Produktbild: Nelka

Nelka Roman | »Von der ersten Seite an war ich verzaubert, so herzzerreißend, so traurig und doch federleicht ...« Kristine Bilkau | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026

17

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

1620

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

204 (Printausgabe)

Dateigröße

2020 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783518786253

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 AA
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

1620

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

204 (Printausgabe)

Dateigröße

2020 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783518786253

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  • Alysonbooks

    5/5

    06.09.2026

    eBook (ePUB)

    Intensive Geschichte

    In dem Roman „Nelka“ von Svenja Leiber lesen wir von der sechzehnjährigen Nelka, die 1941 gemeinsam mit zahlreichen Frauen und Mädchen von Soldaten aus Lemberg nach Deutschland verschleppt wird. Dort wird sie auf einem norddeutschen Gutshof zur Zwangsarbeit gezwungen. In jungen Jahren hat Nelka von ihrem Vater bereits viel über den Apfelanbau und das Veredeln der Früchte gelernt. Dieses Wissen hilft ihr schließlich zunächst dabei, sich den Aufdringlichkeiten des Gutsverwalters zu erwehren, indem sie ihm bei der Planung seines Apfelanbaus hilft. Die Erzählweise von „Nelka“ ist sehr besonders. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Sie beginnt in der Gegenwart auf dem Gutshof, den Nelka viele Jahre später plötzlich und unerwartet besucht. Stück für Stück eröffnen sich dann die Geschehnisse aus dem Jahr 1941. Es gibt keine einzelnen Kapitel. Die Geschichte wird an einem Stück erzählt und lediglich durch Absätze sind die Wechsel in der Erzählung erkennbar. Svenja Leiber verwendet dabei eine eher ruhige und sehr konzentrierte Sprache. Vieles wird nur angedeutet oder liegt zwischen den Zeilen. Beim Lesen entsteht dennoch eine sehr intensive Atmosphäre und viele der bedrückenden und erschreckenden Geschehnisse wirken gerade durch diese zurückhaltende Erzählweise besonders intensiv. Die Geschichte lebt von den Auslassungen und von dem, was man selbst beim Lesen im Kopf weiterdenkt. So beschreibt die Autorin beispielsweise gleich zu Beginn, als Nelka nach so vielen Jahren zum ersten Mal auf den Hof des Gutsverwalters zurückkehrt, dessen Verhalten in eigentlich nur wenigen Sätzen und Handlungen. Trotzdem lässt sich daraus unglaublich viel über seine Persönlichkeit und die Vergangenheit ableiten. Thematisch ist „Nelka“ ein sehr wichtiger Roman. Nelka steht dabei stellvertretend für die unzähligen Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs zur Zwangsarbeit verschleppt wurden. Svenja Leiber zeigt auf knapp 200 Seiten viele verschiedene Facetten dieser Zeit und erzählt davon, was diese Menschen erleiden mussten, wie sie behandelt wurden und was sich für sie nach dem Ende des Krieges veränderte. Obwohl das Buch nur knapp 200 Seiten umfasst, habe ich dennoch etwas länger zum Lesen gebraucht. Die Sätze wirken nach und ich brauchte manchmal einen Moment, um sie in ihrer Gänze zu erfassen. Dadurch habe ich mir beim Lesen bewusst etwas mehr Zeit gelassen. Im krassen Gegensatz zu den Geschehnissen auf dem Gutshof stehen die fast liebevollen Beschreibungen des Apfelanbaus, der einzelnen Sorten, der Pflege der Obstbäume und der Kunst des Veredelns. So wie diese Beschreibungen im Gegensatz zu den Schrecken der Geschichte stehen, geben sie Nelka gleichzeitig Halt in diesen schweren Zeiten. Sie kann ihre Sehnsucht nach ihrer Heimat mit ihren Erinnerungen ein wenig stillen, sich von der Gegenwart ablenken und in ihrer Tätigkeit und ihrem Wissen Trost finden. Gleichzeitig verbessert sich durch ihr fundiertes Wissen zunächst auch ihre Position auf dem Gutshof. „Nelka“ hat mir sehr gut gefallen und steht für mich absolut verdient auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Der Roman ist thematisch wichtig, sprachlich besonders und intensiv und ein Buch, das man so schnell nicht vergisst.

  • Bianka

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    26.08.2026

    eBook (ePUB)

    Eine Geschichte über Schuld, Erinnerung und das Überleben

    1941 wird die gerade einmal sechzehnjährige Nelka aus Lemberg verschleppt und zusammen mit vielen anderen jungen Frauen nach Deutschland gebracht. Auf einem norddeutschen Gutshof müssen sie unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Nelka hat von ihrem Vater viel über Obstbau und das Veredeln von Apfelbäumen gelernt und genau dieses Wissen verschafft ihr zunächst einen gewissen Schutz. Der Gutsverwalter Marten erkennt schnell, wie wertvoll ihre Kenntnisse für ihn sein können. Doch aus diesem vermeintlichen Schutz entsteht eine immer bedrückendere Abhängigkeit. Marten nutzt Nelka für seine eigenen Interessen aus, während sie versucht, unter den Umständen, denen sie ausgeliefert ist, ihre Würde und ein Stück Selbstbestimmung zu bewahren. Gleichzeitig entsteht zwischen den Frauen, die gemeinsam verschleppt wurden, eine besondere Verbundenheit. Gerade dieser Zusammenhalt hat mich sehr berührt. Jahrzehnte später kehrt Nelka an diesen Ort zurück. Marten, inzwischen ein alter Mann, bekommt einen Brief von ihr und wird damit plötzlich wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Was möchte Nelka nach all den Jahren von ihm? Warum kommt sie ausgerechnet jetzt zurück? Diese Fragen haben mich beim Lesen immer wieder begleitet. Was mir an dem Buch besonders gefallen hat, ist die Sprache von Svenja Leiber. Sie schreibt ruhig und beinahe poetisch, obwohl die Geschichte selbst alles andere als leicht ist. Vieles wird nicht ausführlich ausgeschmückt, sondern eher angedeutet und gerade dadurch wirken manche Szenen für mich umso stärker. Das Grauen ist ständig präsent, ohne dass es permanent in den Vordergrund gestellt werden muss. Nelka selbst ist für mich eine sehr beeindruckende Figur. Sie wird nicht einfach nur als Opfer ihrer Umstände dargestellt. Sie versucht immer wieder, Möglichkeiten zu finden, mit ihrer Situation umzugehen und sich kleine Stücke Selbstbestimmung zu bewahren. Auch die Freundschaften zwischen den Frauen geben der Geschichte etwas Warmes und Menschliches, obwohl die äußeren Umstände so grausam sind. Interessant fand ich auch Marten. Er ist nicht einfach nur der typische eindimensionale Bösewicht. Seine Gedanken und seine Art, sein eigenes Verhalten zu rechtfertigen, machen ihn teilweise sogar noch unangenehmer. Gerade dadurch wird deutlich, wie Menschen sich ihre eigenen Taten schönreden können. „Nelka“ ist definitiv kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Die Geschichte ist schwer und bedrückend und hat mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt. Gleichzeitig geht es nicht nur um Gewalt und Ausbeutung, sondern auch um Freundschaft, Überlebenswillen und die Frage, was von solchen Erlebnissen bleibt, selbst wenn Jahrzehnte vergangen sind. Besonders die Rückkehr Nelkas gibt der Geschichte eine zusätzliche Spannung. Lange bleibt offen, was sie wirklich erreichen möchte und warum sie ausgerechnet jetzt wieder an diesen Ort zurückkehrt. Für mich ist „Nelka“ ein eindringlicher Roman über Erinnerung, Schuld und die Folgen einer Vergangenheit, die eben nicht einfach verschwindet, nur weil Zeit vergangen ist. Kein leichtes Buch, aber eines, das mich berührt und noch eine Weile beschäftigt hat.

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    20.08.2026

    eBook (ePUB)

    Zwangsarbeit

    Zwangsarbeit Svenja Leiber schreibt in ihrem Roman „Nelka“ über Zwangsarbeiter in der Nazizeit. In der norddeutschen Heimat der Autorin gab es einen Apfelbaum, den die Zwangsarbeiter noch gepflanzt haben. Schon aus anderen Romanen kenne ich diese schlimmen Zeiten. Außerdem kannte ich eine Frau aus Polen, die nach Deutschland deportiert worden war. Das Ganze ist schon schwer, aber als sie in die Heimat zurückkamen, wurden sie auch noch diskretisiert. Die Autorin beschreibt die Lage der Frauen aus Lemberg, die in ein Gut in Norddeutschland kamen, sehr detailliert und genau. Die Autorin versteht es gut, mit diesem Thema, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Es ist ein perfekt konstruierter Roman, den ich gerne weiter empfehle.

  • lielo99

    aus Bad Münstereifel

    5/5

    21.03.2026

    eBook (ePUB)

    Welch ein berührendes Buch

    Nelka lernt viel von ihrem Vater. Bis er von den Aggressoren erschossen wird. Ohne Grund. Alle im Ort haben Angst vor den Deutschen. Die benehmen sich nämlich als seien sie die Herren der Welt. Auch Nelka wird verschleppt. In den hohen Norden des Deutschen Reiches. Als Zwangsarbeiterin. Auf einen Bauernhof mit vielen weiteren Menschen, die der Willkür fremder Machthaber ausgesetzt sind. Sie erlebt Grausamkeiten, die sie nie vergessen wird. Muss aber schnell feststellen, wie sie ihren Körper einsetzen kann, um Vorteile für sich und ihre Mitgefangenen zu erreichen. Nelka merkt recht schnell, dass sie dem Gutsverwalter gefällt. Das liegt nicht alleine an ihrem Äußeren. Auch von ihrem Wissen um Apfelbäume will er profitieren. Sie führt ihn ein in die Kunst des Veredelns und erklärt ihm, wie er eine Obstplantage aufbauen sollte. Während ihrer Zeit auf dem Gutshof lernt sie auch Iwan kennen. Wenn er nicht wäre, hätte sie die Qualen und Ungerechtigkeiten wohl nie überlebt. Immer wieder begegnen mir Bücher, die sich mit den Ungerechtigkeiten des Zweiten Weltkriegs beschäftigen. Auch dieser Roman lässt mich an der Menschheit zweifelnd zurück. Was versprachen sich die Herrscher damals, als sie Menschen aus dem Osten Europas als Zwangsarbeiter rekrutierten? Nicht nur junge Frauen wie #Nelka wurden aus ihrer Familie gerissen. Ohne Begründung verschleppt. Wie vogelfrei behandelt. Und dann gibt es wieder Menschen, die keinen Skrupel haben, wenn sie rechtsextreme Parteien wählen? Dieses Vergessen ist beängstigend und leider gibt es bisher keine wirksamen Maßnahmen, die dem entgegenstehen.

  • Shilo

    aus Ulm

    5/5

    20.02.2026

    eBook (ePUB)

    Wenn die Vergangenheit nicht vergeht

    Diese Geschichte beginnt ruhig. Ohne Umwege führt sie in das Leben eines jungen polnischen Mädchens, das plötzlich keine Wahl mehr hat. Schnell wird spürbar, wie wenig Schutz es für Nelka gibt und wie sehr ihr Alltag von Angst und Anpassung bestimmt ist. Der Alltag auf dem norddeutschen Gutshof ist hart. Die Tage folgen einem festen Rhythmus aus körperlicher Arbeit und ständiger Wachsamkeit. Nelkas Wissen aus der Kindheit schützt sie ein wenig, aber es bindet sie auch. Die Arbeit mit den Obstbäumen gibt ihr eine Aufgabe und etwas Sicherheit, doch sie macht auch abhängig von der Gunst des Verwalters. Diese Spannung spürt man auf jeder Seite. Neben der Arbeit spielen die Begegnungen mit den anderen Frauen eine wichtige Rolle. Zwischen ihnen entsteht Halt. Kleine Gesten, kurze Gespräche und geteilte Blicke reichen aus, um ein Gefühl von Zusammenhalt zu schaffen. Diese Nähe ist kein Trost, aber sie hilft, den Alltag zu ertragen und nicht völlig zu verstummen. Viele Jahre später kehrt Nelka zurück an diesen Ort. Alles wirkt ruhig und fest. Es geht nicht um Vorwürfe, sondern darum, sich an das Vergangene zu erinnern. Das Erlebte hat Spuren hinterlassen, bei den Menschen und in der Landschaft. Die Sprache bleibt klar und einfach. Alles wird so erzählt, wie es passiert, ohne dass es kommentiert wird. Gerade das macht das Buch stark. Es bleibt nah beim Geschehen und zeigt, wie lange solche Erfahrungen nachwirken. So entsteht ein eindringlicher Roman, der Respekt vor den Betroffenen bewahrt und die Erinnerung lebendig hält. Mein Fazit: Ein stiller, berührender Roman über Zwangsarbeit, Zusammenhalt und die Kraft von Wissen und Erinnerung. 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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Bewertungen (17)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lukas Becker

    Lukas Becker

    Thalia Köln-Braunsfeld

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nelka - Poetische Erinnerungsarbeit

    Svenja Leiber erzählt in ihrem neuen Roman eine Geschichte, die unter die Haut geht und dort bleibt. Nelka, eine sechzehnjährige Ukrainerin aus Lemberg, wird 1941 von deutschen Soldaten verschleppt und auf einem norddeutschen Gutshof zur Zwangsarbeit gezwungen. Doch Leiber erzählt nicht von Zwangsarbeit als historisches Faktum — sie erzählt von ihr als körperliches und seelisches Trauma, das über Jahrzehnte nachwirkt. Das Besondere an diesem Roman ist die Balance zwischen Dunkelheit und Leichtigkeit. Leiber schreibt so poetisch und unsentimental zugleich, dass sie der Leserin eine Distanz ermöglicht, die das Buch trotz aller Kriegsgrauels zu einem wunderbaren Leseerlebnis macht. Nelkas Wissen über den Apfelanbau — von ihrem Vater gelernt — wird zur Waffe und zur Überlebensstrategie. Nach dem Krieg wird dieses erpresste Wissen dem Gutsverwalter zu Reichtum, während Nelka mit dem Trauma lebt. Fünfzig Jahre später kehrt Nelka zurück. Nicht zur Rache, sondern zur Heilung. Sie will sich ihrer Vergangenheit stellen und ihrem Peiniger in die Augen sehen — jetzt als freier Mensch. Leiber zeigt, wie Frauen ihre Würde bewahren: durch das, was sie wissen, durch Freundschaft, durch kleine Akte der Selbstbestimmung. Ein Roman über Weiterleben, über die Kraft, sich selbst endlich befreien zu müssen. Herzzerreißend und federleicht zugleich — eine Leseempfehlung, die nachwirkt.
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Poetisch, traurig, schön

    Sehr einfühlsam erzählt Svenja Leibers vom Schicksal „Nelkas“, die als 16-Jährige 1941 von deutschen Soldaten aus Lemberg verschleppt und auf einem Gutshof in Norddeutschland zur Zwangsarbeit verpflichtet wird. Ihr profundes Wissen über den Apfelanbau erweckt schnell die Aufmerksamkeit des Gutsverwalters, der jedoch ebenso zusehends an ihrem Körper interessiert ist. Auf einer zweiten Zeitlinie kehrt Nelka nach fünfzig Jahren zum Gutshof zurück und sucht das Gespräch mit ihrem damaligen Peiniger. Die Schilderungen der Gräueltaten während des Krieges sind zwar bedrückend, doch Leiber gelingt es, der düsteren Atmosphäre durch ihre poetische Sprache eine gewisse Leichtigkeit zu verleihen. Für mich ist es ein trauriger, aber wunderschöner Roman, meisterhaft komponiert, der noch lange nachhallt.
  • Zum Bewerterprofil von Sophie von Lenthe

    Sophie von Lenthe

    Buchhandlung Isartal Ebenhausen

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindringlich, poetisch, berührend

    Als 16-Jährige wird Nelka 1941 von deutschen Soldaten aus Lemberg nach Deutschland verschleppt, wo sie auf einem Gutshof Zwangsarbeit leisten muss. Nur ihr profundes Wissen über den Apfelanbau, das sie von ihrem Vater gelernt hat, hilft ihr zu überleben. Fünfzig Jahre später kehrt Nelka nach Deutschland zurück – zurück auf den Gutshof, auf dem sie so viel erleiden musste –, um sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Svenja Leiber schreibt so einfühlsam, poetisch und zugleich unsentimental, dass sie mir als Leserin eine Distanz ermöglicht, die das Buch trotz allen Kriegsgrauens zu einem wunderbaren und zutiefst bewegenden Leseerlebnis macht. Das muss man erst einmal schaffen.
  • Zum Bewerterprofil von Milehi Kiatkoh

    Milehi Kiatkoh

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Natur spricht die Wahrheit – Menschen müssen sie erst lernen

    Leiber erzählt von Zwangsarbeit nicht als historisches Faktum, sondern als körperliches und seelisches Trauma, das über Jahrzehnte nachwirkt. Nelka kehrt 50 Jahre später an den Ort ihres Leidens zurück — nicht zur Rache, sondern zur Heilung. Der Roman zeigt, wie Frauen ihre Würde bewahren durch das, was sie wissen (Nelkas Apfelanbau-Wissen), durch das, was sie teilen (Freundschaft mit Gonda), und durch das, was sie sich selbst geben (ein heimliches Bad im Teich als Akt der Selbstbestimmung). Das Buch ist eine Erinnerungsarbeit — gegen das Vergessen, gegen die Verwischung von Untaten, gegen die Auslöschung von Frauenleben, die ausgebeutet wurden. Gleichzeitig ist es ein Roman über Weiterleben, über die Kraft, sich selbst endlich befreien zu müssen. Herzzerreißend, poetisch und doch federleicht! Leseempfehlung!
  • Zum Bewerterprofil von Sonja Köln

    Sonja Köln

    Thalia Cloppenburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.03.2026

    eBook (ePUB)

    Beeindruckend

    Realistisch und sehr tiefgründig geschrieben. Tatsächlich sollte man sich an all die Menschen erinnern, die überall auf der Welt nicht nur in Kriegszeiten, zur Zwangsarbeit genötigt wurden und damit für den Rest ihres Lebens klar kommen müssen. Svenja Leiber hat dieses Thema sehr mutig und feinfühlig aufgegriffen. Sehr beeindruckend und nachhallend.

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