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Bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

149365

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2025

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21/13/2,3 cm

Gewicht

340 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Da vi var yngre

Übersetzt von

Karoline Hippe

Sprache

Deutsch

EAN

2710001220397

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

149365

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2025

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21/13/2,3 cm

Gewicht

340 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Da vi var yngre

Übersetzt von

Karoline Hippe

Sprache

Deutsch

EAN

2710001220397

Herstelleradresse

Hanser Berlin
Lehrter Straße 57 Haus 4
10557 Berlin
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    23.07.2026

    eBook (ePUB)

    "family" – zwischen Schutzraum und Gefängnis

    Oliver Lovrenski ist gerade einmal Anfang zwanzig, als er mit „bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann“ einen Roman vorlegt, der sich schwer mit gewohnten Maßstäben beschreiben lässt. Es ist die Geschichte von Ivor, Marco, Jonas und Arjan – vier jungen Menschen in Oslo, die versuchen, ihren Platz in einer Welt zu finden, in der sie sich oft nicht gesehen und nicht verstanden fühlen. Auf den ersten Blick erzählt Lovrenski von einer Jugend zwischen Drogen, Gewalt, Kriminalität und der Suche nach Anerkennung. Doch hinter dieser rauen Oberfläche verbirgt sich vor allem eine Geschichte über Freundschaft, Loyalität und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Diese vier jungen Männer sind nicht nur das, was ihre Umgebung in ihnen sieht. Sie sind Menschen mit Träumen, Ängsten, Hoffnungen und dem Wunsch, irgendwo dazuzugehören. Besonders beeindruckt hat mich die ungewöhnliche Sprache des Romans. Die kurzen Passagen, die fehlenden klassischen Erzählstrukturen und der schnelle Wechsel zwischen einzelnen Momenten wirken zunächst fremd. Doch genau darin liegt eine große Stärke dieses Buches. Die Form passt zu den Figuren und ihrer Lebenswelt: rastlos, unmittelbar und ohne den sicheren Abstand einer klassischen Erzählung. Dass dieser besondere Rhythmus und die Mischung aus Alltagssprache und jugendlicher Direktheit auch auf Deutsch so intensiv wirken, ist ein großes Verdienst der Übersetzerin Elina Kritzokat. Neben den vier Freunden haben mich besonders die leiseren Figuren im Hintergrund beschäftigt – vor allem die Mütter und Frauen in ihrem Umfeld. Während die Welt der jungen Männer von Härte, Stolz und dem Kampf um Anerkennung bestimmt ist, stehen diese Figuren oft für eine andere Form von Halt. Sie können die Probleme nicht lösen, aber sie bleiben verbunden, sorgen sich und hoffen. Dieser Kontrast macht deutlich, dass hinter jeder scheinbar verlorenen Biografie immer auch Menschen stehen, die mittragen. Die selbst geschaffene „family“ der vier Freunde ist Stärke und Gefahr zugleich. Sie gibt ihnen Sicherheit in einer Welt, die ihnen wenig bietet, und zieht sie gleichzeitig immer tiefer in eine Realität hinein, aus der ein Ausweg immer schwieriger wird. „bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann“ ist kein leichtes Buch und sicherlich auch kein gewöhnlicher Coming-of-Age-Roman. Es fordert heraus, vor allem durch seine Sprache, belohnt aber die Bereitschaft, sich darauf einzulassen. Ein rauer, intensiver und gleichzeitig erstaunlich menschlicher Roman über Freundschaft, Verlorenheit und die Frage, was Familie eigentlich bedeutet.

  • Bewertung

    5/5

    05.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Harte Realität

    „bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann“ schildert den Alltag von vier Osloer Jungs mit Migrationshintergrund. Ivor, der Ich-Erzähler, Marco, Arjan und Jonas, sind die Protagonisten, die in den Außenbezirken Oslos, sozialen Brennpunkten, aufwachsen. Sie haben unterschiedliche Wurzeln, aber die gleichen Probleme. Zerrüttete Familien, die keinen Rückhalt bieten, fehlendes Geld, ständige Ablehnung – der Weg vom Schulschwänzer zum gewaltbereiten Drogendealer ist nahezu unausweichlich; Zukunftsträume werden wohl Träume bleiben. Der Autor, Oliver Lovrenski, geboren 2003, wuchs in Oslo als Sohn kroatisch-norwegischer Eltern auf. "bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann", ist sein autobiographischer Debütroman, den er teilweise auf dem Handy schrieb. Der Text besteht aus kurzen, fast fragmentartigen Kleinstgeschichten, verzichtet auf Groß- und Kleinschreibung und korrekte Grammatik, die Zeichensetzung ist kreativ, so dass der Leser das Gefühl hat, die Handynotizen eines Jugendlichen zu lesen. Auch die Sprache ist eine echte Herausforderung, es ist der „Sound der Straße“, rau und ungeschliffen, ein Slang gespickt mit arabischen, kroatischen und somalischen Begriffen. Sprache und Stil lassen die Geschichte krass authentisch erscheinen und haben mich so in den Bann gezogen, das ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Der Roman schildert brutal ehrlich die unschöne, harte Realität und die Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit dieser Jugendlichen am Rande der Gesellschaft. Da fragt man sich schon, ob in unserer Gesellschaft nicht irgendetwas so richtig schief läuft!

  • Eric

    aus Dresden

    5/5

    15.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein anderer Blick auf Oslo

    Oliver Lovrenski, geboren 2003, aufgewachsen in Oslo. Sohn mit kroatischen und norwegischen Wurzeln. „bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann“ ist Lovrenski Debütbuch. Teilweise hat er dieses Buch auf dem Handy geschrieben. 250 Seiten umfasst dieses Buch. 250 Seiten mit mehr oder weniger Text. 250 Seiten mit mehr oder weniger Zeilen. 250 Seiten mit sehr wenigen Satzzeichen, maximal Frage-, Ausrufezeichen, Komma oder Semikolon. 250 Seiten ohne Großbuchstaben. Was ungewöhnlich klingt, ist ungewöhnlich zu lesen. Der Klang der Sprache ist anfangs anstrengend. Wo ist ein Satz zu Ende, wo fängt ein neuer an. Der besondere Rhythmus der Sprache muss gefunden werden. Das Buch wird in 3 große Blöcke geteilt und die Seiten mit dicken Überschriften, teilweise nummeriert, versehen. Was mitunter sehr hilfreich ist. Hinzu kommt die Jugendsprache die Lovrenski nutzt. Ich bin jetzt noch nicht so alt, aber auch ich musste im Glossar spicken, was das eine oder andere Wort bedeutet. Die Handlung wird linear erzählt. Änderungen der Sichtweisen der Protagonisten macht es den Roman einfacher zu verstehen. Die Liebe zwischen den Menschen in der Clique treibt sie an. Status ist wichtig und muss ausgebaut werden. Träume sind schön. Sind Träume zum Greifen nah? Lovrenski verarbeitet harte Themen. Alkohol – und Drogenmissbrauch, Gewalt und Kriminalität. Mit diesen werden sie tagtägliche konfrontiert. Durch die alltägliche Konfrontation wird das Einschätzen der Gefahr (teilweise) spät erkannt. Oliver Lovrenski hat ein ungeschöntes, sprachlich geniales und ungewöhnliches Buch geschrieben. Als ich das Buch gelesen habe, war ich in Oslo und habe es noch einmal anders wahrgenommen!

  • Bewertung

    5/5

    04.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Überwältigend

    Wow, also wirklich wow!! '' Bruder wenn wir nicht Family sind, wer dann '' war wirklich eine Erfahrung. Ich habe mich vom Titel zum Kauf verleiten lassen, schließlich sieht man selten Bücher dessen Titel im '' Slang '' sind. Zuhause habe ich mir dann den Klappentext nochmal in aller Ruhe durch gelesen. In den Buch geht es um eine Gruppe junger Männer die sich durch das leben im Schicken Oslo mogeln. Zwischen Drogen, Gewalt und einem maroden Einkaufszentrum leben Ivor, Jonas, Marco und Arjan ihren '' Traum '' von Freiheit. Ich war wirklich überwältigt von dem Buch. Sowohl der Schreibstil als auch die Geschichte an sich war sehr interessant. Es fühlte sich nicht an wie ein Roman sondern eher als würde man in einem Tagebuch der jungen Männer lesen. Ich denke dennoch, dass es nicht für jeden was ist, da der Schreibstil doch recht Makaber ist, besonders dass alles klein geschrieben ist machte das '' Tagebuch feeling'' noch stärker.

  • Bewertung

    5/5

    11.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    außergewöhnlich

    Ehrlich und brutal erzählt Lovrenski die Geschichte von vier Jungs auf den Straßen Oslos. Drogen und Gewalt sind ihr Alltag, dennoch stecken in ihnen auch Ängste und Sehnsüchte. Schonungslos berichtet Loverenski von deren Leben, von tiefer Freundschaft geprägt und durch jedes einzelene Erlebnis näher zusammengeschweißt. Dieses Debüt hat mich mit all seinen Emotionen umgehauen. Auch sprachlich ist dieser Roman unfassbar interessant und außergewöhnlich, wie verschriftlichte Sprachnachrichten.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von L. Fritzsche

    L. Fritzsche

    Thalia Dresden – Schillerplatz

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    bruder, was ein Buch

    Keine langen Kapitel, kein lyrisch ausgeschmückter Text, keine korrekte Rechtschreibung, einfach nur BAM ins Gesicht. Selten ein so ehrliches, direktes Buch gelesen. Eine Gruppe von Jungs, die im Schatten der Plattenbauten und im Rausch groß werden. Es wird geballert, es wird gedielt, es wird abgehangen und rumgelungert. Dieses Werk spricht für eine gesamte Generation. Junge Menschen, die sich fühlen, als gäbe es in dieser Gesellschaft keinen Platz für sie.
  • Zum Bewerterprofil von Lea Rückert

    Lea Rückert

    Thalia-Buchhandlung Herder & Thalia

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    bruder, wieso so emotional

    Ich hatte andere Erwartungen an dieses Buch, aber es hat mich komplett umgehauen. Einen Roman zu veröffentlichen, der in der Handynotizapp geschrieben wurde und der trotzdem eine so wundervolle, lyrische Sprache hat, finde ich beeindruckend. Die Übersetzerin hat auf jeden Fall eine Erwähnung verdient, da sie die ungefilterte Jugendsprache aus dem norwegischen so gut ins deutsche wiedergibt. Lovrenskis autobiographische Lektüre ist in Teilen witzig, oft traurig und bleibt vor allem im Kopf.
  • Zum Bewerterprofil von Peter Zielke

    Peter Zielke

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    18.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    bruder, wenn du dieses Buch nicht liest...

    Es gibt Bücher, bei denen ist die Erwartungshaltung eher ein interessiertes Nichts, und dann schlagen sie mit aller Härte zu. Und wenn dieses Buch eines kann, dann zuschlagen! In kurzen Passagen, eher in Textnachrichten erzähllt Oliver Lovrenski von einer Osloer Jugend zwischen Gewalt, Drogen - und unendlicher Zärtlichkeit. Absolut unerwartet, absolut wundervoll. Wenn ich dieses Jahr nur noch ein einziges Buch empfehlen dürfte, dann könnte es nur dieses sein!
  • Zum Bewerterprofil von R. Tappenbeck

    R. Tappenbeck

    Thalia Berlin – Tauentzienstraße

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Handynotizen in literarisch

    Genau so sollte junge Literatur meiner Meinung nach sein. Ehrlich, schonungslos und schön in der Sprache aber ohne an irgendeiner Stelle hochtrabend oder prätentiös zu sein. Ganz im Gegenteil. Auf prägnante Art beschreibt Oliver Lovrenski eine Osloer Jugend zwischen Drogen, Schlägereien und echter Freundschaft in einer Art, die einen emotional mitnimmt und einfach real wirkt.
  • Zum Bewerterprofil von A. Kleeberg

    A. Kleeberg

    Thalia Dresden – Elbe Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ballern, dealen, abhängen, saufen. Ein Roman über meine Generation

    Ivor, Marco, Jonas, Arjan. Dieses Buch war unbeschreiblich für mich. Ich lese viel, das ist mein Beruf, aber es passiert ganz selten, dass mich ein Titel so sprachlos macht wie dieser hier und in dem ich mich und die Generation, der ich angehöre, so gesehen fühle. Oliver Lovrenski hat mit seinem Debütroman ´bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann´ was Großes geschaffen. Der Roman kommt vollkommen ohne Groß-und Kleinschreibung aus, da Lovrenski diesen teilweise am Handy verfasste. Außerdem wird auf jegliche lyrische Schönheit verzichtet, was es sehr ehrlich und unverfroren macht. Wer nicht fließend Jugendsprache spricht wird hier, trotz sehr detaillierten Glossars eine schwere Zeit beim Lesen haben. Es gibt auch keine richtigen Kapitel. Meist ist auch nie die ganze Seite ausgefüllt, manchmal sind es auch nur zwei Sätze und das verblüffende ist das Lovrenski es schafft auf den Punkt zu kommen. Er schreibt das, was er denkt und fühlt. In die Geschichte an sich selbst wird man einfach rein geschmissen. Man begleitet die vier Jugendlichen durch ihren Alltag, ihre Trips und ihre Langeweile. Und sehr schnell stellt man auch fest, dass es sich hier eigentlich um junge Menschen handelt die, gefühlt keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Bei denen die Gesellschaft zu Teilen auch versagt hat. Zum Beispiel bei Jonas der nicht bei seiner Mutter lebt und Gewalt von seinem alkoholkranken Vater erleben muss und das nur weil seine Mutter nicht für zwei Kinder sorgen kann. Jonas, der, nachdem sein Vater ihm die Nase gebrochen hat, seine Mutter anfleht ihn wieder nach Hause zu holen und sie zusagt. Was ihn so glücklich macht wie kein Trip der Welt, so sagt er selbst. Nur um ihren zweiten Sohn dann zum Vater zu schicken und Jonas vor die Entscheidung zu stellen, wem von beiden es dann schlecht ergehen wird. Und das tut so unendlich weh. Nur um dann ein paar Seiten weiter mit sehr schwarzem Humor den größten Lachanfall zu bekommen. Es gibt die Höhen und die Tiefen im Leben dieser Menschen, an denen man konstant Teil hat. Ich bin wirklich begeistert und es ist definitiv eines meiner Jahreshighlights!

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