Produktbild: Freunde

Freunde Bewegender Roman über den Triumph von Liebe und Freundschaft in finsteren Zeiten - für Jugendliche ab 14 und Erwachsene

5

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Verkaufsrang

22358

Erscheinungsdatum

11.03.2026

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

6802 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783733609672

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ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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ab 14 Jahr(e)

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22358

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11.03.2026

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Fischer E-Books

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Deutsch

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9783733609672

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  • lesenmitausblick

    5/5

    20.05.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Berührendes Hörbuch

    „Freunde“ von Eva Kranenburg ist ein zutiefst berührendes, erschütterndes Buch aus dem Verlag Fischer Sauerländer über vier Kinder am Ende eines Krieges, die sich nichts sehnlicher wünschen als Frieden und im Kampf ums Überleben eine innige Freundschaft schließen. Das Buch, das ich euch bereits vorgestellt habe, gibt es auch als Hörbuch im Argon Verlag. Fabian Busch hat es sehr gefühlvoll und stimmig eingelesen und mich mit seiner Art zu lesen gefangen genommen. Ich konnte gar nicht mehr aufhören. Zwischen Tränen und Lachen war alles dabei. Trauer, Wut, Hoffnung, Scham – er schafft es grandios gut jedem Gefühl mit seiner Stimme Ausdruck zu verleihen, ohne dabei laut zu sein. Das Cover des Hörbuchs stammt wie auch das des Buches von Felicitas Horstschäfer. „Freunde“ ist ein Antikriegsroman für Jugendliche ab 14 Jahren. Es erzählt von den Freunden Tarek, Tuk, Ren und Nata. Alle vier Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen. Nach und nach gewährt Kranenburg Einblick in ihr Schicksal. Tarek hat eine große Narbe im Gesicht, er hat als einziger der vier im Krieg gekämpft. Er rettet sich und die anderen durch Desertation das Leben und übernimmt nun auch im Frieden das Kommando. Doch was bedeutet Frieden, wenn alles zerbombt ist, wenn die Familie tot ist, wenn man täglich ums nackte Überleben kämpfen muss? Nata stammt aus einem der Bergdörfer, beherrscht deren besondere Kampftechnik und hilft Ren ein schweres Trauma mit einer ganz bestimmten Erzähltechnik zu überwinden. Zwischen all dem Schmerz finden sie und Ren in Liebe zueinander. Tuk gibt sich als 15jährig aus, doch wie alt ist er, dessen Geschlechteridentität lange unklar ist? Er ist der jüngste und Tarek, Nata und Ren sind nun seine Eltern. Versuchen ihn zu erziehen und spielen Schule. Ren ist der Schöne unter ihnen, Kind einer Opernsängerin, früher selbst Tänzer. Als 12jähriger ging er voller Hoffnung und Naivität zu dem Gefängnis, in dem er seine Mutter, eine Widerstandskämpferin vermutet, um sie zu entlasten. Doch dort muss er selbst durch die Hölle gehen und hat schwer daran zu tragen. Bei wem sucht man die Schuld? Bei den anderen, die für einen Völkermord verantwortlich sind? Ist die Lösung so einfach? Was wurde ihnen als Kinder in der Schule von den anderen erzählt und was nicht? Ist es richtig, sich selbst schuldig zu machen im Kampf ums Überleben, der Rache wegen? Den inneren Konflikt in Ren, die Zerrissenheit zwischen Hass und Verständnis für die anderen, beschreibt Eva Kranenburg sehr intensiv. Ich habe mit Ren mitgefühlt und mitgelitten und so sehr gehofft, dass es für die vier Freunde ein Happy End gibt. Aber ist das möglich, nach all dem Schrecklichen, das sie erlebt haben? „Freunde“ ist ein ungemein wichtiges und intensives Buch. Ein Schrei nach Frieden. Nicht umsonst wurden Buch und Hörbuch bereits ausgezeichnet. Für mich beides Jahreshighlights.

  • KatrinH

    aus Essen

    5/5

    18.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr wichtiges Buch

    Der Roman erzählt die Geschichte von Nata, Ren und Tuk, die sich in den letzten Tagen eines Krieges auf einen Aufruf hin als Kämpfer melden und dadurch zu Tarek finden. Schon bald werden die vier jedoch zu Deserteuren. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft und der Tatsache, dass sie ursprünglich verschiedenen „Lagern“ angehören, entwickelt sich zwischen ihnen eine tiefe und berührende Freundschaft. Besonders eindrucksvoll ist, dass es sich bei ihnen noch um sehr junge Menschen handelt – Teenager, wobei Tuk sogar noch jünger ist.   Die Handlung spielt sowohl in den letzten Kriegstagen als auch in der ersten Zeit danach und zeichnet ein eindringliches Bild von Krieg und Nachkriegszeit. Die Geschichte ist äußerst bildgewaltig erzählt und wirkt erstaunlich real, obwohl sie von einem fiktiven Krieg handelt. Gerade diese Nähe zur Wirklichkeit macht den Roman so eindrucksvoll und zugleich emotional fordernd. Es zeigt wie wichtig Freundschaft und Menschlichkeit ist.   Ich konnte das Buch deshalb oft nur in kleinen „Häppchen“ lesen, um das Gelesene nachwirken zu lassen und zu verarbeiten. Schon lange hat mich kein Buch mehr so nachhaltig beschäftigt wie dieses. Besonders erschütternd ist, wie greifbar nah die geschilderten Ereignisse in unserer heutigen Zeit erscheinen.   Für mich ist dieses Buch ein wichtiges Werk, das unbedingt von Jugendlichen ab 14 Jahren sowie von Erwachsenen gelesen werden sollte.

  • Jürg K.

    5/5

    11.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr eindrückliche Geschichte

    Die vier jungen Menschen Tarek, Nata, Ren und der ungezähmte Tuk stolpern in den letzten Kriegstagen ineinander wie in einen Zufall, der sich sofort, wie Schicksal anfühlt. Jeder von ihnen trägt eine eigene, kaum benennbare Wunde mit sich, etwas Beschämendes, das sie lieber verschweigen würden. Gerade dieses Schweigen macht sie einander nah. Aus Fremden wird eine fragile, aber echte Familie, zusammengehalten von dem Bedürfnis, irgendwo wieder Mensch sein zu dürfen. Was mich an dieser Geschichte so berührt, ist die behutsame Art, mit der Eva Kranenburg die Härte der Nachkriegszeit zeichnet, ungeschönt, aber nie voyeuristisch. Zwischen Trümmern, Hunger und Angst lässt sie immer wieder kleine Funken Menschlichkeit aufleuchten ein Blick, der länger hält als nötig, eine Geste, die Vertrauen wagt, ein Moment, in dem jemand die Hand nicht zurückzieht. Diese zarten Lichtpunkte wirken in der Dunkelheit fast überirdisch. Als ein moralisches Dilemma ihre Verbundenheit erschüttert, trifft es mitten ins Herz. Der Roman stellt die grossen Fragen. Kann man den Hass abstreifen, der einem eingeimpft wurde? Kann man lieben, wenn man selbst zerbrochen ist? Und wie bleibt man gut in einer Welt, die Härte belohnt? Für mich ist es eine Geschichte über die Zerbrechlichkeit des Menschen und über die erstaunliche Fähigkeit, trotz allem wieder Vertrauen zu fassen.

  • Gelincik

    5/5

    10.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Toll

    In dem Buch "Freunde" von Eva Kranenburg stehen junge Menschen im Zentrum, deren Leben durch den Ausbruch des Krieges völlig aus den Fugen gerät. Wir begleiten Protagonisten, die eigentlich noch am Anfang ihres Weges stehen, sich aber plötzlich in einer Welt aus Befehl und Gehorsam wiederfinden. ​Es geht um den schmalen Grat zwischen Loyalität und dem eigenen Gewissen: Was tust du, wenn dein bester Freund plötzlich auf der anderen Seite steht? Oder wenn du merkst, dass der „Gegner“ im Schützengraben gegenüber die gleichen Ängste hat wie du selbst? Die Autorin verzichtet auf einfache Klischees. Sie zeigt die Zerrissenheit und die Angst, die jeden Griff zum Gewehr begleitet. Der Stil ist sehr atmosphärisch. Man spürt förmlich die Kälte der Nächte und die bedrückende Stille vor dem nächsten Angriff. Ein wichtiges, aufwühlendes Buch, das gerade für Jugendliche ab 14 Jahren (aber auch für Erwachsene!) eine enorme Relevanz hat. Es erinnert uns daran, dass wir immer die Wahl haben, ein Mensch zu bleiben – egal wie dunkel die Zeiten sind. Von mir gibt ew 4,5 von 5 Punkten.

  • Bewertung

    4/5

    16.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Brutal

    Vier Leidende die zu Freunden zusammenwachsen. In einer Stadt im Krieg und danach, die Kinder blieben zurück, die Erwachsenen sind weg. Nur die Besetzer sind übrig im Schutt, Trümmern und Trauma wird um jedes Stück Brot gekämpft. Nichts schönes exisitert in dieser Trostlosgkeit. Ein wahnsinnig bewegendes Buch über den Krieg und das Danach. Wenn es kürzer wäre, würde es sofort zur Schullektüre werden.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (5)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Jennifer Gisbrecht

    Jennifer Gisbrecht

    Thalia Baunatal – Ratioland Baunatal

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hoffnung im Schatten des Krieges

    „Freunde“ von Eva Kranenburg ist ein tief berührender Antikriegsroman über vier traumatisierte Jugendliche, die in den letzten Kriegstagen desertieren. Auf der Flucht werden sie zur Familie, bis ein moralisches Dilemma ihre Verbundenheit prüft. Das mit dem Oldenburger Jugendbuchpreis 2025 prämierte Debüt zeigt ungeschönt die Schrecken des Krieges, setzt der Brutalität aber die unerschütterliche Kraft von Menschlichkeit entgegen.
  • Zum Bewerterprofil von J. Wendland

    J. Wendland

    Thalia Hamburg – EEZ

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    5/5

    02.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das bisher beste Buch des Jahres 2026

    In einem ungenannten Land werden am letzten Tag des Krieges gegen "die Anderen" die Kinder eingezogen, um in der letzten Schlacht auf dem Feld der Ehre als Kanonenfutter zu sterben. Als die kleine Einheit des erst 16jährigen Kommandanten mit der hässlichen Narbe im Gesicht zu diesem Zweck nur noch Schaufeln statt Waffen zur Verfügung gestellt bekommen, beschließt er kurzer Hand mit ihnen zu desertieren. In der Folge verstecken sie sich sehr clever in einer Gruft und schlagen, betrügen, lügen, tricksen, betteln sich in einer infrastrukturlosen, besetzten Stadt ohne Namen durch die unmittelbare Nachkriegszeit. Die Besatzer, erschrocken, dass sie anscheinend nur halb verhungerte Kinder erobert haben, stellen sowas wie Ordnung wieder her und stülpen der Stadt bei der Gelegenheit gleich mal ihre eigene Kultur und ihre eigenen Werte über. Beispielsweise ist das erste instandgesetzte Gebäude ein Museum, das die Kriegsverbrechen der Verteidiger demonstriert. Allerdings bekommt jeder Erstbesucher zur Belohnung Essen, weshalb es einen ziemlichen Run auf die Ausstellung gibt. Das größte Problem der kleinen, traumatisierten Bande sind jedoch nicht die Besatzer, sondern die anderen Banden der Stadt, die um die knappen Ressourcen konkurrieren. Ohne jemals eindeutige Referenzen an einen konkreten Konflikt zuzulassen, zeichnet Eva Kranenburg ein großartiges, schreckliches, erschütterndes Bild der Zerstörung, das keinen Zweifel an der Botschaft des Buches lässt: Krieg ist scheiße!
  • Zum Bewerterprofil von Susanna Wanke

    Susanna Wanke

    Thalia Erlangen – Erlangen Arcaden

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Freunde als Anker

    Ich kann mich meinen Kolleginnen nur anschließen: dieses Buch berührt, macht wütend und spendet Hoffnung. Dass diese vom Krieg traumatisierten Kinder überhaupt noch Lebensmut haben, ist erstaunlich. Aber Freundschaft heilt Wunden. Extrem lesenswertes (oder hörenswert) und wertvolles Buch!
  • Zum Bewerterprofil von Sabine Schmidt

    Sabine Schmidt

    Thalia Korbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Buch der Stunde

    "Freunde" von Eva Kranenburg möchte ich allen Menschen ab 14 Jahren empfehlen, denn es ist für mich das Buch der Stunde, der Antikriegsroman in unruhigen Zeiten. Die Handlung ihres Romans siedelt Eva Kranenburg bewusst an einem fiktiven Ort an, denn dieser könnte an jedem Kriegsschauplatz der Welt sein, zu jeder Zeit. Ezählt wird diese Geschichte aus Rens Perspektive. Ren, ein Teenager, der allein und zurückgezogen in der vom Krieg zerstörten Stadt lebt, die fast nur noch von Kindern und Jugendlichen bewohnt wird. Der Krieg ist nahezu beendet und die "Anderen" stehen kurz vorm Sieg. Nun sollen alle Jugendlichen als "letzte Reserve" rekrutiert werden. Ren, der wirklich Schlimmes erlebt hat, gerät in Tareks Truppe für die Front, ebenso wie Nata und Tuk. Tarek hat bereits gekämpft, sein Gesicht ist vom Krieg entstellt und er denkt nicht im Traum daran mit seiner kleinen Truppe in den Krieg zu ziehen sondern desertiert mit den ihm Anvertrauten. So entwickelt sich aus der Notgemeinschaft der zutiefst traumatisierten Jugendlichen eine tiefe Verbindung und Freundschaft. Gemeinsam kämpfen sie ums Überleben, gegen den Hunger und um den Weg zurück in so etwas wie Hoffnung und Frieden. Eva Kranenburg arbeitet als Psychotherapeutin mit Geflüchteten aus verschiedenen Kriegsgebieten dieser Welt. Diese Arbeit und ihre Feinfühligkeit können wir in jeder ihrer Figuren spüren. Wir erfahren von den Traumata besonders der Kinder und Jugendlichen in Kriegsgebieten, von den Ängsten, der Not und dem Hass auf "die Anderen". Aber ebenso davon, dass auch "die Anderen" einfach nur Menschen sind mit ihrer ganz eigenen Geschichte jenseits aller Propaganda. Eva Kranenburg erschafft Momente tiefster Traurigkeit und Verletzung, aber auch von großer Zärtlichkeit und Menschlichkeit. Für "Freunde" wurde sie mit dem renommierten Oldenburger Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Ein Buch, das unter die Haut geht und genau dort sollte es auch bleiben...
  • Zum Bewerterprofil von Christel Engeland

    Christel Engeland

    Thalia Rheinbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselnd und wundervoll

    „Freunde“ ist ein Roman, der einen ab der ersten Seite fesselt und nicht wieder loslässt. Und obwohl er in einer Zeit direkt nach dem Kriegsende in einer fiktiven, ganz und gar nicht schönen Nachkriegswelt spielt, ist er voller Licht und Hoffnung. Daher von mir auch eine ganz klare Leseempfehlung an alle, denen die Kriegsmeldungen in den Nachrichten zur Zeit etwas viel sind. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe von vier jungen Menschen: Tarek ist Anfang zwanzig, Nata und Ren 16 und der kleine Tuk vermutlich 9 Jahre alt. Sie finden in den letzten Kriegstagen zusammen als sie als letztes Aufgebot und nur mit Spaten bewaffnet zum Kanonenfutter werden sollen. Anstatt sie in die Schlacht zu führen, desertiert Tarek mit seinem Trüppchen, sie verstecken sich auf einem Friedhof, der ihr Basislager und zu Hause wird und kleben fortan zusammen wie Pech und Schwefel. Die Stadt wird von den „Anderen“ besetzt, von der einheimischen Bevölkerung sind eigentlich nur in Grüppchen und Gangs zusammengeschlossene Kinder und Jugendliche übrig, die versuchen, sich so gut wie möglich durchs Leben zu schlagen. Jeder der vier Freunde trägt physische und psychische Verletzungen mit sich herum. Der Krieg hat sie gelehrt, dass nur Misstrauen und Geheimnisse das Überleben sichern. Doch füreinander stehen sie trotz aller Herausforderungen unbedingt ein und schaffen es mit viel Behutsamkeit und Mitgefühl einander stückweise aus ihren Schneckenhäusern herauszuholen. So wachsen sie zu einer neuen Familie zusammen. Als der undurchsichtige Joschi zu ihnen stößt wird ihre Integrität auf die Probe gestellt. Der Leser bangt und freut sich mit seinen Helden, ahnt manches und wird dann doch wieder von unerwarteten Wendungen überrascht. Der Autorin, die seit Jahren als Psychotherapeutin mit Flüchtlingen arbeitet, ist ein sehr einfühlsames und wunderbares Romandebüt sowohl über Propaganda, Macht, Moral, Hass und Scham, aber eben auch über Zusammenhalt, Vertrauen, (erste) Liebe und Hoffnung geglückt, dass ich allen Lesern ab 14 wärmstens empfehle. 

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