Produktbild: Das Wohlbefinden
Gebraucht - 45%

Das Wohlbefinden Roman | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2024

39
45% sparen

13,65 € 25,00 € *

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

*ggü. gebundenem Ladenpreis bzw. UVP für Neuware.

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2024

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21/13,8/3,2 cm

Gewicht

432 g

Auflage

2. Druckaufl. 2024

Sprache

Deutsch

EAN

2710002702502

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Endlich einmal wieder ein Roman, der stofflich, sprachlich und historisch interessant ist.« Tilman Krause, Die Welt am Sonntag, 13. Oktober 2024 ("Welt am Sonntag")
»Wie Ulla Lenze diese staunenswerten Details mit luzider Beiläufigkeit ausbreitet, wie sie den Leser selbst rätseln lässt über Zustände, Motive und Begierden einer vergangenen Zeit, das ist so erkenntnisreich wie unterhaltsam. Und wer mehr über den geheimnisvollen Schauplatz Beelitz erfahren will, bekommt im Buchumschlag sogar noch eine kleine Geschichtsstunde geboten. Man möchte den Ort nach dieser Lektüre direkt mal selbst erkunden.« Johannes Bruggaier, Südkurier, 26. September 2024 ("Südkurier")
»Dieses […] Buch bietet Mehreres zugleich: weibliche Erweckungsgeschichten, detektivisch gearbeitete Familienforschung sowie die Erinnerung an einen wichtigen Traditionsbestand der Geistesgeschichte, der heute im öffentlichen Bewusstsein kaum mehr präsent ist.« Tilman Krause, Die Welt, 17. August 2024 ("Die Welt")
»[A]lles ist auf 333 Seiten fein komponiert, die stückchenweise Erkundung der Geschehnisse sorgt für einige Spannung, und ganz nebenbei erfährt man auch noch eine Menge aus der Geschichte der Beelitzer Heilstätten.« Frank Schroeder, Antenne Brandenburg, 12. Dezember 2024 ("Rbb Antenne Brandenburg")
»Die Nominierung für den Deutschen Buchpreis 2024 ist eine verdiente Anerkennung für Lenzes Werk. ›Das Wohlbefinden‹ sticht in der zeitgenössischen Literaturszene heraus – durch seine komplexen Charaktere, seine Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart und seine tiefgehenden philosophischen Fragestellungen. Klett-Cotta, der Verlag, der für seine literarisch anspruchsvollen Veröffentlichungen bekannt ist, hat mit diesem Roman einmal mehr ein Werk von großer Relevanz vorgelegt.« Benedict Pappelbaum, Lesering, 23. September 2024 ("Lesering")
»Ulla Lenze trifft den Zeitgeist.« Welf Grombacher, Frankfurter Neue Presse, 20. September 2024 ("Frankfurter Neue Presse")
»Lenzes Neuling ist ein großer Wurf. Kunstvoll verwoben sind drei Zeit- und Handlungsebenen: vom sich ankündigenden Ende des Deutschen Kaiserreichs über die studentenbewegten 1960er bis in die Lockout-Phasen der Corona-Pandemie.« Ebba Hagenberg-Miliu, General-Anzeiger Bonn, 14./15. September 2024 ("General-Anzeiger Bonn")
»Ulla Lenze [ist] etwas Besonderes geglückt: ein faktenreiches und in großen Teilen im Gewand des historischen Romans daherkommendes Stück zeitgenössischer Literatur, das uns auch in post-pandemischen Zeiten daran erinnert, dass Vergangenheit nie zu Ende ist – und dass Antworten auf drängende, sich uns heute stellende Fragen oftmals eben auch dort zu finden sind.« Peter Henning, SR 2, 11. September 2024 ("SR 2 KulturRadio")
»Ulla Lenze ist eine hervorragende Erzählerin, stilistisch sicher und sie versteht unterschiedliche Lebenswelten in unterschiedliche Sprache umzusetzen. Und sie wagt es, Dinge miteinander in Beziehung zu setzen, die oft nicht mehr gesehen werden sollen.« Birgit Friebel, Pirilamponews, 19. August 2024 ("Pirilamponews")
»Ulla Lenze lässt die Lungenheilstätten Beelitz von 1907 wieder auferstehen. Wie im Film flimmern die Szenen des Buches an einem vorbei, man fällt in die Zeit geradezu hinein – was bestimmt auch an den klugen, wunderbar schroffen Frauenfiguren liegt.« Corinne Orlowski, rbb, 16. August 2024 ("Rbb Radio 3")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2024

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21/13,8/3,2 cm

Gewicht

432 g

Auflage

2. Druckaufl. 2024

Sprache

Deutsch

EAN

2710002702502

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • V

    aus München

    5/5

    03.03.2025

    eBook (ePUB 3)

    Okkultismus & Frauenschicksale

    Ein etwas anderer Roman, der auf verschiedenen Zeitebenen die Schicksale des Mediums Anna, der Schriftstellerin Johanna und deren Urenkelin Vanessa verwebt. Das Spannende hier war sicher die Beschäftigung mit dem Okkulten, die Anfang des 20. Jahrhunderts sehr in Mode war.

  • Bewertung

    5/5

    06.01.2025

    eBook (ePUB 3)

    Wohlbefinden in den Heilstätten Beelitzer

    Der Roman von Ulla Lenze „Das Wohlbefinden“ schildert die Beziehung zwischen der Fabrikarbeiterin Anna Brenner, der Schriftstellerin Johanna Schellmann und Vanessa, der Urenkelin von Johanna Schellmann, die alle der Okkultismus verbindet. Vanessa arbeitet in einer Werbeagentur und besichtigt eine Wohnung auf dem ehemaligen Grund der Heilstätte Beelitzer, wo nun fertiggestellte Wohnungen verkauft werden. Durch den Makler von dort erfährt Vanessa aber auch etwas mehr von der Beziehung zwischen der Urgroßmutter und Anna, über ihre Familie und über sich selbst. Johanna Schellmann und Anna Brenner begegnen sich 1907 in der Heilstätte Beelitz bei Potsdam in der Nähe von Berlin. Anna muss sich dort von einer Lungenerkrankung erholen und wird in der Heilstätte von den anderen Patienten: innen gemieden wegen ihrer Hellsichtigkeit. Johanna ist aber fasziniert von Anna und ihrer Gabe. Johanna selbst ist dem Okkultismus, der zu dieser Zeit sehr populär war verfallen und sieht es als ihre Chance über Anna mehr davon zu erfahren. Um mehr von Annas Begabung zu erfahren lädt Johanna sie zu sich nach Hause ein. Johanna hat sich auch eine Verletzung zugezogen woraufhin Anna kurzfristig ihre Pflegerin wird. Sie bleibt bei ihr auch nach der Pflege im Haus, da Anna sie beim Schreiben des Romans seelisch sehr stark unterstützt. Dieses Zusammenleben fordert beide Frauen heraus und beeinträchtigt auch das Familienleben von Johanna. Parallel erfährt man auch, dass Johanna in späteren Jahren noch einmal einen Roman schreibt bzw. ihre Memoiren nach langer Zeit. Dieses Manuskript sendet sie nun an ihrem alten Verlag, das dieser aber ablehnt. Johanna kann diese Absage nun schwer akzeptieren. Sie war einmal eine wichtige Autorin für den Verlag, aber ist mittlerweile von der Literaturwelt vergessen. Auch ist sie an einer fortschreitenden Demenz erkrankt, wodurch sie Zeit, Personen und Ereignisse verwechselt und vergisst. Nur ihr Pfleger hilft ihr mit ihrem allein sein zu Recht zu kommen und betreut sie. Am Ende des Buches erfährt man nun, das Vanessa sich der Geschichte der beiden Frauen annimmt. Sie bekommt nun vom Makler die unveröffentlichten Memoiren von Johanna, wodurch sie die alte Schuld von ihrer Großmutter erkennt. Diese Geschichte nun und hat sie für die heutige Zeit aufbereitet und dadurch geklärt. Die Autorin hat den Roman in drei Rückblenden eingeteilt, dass ich gut fand. Diese drei Erzählungen können für sich gelesen werden, fließen aber ineinander und wechseln sich beim Lesen ab. Auch hat Ulla Lenze die 3 Charaktere in der jeweiligen Zeit gut beschrieben und sie wirken authentisch. Nun gibt es aber langatmige Stellen im Buch, die die Autorin hätte kürzen können, wodurch mehr Spannung beim Lesen aufgekommen wäre. Bei der Figur von Vanessa hätte ich mir mehr Entwicklung gewünscht. Sie bleibt von Beginn an ohne große Veränderung, erst gegen Ende mit dem Manuskript der Urgroßmutter beginnt sie sich zu verändern. Das verbindende der drei Frauen im Buch ist der Hang zur okkulten Welt und auch ihr Streben danach. Dadurch finde ich haben die Frauen Probleme mit Wirklichkeit und mit der Wahrnehmung dazu. Dadurch geht auch jede auf ihre Art und Weise im Buch mit dem Unerklärlichen um, das sie an die eigenen Grenzen bringt. Dieser Teil des Buches war sehr gut zu lesen und hat mich auch interessiert. Ebenso der Teil über Beelitz und der damaligen Gellschaft. Beelitz und der Okkultismus der damaligen Zeit waren gut recherchiert und wirkt realistisch. Hätte mir nur gewünscht mehr darüber zu erfahren, aber das hätte vielleicht die Seiten des Buches erheblich erhöht. Das Buch „Das Wohlbefinden“ von Ulla Lenze habe ich nun sehr gerne gelesen. Es ist flüssig geschrieben, unterhält und kann es somit weiterempfehlen.

  • Magdalena

    aus Köln

    5/5

    05.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Wirken eines Mediums zu Beginn des 20. Jahrhunderts

    Der Roman spielt auf drei Zeitebenen: 1908, 1967 und 2020. Im Mittelpunkt steht die Schriftstellerin Johanna Schellmann und das Medium Anna Brenner. Im Jahr 2020 findet Vanessa Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter Johanna, in denen diese ihre Empfindungen und Erlebnisse aus der Zeit aufgeschrieben hatte, in der das Medium Anna Brenner bei ihr und ihrer Familie gewohnt hatte. Johanna ist mit dem Arzt Clemens verheiratet. Clemens forscht an der Wirkung von Schimmelpilz und bewirbt sich um eine Stelle bei den Beelitz Heilstätten. Er schlägt Johanna vor, ein Buch über die Heilstätten zu schreiben. Johanna greift seinen Vorschlag auf und erkundet Beelitz in Begleitung des Direktors, Herrn Dr. Blomberg. Dieser ist seiner Zeit weit voraus und hat erkannt, dass Körper und Seele auf dem Weg zur Heilung zusammenhängen. „Die zentrale Therapie in unseren Heilstätten ist das Wohlbefinden, da uns ein Wirkstoff gegen die Tuberkulose fehlt. … Doch was ist das tiefste Prinzip des Wohlbefindens? Ich wage zu behaupten, es ist die Seele.“ (S. 203) Auf dem Gelände lernt Johanna Anna Brenner kennen, eine Frau, die von den anderen Patientinnen verehrt und/oder gefürchtet wird, da sie in Verbindung mit dem Jenseits steht. „Ich habe meinen eigenen Willen aufgegeben und ergebe mich vollständig dem Willen Gottes.“ (S. 153). Blomberg schickt Anna nach München, wo der angesehene Spiritismusexperte, Baron Schrenck-Notzing, bestätigen soll, dass Anna ein echtes Medium ist. Johanna fühlt sich magisch von Anna angezogen. Gegen den Willen ihres Mannes bietet sie ihr ein Gästezimmer in ihrem Haus an. Anna hilft Johanna beim Schreiben ihres Buches, das sehr erfolgreich wird. Während Annas Aufenthalt bei den Schellmanns entfernt sich Clemens immer mehr von seiner Frau, er ist kaum noch zuhause und verbringt seine Tage in seinem Labor im Garten oder macht Überstunden im Krankenhaus. Bis zur Hälfte hat mir der Roman sehr gut gefallen, die Charaktere Johanna, Anna und Vanessa fand ich interessant, insbesondere Anna mit ihren übersinnlichen Fähigkeiten. Sie konnte Kontakt zu Toten herstellen und sah sich als ein Werkzeug Gottes. Johanna fand ich unsympathisch, sie hatte eine hohe Meinung von sich, da sie aus einem reichen Elternhaus kam und bereits ein Buch geschrieben hatte über ihre Bosporus-Reisen. Sie empfand wenig Liebe und Zuneigung für ihren Mann und ihre Kinder, auch die Beziehung zu ihrer Schwester und ihrer kürzlich verstorbenen Mutter war nicht gut. Im Jahr 1967 ist sie sehr alt und hat beginnende Demenz, sie wird ehrenamtlich von einem jungen Mann versorgt, der mit ihr über ihre Zeit mit Anna spricht. Damals ist etwas vorgefallen, das bei Johanna lebenslange Schuldgefühle verursacht hatte. Am wenigsten interessant fand ich die Passagen über Johannas Urenkelin Vanessa. Diese benimmt sich seltsam und ist infolgedessen die perfekte Nachfahrin von Johanna. Den Schreibstil der Autorin mochte ich sehr, besonders gut hat mir die erste Hälfte gefallen. Die Beschreibungen der Séancen und Geistererscheinungen fand ich interessant. Das Wohlbefinden ist ein außergewöhnliches Buch, das ich gern weiterempfehle.

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    25.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Geistern und Ruhm

    Da der Tuberkulose keine modernen Medikamente entgegengesetzt werden konnten, war die wirksamste Therapie das Wohlbefinden der Patienten. Darauf setzten auch die Heilstätten in Beelitz. Hier wurden in erster Linie Fabrikarbeiterinnen und -arbeiter behandelt. So auch die etwas sonderbare Anna. Von ihr geht eine spirituelle Kraft aus, denn sie kann angeblich die Zukunft sehen. Das verschafft ihr viele Anhänger, besonders auch im Kreise der gehobenen Gesellschaft. Die Schriftstellerin Johanna wird ein regelrechter Fan von Anna. Bis ins hohe Alter kann Johanna nicht von Anna lassen. Dieser Roman ist sehr facettenreich und umspannt mehrere Zeitebenen von 1907 bis ins Coronajahr 2020. Die Vergangenheit und Gegenwart spiegeln sich in vielen Parallelen wider. Sehr interessant fand ich das Bohei um den Okkultismus Anfang des letzten Jahrhunderts. Was wohl mal als Zeitvertreib begann, wurde für manch einen zur Religion. Die Protagonistinnen waren mir alle gänzlich unsympathisch. Dennoch waren sie scharf gezeichnet und ihre Geschichte grandios erzählt. Am Ende blieb so einiges offen. Für mich als Leserin ist dies natürlich unbefriedigend. Aber ich habe auch festgestellt, dass mir dadurch diese sehr vielschichtige und zum Teil auch etwas merkwürdige Geschichte nicht mehr aus dem Kopf geht. Für mich klar, ein Buch, dass man nicht so schnell vergisst und das beim Lesen eine gewisse Sogwirkung entwickelt.

  • Bewertung

    5/5

    18.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Totaler Geheimtipp

    Das Wohlbefinden" erzählt sie von der Beziehung zweier besonderer Frauen. Ulla Lenze porträtiert die Leben von Anna, Johanna und von Johannas Urenkel, welche alle sehr interessant sind und die eine oder andere Überraschung parat hat. Das Buch habe ich an 2 Tagen durchgelesen, ich habe mitgefiebert, gelitten und gelacht. Ich fand die Schreibweise sehr angenehm und werde mir weitere Bücher von Illa Lenze bestellen.

Kundinnen und Kunden meinen

5

7

4

14

3

15

2

2

1

1

Bewertungen (39)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Kevin Beckmann

    Kevin Beckmann

    Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    04.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein echtes Highlight

    Über drei verschiedene Epochen verteilt erzählt Lenze das Leben von Johanna Schellmann und dem vermeintlichen Medium Anna Brenner und kreiert eine Geschichte, deren Sog man sich kaum entziehen kann. Alltägliches, Politisches und Philosophisches gehen hier Hand in Hand und bilden eine Einheit, die vor allem auch sprachlich auf jeder Seite überzeugen kann. Für mich definitiv ein heißer Kandidat für die Shortlist des Buchpreises.
  • Zum Bewerterprofil von Britta Schatz

    Britta Schatz

    Thalia Mayersche Bünde

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    4/5

    29.06.2026

    eBook (ePUB 3)

    Die Geister der Vergangenheit

    Wer schon einmal die Beelitz Heilstätten vor den Toren Berlins besucht hat findet einen Lost Place trotz Eintrittskarte und Führung, in dem man noch die Geister der Vergangenheit spüren kann. Dieser Roman verbindet gekonnt die Vergangenheit mit der Gegenwart und spielt auf drei Zeitebenen, 1907/8, 1967 sowie 2020 während der Pandemie. Im Zentrum stehen drei starke Frauenfiguren, Vanessa, Johanna und Anna, deren Schicksale sich auf subtile Weise verflechten. 1908 trifft Johanna, eine für die damalige Zeit starke und autonome Schriftstellerin, auf Anna, die ihre Lungentuberkulose auskuriert und hellseherische Fähigkeiten besitzt. Vanessas Geschichte, als Urenkelin von Johanna, schlägt die Brücke zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Sprachlich schön und schroffe Charaktere machen diesen Roman aus.
  • Zum Bewerterprofil von Maria Prietzel

    Maria Prietzel

    Thalia Berlin – Schultheiss Quartier

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    4/5

    14.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kurzweilig und voller Kontraste

    "Das Wohlbefinden" ist eine vielschichtige Erzählung, die besonders sprachlich überzeugt und gekonnt Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet. Ein spannender, weiblicher Einblick in die aufkommende Faszination für das Übernatürliche am Anfang des 20 Jahrhunderts.
  • Zum Bewerterprofil von Carla Lindner

    Carla Lindner

    Thalia Hamburg – Europapassage

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    3/5

    14.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Okkultismus, Corona und die Klassenfrage

    In 'Das Wohlbefinden' nimmt sich Ulla Lenze einiges vor. Es geht um das Leben in -und Leiden unter- der Corona-Pandemie, Spiritualität und Okkultismus im Verlaufe der Zeit, die Entwicklung der Klassenverhältnisse im letzten Jahrhundert, Gender, und, und, und... Ein Roman der all diese Themen aufgreift hat sich für mich erstmal vielversprechend angehört, allerdings ließ er bei mir noch einiges zu Wünschen übrig. Die Themen werden zwar aufgegriffen, aber keins wirklich ausgeführt, und vieles bleibt einfach in der Luft hängen. Ich habe mehr von dem Roman erwartet, trotzdem war er kein Fehlgriff.
  • Zum Bewerterprofil von L. Schumacher

    L. Schumacher

    Thalia Münster – Münster-Arkaden

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    3/5

    13.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Wohlbefinden

    Der Roman entfaltet ein vielschichtiges und durchaus faszinierendes Setting, das sich über drei Zeitebenen erstreckt. Im Zentrum steht Vanessa, die während der Corona-Jahre in Berlin auf Wohnungssuche ist und sich zunehmend für ihre Urgroßmutter Johanna Schellmann zu interessieren beginnt – eine Schriftstellerin, deren Leben und Werk sie Stück für Stück rekonstruiert. Auf der zweiten Zeitebene begleiten wir Johanna in den 1960er-Jahren, kurz vor ihrem Tod. Ihr literarisches Werk steht unter Kritik, und sie blickt auf ihr Leben und Schaffen zurück. Die dritte Ebene führt ins Jahr 1908: Johanna begegnet in den Beelitzer Heilstätten der an Tuberkulose erkrankten Berliner Arbeiterin Anna, die zugleich als Medium bekannt ist. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine besondere Verbindung, aus der ein gemeinsames Buch hervorgeht – das Werk, mit dem Johanna später bekannt wird. In der Gegenwart entdeckt Vanessa ein unveröffentlichtes Manuskript ihrer Urgroßmutter – ein Buch, das Johanna über Anna schreiben wollte, aber nie vollendete. Der Roman greift viele spannende Themen auf – unter anderem Krankheit, Spiritualität, weibliche Selbstbestimmung und Generationenverbindungen. Leider gelingt es dem Text nicht immer, diese Inhalte mit der nötigen Tiefe und Klarheit zu vermitteln. Die Erzählung wirkt stellenweise zu oberflächlich, und ein klarer roter Faden fehlt. Auch bleibt unklar, welches Ziel oder welche zentrale Aussage der Roman letztlich verfolgt. Das Motiv des körperlichen und seelischen Wohlbefindens wird gut herausgearbeitet, aber insgesamt bleibt die Geschichte hinter ihrem erzählerischen Potenzial zurück.

Unsere Meinungen

Bewertungen (5)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Das Wohlbefinden