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Himmlischer Frieden Roman | Ein Roman über die erste Liebe, unverbrüchliche Freundschaften und den Preis der Freiheit - erzählt mit der Hingabe einer Elena Ferrante

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.05.2025

Verlag

Ullstein Hardcover

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

21,1/13,8/5,2 cm

Gewicht

598 g

Auflage

1 Auflage Auflage

Originaltitel

Tiananmen Square

Übersetzt von

Judith Schwaab

Sprache

Deutsch

EAN

2710002552954

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Dies ist einer der Romane, die man nicht wieder vergisst, an denen man kleben bleibt und wünscht, sie mögen niemals enden.« ("Buchkultur")
»›Himmlischer Frieden‹ ist keine Geschichte über eine politische Heldin, sondern eine mitreißende Erzählung über das Erwachsenwerden in turbulenten Zeiten.« ("Missy Magazine")

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.05.2025

Verlag

Ullstein Hardcover

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

21,1/13,8/5,2 cm

Gewicht

598 g

Auflage

1 Auflage Auflage

Originaltitel

Tiananmen Square

Übersetzt von

Judith Schwaab

Sprache

Deutsch

EAN

2710002552954

Herstelleradresse

Ullstein Verlag GmbH
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: Info@Ullstein-Buchverlage.de

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  • caro_phie

    5/5

    15.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über das Aufwachsen in einem unfreien Staat

    Lai wächst in den 80ern in einer kleinen Wohnung in einem Arbeiterviertel Pekings auf. Ihr Vater, den die Geister der Vergangenheit nicht loslassen, bleibt für seine Tochter unnahbar. Die Mutter findet kaum ein gutes Haar an ihrer Tochter. Und so ist für Lai ihre Popo, ihre Großmutter, die wichtigste Bezugsperson. Lais Kindheit spielt sich hauptsächlich auf den Gängen des großen Wohngebäudes und den Straßen davor ab, wo sie mit den anderen Kindern Streiche ausheckt. Der Regierungsbezirk Pekings ist lange für sie nur als hell beleuchtete Gebäude in der Ferne zu sehen. Doch früh muss sie die Willkür und Brutalität des Regimes kennenlernen. Himmlischer Frieden ist ein Coming-of-Age Roman. Lai Wen erzählt unglaublich gut beobachtet von der emotionalen Auflehnung eines jungen Mädchens gegen seine Eltern, von der Suche nach einem eigenen Weg, der eigenen Identität und dem gleichzeitig zunehmenden Verständnis für die Komplexität der Welt und die Wahrheiten der Eltern. Gleichzeitig ist das Buch viel mehr als das. Es ist ein Stück Zeitgeschichte Chinas. Von Anfang an strebt das Buch auf die Proteste auf dem Tian‘anmen-Platz, dem Platz des himmlischen Friedens, zu. Auf eine Entladung der spürbaren Wut und Angst angesichts eines Regimes das keinen Widerspruch duldet, ihn brutal niederschlägt, das Geschichte umschreibt, die Grauen der Mao-Diktatur verkennt und damit eine ganze Generation zum Schweigen bringt. Erst auf den letzten Seiten entlädt sich die Spannung in einer gleichzeitig erschreckenden und doch grandiosen, detailreichen Schilderung der Geschehnisse auf dem Tian‘anmen-Platz. Es ist ein Ende, das mich atemlos zurückgelassen hat - tief bewegt und gleichzeitig unschlüssig, wie ich das Buch im Gesamtbild bewerten soll. Denn entweder die Autorin, die sich hinter dem Pseudonym Lai Wen verbirgt, offenbart in den letzten Sätzen Wahrheiten über die Proteste, die so noch nicht bekannt waren oder sie fiktionalisiert eine real existierende Person in einem Maße, das in meinen Augen kritisch zu hinterfragen ist. Ich hoffe auf Ersteres, denn dann ist Himmlischer Frieden ein Buch, das ich gerne und aus vollstem Herzen weiterempfehle.

  • caro_phie

    5/5

    15.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über das Aufwachsen in einem…

    Über das Aufwachsen in einem unfreien Staat Lai wächst in den 80ern in einer kleinen Wohnung in einem Arbeiterviertel Pekings auf. Ihr Vater, den die Geister der Vergangenheit nicht loslassen, bleibt für seine Tochter unnahbar. Die Mutter findet kaum ein gutes Haar an ihrer Tochter. Und so ist für Lai ihre Popo, ihre Großmutter, die wichtigste Bezugsperson. Lais Kindheit spielt sich hauptsächlich auf den Gängen des großen Wohngebäudes und den Straßen davor ab, wo sie mit den anderen Kindern Streiche ausheckt. Der Regierungsbezirk Pekings ist lange für sie nur als hell beleuchtete Gebäude in der Ferne zu sehen. Doch früh muss sie die Willkür und Brutalität des Regimes kennenlernen. Himmlischer Frieden ist ein Coming-of-Age Roman. Lai Wen erzählt unglaublich gut beobachtet von der emotionalen Auflehnung eines jungen Mädchens gegen seine Eltern, von der Suche nach einem eigenen Weg, der eigenen Identität und dem gleichzeitig zunehmenden Verständnis für die Komplexität der Welt und die Wahrheiten der Eltern. Gleichzeitig ist das Buch viel mehr als das. Es ist ein Stück Zeitgeschichte Chinas. Von Anfang an strebt das Buch auf die Proteste auf dem Tian‘anmen-Platz, dem Platz des himmlischen Friedens, zu. Auf eine Entladung der spürbaren Wut und Angst angesichts eines Regimes das keinen Widerspruch duldet, ihn brutal niederschlägt, das Geschichte umschreibt, die Grauen der Mao-Diktatur verkennt und damit eine ganze Generation zum Schweigen bringt. Erst auf den letzten Seiten entlädt sich die Spannung in einer gleichzeitig erschreckenden und doch grandiosen, detailreichen Schilderung der Geschehnisse auf dem Tian‘anmen-Platz. Es ist ein Ende, das mich atemlos zurückgelassen hat - tief bewegt und gleichzeitig unschlüssig, wie ich das Buch im Gesamtbild bewerten soll. Denn entweder die Autorin, die sich hinter dem Pseudonym Lai Wen verbirgt, offenbart in den letzten Sätzen Wahrheiten über die Proteste, die so noch nicht bekannt waren oder sie fiktionalisiert eine real existierende Person in einem Maße, das in meinen Augen kritisch zu hinterfragen ist. Ich hoffe auf Ersteres, denn dann ist Himmlischer Frieden ein Buch, das ich gerne und aus vollstem Herzen weiterempfehle.

  • Luca

    5/5

    18.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolles und wichtiges Buch!

    Inhalt Das autobiografisch geprägte Buch Himmlischer Frieden von Lai Wen erzählt die Lebensgeschichte der Autorin, die in China aufwächst und uns Leser:innen mitnimmt auf eine Reise durch ihre Kindheit, Jugend, erste Liebe und schließlich in die Jahre an der Universität. Dort wird sie Teil der studentischen Protestbewegungen, die im Jahr 1989 in die gewaltsame Niederschlagung am Platz des Himmlischen Friedens münden. Die Autorin verknüpft ihre persönlichen Erlebnisse mit der politischen und gesellschaftlichen Realität Chinas, wodurch ein intensives Bild einer Generation entsteht, die zwischen Hoffnung, Idealismus und staatlicher Repression gefangen war. Meine Meinung Ich habe etwas Zeit gebraucht, um in das Buch hineinzufinden – doch sobald ich in der Erzählweise angekommen war, hat es mich vollkommen gepackt. Besonders beeindruckt hat mich die Sprache der Autorin: klar, zugleich poetisch und sehr eindringlich. Auch die Struktur des Buches hat mir gut gefallen – die Unterteilung in Kindheit, Jugend, erste Liebe und Universitätszeit mit den Protesten wirkt sehr schlüssig und macht den Lebensweg der Protagonistin gut nachvollziehbar. Neben den persönlichen Momenten bietet das Buch auch viel historische und gesellschaftliche Einbettung. Ich selbst wusste zuvor gar nicht so viel über das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens. Durch die Lektüre habe ich nicht nur die Protagonistin besser verstanden, sondern auch viel über China, seine Geschichte und die Stimmung dieser Zeit gelernt. Die Mischung aus Autobiografie, Fiktion und politischer Chronik ist der Autorin sehr gelungen. Besonders die Figuren sind mir nahegegangen – allen voran die Protagonistin, deren Weg, Hoffnungen und Zweifel sehr lebendig geschildert sind. Am Ende hat mich das Buch emotional tief berührt und sogar dazu gebracht, noch einmal selbst über China und die Proteste jener Zeit nachzulesen. Himmlischer Frieden ist ein großartiges, bewegendes Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Trotz seiner Länge liest es sich schnell und flüssig, vermittelt viel Wissen und regt zugleich zum Nachdenken über unsere eigene Gegenwart an. Die gesellschaftskritische Ebene ist universell und macht das Werk auch heute noch aktuell.

  • Bookfairy

    5/5

    24.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein überraschend unpolitisches und persönliches Buch

    Das wird eine sehr persönliche Rezension… Erst einmal war das Buch ganz anders, als ich es erwartet hatte: im größten Teil des Buches geht es um Lai Wens Kindheit und Jugend, bevor sie Studentin wird, und diese Zeit wird überraschend unpolitisch beschrieben. Abgesehen von dem Streich, den sie als Kind mit ihren Freunden spielt und dessen Folgen sie stark verändern, und der (sympathischen) Beschreibung einer sehr regimetreuen Lehrerin ist es ein universeller Coming-of-age-Roman, der überall spielen könnte und mit dem sich Menschen aus der ganzen Welt identifizieren können. Und ich konnte mich so gut mit Lai Wen identifizieren! Wir sind der gleiche Jahrgang und ich erinnere mich gut an die Bilder vom Platz des Himmlischen Friedens im Fernsehen, als die Panzer kamen. Ich hatte gerade Abitur gemacht und wollte im Herbst mit dem Studium anfangen. Genau wie Lai Wen habe ich mich als Kind und Jugendliche in die Welt der Bücher zurückgezogen und habe mich gegenüber den meisten Mitschülern und später Mitstudenten minderwertig gefühlt, da alle viel mehr Persönlichkeit zu haben schienen als ich. Ich konnte also jeden Gedanken und jede Handlung von Lai Wen nachvollziehen, als ob es meine eigenen gewesen wären. Dazu kommen ihre dysfunktionale Familie (meine war es auf andere Weise, aber die Mechanismen innerhalb der Familie waren ähnlich) und später der Tod der Großmutter, die ihre Persönlichkeit beeinflussen und die sie sehr eindrucksvoll und einfühlsam beschreibt. Als Lai Wen zu studieren beginnt, sind nur noch sehr wenige Seiten im Buch übrig und ich fand diesen Teil auch zu kurz. Auch das Ende war sehr abrupt, denn sie hat von einem Tag auf den anderen ein völlig neues Leben begonnen, was nicht einfach gewesen sein kann und wovon ich gerne mehr erfahren hätte. Trotzdem bekommt das Buch von mir fünf Sterne, weil es so geschrieben ist, dass ich am Ende des Buches das Gefühl hatte, einen vertrauten Menschen verloren zu haben.

  • gaia

    5/5

    23.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartiger Roman über die Sehnsucht nach Freiheit

    Viele Menschen kennen den originalen Videoausschnitt des sog. „Tank Man“, der sich am Tag nach dem Massaker der kommunistischen Regierung Chinas auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking 1989 den Panzern der Staatsmacht entgegenstellte. Dies ist ein Bild, welches sich ins kollektive Gedächtnis mehrerer Generationen gebrannt hat. Details zu den studentischen Protesten, die sich auf die arbeitende Bevölkerung Chinas in 1989 ausbreiteten, sind meist nicht präsent. Die chinesische Autorin Lai Wen macht sich nun mit ihrem autobiografischen Prosawerk daran, ein Bild von den 1980er Jahren in China, einer von der Kulturrevolution noch immer gebeutelten Nation, auf Ebene eines ganz durchschnittlichen Mädchens zu erzählen. Dies gelingt ihr auf jeder einzelnen Seite dieses Buches bravourös. Und nebenbei gibt sie ein komplett neues Bild des „Tank Man“, was einem die Kinnlade runterklappen lässt. Lai Wen ist 1970 in Peking geboren und aufgewachsen. Als Studentin war sie direkt in den Studentenaufstand involviert, wenn auch nicht an vorderster Front dabei. Ihren 560 Seiten starken Roman beginnt sie in der Kindheit der autobiografischen Figur Lai. Ein Mädchen, welches schon im Grundschulalter die harte Hand des Staates zu spüren bekommen hat und fortan in ständiger Angst und zuvorkommendem Gehorsam lebt. Die Autorin nimmt sich genügend Zeit, um die Lebensumstände, familiäre Dynamiken und staatliche Einflussnahmen zu beschreiben, bevor sie eigentlich erst auf den letzten 150 Seiten zu den Protesten des Jahres 1989 kommt. An keiner Stelle ist jedoch der Roman langatmig. Dieses Herleiten eines beispielhaften Lebens unter der Diktatur der Kommunistischen Partei Chinas ist hoch interessant und fesselnd geschrieben. Es ist unglaublich erhellend zu lesen, wie dieser Staat den Spagat versuchte zwischen einer kommunistischen Parteiräson und einer Marktwirtschaft, die sich an dem westlichen Modell orientiert. Dass aber eine relativ freie Marktwirtschaft und die Öffnung gegenüber westlicher Popkultur, welche in anderen noch heute abgeschotteten Staaten wie z.B. Nordkorea vollkommen unterdrückt wird, trotzdem den Bürgern und Bürgerinnen des Landes noch nicht automatisch das Gefühl von Freiheit vermittelt, wird in diesem Roman mehr als deutlich. Lai Wen schreibt zunächst sehr ruhig und im Verlauf der Geschehnisse um den Platz des Himmlischen Friedens jedoch immer drängender. So floss bei mir während dieser letzten 150 Seiten immer wieder auch die ein oder andere Träne, was wirklich sehr, sehr selten vorkommt. Aber die Autorin hat mich gepackt mit ihrer Geschichte. Sowohl ihrer eigenen Geschichte als auch der in Romanform verdichteten Geschichte der Figur Lai und ihrer Freunde. Das Ende des Buches hat mir dann noch komplett den Boden unter den Füßen weggezogen und dem Roman das Siegel des „Highlights“ verpasst. Ich kann diesen Roman einfach nur uneingeschränkt empfehlen. Wer etwas mehr - als nur ikonische Bilder - über die Aufstände in Peking 1989 erfahren, eine Vorstellung von einer skrupellosen Staatsmacht bekommen möchte, die mit Schusswaffen und Panzern auf ihre eigene Bevölkerung losgeht, und auch sehen, was im schlimmsten Fall im gleichen Jahr auch in der DDR bei einem falschen Schachzug während der Proteste, die glücklicherweise als eine „friedliche Revolution“ in die Geschichte einging, hätte passieren können, sollte dringend zu diesem Roman greifen. Ich jedenfalls bin absolut begeistert davon. 5/5 Sterne

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Violetta Hofmann

    Violetta Hofmann

    Thalia Dresden – Schillerplatz

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tiān'ānmén Guǎngchǎng

    In diesem autobiografischen Roman erzählt die Autorin von ihrem Heranwachsen im China der 70er/80er Jahre. Ihre Kindheit ist stark durch die Figur ihrer Großmutter geprägt, die als kräftig schillernde Person, die anderen Familienmitglieder überstrahlt. Lai Wen wächst in einer Zeit auf, die die dunklen Schatten der großen Kulturrevolution noch nicht abgelegt hat, aber immer mehr nach Freiheit und vorsichtiger Öffnung strebt. Wir erleben die zarte Emanzipation eines jungen Mädchens, begleiten sie durch ihre erste große Liebe, den ersten großen Verlust, entdecken mit ihr den Zauber der Literatur und echter Freundschaft. Lai Wen lässt sich Zeit, uns den wachsenden Freiheitsdrang einer ganzen Nation anhand ihrer Figuren spüren zu lassen. Die Geschehnisse des Romans gipfeln im sogenannten „Zwischenfall vom 4. Juni“, der brutalen Niederschlagung der Studentenproteste auf und um den Platz des Himmlischen Friedens in Peking 1989. Durch die Beziehung, die man zuvor als Leser zu den Figuren aufbauen konnte, macht dieses geschichtliche Ereignis greifbar und den Roman für mich zur absoluten Leseempfehlung. Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen verschlungen.
  • Zum Bewerterprofil von Susanne Trübestein

    Susanne Trübestein

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    4/5

    25.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Unterdrückung und Freiheit

    Authentisch und mit großer erzählerischer Intensität schreibt Lai Wen über ihre Kindheit und Jugend in Peking und die blutige Niederschlagung des Studentenaufstandes 1989 auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Aufgewachsen in einem Arbeiterviertel der Millionenstadt, erlebt die Protagonistin eine nahezu unbeschwerte Kindheit bis zu dem Tag, als sie zum ersten Mal Bekanntschaft mit der rohen Vorgehensweise der Polizei macht. Von diesem Ereignis tief gezeichnet, stellt sie sich dennoch Jahre später auf die Seite der aufbegehrenden Studenten, die für Demokratie und Pressefreiheit in China eintreten. Behutsam und mit absoluter Klarheit verarbeitet Lai Wen in diesem autofiktionalen Roman ihre Erlebnisse und gibt uns so einen Einblick in die Ereignisse vom 4. Juni 1989. Die Autorin legt damit nach vielen Jahren des Schweigens Zeugnis ab über jenen blutigen Tag, dem Massaker von Tiananmen, der von der chinesischen Regierung bis heute totgeschwiegen wird. Eine sehr berührende und nachdenklich stimmende Lektüre!

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