Unveränderter Nachdruck der Originalausgabe von 1868. Der Verlag Antigonos spezialisiert sich auf die Herausgabe von Nachdrucken historischer Bücher. Wir achten darauf, dass diese Werke der Öffentlichkeit in einem guten Zustand zugänglich gemacht werden, um ihr kulturelles Erbe zu bewahren.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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"Die Leiden des jungen Werther" ist einfach ein wundervoller Briefroman, welcher voller Poesie und in einem unglaublich schönen Stil geschrieben ist.
Zum Artikel selbst lässt sich sagen, dass man eben bekommt wofür man bezahlt. Nur denke ich, dass die Schrift für Seheingeschränkte etwas klein sein könnte. Ansonsten gibt es nichts weiter auszusetzen; sehr zu empfehlen.
Bewertung
5/5
10.01.2026
Buch (Taschenbuch)
10/10
Das Buch ist super Unterhaltsam und zeigt verschiedene Probleme der Gesellschaft. Denn diese Probleme herrschen nicht nur 1808 (Erscheinungsjahr), sie halten auch noch in unserer Heutigen Gesellschaft an.
- Korruption
- Missbrauch
- Scham und die Angst zu reden
…
Super Buch, sehr zu empfehlen!
MC Solaar
5/5
18.11.2021
Buch (Taschenbuch)
„Die Gangster“ vom Friedrich
Der Schiller hat mit seiner neuen Story mal wieder massiv abgeliefert.
Sein Schreibstyle erquickt wie gewohnt des Lesers Herz, auch wenn er als etwas zu stürmisch
erscheinen mag.
Obwohl sein erstes Drama, hat er es doch geschafft damit die Literaturszene zu
busten.
Abschliesen möchte ich mit einer rhetorischen Frage:
„Warum nicht?“
Polar
aus Aachen
5/5
16.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Vor Gericht
*****
Wie vermag man, die Ungerechtigkeit, die Willkür besser zu brandmarken als durch ein Lustspiel. Zu Zeiten der Zensur muss die Kritik so fein ausfallen, dass am besten der Kritisierte, über sich selbst lachen kann. So dumm wie Adam kann doch keiner sein. Ein Tölpel. Gezeichnet von seinen nächtlichen Eskapaden tritt er von Anfang an auf. Heinrich von Kleist setzt seinen Dorfrichter Adam der Lächerlichkeit aus. Der Zuschauer, Leser kann amüsiert dabei zusehen, wie er seinen Hals zu retten versucht. Gleichzeitig seziert Kleist ein Gerichtssystem, in dem ein Mensch wie Adam an eine Schaltstelle der Macht gelangen kann. Ein zerbrochener Krug wird zum Symbol für die in Gefahr geratene Ehre. Die des Mädchens gilt es zu wahren, den Schein des Richters zu retten. Dass die Aufklärung eines Falles verhindert werden soll, war weder zu Kleist Zeiten, noch ist es in unseren Zeiten ein Einzelfall. Recht ist, was als Recht gesprochen wird. Es kommt auf den Richtern an. Im Fall des zerbrochenen Krugs steckt das Intrigenspiel eines Mannes dahinter, der sich ein Mädchen gefügig machen will. Trotz aller Komödie, trotz des genial simplen Gegenstands
ein vergnügliches Spiel um Machtmißbrauch und dörfliche Rechtsprechung.
Bewertung
aus Jena
5/5
01.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Sturm und Drang pur
"Die Räuber" ist ein wunderbar ergreifend inszeniertes Schauspiel, an welchem der Leser als scheinbar direkt Beteiligter dem handlungsreichen Geschehen folgt und in einen emotionalen Strudel aus Mitgefühl, Hoffnung und Zorn gezogen wird. Die Grenzen zwischen Liebe und Hass, Leben und Tod sowie Hingabe und Aufopferung lösen sich auf und erzeugen in den Figuren ein Gefühlschaos, welches ausrufreiche Dialoge sprachlich verbildlichen.
Ein Familiendrama, welches, ausgelöst durch den intriganten Zweitgeborenen, den Tod des Vaters aus seelischer Zerrüttung, den Tod des Erstgeborenen aus Rechtschaffenheit und den Tod des Hinterhältigen selbst aus Angst vor seinem Sturz zum Ausgang hat, sowie den Verlust Geliebter und Freunde fordert...
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5/5
16.10.2024
Buch (Taschenbuch)
"Die Gesetze der Welt sind Würfelspiel worden, das Band der Natur ist entzwei"
Das Bezeichnende an einem Klassiker ist doch, dass seine Inhalte gegen zeitlichen Verfall immun sind. Schillers Drama „Die Räuber“ wurde 1782 uraufgeführt und doch wird der aufmerksame Leser merken, dass die philosophischen Problematiken, die es verhandelt, für die heutige Zeit nicht nur relevant geblieben sind, sondern sogar davor bewahrt werden sollten, gänzlich der Vergessenheit anheim zu fallen. Jene vermeintliche Antiquiertheit, mit der klassische Werke verbannt werden sollen, wird zuweilen gerade als Ideologie eingesetzt, um das Denken in seinen bequemen Grenzen zu lassen. Paradoxerweise kann ein klassisches Werk, dem wir Einlass in die Gegenwart gewähren, dadurch wesentlich moderner anmuten als zum ursprünglichen Zeitpunkt der Veröffentlichung. Das Befremdliche an Klassikern, insbesondere an Schillers Drama ist der Mut, mit dem literarische und philosophische Ideen gleichsam wie Experimente knallhart durchexerziert werden. Der Zeitgeist ist überfordert, Gedanken denken zu können, die von einem System, das auf Nutzenmaximierung und kapitalistischer Akkumulation basiert, als idealistische Fremdkörper ausgeschieden werden. Im heutigen System ist kein Platz für jene von Schiller aufgeworfene Frage nach der Gerechtigkeit von Natur. Natur muss beherrschbar, zähmbar, reproduzierbar sein, so dass kein Raum für Fragen jener Art sind, die sich Franz Moor im Drama stellt. In Anbetracht seiner sichtbaren Benachteiligung, sei sie körperlicher oder symbolischer Natur, bezweifelt er das gerechte Walten der Natur. Gleichgültig sei sie jenen Wesen gegenüber, die sie ins Leben zieht, nur um sie wieder in den Morast zu werfen, so Franz. Statt Liebe sieht er nur dunkle Begierden, die der eigenen Schaffung vorausgegangen sei. Franz akzeptiert die nihilistisch anmutende Prämisse und zieht für sich die egoistische Schlussfolgerung, nach der sein eigenes Leben nun einzig seinen Launen zu folgen habe. Diesen Rachefeldzug gegen die Natur wird der Marquis de Sade wenige Jahre später noch eingehender konstruieren. Wie Franz Moor klagt er die gleichgültige Natur an, die das unglückselige Individuum namens Mensch, ohne Einwilligung in das Universum geworfen hat. Warum sollte der Mensch dann zusätzlich seine beschränkte Lebensspanne mit Moral und Gewissenskrupeln belasten? Schiller indes, wird seinen Franz Moor der Natur nicht mit orgiastischem Dauergenuss entgegen treten lassen. Stattdessen wird er am Ende von existentiellen Ängsten in den Freitod getrieben. Sein Idealismus führt stetig zu einer Verkleinerung des Bösen. Schiller lässt somit die gute Weltordnung obsiegen und verbleibt in metaphysisch anmutender Ethikbegründung.
Karl von Moor, sein Bruder und auch sein Widerpart wird erst durch das Leben zum Rebell. Während der eine bereits desillusioniert ins Leben stürzt, desillusioniert sich der andere erst im Laufe etwaiger Enttäuschungen. Schiller
präsentiert uns zwei rachesüchtige Brüder, von denen der eine den Glauben an eine heile Weltordnung nach und nach verliert, während der andere diesen niemals geteilt hat. Schiller dekliniert deren folgenschweres Scheitern durch und zeigt wie beide schließlich an die Grenze zur Selbstauslöschung gelangen. Karl schreckt im letzten Augenblick jedoch zurück und erkennt in allergrößter Verzweiflung einen neu gedeuteten Stolz in sich. Karl wird in seiner Verzweiflung erkennen, dass seine Taten gesühnt werden müssen und stellt sich der Gesellschaft.
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5/5
19.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Theater kann Ehen stiften!
Ich bin ein großer Fan von Wilhelm Tell! Nicht, weil ich in der siebten Klasse den kompletten Hohle-Gasse-Monolog auswendig lernen und vortragen musste (schlauer Zug vom Lehrer, der so mehrere Schulstunden nichts weiter zu tun hatte als Zuhören!), sondern weil ich dem Stück meinen Mann verdanke: zwei Sommer lang wurden wir nämlich bei den Freilichtaufführungen unserer Stadt als Statisten besetzt- lustigerweise als Brautpaar, das direkt nach obigem Monolog aufzutreten hatte. Insgesamt haben wir so etwa dreißigmal auf der Bühne geheiratet... naja, und irgendwann dann eben noch einmal. Diesmal richtig! Theater kann also Ehen stiften! Danke, Willi!
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