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Sanditz Roman | Das große Epos der Nachwendezeit: »Rietzschel ist eine der wichtigsten jungen Stimmen Ostdeutschlands.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

15

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1227

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

21/13,7/3,8 cm

Gewicht

581 g

Farbe

Grau

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28516-2

Beschreibung

Rezension

Lange keinen Roman gelesen, der so gut gezeichnete Nebenfiguren hatte. Schon allein die Szenen aus dem Gemeindeleben lohnen die Lektüre. Rietzschel – einer der begabtesten Erzähler seiner Generation. ("Die Welt, Literarische Welt")
Ein Panorama der Wendezeit bis heute. Dabei schreibt Lukas Rietzschel bemerkenswert detailliert. Er lässt sich Zeit für genaue Alltagsbeobachtungen, zeichnet Landschaften und Menschen mit viel Präzision, Feingefühl und Respekt. ("SWR Bestenliste")
Lukas Rietzschel zeigt mit ›Sanditz‹ eindrucksvoll, dass ein guter Roman manchmal besser als soziologische Studien helfen kann, komplizierte gesellschaftliche und politische Sachverhalte zu verstehen. Man kann in Zeiten wie diesen wohl kaum Besseres über ein Buch sagen. ("Kölnische Rundschau")
Der opulente Roman ›Sanditz‹ ist ein farbenprächtiges ostdeutsches Märchenbuch. (…) So ist vom Osten Deutschlands wohl noch nie erzählt worden. ("Buchkultur")
Mit seinem großartigen neuen Roman ›Sanditz‹ liefert Lukas Rietzschel ein historisches Panorama der sich langsam auflösenden DDR. ("Neue Zürcher Zeitung")
Ein epochaler Gesellschaftsroman. ("SuperIllu")
Er ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Autoren seiner Generation. ›Sanditz‹ zählt jetzt schon zu den Höhepunkten des Literaturjahrs 2026. ("Ostdeutsche Allgemeine Zeitung")
Dieser junge Autor versteht schon jetzt sein Handwerk. Die Dialoge sitzen, die inneren Stimmen der Figuren sind von enormer Bandbreite. Die Sorgfalt, die er auch für Nebenfiguren aufbringt, ist außerordentlich. ("Deutschlandfunk, Büchermarkt")
»›Sanditz‹ ist ein ganz erstaunlicher, erstaunlich gelungener, ja glänzend gelungener 500-Seiten-Roman, der einen weitgespannten Blick auf die Gesellschaft wirft. ("Berliner Morgenpost")
Ein toller, ein großer Wurf! ("ZDF Morgenmagazin")

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1227

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

21/13,7/3,8 cm

Gewicht

581 g

Farbe

Grau

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28516-2

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Lesens_werte

    5/5

    06.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gesellschaftsporträt

    Sanditz in Ostdeutschland. Ein Ort, der zu DDR-Zeiten einst vom Kohletagebau eingeholt und durch das sozialistische Regime beschnitten wurde. Heute ist es das Corona-Virus und damit auch wieder Politik, die Familien entzweit, egal ob aus Angst, Wut oder Verzweiflung. So geht es auch den Zwillingen Maria und Tom, mittlerweile fast vierzig Jahre alt, die sich fremder und ferner denn je zuvor sind. Der Roman "Sanditz" ist ein einzigartiges Gesellschaftsporträt. In zwei Zeitebenen lernt man Sanditz' Bewohner kennen. In den Jahren 1982 bis 1999 bietet die Evangelische Kirche einen Rückhalt für Protest und Kritik an der Regierung. Der Unmut unter den Jugendlichen ist zur Wendezeit verständlicherweise groß, der Handlungsspielraum klein. Die zweite Zeitebene widmet sich 2021/22 der Coronapandemie und den konkreten Herausforderungen innerhalb Sanditz und seiner Familien. Für mich war es besonders spannend das Miteinander dieser Gesellschaft in den unterschiedlichsten Krisensituationen von früher bis heute zu verfolgen, die sich über Verdrängung durch den Bergbau, politische Verfolgung, Homophobie bis hin zur Pandemie und Ukraine-Krieg erstrecken. Durch die abwechselnden Kapitel aus Vergangenheit und Gegenwart, konnte die Spannung gut gehalten werden und Hintergründe ließen sich Stück für Stück erschließen. "Sanditz" hat mich in seiner inhaltlichen Gesamtheit nicht nur tief berührt, sondern vor allem zum Nachdenken angeregt und den Blick für unser Gesellschaftsgefüge geschärft.

  • Buecherheidrun

    aus Horb

    5/5

    26.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr lohnenswertes Graben durch gesellschaftspolitische Schichten

    Sanditz ein fiktives, aber vortrefflich skizziertes Dorf in der Lausitz, ist Schauplatz dieses Romans, an dessen Beispiel der Autor die geschichtlichen Ereignisse ab Ende der 70-er Jahre bis ins Heute in einem gesellschaftspolitischen Reigen Revue passieren lässt. Die Familie Wenzel steht dabei stellvertretend für die Generationen dieser Zeit, die sich von der Besetzung der örtlichen Stasi-Zentrale und dem Mauerfall, über den Gang in den Westen und die desillusionierte Rückkehr von dort bis hin zur Corona-Pandemie und zum freiwilligen Kriegsdienst in der Ukraine erstreckt. Dabei lebt die Geschichte von der Authentizität ihrer Figuren, die direkt aus dem Leben gegriffen zu sein scheinen, sowie der Atmosphäre und dem Idealismus der jeweiligen Zeit. Da ist Tom, ein ehemaliger Polizist, der das Weihnachtsfest nicht mit seiner Familie feiern kann, weil er sich einer Bewegung gegen die pandemiebedingten Einschränkungen der Freiheit angeschlossen hat, die er eigentlich hätte durchsetzen müssen. Sein Vater Roland, der nach der Wende in den Westen pendelte, um Dämmungen für Fußbodenheizungen zu verlegen und seiner einstigen Jugendliebe Achim, die er für eine Ehe mit der „gefallenen“ Marion opferte, nachtrauert. Eigentlich ein Held der Wende, da er maßgeblich an der Besetzung der Stasi-Zentrale beteiligt war und der Zerstörung vieler Akten entgegenwirkte. Und Marions Bruder Dirk, der ein lebenslanges Trauma überwinden und endlich an die Ostsee und in einen neuen Lebensabschnitt aufbrechen kann. Umrahmt von der sorbischen Krabat-Sage, in der es auch um orientierungslose, junge Männer geht, die sich in einer Gruppe zusammenfinden und sich einer Übermacht entgegenstellen müssen. Für mich ein großartiger Gesellschaftsroman, der sich Schicht für Schicht durch die Zeiten des Endes der DDR bis in die jüngste Vergangenheit gräbt und dabei noch wunderbar unterhält. Er spielt mit Träumen, Sehnsüchten und Glauben, macht die Gräuel dieses elendigen Krieges in aller Deutlichkeit bewusst und spendet schlussendlich Hoffnung für alle Beteiligten. Sehr lesens- und empfehlenswerter Blick auch hinter die Kulissen und Fassaden.

  • Christian1977

    aus Leipzig

    5/5

    07.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Panorama der Einsamkeit

    Sanditz, 2021: In der kleinen Stadt in der Lausitz gibt sich Tom Wenzel seinen trüben Gedanken hin. Weihnachten wird er erneut ohne seine Familie verbringen, denn noch immer hat er sich nicht gegen Corona impfen lassen. Und nun hat auch noch seine Freundin mit ihm Schluss gemacht. Toms Schwester Maria wittert derweil endlich eine etwas aufregendere journalistische Geschichte. Wer hat bloß die Sanditzer Bismarck-Statue von ihrem Sockel gestoßen? Währenddessen sitzt Roland, der Vater der beiden, wieder einmal am Fenster seiner unsanierten Wohnung und schaut den Kindern vor dem Haus zu, die nichts Besseres zu tun haben, als die Zeit totzuschlagen… „Sanditz“ ist der dritte Roman von Lukas Rietzschel, der bei dtv erschienen ist. Zweifelsohne handelt es sich dabei um das bislang ambitionierteste Werk des gebürtigen Oberlausitzers. Auf knapp 500 Seiten entfaltet er darin das Wimmelbild einer fiktiven Kleinstadt nahe der polnischen Grenze von 1978 bis 2022. Dabei spart er kaum ein gesellschaftlich oder politisch relevantes Thema aus. Ob Corona, der Ukraine-Krieg, Homosexualität in der DDR oder das Ende der Staatssicherheit. Rietzschel legt seinen Finger nicht nur in die ostdeutschen Wunden. Bemerkenswert ist daran vor allem der Umgang mit den zahlreichen Haupt- und Nebenfiguren. Sei es der verschwurbelte Querdenker, der verräterische Christ, der scheiternde Vater oder die übergriffige Großmutter – der Autor urteilt und verurteilt nicht. Vielmehr agiert er als kluger Beobachter, als empathischer Vermittler zwischen den Zeiten, als Mahner ohne Holzhammer und als Kenner der ostdeutschen Gesellschaft und Geschichte. Dabei sollte sich der Leser vom etwas überdrehten Prolog mit „Krabat“-Hommage nicht abschrecken lassen. Spätestens mit dem ersten Aufeinandertreffen von Tom und Maria ist der Ton für den Rest des Romans gesetzt. Pointierte Dialoge, die auf der Klaviatur zwischen leiser Komik und tiefer Traurigkeit gekonnt hin- und herpendeln, vermischen sich mit einem eher nüchternen Erzählton, dem es trotzdem immer wieder gelingt, für große und kleine melancholische Momente zu sorgen. „Er hingegen konsumierte nur. Seine Welt war klein und hörte überall die gleiche Musik. Egal, wo er hinging, irgendwo stand ein Aldi“, heißt es beispielsweise in einem Kapitel über Tom und es sind solche Sätze, die „Sanditz“ auszeichnen. Besonders ist auch die Erzählstruktur des Romans. Während die Gegenwartsepisode sich auf einen relativ kleinen Zeitraum zwischen Ende 2021 und 2022 beschränkt, umfasst der historische Strang fast 25 Jahre. Um sich bei den Figuren und den Orten nicht zu verheddern, gibt es nicht nur eine eigene Internetseite des Buches, sondern auch Skizzen zwischen den Buchdeckeln, die so aussehen, als stammten sie direkt vom Autor. Im Mittelpunkt steht jedenfalls in beiden Strängen neben der eigentlichen Hauptfigur, der Stadt Sanditz, die Familie Wenzel. Was fast alle Figuren des Romans eint, ist die Einsamkeit, die sie ausstrahlen. So entsteht in „Sanditz“ nicht nur ein Gesellschaftsporträt, sondern vor allem auch ein Panorama der Einsamkeit. Mich hat es berührt, wie es Lukas Rietzschel bis zur nahezu kleinsten Nebenfigur gelingt, diese in den Familienroman und in die Stadt Sanditz einzubinden. Exemplarisch dafür sei die Figur Jeremy erwähnt, die nur in der ersten Hälfte des Buches drei kleinere, dafür aber umso bemerkenswertere Auftritte hat. Der zehnjährige Junge ist ein wahrer Kämpfer, der zudem das Herz am rechten Fleck hat. Nur in wenigen Fällen wirken die Charaktere und Episoden wie Fremdkörper, wie beispielsweise ein syrischer Gastarbeiter in der DDR und ein westdeutscher Sparkassendirektor. Diese brachten mich zunächst aus dem Konzept, sind bei näherer Betrachtung aber ein gelungener und sicherlich gewollter Bruch der Sanditzer Welt. Ärgerlicher hingegen ist, dass es eine kleinere inhaltliche Unstimmigkeit gibt, als eine Figur eingesperrt wird und anschließend ihr Handy in der Sofaritze findet. Später heißt es hingegen, sie habe keine Hilfe rufen können, weil ihr das Handy gestohlen worden sei. Anstrengend sind zudem die Passagen, die im letzten Drittel des Romans im Ukraine-Krieg spielen und durch die ich mich durchquälen musste. Wobei natürlich jeder Krieg auch eine Qual ist. Insgesamt ist „Sanditz“ aber ein kluger, berührender und wichtiger Roman, der modern und aktuell ist, und ohne erhobenen Zeigefinger andeutet, wie es zu der gesellschaftlichen Situation kommen konnte, in der wir uns heute befinden. Und das nicht nur in Ostdeutschland. 4,5/5

  • gaia

    5/5

    04.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindrückliches Personen-Geschichten-Panorama eines ostdeutschen Städtchens

    „Sanditz“ ist ein fikitver Ort in Ostsachsen. Landschaftlich und gesellschaftlich dominiert durch den Tagebau versammeln sich hier verschiedenste Persönlichkeiten mit ihren ganz eigenen Geschichten. Wir erleben den Wandel von einem durch den voranschreitenden Tagebau gefressenen und dann neu wieder aufgebauten Ort zu DDR-Zeit hin zu einem Ort, dessen Bewohner in den 2020er Jahren mit ganz eigenen und globalen Problemen zu kämpfen haben. Dabei entwirft Lukas Rietzschel ein grandios erfundenes Wimmelbild, welches exemplarisch für viele Orte und Biografien steht, ohne jemals auf Klischees zurückzugreifen. Meines Erachtens ist dies Rietzschels stärkster Roman, der in seiner Breite und ohne Moralisierungen das spannende Bild eines Ortes und seiner Geschichte(n) zeichnet. Dabei nutzt der Autor eine halbchronologische, episodenhafte Erzählweise, die aus vielen kleinen kachelartigen Versatzstücken das Bild von diesem Sanditz und seinen Bewohnern heraufbeschwört. Man kann sich jede Kachel für sich allein ansehen und betrachten, tritt man allerdings einen Schritt zurück, sieht man das ganze Ausmaß der Geschehnisse. Auch wenn wir hier eine zentrale Familie, Familie Wenzel, haben, deren Mitglieder wir immer wieder treffen, so handelt es sich aber keinesfalls um einen Familien- oder Generationenroman. Nach und nach setzen sich während fortschreitender Lektüre die Lebensgeschichten der Protagonisten zusammen. Das führt zu vielen kleinen Spannungsbögen, da wir zwischen den 1970er und 2020er Jahren hin und her springen bzw. uns von den 1970er Jahren an unsere Gegenwart heranarbeiten. Währenddessen greift Rietzschel verschiedene Themen auf, wie die Zerstörung von Ortschaften durch fortschreidenden Tagebau und den damit verbundenen Verlust von Heimat; das kränkelnde System der DDR mit ihrer Bespitzelung und dem entgegengesetzt der Zusammenhalt und Freiheitsdrang einer Glaubensgemeinschaft; die Identitätssuche nach einer Wende, die nicht so ablief, wie es sich viele gewünscht hätten; bis hin zur Suche nach einer Lebensaufgabe, selbst wenn dies mit dem Aufgeben des Lebens durch das Ziehen in einen Krieg bedeutet. Erstaunt war ich über die breit gefächerte Themenpalette des Romans, ohne dass ich das Gefühl gehabt hätte, es werden Themen nur kurz angeschnitten oder des reinen Effekts wegen aufgegriffen. Alles hängt hier miteinander zusammen. Manchmal offensichtlich, manchmal sehr hintergründig. Er nutzt außerdem gekonnt Sagenfiguren, um Verbingungen zu verdeutlichen und zwischen historischen Ereignissen und der Gegenwart herzustellen. Die Figurenzeichnung erscheint sowohl exemplarisch wie auch ganz individuell. Und dies nicht nur bei Hauptfiguren sondern auch und gerade bei Nebenfiguren, die keineswegs als reine Staffage gelten. Zuletzt möchte ich noch erwähnen, dass ich über die detaillierte Darstellung der Kämpfe in der Ukraine erstaunt war. Dies hatte ich so nicht erwartet. Und für mich war es eine Bereicherung, weil sich für mich gezeigt hat, dass fernab der modernen Technik (Drohnen etc.) der Infanterie-Kampf heutzutage im Krieg immer noch genauso schrecklich abläuft wie schon während des ersten Weltkrieges. Ich hatte das Gefühl, ich könnte hier „Das Feuer“ von Barbusse neben die entsprechenden Passagen aus „Sanditz“ legen. Erschreckend und eindringlich! Für mich handelt es sich hier um einen ganz großen Roman, der mich voll und ganz gepackt hat und den ich regelrecht eingesogen habe. Eine klare Leseempfehlung für Lukas Rietzschels dritten Roman! 5/5 Sterne

  • Manfred Orlick

    aus Halle (Saale)

    5/5

    20.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ostdeutsches Panorama

    Lukas Rietzschel erzählt in seinem neuen Roman „Sanditz“ von dem Umbruch in der politischen Wende in einem fiktiven ostdeutschen Ort. Sanditz liegt nahe der polnischen Grenze im Lausitzer Braunkohlerevier. Der Autor, in der sächsischen Oberlausitz geboren, verfolgt dabei die Familie Wenzel auf zwei Zeitebenen - von den 1970er-Jahren, als Sanditz noch ein wichtiger Industriestandort war, bis zur Corona-Zeit. Mauerfall, Stasi, Opposition zum DDR-Staat in Kirchenkreisen, das Aufwachen nach 1989 in einem anderen Land und die anschließende Übernahme des Ostens durch den Westen – all das findet auf den knapp 500 Seiten seinen Niederschlag. Immer wieder werden dabei die Perspektiven gewechselt. Nach und nach nimmt Rietzschel die einzelnen Familienmitglieder und einige Bewohner der Kleinstadt in den Blick und erzählt ihre Geschichten. Neben Landschaftsbeschreibungen und Alltagsbeobachtungen widmet sich Rietzschel vor allem seinen Protagonisten, die er selbst sprechen lässt. Trotz des Blicks in die Vergangenheit will „Sanditz“ kein ostdeutscher „Erklärroman“ sein.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Peter Zielke

    Peter Zielke

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ...wie eine kleine Zeitreise in vertrautes Gebiet...

    Sanditz fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise in vertrautes Gebiet, wie ein Besuch bei alten Bekannten. Während wir verschiedene Charaktere durch Vor- und Nachwendejahre, durch Corona-Pandemie und den Russischen Angriffskrieg auf die Ukraine begleiten, spinnt Lukas Rietzschel ein erzählerisches Netz aus großartigem Feingefühl. Die Geschichte ist humorvoll, tragisch, und vor allem derart mit Spannung gefüllt, dass das Buch nur schwer aus der Hand zu legen ist. Sanditz ist klar Rietzschels reifstes und in meinen Augen bestes Buch. Also lest es - es lohnt sich!
  • Zum Bewerterprofil von Michael Kaas

    Michael Kaas

    Thalia Bergisch Gladbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grandiose Familien- und Gesellschaftsgeschichte

    Anhand einer Familie aus dem fiktiven sächsischen Ort Sanditz entsteht ein packendes Panorama der letzten Dekade der DDR und der Zeit der Coronapandemie. Die Zeitebenen sind kunstvoll miteinander verwoben, dadurch setzt sich das Bild der Charaktere nach und nach zusammen und die Abgründe der Biografien lassen sich allmählich entschlüsseln. Ein bemerkenswerter Roman eines großartigen jungen Schriftstellers!
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckend

    „Sanditz“, der neue Roman von Rietzschel, hat mich begeistert. Anhand der unterschiedlichen Lebenswege der Bewohner der fiktiven ostdeutschen Kleinstadt Sanditz zeichnet er ein zeitgeschichtliches Panorama deutscher Geschichte, das sich von den siebziger Jahren über die Corona-Zeit bis zum Ausbruch des Ukraine-Krieges erstreckt. Im Mittelpunkt steht die Familie Wenzel, doch auch eine Vielzahl von bemerkenswerten und charakterstarken Nebenfiguren prägen den Roman, die alle von einem Widerstandsgeist geprägt sind. Manchmal äußert er sich nur in kleinen, aber durchaus mutigen Dingen. Man begegnet einem Orgelbauer, der bei seinen Heimfahrten westliche Bücher in den Osten schmuggelt, oder einer Pfarrerin, die trotz der Überwachung durch die Stasi Wege findet, ihre engagierte Gemeindearbeit fortzusetzen. Nachdem ich mich mit den vielen Figuren vertraut gemacht hatte, konnte ich den Roman nicht mehr aus der Hand legen. Es ist bemerkenswert, wie der Autor anhand der verschiedenen Lebenswege Themen wie Wandel und Verlust im Osten, Generationenkonflikte und die Vereinsamung während der Corona-Pandemie behandelt. Von mir eine klare Empfehlung!
  • Zum Bewerterprofil von Lennart Bobber

    Lennart Bobber

    Thalia Großpösna – Pösna Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Neue Ostdeutsche Panorama

    Ohne Romantisierung oder Beschönigung. Ohne pauschale Verurteilungen oder Schlechtreden. Lukas Rietzschel schreibt Seite für Seite, Kapitel für Kapitel ein Mosaik der Ostdeutschen Seele und doch über noch so viel mehr! Präzise trifft er mit einem modernen Blick genau das, worum andere schon lange drum herum schreiben. Das Beste, was ich seit langem gelesen habe!
  • Zum Bewerterprofil von Andrea Kowalleck

    Andrea Kowalleck

    Thalia Saalfeld

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine ostdeutsche Kleinstadt im Wandel der Zeit…

    Was für ein großartiges Buch!!!! Ich hab erst ein bisschen gebraucht, eh ich hineinfand, aber dann war ich mit einer Wucht mittendrin im Sanditzer Kleinstadtleben…. Mit den liebenswerten, zum Teil schrulligen, kritischen, eigenbrödlerischen, sich nach Freiheit sehnenden, manchmal ein Trauma verarbeitenden, sich nicht unterordnen wollenden, aber immer menschlich bleibenden Dorfbewohnern hab ich mich auf eine Zeitreise von kurz vor dem Mauerfall, über die Wendezeit bis hin zur Corona-Krise und Beginn des Ukrainekrieges begeben. Ich hab mit den „Sanditzern“ mitgelitten, mitgefiebert, mitgehofft und mit ihnen in Erinnerungen geschwelgt, und dies war eine wunderbare Erfahrung. Ein kluger, interessanter und sehr, sehr lesenswerter Roman.

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