Produktbild: Der Reisende
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Der Reisende Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.02.2019

Herausgeber

Peter Graf

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,7/11,1/2,7 cm

Gewicht

220 g

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001866984

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Beschreibung

Rezension

»Man erstarrt als Leser ob der Authenzität, der Empathie und auch der eigenen Trauer, die sich einstellt, sitzt man mit dem ‚Reisenden‘ als Beifahrer bei seiner rasenden Reise durch Deutschland.« Lothar Schelenz, Hermannstädter Zeitung, 12. November 2021 ("Hermannstädter Zeitung")
»In einem fast filmisch ablaufenden Erzähltempo entwickelt Boschwitz viele beklemmende Einzelszenen, die sich zu einem Milieubild von barbarischer Triebentfesselung und unverhohlener Herzenskälte verdichten.« Oliver vom Hove, Spectrum, 27.10.2018 ("Spektrum der Wissenschaft")
»"Der Reisende" ist eine Flaschenpost der Exilliteratur.[...] Eine wundersam traurige Parabel. Was Ulrich Alexander Boschwitz in seinen jungen Jahren in Deutschland und auf der Flucht gesehen hat, wird in diesemRoman zu einer überragenden und doch leisen Monografie der Gewalt, in der noch die feinsten Nuancen der Macht beschrieben sind.« Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 02.07.2018 ("Neue Zürcher Zeitung")
»Ulrich Alexander Boschwitz' Roman aus den dreißiger Jahren ist von mitreißender Aktualität.[...] Die Geschichte des Juden Otto Silbermann [...] ist so brandaktuell wie zeitlos.[...] Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass "Der Reisende" bald in der Schule gelesen und diskutiert wird. Das wird helfen.« Ralf Bönt, Die Zeit, 14.06.2018 ("Die Zeit")
»Dem Herausgeber [...] Peter Graf [...] ist mit dem Boschwitz-Roman eine höchst komplizierte Art der Wiedergutmachung gelungen, die für die Authentizität der Geschichtsschreibung ebenso wichtig ist wie für Zerrüttungen der Gegenwart. Mut zum Leben heißt auch, sich mutig für das Leben aller anderer einzusetzen.« Michael Ernst, Sächsische Zeitung, 19./20.05.2018 ("Sächsische Zeitung")
»Hier wird Geschichte erzählt, von einem, der mitten in ihr steckt. Die atemlose Flucht von Hotel zu Hotel, von Stadt zu Stadt und schließlich vor allem von Zug zu Zug, in Richtung der belgischen Grenze: Sie überträgt sich fast physisch auf die Leser.« Alicia Lindhoff, Frankfurter Rundschau, 21./22.04.2018 ("Frankfurter Rundschau")
»"Der Reisende" ist ein sensationeller Spätfund.« Werner Krause, Kleine Zeitung, 31.03.2018 ("Kleine Zeitung")
»Ulrich Alexander Boschwitz zeigt die Mechanismen der Ausgrenzung, in denen der Massenmord schon angelegt ist, nüchtern und schonungslos.« Ulrich Gutmair, taz, 14.03.2018 ("taz")
»Dass dieser Text nun, fast 80 Jahre später, erstmals in deutscher Sprache erscheint, ist eine kleine Sensation. Denn von einem Buch, das aus der Innenperspektive und im gehetzten Stakkato eines Thrillers über die Verfolgung der Juden kurz vor dem Zweiten Weltkrieg berichtet, hatte man bislang nichts gewusst.« Christian Schröder, Der Tagesspiegel, 11.03.2018 ("Tagesspiegel")
»Vor diesem Buch muss man warnen. Man braucht starke Nerven dafür. Aber wer durchhält, ist um ein Lektüreerlebnis reicher, das er nicht so leicht vergessen wird. [...] [Bei] "Der Reisende" handelt es sich um das erschütterndste zeitgenössische belletristische Zeugnis, das wir über die Lebenswirklichkeit eines verfolgten Juden in jener schrecklichen Zeit besitzen.« Tilmann Krause, Welt, 10.03.2018 ("Die Welt")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.02.2019

Herausgeber

Peter Graf

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,7/11,1/2,7 cm

Gewicht

220 g

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001866984

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • Bewertung

    aus Nürensdorf

    5/5

    09.11.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Genial aber traurigerweise top-aktuell!

    Ich habe das Buch fast in einem Zug (haha, einem Durchgang, meine ich!) gelesen. Ich konnte es fast nicht weglegen. In der Tat, ist's ja klar, wie es kommen wird und doch will man genau wissen, ob DER REISENDE es am Schluss doch noch vielleicht schafft. Man wünscht das ihm so. Das Buch - obschon es sich um eine andere Zeit, ein anderes gesellschaftliches Verbrechen handelt - ist heute leider genau so relevant wie dann, als es geschrieben worden ist. Alle müssten es gelesen haben!

  • Bewertung

    aus Gelsenkirchen

    5/5

    30.12.2020

    eBook (ePUB 3)

    Fantastischer Roman mit dichter Atmosphäre

    Mit dem Untergang des Schiffes ist ein Schriftsteller verloren gegangen, von dem wir noch viel hätten erwarten können. Boschwitz versteht es auf unvergleichbare Weise, den Rhythmus des Erzählens an den Inhalt anzupassen. Der rastlose Silbermann, zwischen Hoffnung und Verzweiflung, immer auf der Flucht in einem undankbaren und unnachgiebigen Deutschland der Nazizeit. Ein Lesegenuss der besonderen Art. Ich habe den Roman angefangen und sofort bis zum Schluss gelesen. Fantastisch!

  • Bewertung

    5/5

    27.06.2020

    Buch (Taschenbuch)

    aktueller denn je, ein Werk gegen...

    aktueller denn je, ein Werk gegen das Vergessen und gegen die Gleichgültigkeit in der Gesellschaft. Absolut lesenswert!

  • Andrea Karminrot

    aus Berlin

    5/5

    07.05.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Muss man lesen

    Der Reisende ist ein Buch, das man unbedingt lesen muss. Man spürt die Verzweiflung und Verlorenheit des Kaufmanns Silbermann. Ein wirklich gut geschriebener kleiner Roman. Silbermann, ein reicher (jüdischer) Kaufmann, fühlte sich eine Zeitlang recht sicher, in der Zeit, als Hitler seinen Spießgesellen die Freiheit gab, mit den Juden machen zu dürfen, was sie wollten. An dem Tag, als Silbermann sein Wohnhaus verkaufen wollte, schlug die SS an seine Tür. Alle Juden wurden verhaftet und in Lager oder Gefängnisse verbracht. Silbermann's Frau, die nicht jüdisch war, scheuchte ihn aus dem Hinterausgang auf die Strasse. Nur seiner ruhigen und gesetzten Art, hatte es Silbermann zu verdanken, den Schurken durchs Netz zu gehen, ihnen zu entwischen. Aber wohin nun? Ohne Ausreisepapiere war er aufgeschmissen. Sein Kompagnon konnte ihm einiges an Geld geben, das er in einer Ledertasche bei sich trug. Aber ohne wirkliches Ziel und Möglichkeiten, kam er nicht aus Nazideutschland heraus. So fuhr er als der Reisende mit dem Zug durch Deutschland. Silbermann, einst Chef eines gut laufenden Kontors, war plötzlich ein Nichts, ein Jude ohne Rechte, ohne Handhabe. Abhängig von Menschen, mit denen er gestern noch Geschäfte getätigt hat, denen er Anweisungen gab und vertraut hat. Unsicher sucht er nach Vertrauten, nach Menschen, die ihm zur Seite stehen würden. Doch oft genug traf er auf Verräter. Ständig kreisten seine Gedanken um Dinge, die er machen könnte und verwirft sie sofort wieder, weil er sich sicher ist, dass er dann einen Fehler machen würde. Er musste einen Weg finden, ins Ausland zu gelangen. So stieg er in einen Zug und begann eine seltsame Reise. Er wurde der Reisende. Was ich gelesen habe Silbermann, der Kaufmann, erzählt seine eigene Geschichte. Die Gedanken sind unermüdlich am Rotieren. Wohin nur? Und wie? Wem kann er noch vertrauen? Dinge, die einem sicherlich in einer solch brenzligen Situation durch den Kopf gehen. Von der ersten Seite an habe ich mit dem Mann mitgegrübelt. Wie würde ihm geholfen. Der Roman hat sich sehr zügig gelesen. Bewundernswert dafür, dass der Schriftsteller selber noch nicht besonders alt war. Ulrich Alexander Boschwitz schrieb diesen Roman mit 24 Jahren. 1915 in Berlin geboren war er mit seiner Mutter nach Skandinavien emigriert. Dort schrieb er seinen ersten Roman, der ihm ein Studium ermöglichte. 1939 schrieb er dann „Der Reisende“ in England. 1942 wurde er dann nach Australien, als enemy alien interniert. Auf seiner Rückreise, nach England, wurde Boschwitz‘s Schiff, von einem deutschen U-Boot torpediert. Sein letztes Manuskript ging (wahrscheinlich) mit dem talentierten Schriftsteller unter.

  • monerl

    aus Langen

    5/5

    03.04.2019

    Hörbuch-Download

    Intensiv und eindrücklich!

    Meine Meinung “Was war ich? Nein, was bin ich? Was bin ich eigentlich? Ein Schimpfwort auf zwei Beinen, dem man es nicht ansieht, dass es ein Schimpfwort ist!” (Zitat aus Hörbuch) Ein Buch, durch das ich regelrecht geflogen bin. Ich fühlte mich getrieben, wie auch der Protagonist Otto Silbermann, der leider viel zu spät erkannt und akzeptiert hat, dass er als Jude, auch wenn ihm die Religion immer herzlich egal war, in Deutschland keine Heimat mehr hat. Er wollte nicht wahrhaben, dass so jemand wie er, der im 1. Weltkrieg für Deutschland gekämpft hatte, nun ein Niemand sein soll, dem man das Deutsch-Sein absprach. Mit seinem letzten Hab und Gut, einer Aktentasche voller Geld, versucht er sich ins Ausland abzusetzten. Doch es ist zu spät. So findet er sich wieder als Reisender mit der Deutschen Reichsbahn, die gleichermaßen Freiheit und Gefängnis für ihr geworden ist. Man fühlt die wachsenden Ängste, die Verzweiflung und die Resignationsgedanken des Protagonisten. Es gibt keinen Ausweg. Soll er sich seinem Ende ergeben? Doch welchem Ende? Der Gefangenschaft im KZ, dem Tod oder gar dem Freitod? Durch das Nachwort erfährt der*die Leser*in, dass der Roman starke auto- bzw. familienbiografische Züge aufweist. Ulrich Alexander Boschwitz floh 1935 mit seiner Mutter nach Schweden und es ist sehr tragisch, dass dieser damals noch sehr junge Autor 1942 mit dem Schiff unterging und starb, auf dem er sich auf der Rückreise vom Internierungslager von Australien nach England befand, das von einem deutschen U-Boot torpediert wurde. (Quelle: Wikipedia) Boschwitz erzählt intensiv und sehr eindrücklich über die Zeit in Deutschland, kurz bevor der 2. Weltkrieg ausbrach. Man spürt ganz deutlich, wie ihn diese Veränderung durcheinander brachte und er nicht nachvollziehen konnte, wie unmenschlich und unwürdig Juden nun behandelt wurden. In seinem Roman setzt er sich mit verschiedenen Denkansätzen von Deutschen, ob Juden oder Nicht-Juden, auseinander. Er geht soweit, dass er Otto Silbermann die Juden hassen lässt, die in seinen Augen für sein Schicksal verantwortlich sind, denn durch sein recht arisches Aussehen könnte er als Nicht-Jude durchgehen, wenn nicht dieses große, gelbe “J” in seinem Pass leuchten und ihn anprangern würde. Fazit Ein absolut lesens- und hörenswertes Buch, das als ein gelungenes zeitgeschichtliches Dokument die dunkle Zeit in Deutschland und Europa beschreibt, das heute leider wieder thematisch sehr aktuell geworden ist. Sei es auf den Judenhass bezogen wie auch auf den Umgang mit Menschen, die aus Kriegsgebieten fliehen und wie mit ihnen in Deutschland und Europa umgegangen wird. Man kann nach der Lektüre sehr gut sehen, wie die Vergangenheit die Gegenwart wieder eingeholt hat und in eine neue Sprialebene mündet und sich weiter dreht.

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Unsere Meinungen

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    Haike Zimmer

    Thalia Dresden – Elbe Park

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    5/5

    03.12.2025

    eBook (ePUB 3)

    Frühes Zeitzeugnis

    "Der Reisende" ist der jüdische Kaufmann Silbermann. Ziellos reist er mit dem Zug durch Deutschland, welches er nicht mehr verlassen kann und eigentlich auch nicht will. Es ist das Jahr 1933. Boschwitz Werk, ist ein ganz frühes Zeugnis von der Machtergreifung der Nationalsozialisten und der Entrechtung und Hilflosigkeit der jüdischen Bevölkerung. Es ist sehr vorausschauend auf die kommenden Ereignisse. Das traurige Schicksal des jungen Autors , macht den Roman nochmal doppelt wichtig.
  • Zum Bewerterprofil von Nate Pischner

    Nate Pischner

    Thalia Berlin – Alexa

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.05.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Ein erstaunliches Zeitdokument.

    Ein erstaunliches Zeitdokument.
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike Kaiser

    Ulrike Kaiser

    Thalia Mülheim – Rhein-Ruhr-Zentrum

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.05.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Ein fulminanter Roman aus dem...

    Ein fulminanter Roman aus dem Jahre 1939, der auch heute noch widerspiegelt, wie verzwiefelt die Situation der jüdischen Bevölkerung im Nazi-Deutschland war. Sehr beeindruckend!
  • Zum Bewerterprofil von Karsten Rauchfuss

    Karsten Rauchfuss

    Thalia Oldenburg – Schlosshöfe

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.08.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Mit 23 Jahren schreibt ein Autor...

    Mit 23 Jahren schreibt ein Autor einen Roman, der so unglaublich ist, dass man sich fragt, woher er nur diese Erfahrung und die Sensibilität für seine Hauptfigur hernimmt. Grandios
  • Zum Bewerterprofil von Matthias Preuschoff

    Matthias Preuschoff

    Thalia Mettmann – Königshof Galerie

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.07.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Egal wohin er reist, Die Schlinge...

    Egal wohin er reist, Die Schlinge um Otto Silbermanns Hals zieht sich mit jeder Seite immer weiter zu. Die ständige Furcht, der Verlust von Familie und Hab und Gut treiben ihn in d

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