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Sanditz Roman | nominiert: Deutscher Buchpreis 2026 Longlist. Das große Epos der Nachwendezeit: »Rietzschel ist eine der wichtigsten jungen Stimmen Ostdeutschlands.« FAZ

18

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1691

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

21/13,7/3,8 cm

Gewicht

581 g

Farbe

Grau

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28516-2

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Lange keinen Roman gelesen, der so gut gezeichnete Nebenfiguren hatte. Schon allein die Szenen aus dem Gemeindeleben lohnen die Lektüre. Rietzschel – einer der begabtesten Erzähler seiner Generation. ("Die Welt, Literarische Welt")
Ein Panorama der Wendezeit bis heute. Dabei schreibt Lukas Rietzschel bemerkenswert detailliert. Er lässt sich Zeit für genaue Alltagsbeobachtungen, zeichnet Landschaften und Menschen mit viel Präzision, Feingefühl und Respekt. ("SWR Bestenliste")
Lukas Rietzschel zeigt mit ›Sanditz‹ eindrucksvoll, dass ein guter Roman manchmal besser als soziologische Studien helfen kann, komplizierte gesellschaftliche und politische Sachverhalte zu verstehen. Man kann in Zeiten wie diesen wohl kaum Besseres über ein Buch sagen. ("Kölnische Rundschau")
Der opulente Roman ›Sanditz‹ ist ein farbenprächtiges ostdeutsches Märchenbuch. (…) So ist vom Osten Deutschlands wohl noch nie erzählt worden. ("Buchkultur")
Mit seinem großartigen neuen Roman ›Sanditz‹ liefert Lukas Rietzschel ein historisches Panorama der sich langsam auflösenden DDR. ("Neue Zürcher Zeitung")
Ein epochaler Gesellschaftsroman. ("SuperIllu")
Er ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Autoren seiner Generation. ›Sanditz‹ zählt jetzt schon zu den Höhepunkten des Literaturjahrs 2026. ("Ostdeutsche Allgemeine Zeitung")
Dieser junge Autor versteht schon jetzt sein Handwerk. Die Dialoge sitzen, die inneren Stimmen der Figuren sind von enormer Bandbreite. Die Sorgfalt, die er auch für Nebenfiguren aufbringt, ist außerordentlich. ("Deutschlandfunk, Büchermarkt")
»›Sanditz‹ ist ein ganz erstaunlicher, erstaunlich gelungener, ja glänzend gelungener 500-Seiten-Roman, der einen weitgespannten Blick auf die Gesellschaft wirft. ("Berliner Morgenpost")
Ein toller, ein großer Wurf! ("ZDF Morgenmagazin")

Produktdetails

Verkaufsrang

1691

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

21/13,7/3,8 cm

Gewicht

581 g

Farbe

Grau

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28516-2

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Stricki

    5/5

    29.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Alle Menschen

    Wir begleiten über fast 50 Jahre 3 Generationen einer Familie, die im fiktiven Sanditz leben. Da ist der Alltag Ende der 70er-Jahre in der damaligen DDR, da sind Roland und Achim, die sich beim Plündern im geräumten Nachbardorf - Tagebau, Zwangsumsiedlung - kennenlernen, und sich sofort verlieben. Da ist eine reiselustige Pastorin, die für Eingeweihte geheime Reisereportagen-Abende organisiert. Ganz normale Menschen, wie es sie damals gegeben hat. Zusammenhalt unter Freunden und in Familien. Die Veränderungen die die Wende ermöglicht haben, und das Leben nach der Wende. Neue Herausforderungen wie Corona und der Krieg in der Ukraine, völlig neue Probleme für die dritte Generation, wo Maria mit einem prekären Job und ihrem psychisch unstabilen Bruder Tom kämpft, und deren Onkel Dirk, der ein spätes Glück erfährt. Lukas Rietzschel schreibt unglaublich toll. Warmherzig, unaufgeregt, mit einem scharfen Blick für die Details. Ich sage nur: "katzengroße Löcher im Kopfsteinpflaster". Über allem liegt eine gewisse Melancholie, die Anstrengung, die jede Veränderung, jeder Schicksalsschlag, jede Entscheidung mit sich bringt, schwingt in jeder Zeile mit. Es dauert ein bisschen, bis man in diesem anspruchsvollen Roman angekommen ist, bis man die Familienkonstellationen durchdrungen hat, und dann nimmt die Geschichte nochmal richtig Fahrt auf. Ich hätte gern noch weitergelesen und erfahren, was im Leben von Maria, Dirk und Roland noch passiert.

  • Bewertung

    5/5

    07.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sanditz

    Nach all den Bewertungen mit langen Inhaltsangaben möchte ich mich kürzer fassen. Ich habe das Buch von einem Bekannten empfohlen bekommen. Wir stammen beide aus der Lausitz, aus Orten, die Sanditz als Vorbild gedient haben könnten. Daher war es für mich unglaublich spannend, die Geschichte zu lesen. In vielen Momenten sah ich Situationen, Personen und Orte aus meinem eigenen Leben widergespiegelt. Der Autor muss viele Zeitzeugen befragt und gut recherchiert haben. Ich bin absolut begeistert. Toller Roman und deshalb fünf Sterne!

  • Lesens_werte

    5/5

    06.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gesellschaftsporträt

    Sanditz in Ostdeutschland. Ein Ort, der zu DDR-Zeiten einst vom Kohletagebau eingeholt und durch das sozialistische Regime beschnitten wurde. Heute ist es das Corona-Virus und damit auch wieder Politik, die Familien entzweit, egal ob aus Angst, Wut oder Verzweiflung. So geht es auch den Zwillingen Maria und Tom, mittlerweile fast vierzig Jahre alt, die sich fremder und ferner denn je zuvor sind. Der Roman "Sanditz" ist ein einzigartiges Gesellschaftsporträt. In zwei Zeitebenen lernt man Sanditz' Bewohner kennen. In den Jahren 1982 bis 1999 bietet die Evangelische Kirche einen Rückhalt für Protest und Kritik an der Regierung. Der Unmut unter den Jugendlichen ist zur Wendezeit verständlicherweise groß, der Handlungsspielraum klein. Die zweite Zeitebene widmet sich 2021/22 der Coronapandemie und den konkreten Herausforderungen innerhalb Sanditz und seiner Familien. Für mich war es besonders spannend das Miteinander dieser Gesellschaft in den unterschiedlichsten Krisensituationen von früher bis heute zu verfolgen, die sich über Verdrängung durch den Bergbau, politische Verfolgung, Homophobie bis hin zur Pandemie und Ukraine-Krieg erstrecken. Durch die abwechselnden Kapitel aus Vergangenheit und Gegenwart, konnte die Spannung gut gehalten werden und Hintergründe ließen sich Stück für Stück erschließen. "Sanditz" hat mich in seiner inhaltlichen Gesamtheit nicht nur tief berührt, sondern vor allem zum Nachdenken angeregt und den Blick für unser Gesellschaftsgefüge geschärft.

  • Buecherheidrun

    aus Horb

    5/5

    26.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr lohnenswertes Graben durch gesellschaftspolitische Schichten

    Sanditz ein fiktives, aber vortrefflich skizziertes Dorf in der Lausitz, ist Schauplatz dieses Romans, an dessen Beispiel der Autor die geschichtlichen Ereignisse ab Ende der 70-er Jahre bis ins Heute in einem gesellschaftspolitischen Reigen Revue passieren lässt. Die Familie Wenzel steht dabei stellvertretend für die Generationen dieser Zeit, die sich von der Besetzung der örtlichen Stasi-Zentrale und dem Mauerfall, über den Gang in den Westen und die desillusionierte Rückkehr von dort bis hin zur Corona-Pandemie und zum freiwilligen Kriegsdienst in der Ukraine erstreckt. Dabei lebt die Geschichte von der Authentizität ihrer Figuren, die direkt aus dem Leben gegriffen zu sein scheinen, sowie der Atmosphäre und dem Idealismus der jeweiligen Zeit. Da ist Tom, ein ehemaliger Polizist, der das Weihnachtsfest nicht mit seiner Familie feiern kann, weil er sich einer Bewegung gegen die pandemiebedingten Einschränkungen der Freiheit angeschlossen hat, die er eigentlich hätte durchsetzen müssen. Sein Vater Roland, der nach der Wende in den Westen pendelte, um Dämmungen für Fußbodenheizungen zu verlegen und seiner einstigen Jugendliebe Achim, die er für eine Ehe mit der „gefallenen“ Marion opferte, nachtrauert. Eigentlich ein Held der Wende, da er maßgeblich an der Besetzung der Stasi-Zentrale beteiligt war und der Zerstörung vieler Akten entgegenwirkte. Und Marions Bruder Dirk, der ein lebenslanges Trauma überwinden und endlich an die Ostsee und in einen neuen Lebensabschnitt aufbrechen kann. Umrahmt von der sorbischen Krabat-Sage, in der es auch um orientierungslose, junge Männer geht, die sich in einer Gruppe zusammenfinden und sich einer Übermacht entgegenstellen müssen. Für mich ein großartiger Gesellschaftsroman, der sich Schicht für Schicht durch die Zeiten des Endes der DDR bis in die jüngste Vergangenheit gräbt und dabei noch wunderbar unterhält. Er spielt mit Träumen, Sehnsüchten und Glauben, macht die Gräuel dieses elendigen Krieges in aller Deutlichkeit bewusst und spendet schlussendlich Hoffnung für alle Beteiligten. Sehr lesens- und empfehlenswerter Blick auch hinter die Kulissen und Fassaden.

  • Christian1977

    aus Leipzig

    5/5

    07.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Panorama der Einsamkeit

    Sanditz, 2021: In der kleinen Stadt in der Lausitz gibt sich Tom Wenzel seinen trüben Gedanken hin. Weihnachten wird er erneut ohne seine Familie verbringen, denn noch immer hat er sich nicht gegen Corona impfen lassen. Und nun hat auch noch seine Freundin mit ihm Schluss gemacht. Toms Schwester Maria wittert derweil endlich eine etwas aufregendere journalistische Geschichte. Wer hat bloß die Sanditzer Bismarck-Statue von ihrem Sockel gestoßen? Währenddessen sitzt Roland, der Vater der beiden, wieder einmal am Fenster seiner unsanierten Wohnung und schaut den Kindern vor dem Haus zu, die nichts Besseres zu tun haben, als die Zeit totzuschlagen… „Sanditz“ ist der dritte Roman von Lukas Rietzschel, der bei dtv erschienen ist. Zweifelsohne handelt es sich dabei um das bislang ambitionierteste Werk des gebürtigen Oberlausitzers. Auf knapp 500 Seiten entfaltet er darin das Wimmelbild einer fiktiven Kleinstadt nahe der polnischen Grenze von 1978 bis 2022. Dabei spart er kaum ein gesellschaftlich oder politisch relevantes Thema aus. Ob Corona, der Ukraine-Krieg, Homosexualität in der DDR oder das Ende der Staatssicherheit. Rietzschel legt seinen Finger nicht nur in die ostdeutschen Wunden. Bemerkenswert ist daran vor allem der Umgang mit den zahlreichen Haupt- und Nebenfiguren. Sei es der verschwurbelte Querdenker, der verräterische Christ, der scheiternde Vater oder die übergriffige Großmutter – der Autor urteilt und verurteilt nicht. Vielmehr agiert er als kluger Beobachter, als empathischer Vermittler zwischen den Zeiten, als Mahner ohne Holzhammer und als Kenner der ostdeutschen Gesellschaft und Geschichte. Dabei sollte sich der Leser vom etwas überdrehten Prolog mit „Krabat“-Hommage nicht abschrecken lassen. Spätestens mit dem ersten Aufeinandertreffen von Tom und Maria ist der Ton für den Rest des Romans gesetzt. Pointierte Dialoge, die auf der Klaviatur zwischen leiser Komik und tiefer Traurigkeit gekonnt hin- und herpendeln, vermischen sich mit einem eher nüchternen Erzählton, dem es trotzdem immer wieder gelingt, für große und kleine melancholische Momente zu sorgen. „Er hingegen konsumierte nur. Seine Welt war klein und hörte überall die gleiche Musik. Egal, wo er hinging, irgendwo stand ein Aldi“, heißt es beispielsweise in einem Kapitel über Tom und es sind solche Sätze, die „Sanditz“ auszeichnen. Besonders ist auch die Erzählstruktur des Romans. Während die Gegenwartsepisode sich auf einen relativ kleinen Zeitraum zwischen Ende 2021 und 2022 beschränkt, umfasst der historische Strang fast 25 Jahre. Um sich bei den Figuren und den Orten nicht zu verheddern, gibt es nicht nur eine eigene Internetseite des Buches, sondern auch Skizzen zwischen den Buchdeckeln, die so aussehen, als stammten sie direkt vom Autor. Im Mittelpunkt steht jedenfalls in beiden Strängen neben der eigentlichen Hauptfigur, der Stadt Sanditz, die Familie Wenzel. Was fast alle Figuren des Romans eint, ist die Einsamkeit, die sie ausstrahlen. So entsteht in „Sanditz“ nicht nur ein Gesellschaftsporträt, sondern vor allem auch ein Panorama der Einsamkeit. Mich hat es berührt, wie es Lukas Rietzschel bis zur nahezu kleinsten Nebenfigur gelingt, diese in den Familienroman und in die Stadt Sanditz einzubinden. Exemplarisch dafür sei die Figur Jeremy erwähnt, die nur in der ersten Hälfte des Buches drei kleinere, dafür aber umso bemerkenswertere Auftritte hat. Der zehnjährige Junge ist ein wahrer Kämpfer, der zudem das Herz am rechten Fleck hat. Nur in wenigen Fällen wirken die Charaktere und Episoden wie Fremdkörper, wie beispielsweise ein syrischer Gastarbeiter in der DDR und ein westdeutscher Sparkassendirektor. Diese brachten mich zunächst aus dem Konzept, sind bei näherer Betrachtung aber ein gelungener und sicherlich gewollter Bruch der Sanditzer Welt. Ärgerlicher hingegen ist, dass es eine kleinere inhaltliche Unstimmigkeit gibt, als eine Figur eingesperrt wird und anschließend ihr Handy in der Sofaritze findet. Später heißt es hingegen, sie habe keine Hilfe rufen können, weil ihr das Handy gestohlen worden sei. Anstrengend sind zudem die Passagen, die im letzten Drittel des Romans im Ukraine-Krieg spielen und durch die ich mich durchquälen musste. Wobei natürlich jeder Krieg auch eine Qual ist. Insgesamt ist „Sanditz“ aber ein kluger, berührender und wichtiger Roman, der modern und aktuell ist, und ohne erhobenen Zeigefinger andeutet, wie es zu der gesellschaftlichen Situation kommen konnte, in der wir uns heute befinden. Und das nicht nur in Ostdeutschland. 4,5/5

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lukas Becker

    Lukas Becker

    Thalia Köln-Braunsfeld

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sanditz – Ein Panorama der deutschen Seele

    Lukas Rietzschel hat mit „Sanditz" ein Buch geschrieben, das sich anfühlt wie eine Zeitreise durch fünf Jahrzehnte deutscher Geschichte. Im Mittelpunkt steht die fiktive ostdeutsche Kleinstadt Sanditz und die Familie Wenzel – doch Rietzschel erzählt viel mehr: Er zeichnet ein dichtes, multiperspektivisches Porträt von Menschen, die zwischen DDR-Alltag, Wendezeit, Wiedervereinigung, Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg ihre Wege suchen. Was beeindruckt: die Präzision, mit der Rietzschel Widersprüche austrägt – ohne zu romantisieren, ohne zu verurteilen. Ein Orgelbauer, der westliche Bücher schmuggelt. Eine Pfarrerin, die trotz Stasi-Überwachung ihren Weg geht. Nebenfiguren, die genauso lebendig werden wie die Hauptcharaktere. Die Zeitebenen sind kunstvoll verwoben, sodass sich die Abgründe der Biografien allmählich offenbaren. Das Buch lässt sich schwer aus der Hand legen – nicht weil es reißerisch ist, sondern weil Rietzschel mit großem Feingefühl erzählt: humorvoll, tragisch, spannungsgeladen. Es ist sein reifstes Werk, eine Stimme aus Ostdeutschland, die genau trifft, worum andere lange herumschreiben. Ein bemerkenswerter Roman. Lest ihn.
  • Zum Bewerterprofil von Dirk Lengersdorf

    Dirk Lengersdorf

    Thalia Mayersche Heinsberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    literarische Perle

    Es ist manchmal beeindruckend, was richtig gute Literatur bewirken kann! Ich habe nach der Lektüre von Sanditz das Gefühl deutsche Zeitgeschichte am eigenen Leib und doch gleichzeitig aus anderer Perspektive miterlebt zu haben. Besser als mit der Familie Wenzel kann man meines Erachtens nicht erfahren, wie sich die letzten 50 Jahre in der ostdeutschen Provinz angefühlt haben. Ein toller Roman!
  • Zum Bewerterprofil von Peter Zielke

    Peter Zielke

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ...wie eine kleine Zeitreise in vertrautes Gebiet...

    Sanditz fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise in vertrautes Gebiet, wie ein Besuch bei alten Bekannten. Während wir verschiedene Charaktere durch Vor- und Nachwendejahre, durch Corona-Pandemie und den Russischen Angriffskrieg auf die Ukraine begleiten, spinnt Lukas Rietzschel ein erzählerisches Netz aus großartigem Feingefühl. Die Geschichte ist humorvoll, tragisch, und vor allem derart mit Spannung gefüllt, dass das Buch nur schwer aus der Hand zu legen ist. Sanditz ist klar Rietzschels reifstes und in meinen Augen bestes Buch. Also lest es - es lohnt sich!
  • Zum Bewerterprofil von Michael Kaas

    Michael Kaas

    Thalia Bergisch Gladbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grandiose Familien- und Gesellschaftsgeschichte

    Anhand einer Familie aus dem fiktiven sächsischen Ort Sanditz entsteht ein packendes Panorama der letzten Dekade der DDR und der Zeit der Coronapandemie. Die Zeitebenen sind kunstvoll miteinander verwoben, dadurch setzt sich das Bild der Charaktere nach und nach zusammen und die Abgründe der Biografien lassen sich allmählich entschlüsseln. Ein bemerkenswerter Roman eines großartigen jungen Schriftstellers!
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckend

    „Sanditz“, der neue Roman von Rietzschel, hat mich begeistert. Anhand der unterschiedlichen Lebenswege der Bewohner der fiktiven ostdeutschen Kleinstadt Sanditz zeichnet er ein zeitgeschichtliches Panorama deutscher Geschichte, das sich von den siebziger Jahren über die Corona-Zeit bis zum Ausbruch des Ukraine-Krieges erstreckt. Im Mittelpunkt steht die Familie Wenzel, doch auch eine Vielzahl von bemerkenswerten und charakterstarken Nebenfiguren prägen den Roman, die alle von einem Widerstandsgeist geprägt sind. Manchmal äußert er sich nur in kleinen, aber durchaus mutigen Dingen. Man begegnet einem Orgelbauer, der bei seinen Heimfahrten westliche Bücher in den Osten schmuggelt, oder einer Pfarrerin, die trotz der Überwachung durch die Stasi Wege findet, ihre engagierte Gemeindearbeit fortzusetzen. Nachdem ich mich mit den vielen Figuren vertraut gemacht hatte, konnte ich den Roman nicht mehr aus der Hand legen. Es ist bemerkenswert, wie der Autor anhand der verschiedenen Lebenswege Themen wie Wandel und Verlust im Osten, Generationenkonflikte und die Vereinsamung während der Corona-Pandemie behandelt. Von mir eine klare Empfehlung!

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