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John of John Roman | »Bis zum smarten Happy End erzählt Stuart ein ganzes Inselleben, ich schmecke die salzige Luft und fühle mit allen mit.« Emotion

100

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

24769

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.04.2026

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

20,5/12,9/4,8 cm

Gewicht

658 g

Farbe

Ozeanblau / Hellblau

Auflage

1

Übersetzt von

Sophie Zeitz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28582-8

Beschreibung

Rezension

»Sensibel, aufmerksam und klug führt uns Douglas Stuart vor Augen, wie Wunden von einer Generation auf die nächste übergehen und wie schwierig es ist, auf die Fähre zu steigen, die uns von unserer Heimatinsel fortbringt.« Susanne Schumann, Brigitte, 18.6.26
»So klein der Kosmos der Hebriden-Insel ist, so sehr steht er doch für eine vollumfängliche Welt. Eine Welt, und das merkt man auf jeder Seite des Romans, die vor allem von Liebe getragen werden sollte, weil alles andere überhaupt keinen Sinn macht.« Birgit Kawohl, Cruiser, Sommer 2026
»Für mich aber gehört Douglas Stuart zu den wenigen Gegenwartsautor:innen, die mit sprachlichen Verzierungen und Pathos in die Vollen gehen können, sich ganz nah an die rote Linie wagen, sie aber nie überschreiten.« Carsten Schrader, Kulturnews, 11.6.26
»Ein atmosphärischer Roman über Identität, Herkunft und die Menschen, die uns prägen.« Michaela Brosi, Business Insider, 12.6.26
»Die Folgen der Unmöglichkeit, offen miteinander zu reden, legt Booker-Preis-Gewinner Douglas Stuart in seinem großartigen, neuen Roman ›John of John‹ aufs schmerzlichste dar.« Martin Thomas Pesl, Buchkultur 3/2026
»Der Roman ist komplex, fantastisch erzählt – eines der besten Bücher des Jahres und vielleicht auch das Beste von Douglas Stuart bisher.... Ein außergewöhnliches Buch... ein zeitlos-mythischer Roman.« Peter Supp, "Mein schwules Buch"-Podcast, 1.6.26
»Ein großartiger Roman über die Macht von Geheimnissen, einengende Strukturen und große Lieben. Dieses Leseerlebnis hallt lange nach.« Eliport, 16.6.26
»Ein großer Roman über Verpflichtung und Verblendung, Liebe und Scham und die Kraft der Wahrheit.« Harper's Bazaar, 26.5.26
»Im Verlaufe dieses wundervoll geschriebenen Romans, der die Perspektiven elegant wechselt, erlebt der Leser eine bizarre love triangle... Stuart erzählt mit großer Geste, er pinselt satte Farben auf sein robustes erzählerisches Mauerwerk, dessen Inneres die fragilen Gerüste menschlicher Beziehungen in Szene setzt.... Sein dramaturgisches Können ist atemberaubend.« Thomas Andre, Hamburger Abendblatt, 19.5.26
»Eine opulente Lektüre, eine große Symphonie... Grandiose Figuren!« Thomas Böhm, radioeins, 7.5.26
»Bis zum smarten Happy End erzählt Stuart ein ganzes Inselleben, ich schmecke die salzige Luft und fühle mit allen mit.« Silvi Feist, Emotion, 5.5.26
»Ich bin wirklich der festen Überzeugung, dass ihr Leben ein besseres werden wird, wenn sie sich beim nächsten Buch, das sie lesen,... für diesen Roman entscheiden.... Er findet einen Sound, der das Körperliche und die Härte des im Roman verhandelten Umfelds mit Cals Sinn für Schönheit und seinem Farbenrausch verbindet.« Carsten Schrader, kulturnews.letter, 28.4.26
»Schade, dass Stuart den Booker Prize schon einmal gewonnen hat. ›John of John‹ ist ein Lese-Erlebnis.« Daniel Stender, Südwestfunk, 24.4.26
»Im Roman herrscht eine beunruhigende, geradezu mystische Stimmung, in der alles gleichzeitig passiert: Körper und Glaube, Begehren und Scham, Intimität und Verbot... Douglas Stuart ist ein begabter Erzähler.« Sebastian Galyga, queer.de, 25.4.26
»Ein Heimkehrroman, der zeigt, wie eng Liebe und Scham beieinander liegen.« Gersin Livia Paya, fm4, 22.4.26
»Ein Meisterwerk über die komplizierte Schönheit menschlicher Beziehungen und die Suche nach einem Platz in der Welt, in der man ganz man selbst sein darf.« Lola Fröbe, Elle, 12.4.26

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Verkaufsrang

24769

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.04.2026

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

20,5/12,9/4,8 cm

Gewicht

658 g

Farbe

Ozeanblau / Hellblau

Auflage

1

Übersetzt von

Sophie Zeitz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28582-8

Herstelleradresse

Hanser Berlin
Lehrter Straße 57 Haus 4
10557 Berlin
DE

Email: info@hanser.de

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  • Lisa

    5/5

    05.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mein erster Roman von Douglas Stuart, und definitiv nicht mein letzter!

    Schon lange habe ich nur Gutes über Douglas Stuarts Romane gehört, entsprechend hoch waren meine Erwartungen an John of John. Umso schöner, dass sie nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen wurden. In John of John begleiten wir Cal, der seine ländliche Heimat verlässt, um in Edinburgh Kunst zu studieren. Als sein Vater John ihn unter einem Vorwand zurück auf die schottische Insel Harris holt, wird Cal nicht nur mit seiner Familie, sondern auch mit seiner Vergangenheit und der Frage konfrontiert, was Heimat eigentlich bedeutet. Was mich besonders begeistert hat, war Stuarts Sprache. Sie ist klar und zugänglich, ohne jemals an Tiefe zu verlieren. Mit wenigen, präzisen Bildern schafft er eine dichte Atmosphäre, sodass man die raue Landschaft, die Kälte und die Schwere des Insellebens beinahe selbst spüren kann. Gleichzeitig entwickelt die Geschichte einen Sog, der mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen hat. Besonders beeindruckt hat mich auch, wie leicht Stuart zentrale gesellschaftliche Themen in die Handlung einwebt. Der Roman erzählt vom Spannungsfeld zwischen ländlicher Herkunft und urbanem Leben, von der Rückkehr an einen Ort, den man längst hinter sich gelassen glaubte, und von der Frage, wie sehr man sich verändert – und wie einen die Menschen, die geblieben sind, noch immer wahrnehmen. Besonders eindrücklich beschreibt Stuart, wie Cal und sein Vater ihre Homosexualität in einer von Tradition und Kirche geprägten Gemeinschaft verstecken müssen. Daneben zeigt er Armut als prägende Lebensrealität auf der Insel. Im Kern ist John of John für mich jedoch eine Geschichte über Familie, Zugehörigkeit und die widersprüchlichen Gefühle, die mit dem Begriff Heimat verbunden sind. Douglas Stuart zeichnet Figuren von beeindruckender Glaubwürdigkeit – mit all ihren Fehlern, Sehnsüchten und ihrer Verletzlichkeit. Ich habe bis zum Schluss mit ihnen mitgefühlt und mitgehofft. Ein atmosphärisch dichter und bewegender Roman, der noch lange nachwirkt. Ich freue mich jetzt umso mehr darauf, auch Douglas Stuarts andere Werke zu lesen!

  • lines

    5/5

    05.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    5 Sterne!

    Mein 1. Roman von Douglas Stuart und ich bin absolut begeistert! John of John nimmt uns mit auf die schottische Insel Harris auf den äußeren Hebriden. Das Leben dort ist nicht einfach. Es ist hart, kalt, meist regnerisch und ein echter Überlebenskampf. Cal hat sich entschieden auszubrechen, er zieht nach Edinburgh, um dort sein Kunststudium zu absolvieren. Als sein Vater John ihn nach Hause holt, mit der Behauptung, Cals Großmutter sei krank, kehrt Cal zurück. Dieser Roman war der erste, den ich von Douglas Stuart gelesen habe und ich bin begeistert von seiner Art zu erzählen. Er schreibt so atmosphärisch und zeichnet seine Charaktere so authentisch und real, dass man als Leser:in das Gefühl bekommt, selbst mittendrin zu sein und die Charaktere persönlich zu kennen. Den gesamten Roman durchzieht eine etwas düstere Grundstimmung; alle Figuren sind unglücklich oder wirken gefangen in deren Situation. Sehr rar, aber doch vorhanden, blitzen kleine Hoffnungsschimmer durch die Zeilen, die einen unglaublichen Sog erzeugen. Man fühlt und hofft konstant mit, dass die Figuren zumindest noch ein bisschen Glück in ihrem Leben (und miteinander) finden. Ein Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann!

  • Bewertung

    5/5

    27.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch zum Nachdenken

    Es gibt Bücher, bei denen man nach der letzten Seite sofort weiß, was man schreiben möchte. Und dann gibt es Bücher wie dieses. Ich musste tatsächlich erst einmal einen halben Tag verstreichen lassen, bevor ich überhaupt Worte dafür finden konnte. Nicht, weil mir nichts eingefallen ist – sondern weil dieses Buch so viel in mir ausgelöst hat, dass ich meine Gedanken erst einmal sortieren musste. Douglas Stuart erzählt die Geschichte von John und seinem Sohn Cal. Cal kehrt nach Jahren auf dem Festland auf seine abgelegene Heimatinsel zurück. Er hat das Gefühl, beruflich gescheitert zu sein, weiß nicht, wohin sein Leben führen soll, und wagt den Schritt zurück in eine Heimat, die ihm gleichzeitig vertraut und fremd geworden ist. Diese Insel ist weit mehr als nur der Schauplatz der Geschichte. Sie ist ein eigener Charakter. Ein Ort, an dem jeder jeden kennt, Traditionen seit Generationen gelebt werden und der Glaube den Alltag bestimmt. Die religiöse Gemeinschaft der sogenannten Elders ist allgegenwärtig. Sie tritt geschlossen auf, spendet Trost, steht Familien in schweren Zeiten zur Seite und hält die Gemeinschaft zusammen. Gleichzeitig ist sie aber auch Sinnbild dafür, wie schwer es sein kann, aus festgefahrenen Strukturen auszubrechen. Denn dort, wo Gemeinschaft Halt gibt, kann sie ebenso einengen. Zwischen Vater und Sohn herrscht eine Distanz, die über Jahre gewachsen ist. Vieles bleibt unausgesprochen. Johns tiefer Glaube bestimmt sein gesamtes Leben und immer wieder versucht er, seinen Sohn auf den vermeintlich richtigen Weg zu führen. Was er jedoch nicht weiß: Cal ist homosexuell. Während Cal auf dem Festland zumindest ein Stück weit er selbst sein konnte, scheint dafür auf der Insel kein Platz zu sein. Dort wird beobachtet, getuschelt und schnell geurteilt. Douglas Stuart beschreibt diese Enge so eindringlich, dass man sie beim Lesen beinahe selbst spürt. Besonders beeindruckt hat mich, dass keine Figur nur gut oder nur schlecht ist. Jeder trägt Verletzungen, Zweifel und Geheimnisse mit sich herum. Auch Cals Großmutter Ella bewegt sich ständig zwischen ihrer Liebe zu ihrem Enkel und den Regeln einer Gemeinschaft, die ihr ganzes Leben geprägt hat. Und dann ist da Innes. Die Verbindung zwischen Innes und Cal entwickelt sich unglaublich feinfühlig. Gleichzeitig verbindet Innes aber auch eine jahrzehntelange Geschichte mit John – eine Geschichte, die alles in einem anderen Licht erscheinen lässt. Mehr möchte ich dazu gar nicht verraten. Nur so viel: Die Beziehung zwischen Innes und John und die zwischen Innes und Cal ist etwas ganz Besonderes. Eigentlich dürfte sie so niemals existieren – und doch muss sie genau so erzählt werden, damit sich am Ende alles auf eine unglaublich berührende Weise zusammenfügt. Dieses Buch handelt von Glauben und davon, was Religion Menschen geben, aber auch nehmen kann. Es handelt von Familie, von Verlust, von Trauer, von Hoffnung und davon, wie schwer es sein kann, den eigenen Weg zu gehen, wenn das gesamte Umfeld bereits entschieden zu haben scheint, wer man sein soll. Gleichzeitig zeigt der Roman, dass Liebe keine Grenzen kennt – egal, wie sehr Menschen versuchen, ihr welche zu setzen. Mich hat dieses Buch tief bewegt. Es hat mich nachdenklich gemacht und mich viele Dinge hinterfragen lassen – über Familie, Glauben und darüber, wie privilegiert wir manchmal sind. Ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der ein Outing nie ein Problem war. Dieses Buch erinnert daran, dass das längst nicht überall selbstverständlich ist und dass es auch heute noch Orte gibt, an denen Menschen ihre Gefühle verstecken müssen, um akzeptiert zu werden. Für mich gehört dieser Roman zu den besten Büchern, die ich seit Langem gelesen habe. Nicht, weil er laut ist oder mit spektakulären Wendungen überrascht, sondern weil er leise erzählt wird und gerade dadurch eine unglaubliche Wucht entwickelt. Er hat mich emotional komplett abgeholt, wird noch lange in mir nachhallen und ist für mich schon jetzt ein absolutes Jahreshighlight.

  • Bewertung

    aus Dresden

    5/5

    19.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über Schuld, Identität und die Folgen lebenslanger Verdrängung

    Möglicherweise bin ich ✨etwas✨ biased, aber ich denke mit »John of John« hat Douglas Stuart seinen bislang stärksten Roman vorgelegt! Im Mittelpunkt steht Cal, der auf die Hebrideninsel Harris zurückkehrt, als seine Großmutter Ella schwer erkrankt. Hier in der prekären Einöde einer streng calvinistischen Gemeinschaft, werden die Menschen von Wetter, Arbeit und dem Gerede der Nachbar:innen fremdbestimmt; Schweigen wird zur Überlebensstrategie. Während Cal die eigene Homosexualität vor seinem Vater verbirgt, trägt dieser selbst ein Geheimnis mit sich, das viele Menschen geprägt und nachhaltig verändert hat … Die Handlung des Romans folgt keinem überraschenden Kurs, seine große Qualität liegt in der Charakterzeichnung: Stuart entwickelt seine Figuren mit bemerkenswerter Geduld und Präzision, sodass sie Seite für Seite an Tiefe und Ambivalenz gewinnen. Besonders eindrucksvoll ist die Figur des Vaters John, der zwar oft schwer zu ertragen ist, zugleich aber so differenziert zwischen religiösem Dogma, Angst und Liebe verortet wird, dass er stets menschlich bleibt. Auch Cal wirkt in seinen Gedanken und Widersprüchen so glaubwürdig wie nahbar, während Großmutter Ella mit Witz, Eigenwilligkeit und Lebensklugheit viele Szenen prägt und sich als heimliche Heldin des Romans erweist. Sein erzählerisches Können zeigt Stuart auch im Aufbau der Geschichte. Nach und nach verschieben neue Erkenntnisse den Blick auf Figuren und Ereignisse, ohne dass spektakuläre Wendungen nötig wären. Die detailreichen Schilderungen der farbenprächtigen Harris-Tweed-Webereien bilden einen faszinierenden Kontrast zum kargen Inselleben und verleihen dem Roman seine tiefe atmosphärische Dichte: Wie die gewebten Stoffe offenbaren auch die Menschen hier erst bei näherem Hinsehen ihre Vielschichtigkeit. »John of John« ist ein eindrucksvoll komponierter Familienroman über Schuld, Identität und die Folgen lebenslanger Verdrängung, der emotionale Wucht mit leiser Hoffnung verbindet und von der Schönheit seiner Sprache lebt. Einen wesentlichen Anteil daran hat die hervorragende Übersetzung von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann, die Stuarts Sprachrhythmus und seine feinen Zwischentöne überzeugend ins Deutsche übertragen haben. Lesehighlight!

  • Niko

    aus 3423

    5/5

    14.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    viel Tiefgang, starke Charaktere und eine breite Palette an Gefühlen

    Nachdem Cal in Edinburgh studiert hat, kehrt er auf Wunsch seines Vaters auf die Insel der Hebriden Insel Harris zurück, wo John und seine Großmutter Ella bereits auf ihn warten. Die Insel ist klein, und nur wenige Bewohner sind geblieben, denn das Leben dort ist hart. Wie viele andere arbeitet Cals Vater John als Weber. Doch die Zeiten sind schwierig: Immer mehr Stoffe werden günstig aus China importiert, wodurch die Arbeit der Inselbewohner kaum noch genug einbringt, um davon leben zu können. Der Autor Douglas Stuart beschreibt sehr detailliert das Leben auf der Insel, das zähe Wetter, die wenigen Bewohner, die trotz der schwierigen Lebensbedingungen auf der Insel geblieben sind und die sozialen Strukturen der Gemeinschaft. Ich finde das Buch sehr gut, ich war einfach von der ersten Seite gefesselt. Die Charaktere sind vielschichtig und präzise gezeichnet. Man versteht ihre Beweggründe, selbst wenn man ihre Entscheidungen nicht immer teilen kann. Viele von ihnen tragen Geheimnisse mit sich, die ihr Leben prägen und sie zugleich verletzlich machen. Es gibt sehr viele Charaktere, die gut beschrieben sind, Cal und John, aber auch der netter Innes, die Großmutter Ella und die Mutter Grace, sowie Doll und Isla. Man sieht in dem Buch, wie intensiv der Autor sich mit seinen Charakteren und ihren Gefühlen auseinandergesetzt hat. Weiter möchte ich nicht zu viel verraten, da genau das ist, was das Buch so spannend macht. Das ist ein wunderbarer Roman, der an vielen Themen nachdenklich macht: Zugehörigkeit vs. Einsamkeit, Identität als Individuum suchen und als Gemeinde bewahren, Tradition vs. eigene Wünsche erfüllen, familiäre Konflikte, Geheimnisse und Doppelleben, und vieles mehr. Ich kann das Buch von ganzem Herzen weiterempfehlen. Wer ein Buch mit viel Tiefgang, starken Charakteren und einer breiten Palette an Gefühlen sucht, ist hier genau richtig.

Kundinnen und Kunden meinen

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von S. Schröder

    S. Schröder

    Thalia Universitätsbuchhandlung

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Pflicht und Sehnsucht

    "John of John" ist wie ein windiger Spaziergang am Meer, eingekuschelt in einen rauen Tweedmantel. Eine bewegende Geschichte über Verantwortung, Scham, Begehren, den Mut zur Veränderung und die Liebe. Ein wahrer Schatz der Litertatur. Douglas Stuart ist wirklich ein meisterhafter Erzähler.
  • Zum Bewerterprofil von Haike Zimmer

    Haike Zimmer

    Thalia Dresden – Elbe Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.05.2026

    eBook (ePUB)

    Unterdrückte Gefühle

    Die Gemeinschaft in dem kleinen Ort, auf der schottischen Hybrideninsel, lebt in ärmlichen Verhältnissen, ist sehr gottgläubig und hat ihren eigenen moralischen Kodex. Wer ausbricht wird geächtet. Das ist eine Geschichte welche nicht vor 200 Jahren, sondern in den 90ern des vorigen Jahrhunderts spielt. Aber die Zeit macht nicht Halt. Die nächste Generation will sich nicht mehr fügen. Das ist wunderbar erzählt. Ich habe mit gelebt und gelitten.
  • Zum Bewerterprofil von P. Kurbach

    P. Kurbach

    Thalia Osnabrück

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So rau wie Tweed und so schön.

    Cal hangelt sich am Rande der Existenz durch sein prekäres Leben nach dem Studium. Mit gemischten Gefühlen kehrt er zu Vater und Großmutter auf die schottische Heimatinsel zurück. Im Gepäck die Gewissheit, dass sein Schwulsein dort keinen Platz hat und geheim bleiben muss. Sein Vater ist ein streng religiöser Weber und Schafbauer der damit hadert, von seiner Frau verlassen worden zu sein. Lesende werden in diese so aufgeladene Atmosphäre wie von weiteren Geheimnissen geprägte Geschichte hineingezogen. So rau, unwirtlich und streng geregelt alles ist, mittendrin gibt es eine große Liebe. Und Hoffnung. Nicht verpassen!
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beklemmung

    "John of John“ ist mein dritter Roman von Douglas Stuart - und wieder bin ich nicht unberührt rausgegangen. Es geht um Cal, der auf einer kleinen irischen Insel aufgewachsen ist. Nach seinem Studium in Edinburgh kehrt er zurück, ohne wirklich angekommen zu sein. Die Insel ist überschaubar, man kennt sich, der Zusammenhalt ist groß und ebenso die Erwartungen. Der Glaube prägt das Leben, Abweichungen sind nicht vorgesehen. Cal lebt mit einem Geheimnis: Seine Homosexualität darf niemand erfahren, vor allem nicht sein Vater, der sich streng an die Regeln der Kirche hält. Was das Lesen schwer auszuhalten macht: Auch er ist nicht ehrlich zu sich selbst. Immer wieder entsteht der Eindruck von Doppelmoral und Selbsttäuschung. Die Geschichte bewegt sich zwischen unnachgiebiger Härte und vorsichtiger Nähe, zwischen religiöser Enge und unverblümter Grobheit, zwischen körperlicher Intensität und Momenten, in denen kaum noch Hoffnung bleibt. Stellenweise schmerzhaft, manchmal schockierend, durchweg intensiv erzählt.
  • Zum Bewerterprofil von Susanne Trübestein

    Susanne Trübestein

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch voller Gegensätze!

    Mal rau, mal zärtlich, mal tief religiös, dann schroff und vulgär, mal sinnlich, dann karg und hoffnungslos! Eine Geschichte voller Gegensätze, in einem Landstrich, der genau diese Widersprüche spiegelt! Als der 22 jährige Cal nach einem Modestudium auf dem schottischen Festland zurück auf seine Insel kommt, äußere Hebriden, muss er sich seinen Platz in der Gemeinschaft hart erkämpfen. Großmutter Ella, die dort eine Croft besitzt und Vater John, der diese bewirtschaftet und aus eigener Schafzucht den traditionellen Tweed herstellt, sind ebenfallls Gegensätze, zwischen denen Cal zerrieben wird. Die tiefe Religiösität seines Vaters, der in der presbyterianischen Gemeinde als Vorsinger fungiert, die strengen Regeln, nach denen das Leben in der Gemeinschaft aufgebaut ist, machen es dem jungen homosexuellen Mann alles andere als leicht. Hin- und hergeworfen zwischen Pflichtbewusstsein und dem Wunsch aus allem auszubrechen und zurück aufs Festland zu gehen, durchlebt Cal eine schwierige Zeit, die von der harten Arbeit und den Launen des Vaters bestimmt wird. Aber ist Vater John wirklich der Mann, der er vorgibt zu sein? Oder verbirgt sich hinter der rauen Schale ein ganz anderer Mensch? Eine bewegende Geschichte, die von den schwarzen Schafen in der Herde erzählt, von denen, deren Anders-Sein Angst und Befremden auslöst. Aber auch ein Roman von der Gemeinschaft, die zusammenhält, von Traditionen, die das Leben formt, auch wenn Menschen dabei verformt werden. Für all das findet Douglas Stuart eine starke, bildhafte und sinnliche Sprache. Ein Buch mit einer ganz eigenen Stimme, das mich angezogen, abgestoßen und am Ende einfach nur begeistert hat!

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