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Vatertage Auf der Suche nach einem Unbekannten — Roman

2

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

48498

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.05.2026

Verlag

Berlin Verlag

Seitenzahl

448

Maße (B/H)

13,8/22 cm

Gewicht

544 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Finistère

Übersetzt von

Michaela Messner + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8270-1537-2

Beschreibung

Rezension

»berührende Auseinandersetzung des eigenen Verhältnisses zu ihrem Vater«

Produktdetails

Verkaufsrang

48498

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.05.2026

Verlag

Berlin Verlag

Seitenzahl

448

Maße (B/H)

13,8/22 cm

Gewicht

544 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Finistère

Übersetzt von

  • Michaela Messner
  • Amelie Thoma

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8270-1537-2

Herstelleradresse

Berlin Verlag
Damaschkestraße 4
10711 Berlin
DE

Email: info@piper.de

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  • Bewertung

    5/5

    09.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührend, spannend

    Auch der zweite Teil dieser ungewöhnlichen Familie und ihrer mit der Zeitgeschichte so besonders verwobenen Geschichte ist einfach packend und berührend geschrieben. Die Einblicke in Frankreichs Bauernkämpfe und Studentenrevolution in den 1960er Jahren sind sehr nah und mit ungewöhnlichen Perspektiven geschrieben. Hatte eine sehr gute Zeit mit dem Buch.

  • seitenmusik

    4/5

    10.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was wir von unseren Vätern erben

    Manchmal brauchen Geschichten Zeit, um mich in ihren Bann zu ziehen. „Vatertage“ war so eine Geschichte. Doch je weiter ich in Anne Berests Roman, erschienen im Mai 2026 beim Berlin Verlag und übersetzt von Amelie Thoma & Michaela Meßner, eintauchte, desto mehr fesselten mich die Generationenkonflikte und die Verbindungen zwischen persönlicher Familiengeschichte und historischen Umbrüchen. An mein Jahreshighlight „Die Postkarte“ reicht das Buch für mich zwar nicht heran, lesenswert ist es dennoch. Worum geht’s? Nach Büchern über ihre mütterliche Familiengeschichte widmet sich Anne Berest diesmal der väterlichen Linie. Die Bretagne, in die die Familie über Generationen hinweg zurückkehrt, ist dabei weit mehr als ein Sehnsuchtsort. Sie prägt Identitäten, Beziehungen und Lebenswege. Anne Berest erzählt von einer Familie, deren Geschichte eng mit der Geschichte der Region verwoben ist: von den deutschen Besatzern im Zweiten Weltkrieg über die Zerstörung Brests bis zu gesellschaftlichen Umbrüchen und der Frauenbewegung. Meine Meinung Was Anne Berest meiner Meinung nach supergut gelingt, ist aufzuzeigen, dass Herkunft nicht einfach etwas Vergangenes ist. Sie wirkt in uns weiter, oft ohne dass wir uns dessen wirklich bewusst sind. Schon zu Beginn beschreibt die Erzählerin im Buch die Distanz, die durch ihren Geburtsort außerhalb der Bretagne entsteht: „Ich fühlte mich deswegen meinem Vater auf kaum merkliche Weise fremd.“ (S. 9) In diesem Satz steckt für mich viel von dem, worum es in diesem Roman geht: um Zugehörigkeit, Entfremdung und die Frage, wie sehr uns unsere familiären Wurzeln bestimmen. Dabei geht es nicht nur um das, was weitergegeben wird, sondern auch um das, worüber geschwiegen wird. „Nein. Die Logik des Schweigens gilt ein Leben lang.“ (S. 229) Dieser kurze Satz bringt für mich auf den Punkt, wie lange unausgesprochene Konflikte und Familiengeheimnisse auch über Generationen (!) nachwirken können. Apropos Generationen: Auch die Generationenkonflikte haben mir gefallen, ebenso wie die Einblicke in die Frauenbewegung und in die Erwartungen, mit denen Frauen verschiedener Generationen konfrontiert waren. Anne Berest verbindet persönliche Erinnerungen mit historischen Ereignissen und macht dabei auch deutlich, dass Familiengeschichte nie losgelöst von gesellschaftlichen Verhältnissen erzählt werden kann. Fazit „Vatertage“ hat mich nicht so mitgerissen wie Anne Berests „Die Postkarte“, bietet aber einen vielschichtigen Blick auf Herkunft, Erinnerung und die Spuren, die frühere Generationen in uns hinterlassen. Eine lesenswerte Familien- und Generationengeschichte, die zugleich auf spannende Weise ein Stück bretonische Geschichte erzählt.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Antje Bergt

    Antje Bergt

    Thalia Berlin – Tauentzienstraße

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.09.2026

    eBook (ePUB)

    Vive la Bretagne!

    Wie schon in "Die Postkarte" recherchiert Anne Berest auch in diesem Buch ihre Familiengeschichte - diesmal väterlicherseits. Berest schlägt wieder gekonnt einen Bogen durch die bretonische Geschichte, von den ersten Bauernaufständen bis zu den Studentenrevolten der 60er Jahre in Paris. Dazwischen immer wieder kurze Anekdoten und Geschichten aus der aktuellen Zeit. Zudem arbeitet sie die fragile Beziehung zu ihrem Vater auf und schreibt ihm mit diesem Buch letztendlich eine Liebeserklärung. Ich habe von vielen gehört, dass sie das Buch enttäuschend fanden und es nicht an "Die Postkarte" heranreicht, bzw. ganz anders ist. Aber Leute, wollt Ihr denn die gleiche Geschichte nochmal in grün? Andere Famile, andere Personen, anderes Umfeld, anderes Buch. Für mich ist es eigenständig großartig! Und ja, es geht viel um den Tod und die Auseinandersetzung mit dem selbigen, doch das macht das Buch auch sehr persönlich und anrührend. Also ich habe am Ende in der U-Bahn ein paar Tränchen verdrückt...
  • Zum Bewerterprofil von Bernadette Koschinski

    Bernadette Koschinski

    OSIANDER Stuttgart – Das GERBER

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.08.2026

    eBook (ePUB)

    Eine bretonische Familiengeschichte mit Tiefgang

    Anne Berests Vatertage ist Familiengeschichte, Zeitgeschichte und Spurensuche in einem – und dabei erstaunlich unterhaltsam. Auf der Suche nach den Wurzeln ihres Vaters führt die Reise in die Bretagne und durch mehrere Generationen. Dabei wird deutlich: In einer Familie gibt es offenbar genauso viele Geschichten wie Familienmitglieder. Mit viel Feingefühl und einer Prise Humor erzählt Berest von den Verbindungen und Eigenheiten, die sich über Generationen hinwegziehen. Ein kluges, warmherziges Buch über Väter, Vergangenheit und die kleinen und großen Geheimnisse, die Familien so interessant machen.
  • Zum Bewerterprofil von P. Kurbach

    P. Kurbach

    Thalia Osnabrück

    Buchhändler*in

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    4/5

    16.07.2026

    eBook (ePUB)

    Generationengeschichte

    Dieses Buch hat mich nicht ganz so stark berührt wie "Die Postkarte" - aber es hat ja auch einen ganz anderen Hintergrund. Trotzdem gefällt mir die Art des Schreibens von Anne Berest und wie sie es schafft, ihre Familie zu porträtieren und dies in die großen Zusammenhänge der Zeitgeschichte einzufassen.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    3/5

    05.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schwierige Nähe

    Bücher, bei denen der erste Versuch missglückt, lege ich auf meinem E-Reader im Ordner "Urlaub“ ab und hole sie wieder hervor. Gerade bin ich im Urlaub, und so war Anne Berests "Vatertage“ jetzt erneut an der Reihe. Berest erzählt von ihrem Vater und dessen Herkunft und gewährt wieder Einblicke in die Geschichte ihrer Familie. Nur wer es schafft, sich von der bleibenden Leseerfahrung ihres Vorgängers "Die Postkarte“ zu lösen, und neugierig darauf ist, Weiteres über Berests Familie zu erfahren, könnte Gefallen daran finden. Mir gelang es auch im zweiten Anlauf nicht, mich vollends darauf einzulassen, was möglicherweise am Schreibstil oder an der Übersetzung lag. "Draufschau“ trifft mein Leseerleben ziemlich exakt.
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    2/5

    24.06.2026

    eBook (ePUB)

    Erwartungshaltung leider nicht erfüllt

    Anne Berests letzter Titel „Die Postkarte“, in dem sie die Geschichte ihres jüdischen Familienzweigs erzählt, hat mich sehr beeindruckt. Die gelungene Verbindung von Familienbiografie und historischen Fakten hat mich gefesselt. Leider konnte ihr neuer Titel „Vatertage“, der sich mit dem väterlichen bretonischen Zweig ihrer Familie auseinandersetzt, meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Die Exkursion in die Geschichte ihres Ur- und Großvaters war zwar spannend, doch danach dreht sich das Buch hauptsächlich um Krankheit und Tod einiger Familienmitglieder und Freunde, unterbrochen von einigen persönlichen Erlebnissen und politischen Ereignissen. Das Ganze wird in teilweise sehr kurzen Geschichten präsentiert, deren Zusammenhänge sich mir meist nicht erschlossen haben.

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