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Sanditz Roman | nominiert: Deutscher Buchpreis 2026 Longlist. Das große Epos der Nachwendezeit: »Rietzschel ist eine der wichtigsten jungen Stimmen Ostdeutschlands.« FAZ

26

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

4490

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

21/13,7/3,8 cm

Gewicht

581 g

Farbe

Grau

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28516-2

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Lange keinen Roman gelesen, der so gut gezeichnete Nebenfiguren hatte. Schon allein die Szenen aus dem Gemeindeleben lohnen die Lektüre. Rietzschel – einer der begabtesten Erzähler seiner Generation. ("Die Welt, Literarische Welt")
Ein Panorama der Wendezeit bis heute. Dabei schreibt Lukas Rietzschel bemerkenswert detailliert. Er lässt sich Zeit für genaue Alltagsbeobachtungen, zeichnet Landschaften und Menschen mit viel Präzision, Feingefühl und Respekt. ("SWR Bestenliste")
Lukas Rietzschel zeigt mit ›Sanditz‹ eindrucksvoll, dass ein guter Roman manchmal besser als soziologische Studien helfen kann, komplizierte gesellschaftliche und politische Sachverhalte zu verstehen. Man kann in Zeiten wie diesen wohl kaum Besseres über ein Buch sagen. ("Kölnische Rundschau")
Der opulente Roman ›Sanditz‹ ist ein farbenprächtiges ostdeutsches Märchenbuch. (…) So ist vom Osten Deutschlands wohl noch nie erzählt worden. ("Buchkultur")
Mit seinem großartigen neuen Roman ›Sanditz‹ liefert Lukas Rietzschel ein historisches Panorama der sich langsam auflösenden DDR. ("Neue Zürcher Zeitung")
Ein epochaler Gesellschaftsroman. ("SuperIllu")
Er ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Autoren seiner Generation. ›Sanditz‹ zählt jetzt schon zu den Höhepunkten des Literaturjahrs 2026. ("Ostdeutsche Allgemeine Zeitung")
Dieser junge Autor versteht schon jetzt sein Handwerk. Die Dialoge sitzen, die inneren Stimmen der Figuren sind von enormer Bandbreite. Die Sorgfalt, die er auch für Nebenfiguren aufbringt, ist außerordentlich. ("Deutschlandfunk, Büchermarkt")
»›Sanditz‹ ist ein ganz erstaunlicher, erstaunlich gelungener, ja glänzend gelungener 500-Seiten-Roman, der einen weitgespannten Blick auf die Gesellschaft wirft. ("Berliner Morgenpost")
Ein toller, ein großer Wurf! ("ZDF Morgenmagazin")

Produktdetails

Verkaufsrang

4490

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

21/13,7/3,8 cm

Gewicht

581 g

Farbe

Grau

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28516-2

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    28.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zu Recht auf der Longlist

    SANDITZ Lukas Rietzschel ET: 12.03.26 Sanditz ist ein kleiner fiktiver Ort in der ehemaligen DDR. Rietzschel nimmt uns mit dorthin und führt uns Ende der 1970er-Jahre in das Leben der Familie Wenzel ein. Wir begleiten sie durch ihren Alltag, lernen Freunde und Bekannte kennen, manche bleiben länger, andere begegnen uns nur für einen kurzen Moment. Nicht alle Figuren sind sympathisch, aber das ist auch gar nicht entscheidend. Gerade ihre Widersprüchlichkeit macht sie glaubwürdig und verleiht der Geschichte Tiefe. Den Mauerfall selbst erwähnt Rietzschel nur am Rande. Viel stärker interessiert ihn, was danach mit den Menschen geschieht. Wir erleben die Familienmitglieder nach der Wende, ihre Aufbruchstimmung und die Hoffnung auf ein besseres Leben, aber auch Ernüchterung, Resignation und Enttäuschung. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen. Historische Ereignisse, die Wende, die Corona-Pandemie und schließlich der Ukrainekrieg bilden den zeitgeschichtlichen Rahmen. Dabei greift Rietzschel zahlreiche gesellschaftliche und politische Themen auf. Manch einer könnte das als überladen empfinden, ich fand gerade diese Vielschichtigkeit ausgesprochen interessant. Zu Beginn hat die Geschichte etwas Mystisches. Ich hatte zunächst den Eindruck, die Raben würden sich in Männer verwandeln und auf der Erde gäbe es keine Bäume mehr. Diese geheimnisvolle Ebene verliert sich leider im weiteren Verlauf. Ich hätte es spannend gefunden, wenn Rietzschel diesen Ton beibehalten hätte. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil, die ungewöhnliche Struktur und die Vielzahl der Themen konnten mich von Anfang an fesseln. SANDITZ ist kein Buch, das man schnell wegliest. Man muss die Geschichte und ihre vielen Gedanken ein wenig auf sich wirken lassen. Trotzdem ist der Roman an keiner Stelle sperrig. Beim Schreiben dieser Rezension merke ich allerdings, dass ich dem Buch mit meinen Worten kaum gerecht werden kann. Dafür steckt einfach zu viel darin: verschiedene Figuren, Zeiten, Themen und Ebenen, die miteinander verbunden sind. Fazit: Ein großartiger Roman über Familie, gesellschaftlichen Wandel, Hoffnungen und Enttäuschungen, der zahlreiche historische und aktuelle Themen miteinander verknüpft und für mich völlig zu Recht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2026 steht.

  • Lesenswege

    5/5

    27.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Groß angelegtes Gesellschaftspanorama über drei Generationen einer Familie

    Lukas Rietzschel stellt seinem Roman einen Prolog mit einem Anklang an Otfried Preußler und eine alte sorbische Sage voran. Zehn Raben, die sich als Männer entpuppen, stoßen im Wald den alten Bismarck vom Sockel. Einer fehlt in ihrer Runde - Krabat, der einstige Protagonist in Preußlers Roman. Die anderen zehn Raben tauchen jedoch durch die Jahrzehnte immer wieder auf und werden zu Chronisten des Geschehens. Schauplatz ist der fiktive Ort Sanditz in der Lausitz, im östlichen Sachsen an der Abbruchkante zum Braunkohletagebau gelegen und wegen selbigem bereits nicht mehr am ursprünglichen Ort. Im Mittelpunkt stehen drei Generationen der Familie Wenzel/Moschnik, von denen die jüngsten, das Geschwisterpaar Tom und Maria, 2022 bereits schon Ende dreißig sind. Zwei Zeitebenen sind angelegt, die sich am Ende vereinigen. Eine beginnt 1978, die andere ist tagesaktuell. Und so, wie im Prolog unter den Raben Krabat fehlt, fehlt auch in der Romanhandlung ein Protagonist, denn die Geschichte wird von Tom und Maria, dem Vater Roland und dem Onkel Dirk zu etwa gleichen Teilen getragen. Den anderen Familienmitgliedern fallen etwas kleinere Parts zu. Am Anfang habe ich etwas gerätselt und musste mich erst einleben in den Roman, als sich die Handlungsfäden aufeinander zu entwickelten. Oder sollte ich eher umgekehrt sagen, das Knäuel wickelte sich ab? Denn nicht alle Zusammenhänge sind sofort transparent, sondern greifen erst allmählich ineinander. Der Roman spannt einen großen Bogen und vereinigt viele Themen, die für das Leben in der DDR und die Nach-Wende-Jahre von Bedeutung waren. Der Braunkohletagebau, der nicht nur das fiktive Sanditz ein paar Kilometer auf der Landkarte verschob. Bausoldaten (die Waffendienst-Verweigerer der DDR), die ua auf Rügen den Hafen Mukran bauten und zugleich mit offensichtlich sehr sinnlosen Arbeiten beschäftigt und gedemütigt wurden. Homosexuelles Leben in der DDR, was dort schon viel früher als im Westen nicht verboten war, aber trotzdem nicht offen gezeigt wurde. Kirchliche Aktivitäten, die auch das Abschreiben verbotener Bücher umfassten. Das Besetzen der Partei- und Stasi-Zentralen, um die massenhafte Vernichtung von Stasi-Akten zu verhindern. Der westdeutsche Blick auf Ostdeutsche, die in den Westen gehen, zB zum Studium, wie Maria, und wie Exoten angesehen werden, ein Klischee, dass sie dann selbst bedienen und sich zu „der Mandy aus Dresden“ machen, weil sie das Erklären leid sind. Schließlich die Corona-Jahre und der Krieg in der Ukraine. Wer einen klassischen Spannungsbogen erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden, denn der Roman verhandelt das Leben mit all seinen Facetten, (Un-)Möglichkeiten sowie Höhen und Tiefen, zuweilen auch den tiefen Fall, und das macht er mE sehr gut. Er zeigt auf, dass nicht alles in der DDR von früh bis spät politisch dominiert wurde, und dass zugleich doch alles politisch war. Erzählt von Höhenflügen, Absturz und unsanftem Aufprall, von Resignation, Fatalismus und einem sich Einrichten in die Gegebenheiten. Aber, in der Person von Dirk, auch davon, dass es nach all diesen Erfahrungen doch noch eine gute Zukunft geben kann. „Sanditz“ ist ein groß angelegtes Gesellschaftspanorama, konzentriert auf eine Familie und deren Beziehungsgeflecht. Dabei empfinde ich die einzelnen Schicksale gar nicht spezifisch ostdeutsch, denn die Personen hatten vor der Wende nicht so richtig einen Platz in der Gesellschaft, und danach auch nicht, und das ist ein durchaus universelles Schicksal. Womöglich fiel das in der DDR nur nicht so auf, weil dort jeder irgendwie ein Rädchen im Getriebe war. Lukas Rietzschel, Jahrgang 1994 im Raum Kamenz geboren und aufgewachsen, ist eine große Stimme in der aktuellen deutschen Literatur. Er hat im Westen und im Osten studiert und lebt heute in Görlitz. „Sanditz“ ist bereits sein dritter Roman. Sein Erstling „Mit der Faust in die Welt schlagen“ von 2018, in dem es um das Aufwachsen in der Nach-Wende-Ära geht, ist inzwischen verfilmt worden. „Sanditz“ steht auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2026.

  • Buchverliebt und leselustig

    5/5

    14.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolute Leseempfehlung

    Sanditz hat mich ziemlich schnell in seinen Bann gezogen. Vielleicht gerade deshalb, weil Lukas Rietzschel keine große Bühne braucht, um große Geschichten zu erzählen. Er nimmt eine Kleinstadt am Rand der Republik und ihre Bewohnerinnen und Bewohner und macht daraus ein beeindruckendes Panorama der deutschen Geschichte. Besonders gut gefallen haben mir die Sprünge durch die Zeit. Sie haben dem Roman für mich etwas ganz Besonderes gegeben. Immer wieder verändert sich der Blick auf die Figuren und ihre Lebenswege, und gleichzeitig wird deutlich, was von früher geblieben ist und was sich verändert hat. Gerade diese Wechsel haben mich beim Lesen immer wieder neugierig gemacht und dafür gesorgt, dass ich mich sehr gerne auf die Geschichte eingelassen habe. Dabei begegnet man ganz unterschiedlichen Menschen: Menschen mit Hoffnungen und Enttäuschungen, mit großen Ideen und kleinen Träumen, mit dem Wunsch nach Freiheit und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Und genau dadurch wird deutsche Geschichte plötzlich persönlich. Es geht um die Umbruchzeit nach dem Ende der DDR, um Aufbruch und Ernüchterung, um Corona, um die Ukraine, aber vor allem geht es um Menschen, die versuchen, in all diesen Veränderungen ihren Platz zu finden. Ich mochte sehr, dass Sanditz trotz seiner großen Themen warmherzig bleibt. Der Roman urteilt nicht vorschnell über seine Figuren, sondern lässt ihnen Raum. Und so entsteht nach und nach ein vielschichtiges Bild einer Gesellschaft im Wandel. Für mich ist Sanditz völlig zu Recht für die Longlist des Deutschen Buchpreises 2026 nominiert. Es ist ein Buch, das man nicht einfach nur „wegliest“, sondern eines, über das man auch nach dem Zuklappen noch ein bisschen nachdenkt. Und dann ist da noch dieses Cover! Es ist mir sofort ins Auge gefallen und ich finde, es passt wunderbar zum Roman. Auffällig, eigenwillig und definitiv ein Hingucker im Bücherregal. Für mich ist Sanditz tatsächlich das perfekte Buch für den Herbst: atmosphärisch, vielschichtig, manchmal nachdenklich und mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten, in die man sich wunderbar hineinlesen kann. Lieben Dank an den dtv-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars über Netgalley.

  • Stricki

    5/5

    29.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Alle Menschen

    Wir begleiten über fast 50 Jahre 3 Generationen einer Familie, die im fiktiven Sanditz leben. Da ist der Alltag Ende der 70er-Jahre in der damaligen DDR, da sind Roland und Achim, die sich beim Plündern im geräumten Nachbardorf - Tagebau, Zwangsumsiedlung - kennenlernen, und sich sofort verlieben. Da ist eine reiselustige Pastorin, die für Eingeweihte geheime Reisereportagen-Abende organisiert. Ganz normale Menschen, wie es sie damals gegeben hat. Zusammenhalt unter Freunden und in Familien. Die Veränderungen die die Wende ermöglicht haben, und das Leben nach der Wende. Neue Herausforderungen wie Corona und der Krieg in der Ukraine, völlig neue Probleme für die dritte Generation, wo Maria mit einem prekären Job und ihrem psychisch unstabilen Bruder Tom kämpft, und deren Onkel Dirk, der ein spätes Glück erfährt. Lukas Rietzschel schreibt unglaublich toll. Warmherzig, unaufgeregt, mit einem scharfen Blick für die Details. Ich sage nur: "katzengroße Löcher im Kopfsteinpflaster". Über allem liegt eine gewisse Melancholie, die Anstrengung, die jede Veränderung, jeder Schicksalsschlag, jede Entscheidung mit sich bringt, schwingt in jeder Zeile mit. Es dauert ein bisschen, bis man in diesem anspruchsvollen Roman angekommen ist, bis man die Familienkonstellationen durchdrungen hat, und dann nimmt die Geschichte nochmal richtig Fahrt auf. Ich hätte gern noch weitergelesen und erfahren, was im Leben von Maria, Dirk und Roland noch passiert.

  • Bewertung

    5/5

    07.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sanditz

    Nach all den Bewertungen mit langen Inhaltsangaben möchte ich mich kürzer fassen. Ich habe das Buch von einem Bekannten empfohlen bekommen. Wir stammen beide aus der Lausitz, aus Orten, die Sanditz als Vorbild gedient haben könnten. Daher war es für mich unglaublich spannend, die Geschichte zu lesen. In vielen Momenten sah ich Situationen, Personen und Orte aus meinem eigenen Leben widergespiegelt. Der Autor muss viele Zeitzeugen befragt und gut recherchiert haben. Ich bin absolut begeistert. Toller Roman und deshalb fünf Sterne!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (26)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Philipp Buschatz

    Philipp Buschatz

    Thalia Mayersche Köln-Mülheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Familie in den Wirren unserer Tage

    Sanditz ist eine fiktive Stadt in Ostdeutschland. Lukas Rietzschel erzählt hier die Geschichte einer Sanditzer Familie und springt dabei zwischen den großen zeitgeschichtlichen Ereignissen der letzten 40 Jahre hin und her. Von der Wendezeit in die Corona-Pandemie bis hin zum Ukraine-Krieg. Kurzzeitig kam mir zwar der Gedanke, dass dies etwas viel ist. Aber im Kern geht es um die großen, ewigen Themen: Liebe und Tod und was einem im Leben und in den Wirren unserer Zeit Halt geben kann. Ich habe mich mit den verschiedenen Figuren im Buch angefreundet, auch wenn sie mitunter ziemlich schrullig und wunderlich sind. Ein vielschichtiger Familienroman mit viel Zeitgeschichte, der zutiefst berührt!
  • Zum Bewerterprofil von Lukas Becker

    Lukas Becker

    Thalia Köln-Braunsfeld

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sanditz – Ein Panorama der deutschen Seele

    Lukas Rietzschel hat mit „Sanditz" ein Buch geschrieben, das sich anfühlt wie eine Zeitreise durch fünf Jahrzehnte deutscher Geschichte. Im Mittelpunkt steht die fiktive ostdeutsche Kleinstadt Sanditz und die Familie Wenzel – doch Rietzschel erzählt viel mehr: Er zeichnet ein dichtes, multiperspektivisches Porträt von Menschen, die zwischen DDR-Alltag, Wendezeit, Wiedervereinigung, Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg ihre Wege suchen. Was beeindruckt: die Präzision, mit der Rietzschel Widersprüche austrägt – ohne zu romantisieren, ohne zu verurteilen. Ein Orgelbauer, der westliche Bücher schmuggelt. Eine Pfarrerin, die trotz Stasi-Überwachung ihren Weg geht. Nebenfiguren, die genauso lebendig werden wie die Hauptcharaktere. Die Zeitebenen sind kunstvoll verwoben, sodass sich die Abgründe der Biografien allmählich offenbaren. Das Buch lässt sich schwer aus der Hand legen – nicht weil es reißerisch ist, sondern weil Rietzschel mit großem Feingefühl erzählt: humorvoll, tragisch, spannungsgeladen. Es ist sein reifstes Werk, eine Stimme aus Ostdeutschland, die genau trifft, worum andere lange herumschreiben. Ein bemerkenswerter Roman. Lest ihn.
  • Zum Bewerterprofil von Dirk Lengersdorf

    Dirk Lengersdorf

    Thalia Mayersche Heinsberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    literarische Perle

    Es ist manchmal beeindruckend, was richtig gute Literatur bewirken kann! Ich habe nach der Lektüre von Sanditz das Gefühl deutsche Zeitgeschichte am eigenen Leib und doch gleichzeitig aus anderer Perspektive miterlebt zu haben. Besser als mit der Familie Wenzel kann man meines Erachtens nicht erfahren, wie sich die letzten 50 Jahre in der ostdeutschen Provinz angefühlt haben. Ein toller Roman!
  • Zum Bewerterprofil von Peter Zielke

    Peter Zielke

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ...wie eine kleine Zeitreise in vertrautes Gebiet...

    Sanditz fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise in vertrautes Gebiet, wie ein Besuch bei alten Bekannten. Während wir verschiedene Charaktere durch Vor- und Nachwendejahre, durch Corona-Pandemie und den Russischen Angriffskrieg auf die Ukraine begleiten, spinnt Lukas Rietzschel ein erzählerisches Netz aus großartigem Feingefühl. Die Geschichte ist humorvoll, tragisch, und vor allem derart mit Spannung gefüllt, dass das Buch nur schwer aus der Hand zu legen ist. Sanditz ist klar Rietzschels reifstes und in meinen Augen bestes Buch. Also lest es - es lohnt sich!
  • Zum Bewerterprofil von Michael Kaas

    Michael Kaas

    Thalia Bergisch Gladbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grandiose Familien- und Gesellschaftsgeschichte

    Anhand einer Familie aus dem fiktiven sächsischen Ort Sanditz entsteht ein packendes Panorama der letzten Dekade der DDR und der Zeit der Coronapandemie. Die Zeitebenen sind kunstvoll miteinander verwoben, dadurch setzt sich das Bild der Charaktere nach und nach zusammen und die Abgründe der Biografien lassen sich allmählich entschlüsseln. Ein bemerkenswerter Roman eines großartigen jungen Schriftstellers!

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