. Es ist kein Roman im eigentlichen Sinne, es sind Fragmente, die zu einzelnen Kapiteln zusammengesetzt sind. Das Buch bietet einen historischen Einblick in das Leben Isidors und seiner Familie. Es ist sehr gut lesbar, bewegend und ein wichtiges Zeitdokument! Ein absolut empfehlenswertes Buch!

  • Bewertung

    5/5

    07.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch wie dieses gibt es kein zweites Mal!

    Dieses Werk ist eines, welches einem immer mal wieder in den Sinn kommt, die Gedanken antreibt, viele Emotionen weckt und den Leser unterbewusst dazu auffordert, um einige Ecken zu denken. Es ist ein Abbild des Lebens, es ist die Geschichte eines Mannes mit einer rasanten und bunten Vita, es ist das Schicksal einer Familiendynastie, welche die Schrecken von Rassismus, Antisemitismus und Hass am eigenen Leibe gespürt hat. Es ist Bericht wie Roman zugleich, es ist Zeugnis über die Schrecken des Nationalsozialismus, es ist ein Abbild der Freuden und des Leids dieses Lebens. Es steckt so viel in diesem Buch! Und genau daher ist dieses Buch auch eine absolute Herzensempfehlung, weil es so viel ist, vor allem aber eins! Ein gutes Buch!

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Bewertungen (155)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Jolina Merkle

    Jolina Merkle

    Thalia Sankt Augustin

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    “Nennt mich Isidor!”

    Shelly Kupferberg erzählt die Lebensgeschichte ihres Urgroßonkels. Er verlässt das galizische Schtetl und geht nach Wien, beißt sich durch und wird zum Aufsteiger. Avanciert zum Dandy, Mäzen und lässt uns das Wien der frühen Moderne erleben. Bis die Nationalsozialisten Österreich an das Deutsche Reich anschließen und sich über ganz Europa der Himmel verdunkelt. Shelly Kupferberg hat ihrem Onkel Isidor ein literarisches Denkmal gesetzt und verwebt gekonnt romaneske Erzählstränge mit biografischer Genauigkeit! Auch wenn die Veröffentlichung schon ein paar Jahre zurückliegt, immer wieder ein Lieblingsbuch.
  • Zum Bewerterprofil von Christina Schürmann

    Christina Schürmann

    Thalia Lingen – Clubstraße

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufstieg und Fall einer beeindruckenden Pers

    Der aus Ostgalizien stammende Israel kämpft sich im Wien der 1930er-Jahre in die höchsten Ränge zu Kommerzialrat Dr. Isidor Geller hoch. Als Hitler Österreich einnimmt, sind auch Isidors Leben und Vermögen in Gefahr. Kupferberg schreibt über den eigenen Uronkel. Obgleich uns angesichts der Gräueltaten der Atem stockt, ist diese uns mahnende, absolut lesenswerte Lektüre Pflicht!
  • Zum Bewerterprofil von Tina Lampe

    Tina Lampe

    Thalia Bad Zwischenahn

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Mischung aus Romansequenzen...

    Eine Mischung aus Romansequenzen und Bericht von der eigenen Familiengeschichte der Autorin. Sehr einfühlsam, prägend und entsetzlich, aber auch mit tollen Szenen aus dem Leben von Menschen, die mit Isidor und Walter verbunden sind. Starker Tobak, aber auch bemerkenswert.
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike Kaiser

    Ulrike Kaiser

    Thalia Mülheim – Rhein-Ruhr-Zentrum

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Ein jüdisches Leben"

    Shelly Kupferberg beschreibt in diesem Buch die authentische Geschichte ihres Urgroßonkels Isidor. In Galizien in einfachsten Verhältnissen aufgewachsen, nach Wien gegangen und in höchste Kreise aufgestiegen erlebt Isidor den Nationalsozialismus vom ersten Aufkeimen über die Machtergreifung bis zur Verfolgung der Juden und aller Andersdenkenden. Isidors Geschichte ist anders und doch ganz ähnlich wie die so vieler jüdischer Familien. Wohlhabend, gesellschaftlich anerkannt und geschätzt, ist er privilegiert. Doch das alles bewahrt ihn nicht vor Denunziation und Verfolgung. Eine spannende Lebensgeschichte, die unterhaltsam und ergreifend zugleich ist!
  • Zum Bewerterprofil von S. Neisener

    S. Neisener

    Thalia Universitätsbuchhandlung

    Buchhändler*in

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    4/5

    24.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familiengeschichte gegen das Vergessen

    Shelly Kupferberg hat sich auf eine spannende Spurensuche innerhalb ihrer Familiengeschichte begeben und dabei herausgekommen ist ein eindrucksvolles, interessantes Buch. In diesem Werk tauchen so viele Menschen auf, deren Geschichten man über kürzere oder längere Passagen ihrer Leben mitverfolgt. Zu wissen, dass es diese Personen wirklich gab, jagt einem manchmal einen Schauer über den Rücken. Denn nicht unbedingt oft, enden diese Geschichten gut. Die Verbrechen der Nationalsozialisten haben auch vor den jüdischen Familienmitgliedern der Autorin nicht halt gemacht. Umso wichtiger und beeindruckender finde ich es, dass Kupferberg all die Recherchen betrieben hat, um eben diese Geschichte über all die Menschen erzählen zu können, deren Tod niemals vergessen werden darf.

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