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Sten Nadolny

1. Herbstgeschichte

Herbstgeschichte Der große neue Roman von Bestsellerautor Sten Nadolny

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Peter Kaempfe

Spieldauer

7 Stunden und 54 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

02.10.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

31

Verlag

Osterwoldaudio

Sprache

Deutsch

EAN

9783844943498

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Peter Kaempfe

Spieldauer

7 Stunden und 54 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

02.10.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

31

Verlag

Osterwoldaudio

Sprache

Deutsch

EAN

9783844943498

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  • Claudia S. / Kreis HD

    5/5

    31.12.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Eine Zugreise und ihre Folgen

    Der Schriftsteller Michael und sein Freund, der Schauspieler Bruno, teilen auf einer Bahnreise bis Venedig ein Abteil mit der jungen Kunststudentin Marietta. Sie scheint vor etwas oder jemandem zu fliehen und verschwindet nach einigen Tagen spurlos. Nach vielen Jahren taucht sie bei einer Lesung von Michael auf. Sie sitzt im Rollstuhl und Michael spürt, er will und muss sich um die traumatisierte Frau kümmern. Diese Story ist herrlich verschachtelt und wenn man nicht gut aufpasst, kann man sich ein wenig verlaufen. Dennoch ist das Hören und sicher auch Lesen ein echter Genuss. Ein paar spitze Bemerkungen zum Zeitgeschehen, zur Politik, zum Lifestyle mögen etwas unpassend wirken, runden die Story dennoch gar nicht mal so übel ab. Zu den beiden Freunden gesellt sich ein Schulfreund, Titus, der in seiner Funktion als Drehbuchautor die Fäden der Story für den Leser und Hörer quasi zusammenknüpft. Alles startet kurz vor dem Jahrtausendwechsel und zieht sich bis in die Gegenwart, ins Jahr 2024. Das gibt dem Autor natürlich sehr viel Spielraum für die Darstellung von all den Veränderungen, die in fast 30 Jahren doch bei jedem stattfinden, ob man das nun möchte oder nicht. Dazu nutzt er prägende, zumeist politische, Ereignisse und auch Filme. Eine gelungene und auch fordernde Strategie. Obwohl sehr viel Humor in dieser Geschichte steckt, auch ganz viel Gefühl, Liebe, ist auch Schmerz, Melancholie, Fassungslosigkeit zu finden. Somit spiegelt sie erschreckend gut das wahre Leben wider. Noch dazu ist alles so herrlich undramatisch erzählt, dass die eigentliche Wirkung, der Effekt der harten Realität, mit Verspätung einsetzt und so noch heftiger einschlägt. Die Wendungen machen nicht immer glücklich, doch genau so ist ja auch das Leben. Die Story ist nicht locker-flockig-leicht, aber bereichernd. Daher finde ich auch die Stellen, die weniger angenehm sind, genau richtig. Eine tolle Lektüre, besonders als Hörbuch, von Peter Kaempfe genial eingelesen. Fünf Sterne!

  • Wortschätzchen

    aus Kreis HD

    5/5

    31.12.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Eine Zugreise und ihre Folgen…

    Eine Zugreise und ihre Folgen Der Schriftsteller Michael und sein Freund, der Schauspieler Bruno, teilen auf einer Bahnreise bis Venedig ein Abteil mit der jungen Kunststudentin Marietta. Sie scheint vor etwas oder jemandem zu fliehen und verschwindet nach einigen Tagen spurlos. Nach vielen Jahren taucht sie bei einer Lesung von Michael auf. Sie sitzt im Rollstuhl und Michael spürt, er will und muss sich um die traumatisierte Frau kümmern. Diese Story ist herrlich verschachtelt und wenn man nicht gut aufpasst, kann man sich ein wenig verlaufen. Dennoch ist das Hören und sicher auch Lesen ein echter Genuss. Ein paar spitze Bemerkungen zum Zeitgeschehen, zur Politik, zum Lifestyle mögen etwas unpassend wirken, runden die Story dennoch gar nicht mal so übel ab. Zu den beiden Freunden gesellt sich ein Schulfreund, Titus, der in seiner Funktion als Drehbuchautor die Fäden der Story für den Leser und Hörer quasi zusammenknüpft. Alles startet kurz vor dem Jahrtausendwechsel und zieht sich bis in die Gegenwart, ins Jahr 2024. Das gibt dem Autor natürlich sehr viel Spielraum für die Darstellung von all den Veränderungen, die in fast 30 Jahren doch bei jedem stattfinden, ob man das nun möchte oder nicht. Dazu nutzt er prägende, zumeist politische, Ereignisse und auch Filme. Eine gelungene und auch fordernde Strategie. Obwohl sehr viel Humor in dieser Geschichte steckt, auch ganz viel Gefühl, Liebe, ist auch Schmerz, Melancholie, Fassungslosigkeit zu finden. Somit spiegelt sie erschreckend gut das wahre Leben wider. Noch dazu ist alles so herrlich undramatisch erzählt, dass die eigentliche Wirkung, der Effekt der harten Realität, mit Verspätung einsetzt und so noch heftiger einschlägt. Die Wendungen machen nicht immer glücklich, doch genau so ist ja auch das Leben. Die Story ist nicht locker-flockig-leicht, aber bereichernd. Daher finde ich auch die Stellen, die weniger angenehm sind, genau richtig. Eine tolle Lektüre, besonders als Hörbuch, von Peter Kaempfe genial eingelesen. Fünf Sterne!

  • drawe

    aus Landau

    4/5

    16.10.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Verlust und Wiederfinden

    Mein Hör-Eindruck: Drei Freunde und eine Frau: das ist im Wesentlichen das Personal der Geschichte. Michael, der Schriftsteller, Bruno, der Schauspieler und Titus, der Drehbuchschreiber, sind Freunde seit der Schulzeit und alle erfolgreich in ihrem Beruf. Sie treffen sich nach Jahren durch Zufall wieder, und damit klingt schon ein wesentliches Thema des Romans an: das Finden und Wiederfinden, sie verlieren sich aus den Augen und finden sich wieder. Michael und Bruno treffen auf einer Reise eine schöne junge Frau, die sich Marietta nennt. Marietta ist traumatisiert durch ihre Vergangenheit und aus der Psychiatrie geflohen. Sie bildet nun für viele Jahre das Zentrum, um das die Freunde Michael und Bruno kreisen, auch als Marietta dauerhaft im Rollstuhl sitzt und auf tägliche Fürsorge angewiesen ist. Hier zeigt sich ein zweites großes Thema des Romans: die Heilung durch Kunst. Mariettas persönliche Therapie besteht darin, sich intensiv mit Teppichen zu beschäftigen und schließlich auch die Kunst des Knüpfens zu erlernen. Als es ihr zunehmend schlechter geht, richten Michael und sie sog. Erzähltage ein, an denen sie sich Geschichten erzählen. Aktiviert Kunst, in welcher Form auch immer, die Selbstheilungskräfte? Heilt Kunst seelische Traumata? Schließlich wird auch Titus, der Drehbuchschreiber und fiktive Autor des Romans, mit ins Boot geholt: Mariettas Leben soll verfilmt werden, er soll das Drehbuch dazu schreiben. Mariettas Leben wird ausschließlich aus der Perspektive der drei Freunde gesehen, und so ist das Buch auch aufgebaut. Der Autor erzählt aus mehreren Perspektiven, jedoch niemals aus der Perspektive Mariettas, obwohl sie immer im Mittelpunkt steht. Die Zeit vergeht, Marietta und die Freunde verlieren wechselnd den Kontakt zueinander, einige finden wieder zueinander, andere nicht. Alle werden älter, und zunehmend wird das Vergehen der Zeit zu einem weiteren Thema des Romans. Sehr eindrücklich ist der Bericht des inzwischen 80jährigen Titus. Trotz seines Alters ist keine Resignation zu spüren, er ist offen für Begegnungen mit anderen Menschen und er erkennt, dass immer ein Neubeginn möglich ist. Die Themen erlauben keinen Spannungsbogen; der Leser erfährt keine Ursache für Mariettas rätselhafte Erkrankung, nichts Genaueres über ihre Traumatisierung in der Kindheit, keine Details aus dem Leben der Freunde. Der Roman fließt immer ruhig, manchmal etwas zu gemächlich dahin, aber das in einer wohltuend altmodischen, sehr poetischen Sprache. Peter Kaempfes Stimme passt mit seinem Timbre sehr gut zu diesem Erzählton. Sein Vorlesen ist zugleich Gestaltung und erleichtert das Verständnis.

  • yellowdog

    5/5

    02.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Marietta

    Ein neues Buch des inzwischen 83jährigen Schriftstellers Sten Nadolny ist ein Ereignis. Die Erzählweise ist überwiegend zurückerinnernd. Ausgangspunkt ist die Begegnung zweier Männer (ein Schauspieler und ein Schriftsteller) mit einer jungen Studentin, die in Schwierigkeiten ist. Daraus entwickelt sich die Handlung über eine längere Zeit und mit Zeitsprüngen. Der Erzählton ist ruhig und abgeklärt. Ehrlich gesagt, wirkt es auch ein wenig altmodisch, aber für Sten Nadolny-Leser wird das sehr in Ordnung sein. Das Geschick und die Raffinesse des Autors sorgen für eine außergewöhnliche Handlung. Diese junge Frau, um die es geht, Marietta, ist rätselhaft und wird es lange bleiben. Das trägt den Roman.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    07.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nicht verpassen

    Zwei Freunde und ein junges Mädchen auf dem Weg nach Venedig. So beginnt der Roman über langjährige Freundschafts- und Liebesbeziehungen, der sich trotz der einfachen Geschichte spannend wie ein Krimi liest. Die Charaktere sind unglaublich gut gezeichnet und bergen eine spannende Biographie über die Jahrzehnte. Ein absolutes Meisterwerk. Sehr empfehlenswert.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (8)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Alexander S.

    Alexander S.

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.10.2025

    eBook (ePUB 3)

    Mehr als nur eine Herbstgeschichte

    Eine gefühlvolle Erzählung, die bereits im ersten Kapitel klar macht, dass eine gute Geschichte dazu in der Lage ist, über sich selbst hinauszuwachsen. Sten Nadolny erzählt von Liebe und Freundschaft, von Hilfsbereitschaft, Missbrauch, Krankheit und und und … Vor allem erzählt er uns aber von der Entstehung einer Geschichte, die sich zwischen Fakten und Vermutungen selbst hinterfragt. Leichtfüßig wechselt Nadolny zwischen verschiedenen Erzählperspektiven und weckt dabei in uns Lesenden die selben Fragen, von denen auch seine Charaktere umgetrieben werden. Je weiter wir uns gemeinsam mit Titus, Michael, Iris und Bruno durch die Jahrzehnte tasten, desto immersiver wird das sorgfältig konstruierte Narrativ. Wo beginnt und endet die Erzählung in der Erzählung? Wer erzählt hier von Wem und welche Realität ist denn jetzt die Richtige/Echte/Endgültige? So klar die »Herbstgeschichte« erscheinen mag so offen für Interpretationen ist sie zugleich. Das fühlt sich ein bisschen an wie Christopher Nolans Inception mit ganz viel Baldrian und Fingerspitzengefühl. Man kann dieses wundervolle Buch entspannt weglesen und sich an der netten, unaufgeregten Geschichte erfreuen. Man kann sich aber auch in ihrer Vielschichtigkeit suhlen und den Autor (sowohl den echten als auch den erfundenen) für seine elegante Erzählkunst feiern.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    05.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Drei Leben - eine Geschichte

    Stein Nadolnys „Herbstgeschichte“ hat mich bereichert, wobei die unterschiedliche Präsenz des Personals und dessen innere Dialoge besonders hervorzuheben sind. Doch worum geht es? Die Freunde Bruno und Michael, von Beruf Schauspieler und Schriftsteller, lernen im Zug die junge Kunststudentin Marietta kennen. Die Begegnung ist unerwartet und flüchtig, die Reise endet in Venedig, wo Marietta so plötzlich verschwindet, wie sie in das Leben der beiden geraten ist. Jahre später kreuzen sich ihre Wege erneut und aus gesundheitlichen Gründen bedarf Marietta Fürsorge, was tiefgreifende Einschnitte und Veränderungen bedeutet. Eine einnehmende Erzählung, voller stiller Beobachtungen, feiner psychologischer Nuancen und subtiler Spannung. Peter Kaempfes leicht raue, bodenständige Stimme trägt die ruhige nachdenkliche Stimmung des Romans perfekt, angetan lauschte ich.
  • Zum Bewerterprofil von Sarah Heckhoff

    Sarah Heckhoff

    Thalia Mayersche Bocholt

    Buchhändler*in

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    3/5

    17.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sprachlich stark - inhaltlich schwächer

    Sten Nadolny ist für mich einer der deutschsprachigen Autoren mit dem schönsten Schreibstil. In dieser Hinsicht überzeugt mich auch die Herbstgeschichte ... Der Inhalt hingegen hat mich doch ein wenig enttäuscht. Mir fehlte der Zauber, den ich in Nadolnys anderen Büchern so geliebt habe. Dazu hatte die Herbstgeschichte für mich leider einen argen 'Alter weißer Mann-Vibe'. Sehr schade!

Unsere Meinungen

Bewertungen (3)

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