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Produktbild: Troja, später Nachmittag

Troja, später Nachmittag Roman

3

20,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

9145

Erscheinungsdatum

01.08.2026

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

3701 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641347062

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Format

ePUB

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  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

9145

Erscheinungsdatum

01.08.2026

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

3701 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641347062

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  • Buchbesprechung

    aus Bad Kissingen

    4/5

    21.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unterhaltsame Mischung aus Fakten und Fiktion

    REZENSION – Sachbücher und Biografien über den mecklenburgischen Kaufmann und weltberühmten Archäologen Heinrich Schliemann (1822 bis 1890), den Pionier der Feldarchäologie, gibt es unzählige. Wer also an historisch genauen, wissenschaftlich erwiesenen Fakten um den Entdecker Trojas interessiert ist, sollte deshalb besser auf eines dieser Werke zurückgreifen. Denn Autor Gregor Sander (58) setzt in seinem im August beim Penguin Verlag veröffentlichten Roman „Troja, später Nachmittag“ die historischen Fakten eher als bekannt voraus. Ihn interessiert stattdessen der Mensch hinter dem Mythos. In einer lebendigen, in Teilen humorvollen Mischung aus Erzählung, fiktivem Tagebuch und romanesken Briefen bietet er auf unterhaltsame Art eine sich am abenteuerlichen Leben Schliemanns chronologisch orientierende Charakterstudie, verbunden mit einer Liebesgeschichte. Reale Fakten und Daten nutzt Sander nur als groben Handlungsrahmen. In Ankershagen an der Havel hört der neunjährige Pfarrerssohn Heinrich gemeinsam mit der gleichaltrigen Minna Meincke, Tochter des dortigen Gutsverwalters, die bald zur Liebe seines Lebens wird, erstmals von Homers Schriften „Odyssee“ und „Ilias“, übersetzt von Johann Heinrich Voß in Ankershagen und 1781 im Verlag Ferdinand Schöningh (Würzburg) erschienen. Beide Erzählungen, die der sprachbegabte Schliemann später im altgriechischen Original lesen wird, wecken die Phantasie des Jungen: Die Suche nach den antiken Städten Troja und Mykene wird zu seinem Lebenstraum. Doch zunächst macht der Realschulabsolvent eine Ausbildung zum Kaufmann in Fürstenberg an der Havel. Sein nächster Arbeitgeber in Amsterdam erkennt Schliemanns Begabung und schickt ihn nach Sankt Petersburg, wo Schliemann zu erstem Wohlstand kommt und in weiterem Kaufmannsleben dann unermesslich reich wird. Sein Vermögen erlaubt es ihm nun, seinen Lebenstraum wahr werden zu lassen: „Halb Europa sucht dieses Troja und so mancher träumt davon, es zu finden. Aber haben sie auch die finanziellen Mittel, den Scharfsinn und den Mut, es wirklich anzugehen?“, fragt Schliemann. Tatsächlich entdeckt er, den Schilderungen in der „Odyssee“ folgend, in den Schichten des Hisarlık Tepe (Palasthügel) im Nordwesten der Türkei die Ruinen Trojas. „Schließlich habe ich meinen Homer gelesen.“ Doch ist dies erst der Anfang. Jetzt beginnt der Hobby-Archäologe, nach der altgriechischen Stadt Mykene zu suchen. Heinrich Schliemann wird in Sanders Roman als ehrgeiziger, rastloser und von seinem Lebenstraum getriebener Mann geschildert. Er ist zielstrebig und willensstark, aber auch selbstverliebt und eitel: „Mein Vermögen wächst immer weiter, fast ohne mein Zutun. Aber ich möchte der Menschheit etwas hinterlassen. Wenn ich erst Troja gefunden habe, dann wird man auch mich nicht mehr vergessen. Heinrich Schliemann aus Ankershagen, erfolgreicher Kaufmann in Sankt Petersburg und der Entdecker der homerischen Welt.“ Andererseits lernen wir Schliemann als leicht verletzlich kennen, als er nach der Entdeckung Trojas in aller Welt gerühmt wird, nur ausgerechnet Deutschland ihm die ersehnte Anerkennung versagt. So lästert der renommierte Archäologe Ernst Curtius, „sicher könne jemand, der statt an einer Universität zu studieren, bei einem Krämer in Fürstenberg an der Havel Tüten geklebt hat, auch eine Entdeckung machen“. Allerdings bezweifelt Curtius, dass es sich bei dem Fund tatsächlich um Troja handelt. Der amerikanische Gesandte Hofstetter erkennt: „Manchmal erscheint es mir, dass in Deutschland ein bestandenes Abitur mehr wert ist als die Entdeckung Trojas.“ In Sanders Roman, in der die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion fließend sind, ist Schliemann kein heldenhafter Entdecker und Abenteurer, sondern eine ambivalente, auch widersprüchliche und gelegentlich sogar fragwürdige Persönlichkeit. Mutig und visionär, egozentrisch und selbstinszenierend, aber auch von unerfüllter Sehnsucht nach Minna Meincke und von der Missachtung der akademischen Welt Deutschlands gequält, wirkt er als tragische Figur. Allein Minna, in die er zeit seines Lebens verliebt bleibt, die aber schon seit Jahrzehnten verheiratet ist, gibt – als bodenständiger Gegenpol zum rastlosen und von hochfliegenden Plänen getriebenen Entdecker – ihm in der Ferne über Jahre hinweg in ihren Briefen aus Ankershagen das Gefühl heimatlicher Geborgenheit. Zwar hat Schliemann als Archäologe Troja und Mykene entdeckt, doch als Mensch trotz zwei Ehen niemals sein erhofftes Liebesglück gefunden. Die gelungene Mischung aus historischer Wahrheit und literarischer Fiktion macht Sanders Roman „Troja, später Nachmittag“ für jedermann interessant und unterhaltsam, auch ohne Näheres über den „Schatz des Priamos“ zu wissen oder gar Homers „Ilias“ und „Odyssee“ gelesen zu haben. Die in lockerer Sprache gehaltene Romanbiografie, bei deren Lektüre man von den interessanten Anfängen der Feldarchäologie erfährt, lässt sich – je nach persönlicher Vorliebe – auch als abenteuerliche Entdecker- und romantische Liebesgeschichte lesen.

  • Tine13

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    10.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Getrieben von Liebe und Ehrgeiz

    Das Buch beginnt mit Heinrich Schliemanns frühen Jugenderinnerungen. Sein Vater, Pastor im beschaulichen mecklenburgischen Ort Ankershagen, ist leider ein jähzorniger Trunkenbold, der seine Frau und Kinder drangsaliert. Heinrichs Trost ist schon sehr früh seine beste Freundin, Minna, die Tochter des Gutsverwalters, sie wird seine Jugendliebe, die er später heiraten möchte. Nachdem die Mutter nach der Geburt des neunten Kindes stirbt, wird der Vater schon bald samt seiner Dienstmagd von den Dorfbewohnern vertrieben. Heinrich und sein Bruder Ludwig beginnen ziemlich jung eine Ausbildung bei einem Kaufmann. Die beiden Brüder schmieden auch ehrgeizige Pläne, um ihr Glück zu finden. Der Roman mit dem Titel „Troja, später Nachmittag“ wurde hier sehr eindrucksvoll und unterhaltsam vertont. Die Stimmen der Sprecher dabei sind großartig, egal ob Dialekt oder auch um besondere Stimmungen wiederzugeben. Heinrich Schliemann kommt nämlich ganz schön rum. Es geht für ihn rund um den Globus von Amsterdam aus ins ferne Russland, später nach Amerika und natürlich Griechenland. Es gibt kaum eine Ecke der Welt, die der mittlerweile erfolgreiche Kaufmann nicht bereist. Nur was Liebesangelegenheiten anbelangt, damit hat der Glücksritter leider so seinen Kummer. Der sprachgewandte Heinrich führt ein interessantes, sehr ambitioniertes Leben. Er wirkt oft wie getrieben, will immer mehr erreichen, niemals ist es genug. Man ist wirklich beeindruckt von seiner Energie. Inwieweit diese erzählte Lebensgeschichte an die Wahrheit heranreicht, ist mir nicht bekannt. Da aber auch Heinrich zeitweise sehr gerne flunkert oder Geschichten erfindet, um sich im besten Licht zu präsentieren , gefällt mir das hier Gebotene recht gut. Sein Leben war sicherlich ein großes Abenteuer und ist wahrlich bewundernswert! Die erzählerische Entwicklung fließt manchmal zwar gemächlich, mit vielen Zitaten und lyrischen Momenten dahin, doch Heinrichs Elan wird dabei spürbar. Die vielen überraschenden Begegnungen und Erlebnisse trösten über Längen hinweg oder wechseln sich mit faszinierenden Momenten ab. Mein Fazit: Heinrichs Lebenserzählung hatte zwar die ein oder andere Länge, nachdem ich mich aber noch nie mit seiner Person beschäftigt habe, fand ich sie dennoch fesselnd und interessant anzuhören.

  • Lesenswert

    aus Bielefeld

    4/5

    30.08.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Über das Leben von Heinrich Schliemann

    "Troja, später Nachmittag" von Gregor Sander habe ich als Hörbuch gehört, eindrucksvoll eingelesen von Max von Pufendorf und Maria Hartmann. Es zeigt uns den Menschen Heinrich Schliemann mit all seinen Ecken und Kanten. Schon als Kind begegnet Heinsrich Schliemann in seiner Heimat Ankershagen in Mecklenburg der "Ilias", die ihn nicht mehr loslässt. Er wächst in einer Pfarrersfamilie auf, der Vater schlägt ihn. Schon früh träumt er davon, Troja zu finden. Er lernt Sprachen, wird Kaufmann und erreicht über die verschiedensten Stationen schließlich die Gegend, in der er Troja vermutet. Dabei lassen ihn die Gedanken an seine Jugendliebe Minna Meincke nicht los, der er immer wieder Briefe schreibt und zu der der Kontakt nie ganz abreißt. Wir begleiten Schliemann in diesem Roman durch sein Leben von der Kindheit bis zu seinem Tod. Bereits als Jugendliche hat mich Archäologie fasziniert, was auch der Grund war, zu diesem Hörbuch zu greifen. Ich habe mich für den Menschen Schliemann interessiert, über das hinaus, was Wikipedia, das Buch "Götter, Gräber und Gelehrte" und Goggle zu bieten hat. Dabei hat mir die Geschichte um das Entdecken Trojas nicht wirklich neue Erkenntnisse gebracht. Die menschliche Seite Schliemanns hat mir diesen Mann allerdings nicht sympathisch gemacht. Er ist besessen von seinem Wunsch, Troja zu finden, was ihm ja auch schließlich gegen viele Widerstände gelingt. Genauso besessen ist er aber auch von seiner . Jugendliebe Minna, was sich besonders im letzten Kapitel des Romans aus der Sicht von Minna zeigt. Für eine Heirat mit ihr kommt er zu spät. Während er seine Karriere vorantreibt, ist sie in der Zwischenzeit bereits verheiratet. Schliemanns Leben wird bestimmt von Ehrgeiz. Geld ist ihm wichtig, er betont im Verlauf des Romans immer wieder, wie reich er ist und zu was er es gebracht hat. Glücklich scheint er erst zu sin, als er Troja entdeckt. Wir erfahren Schliemanns Geschichte überwiegend aus seinen Erzählungen und aus Briefen. Das diese natürlich subjektiv gefärbt sind, ist normal. Was der Autor selbst dazu beigetragen hat, kann ich leider nicht beurteilen. Ein eventuell vorhandenes Nachwort des Autors ist im Hörbuch nicht vorhanden. Spätestens im letzten Kapitel hat Schliemann bei mir endgültig an Ansehen verloren., wenn man dem Autor glauben darf. Der Unterschied zwischen Fiktion und Tatsache fällt schwer. Was wäre das für ein Mensch gewesen, der nur sich selbst sieht. Seine beiden Ehefrauen betrachtet er auch eher als "Mittel zum Zweck", eine wegen seines Ansehens, die andere als Gehilfin bei den Ausgrabungen. Die Sprache des Buches hat mir gut gefallen, sie ist fein nuanciert, ich war immer mittendrin im Geschehen. Die Sprechenden haben einen guten Teil dazu beigetragen, dran zu bleiben. Besonders Max von Pufendorf, der auch den Hauptanteil des Romans liest, spricht in verschiedenen Stimmlagen und trägt damit viel zum Gelingen des Hörbuchs bei. Dass er dabei auch in verschiedene Sprachen und auch ins Plattdeutsche wechselt, zeigt seine Qualität als Sprecher. Auch wenn mir der Roman ein gutes Stück des rosaroten Erinnerungsscheins um die Person Schliemann genommen hat, der Blick auf den Menschen hinter dem Entdecker Trojas hat sich gelohnt. Ich empfehle den Roman gerne weiter, von mir bekommt er 4 Sterne! Eine Empfehlung an Lesende mit Interesse an Archäologie und die Menschen dahinter . Ich empfehle hier besonders, das Hörbuch zu hören!

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Ulrike von Bargen

    Ulrike von Bargen

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.10.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Wenn Geschichte lebendig wird!

    In diesem mitreißenden, farbigen Roman lernt man nicht nur den Trojaentdecker und Begründer der modernen Archäologie Heinrich Schliemann kennen, sondern man lernt zunächst den Pfarrerssohn Heinrich aus Ankershagen in Mecklenburg kennen, der zusammen mit seinen Geschwistern unter der Knute seines stets betrunkenen Vaters aufwächst, der zusammen mit seinem Bruder zum Arbeiten nach Rostock geschickt wird, der allmählich als Kaufmann in Amsterdam und Petersburg zu Reichtum, Ansehen und Einfluß kommt. Man lernt diesen Heinrich Schliemann in vielen Facetten kennen, den liebenswerten und den weniger sympathischen. Genausowenig, wie dieser seine Jugendliebe Minna Meinke je vergessen kann, läßt Heinrich die Faszination der griechischen Sagen nicht los, die er erstmals als Kind in der (damals gerade erschienen) deutschen Übersetzung im der Schloßbibliothek von Ankershagen für sich entdeckt hatte. Schließlich, als schwerreicher Mann, kann sich Heinrich Schliemann endlich seinen Kindheitstraum erfüllen. Er macht sich auf nach Griechenland, heiratet eine bildhübsche, junge Griechin und macht sich zusammen mit auf die Suche nach dem geheimnisvollen Troja, von dem er überzeugt ist, das existiert - und wird fündig. Sander gelingt es in kraft- und häufig auch humorvoller Sprache, den Menschen Heinrich Schliemann von Kindesbeinen an unverschnörkelt und in seiner Zeit verankert, wunderbar lebendig werden zu lassen mit all seinen Ecken und Kanten. Völlig begeistert bin ich von der Hörbuchversion, einmalig gut gesprochen von Max von Pufendorf!
  • Zum Bewerterprofil von K. Kuhberger

    K. Kuhberger

    Thalia Passau – Stadtgalerie

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tausendsassa

    Gregor Sander erzählt vom außergewöhnlichen Leben Heinrich Schliemanns. Klug, ehrgeizig und getrieben von seiner Begeisterung für Homers Odyssee zeigt das Buch, wie aus einer frühen Faszination eine lebensbestimmende Suche wird. Eine eindringliche Lektüre über einen Mann, der seiner Vision folgte.
  • Zum Bewerterprofil von Lisa Klemenz

    Lisa Klemenz

    Thalia Erlangen – Erlangen Arcaden

    Buchhändler*in

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    4/5

    31.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Entdecker Trojas!

    Man muss die Odyssee, Ilias oder Homer nicht kennen, um diese amüsant- unterhaltsame und ebenso berührende wie lehrreiche Romanbiografie über Heinrich Schliemann und sein Troja zu lieben. Was für ein kluger, ehrgeiziger und gefühlvoller Entdecker dieser Mann war, der Troja sein Leben gewidmet hat. Ganz nebenbei lernt man über die alten Griechen und Götter der Antike jedoch eine ganze Menge!
  • Zum Bewerterprofil von Leslie Samland-Voigt

    Leslie Samland-Voigt

    Thalia Magdeburg – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    4/5

    22.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Troja, später Nachmittag

    Das war auf eine sehr merkwürdige Art und Weise unglaublich gut. Eine autofiktionale Erzählung in der Heinrich Schliemann beinahe schon den Part des unzuverlässigen Erzählers übernimmt, dabei aber unfassbar sympathisch und nahbar wirkt. ich würde soweit gehen, zu behaupten, dass er es geschafft hat, dass ich nun auch Homer lesen will. Am Ende des Tages wirklich ein gelungenes Werk.
  • Zum Bewerterprofil von Susanne Trübestein

    Susanne Trübestein

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    3/5

    29.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was uns nicht loslässt

    Gerade kam unter der Regie von Christopher Nolan die "Odyssee" ins Kino und Homer in das öffentliche Bewusstsein, da gibt es passenderweise auch einen Roman, der sich ausgerechnet mit dem Entdecker Trojas beschäftigt: Heinrich Schliemann. Georg Sanders nimmt uns mit auf diese spannende Reise, die den armen Pfarrerssohn aus Mecklenburg in die weite Welt führt, nach Amsterdam, Venezuela, Russland, in die Vereinigten Staaten und schließlich natürlich auch nach Griechenland. Überall ist der Self-made man Schliemann, der an die zwanzig Sprachen spricht, geschäftlich aktiv und avanciert dabei zu einem der reichsten Kaufmänner Europas des 19. Jahrhunderts. Ein Multi-Millionär und ein Visionär, der sich mit der Entdeckung des von Homer beschriebenen Trojas ein Denkmal setzen will. Eine bewegende Lebensgeschichte, die von der Liebe zu seiner Jugendfreundin Minna durchzogen wird, für die er all sein Streben nach Macht, Geld und Ruhm begonnen hat. In einem wunderbar entspannten Plauderton bringt uns der Autor diesen exzentrischen Mann näher, aber auch die griechischen Gottheiten und aberwitzigsten Ereignisse seiner Zeit. Ein sehr unterhaltsamer historischer Roman!

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