Produktbild: Kaskaden

Kaskaden Roman - "Ein starkes Debüt." Der SPIEGEL

93

20,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

4745

Erscheinungsdatum

15.07.2026

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

11363 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641349240

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ePUB

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Verkaufsrang

4745

Erscheinungsdatum

15.07.2026

Verlag

Penguin Random House

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288 (Printausgabe)

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11363 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641349240

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  • Svenja

    5/5

    03.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein berührendes Buch über Freundschaften und so viel mehr

    "Kaskaden" habe ich an einem Tag an diesem Wochenende beendet und ich denke, das zeigt schon ganz gut, wie sehr es mir gefallen hat! Wir begleiten Jojo, die gerade ihren Master macht, sich die WG mit ihrer Freundin Melle teilt und die Arbeit im Labor ihrer Universität als beruhigend empfindet, folgen die Abläufe hier doch immer einem bestimmten Muster. Genau hier lernt sie auch während einem Seminar Jakob kennen, der ihr neuer Tutor ist und mit dem da sofort diese Anziehung besteht. Doch Jojo fällt es schwer, sich darauf einzulassen. Sie fühlt sich oft an ihrer Uni wie eine Imposterin - ihre Kindheit verbrachte sie in einem Betonbau und war immer von Geldsorgen geprägt. Ihre beste Freundin Yara wohnt nur drei Etagen über ihr, teilt den Alltag, die Erinnerungen, Träume und Wünsche mit ihr. Sie sind sich so nahe, wie man sich nur sein kann - bis sie Jojo nach dem Abi plötzlich ghosted. Jojo versucht zu verstehen, denkt auch Jahre später täglich an sie, kann nur noch schwer die Nähe anderer Menschen zulassen. Wir begleiten sie durch die Seiten, wie sie die Kapitel Ihrer Vergangenheit durchgeht, sich fragt, was passiert ist und zugleich versucht, ihre Gegenwart zu bewältigen. Die, in der es nun Melle gibt, die sich um sie sorgt, wenn Jojo aus Angst vor Keimen nicht Bus fährt, ständig duscht und sich die Hände desinfiziert. Die immer ein offenes Ohr hat und trotzdem an Jojos meterhohen Wänden abprallt. Genauso wie Jakob. Und doch finden er und Jojo immer wieder zueinander. Louise schreibt diese Szenen einfühlsam und berührend, lässt genügend Raum, um uns einige Dinge nur zwischen den Zeilen erahnen zu lassen und gibt ihnen dadurch umso mehr Bedeutung. Man rätselt unweigerlich mit, was zwischen Yara und ihr passiert sein mag und die Bedeutung dieser Freundschaft, dieses abrupte Ende, die Sehnsucht nach ihr und die Fragen nach dem Warum füllen Jojos Leben so sehr aus, wie es die meisten Geschichten in der Popliteratur nur der großen romantischen Liebe zugestehen wollen. Das fand ich total schön dargestellt, begleiten uns unsere Freund:innenschaften doch schon oftmals durchs Leben, wenn der Partner noch lange keine Rolle gespielt hat. "Kaskaden" hat mir also sehr gefallen und ich empfehle es dementsprechend gerne weiter!

  • MarieOn

    5/5

    03.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Milleniumgeneration

    Emine drückt Jojo eine DVD in die Hand „Die ist wohl für dich!“ Emine hatte gerade Thorsten beigesetzt, fünf Leute waren gekommen, Yara fehlte. Das Foto, das sie vor dem Sarg platziert hatte, zeigt ihn vor dreißig Jahren, vor der Halbglatze und dem Alkohol, die Grübchen schmeichelhaft hervorgehoben. Die DVD kann nur von Yara sein. Drei Jahre ist sie jetzt weg und Jojo kommt langsam damit klar. Schwer wiegt die Diskette in ihrer Hand. Sie will wissen, was darauf ist, weiß jedoch genau, wie traurig die Bilder sie wieder machen werden. Die ersten Tage auf dem Unigelände waren eine Grauzone. Sie malte sich den Gebäudeplan auf und baute sich Eselsbrücken: In Haus 26a da zahlt man nur in bar, weil davor ein Geldautomat stand. Mittlerweile schafft sie den Weg in die Lesungen und ins Labor spielend. Wenn sie die Erstlinge betrachtet in Nike, Dr. Martens, New Balance, die nachts in ihren Ikeabetten von der nächsten gelungenen Prüfung träumen, zieht sich die Gänsehaut über die Unterarme. Im Labor arbeitet sie an ihrer Polymerase-Chain-Reaktion, als er vor ihr steht. Fliederfarbene Wollmütze, Augenbrauenpiercing, lackierte Fingernägel aber nur an einer Hand. Er stellt sich allen als Tutor*in vor, drittes Semester. Er sei da, um zu helfen. Und dann lächeln seine Herbstaugen wie ein Raum voller Blumen und seine Stimme klingt warm wie frischgebackene Zimtschnecken. Fazit: Louise K. Böhm hat in ihrem Debütroman einer Mittzwanzigerin eine Stimme verliehen. Ihre Protagonistin Jojo ist von der Provinz in die Stadt gegangen, um zu studieren. Ihre beste Freundin aus Kindertagen Yara hat den Kontakt zu ihr abgebrochen. Jojo hat enorme Schwierigkeiten, Menschen zu vertrauen. Die Autorin lässt mich Jojos Zwanghaftigkeit spüren und ihren Wunsch zu kontrollieren. Jojos Verhalten wirft in mir Fragen auf. Ganz allmählich enträtselt sich Jojos Geschichte, die sie so schwer getroffen hat, dass sie wichtige Ereignisse dissoziiert, verdrängt hat. Erst als ihr eine DVD aus ihrer Vergangenheit in die Hände fällt, um die sie wochenlang herumschleicht, lichten sich auch für Jojo die Schatten und sie kann die verdrängten Elemente verarbeiten. Was mir gut gefallen hat ist, dass die Autorin mit viel Feingefühl und Kenntnis der menschlichen Psyche zeigt, wie verstört Jojo ist. Die Hilflosigkeit im Umgang mit anderen Menschen, ihre Ängste, Befürchtungen und die Scham, das hat mich berührt. Louise K. Böhm schärft gekonnt meinen Blick auf eine Milleniumgeneration, über die ich so wenig weiß. Zeigt Unstimmigkeiten in der stets behaupteten Chancengleichheit auf und die Unsicherheiten finanziellen Mangels. Schreibstil und Stimmung sind sehr kreativ und haben mich in die Geschichte hineingezogen. Es geht um Freundinnenschaft, Liebe und Vertrauensbrüche.

  • Bewertung

    aus Leipzig

    5/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn die Vergangenheit nicht loslässt

    Wenn die Vergangenheit nicht loslässt Wir alle haben eine Vergangenheit. Mal mehr, mal weniger schön und erinnerungswürdig. Dennoch ist sie ein Teil von uns. So wie auch bei Jojo. Jojo studiert Molekularbiologie und versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Gleichzeitig kämpft sie mit Geldsorgen, Scham und dem Gefühl, nicht wirklich dazuzugehören. Besonders ihre Herkunft beschäftigt sie. Während andere scheinbar selbstverständlich ihren Platz gefunden haben, vergleicht Jojo sich ständig mit ihnen und fühlt sich dadurch noch kleiner. Das Buch hat mich nicht sofort gepackt. Ich musste mich erst an den Schreibstil gewöhnen und in Jojos Geschichte hineinfinden. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr wollte ich wissen, was hinter ihrer Vergangenheit steckt. Am meisten hat mich ihre Geschichte mit Yara beschäftigt. Die beiden waren einmal eng befreundet, bis Yara plötzlich aus ihrem Leben verschwand. Eine DVD von Yaras Mutter bringt all die verdrängten Erinnerungen zurück. Ich fand Jojo als Figur sehr glaubwürdig, gerade weil sie nicht immer sympathisch oder wie erwartet handelt. Sie beurteilt andere Menschen manchmal genauso schnell, wie sie selbst beurteilt werden möchte. Ihre Unsicherheit und ihre Angst, nicht dazuzugehören, bestimmen ihr Denken viel stärker, als ihr zunächst bewusst ist. Besonders gut gefallen hat mir, wie nach und nach ans Licht kommt, was Jojo wirklich beschäftigt. Die Vergangenheit wird nicht einfach erklärt, sondern Stück für Stück sichtbar. Es ist für mich ein Roman über Verlust, Freundschaft, soziale Unterschiede und darüber, wie schwer es sein kann, sich selbst anzunehmen. Es geht aber auch um die Möglichkeit, sich zu verändern und alte Mauern einzureißen. ISBN: 978-3328605249 Autorin: Louise K. Böhm Verlag: Penguin ET: 15.07.26 Umfang: 288 Seiten

  • Boockpicker

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    28.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    «Ich will endlich hier sein» (263)

    Joy hat ihre damalige Freundin Yara seit Jahren nicht mehr gesehen, nicht mal bei der Beerdigung deren Vaters. Emine, die Mutter Yaras, hat ihr aber eine DVD mitgegeben. Diese verfolgt sie nun wie ein Schatten – was mag wohl drauf sein, Musik, Erinnerungen, Fotos von der gemeinsamen Zeit? Immer wieder versinkt sie in Erinnerungen an Yara. Was war damals geschehen, auch mit Thorsten, dem gewalttätigen Vater von Yara? Und woher diese Sehnsucht, nach irgendwas, irgendwo dazuzugehören? Und ihre Mutter, warum hat sie sie damals jeden Nachmittag bei Oma abgegeben, «wie einen Hund, den man nicht mehr will»? (50) Im Labor versucht sie sich vom Eigenleben der Erinnerungen abzulenken, zu beruhigen, hat vermeintlich die Kontrolle; doch warum versucht ihr Tutor Jakob ihr näher zu kommen? Dabei fürchtet sie sich so vor Bakterien, Kontamination durch was auch immer, vor wirklicher Nähe und Kontakt: «Latex. Ich wünsche mir den Latex zurück an die Finger, 0,16mm Schutzfilm vor der Welt». (78) Sie zweifelt an sich, weiss nicht, wo sie hingehört: «Und dann gibt es Menschen wie mich: die Zwischentöne. Die, die nirgendwo reinpassen». (20) Sie erlebt eine heisse Nacht mit Jakob, «ich fühle mich gesehen, ohne mich beobachtet zu fühlen» (67) - geht wieder auf Distanz. Immer wieder wird Jojo von ihrer Vergangenheit eingeholt, vom Verlassen werden, damals als Kind schon, dann aber – und das kommt ihr jetzt mit dem Schauen der DVD hoch – von Yara. Nirgends fühlt sie sich zuhause, wohl, angenommen, so ziemlich alles kommt ihr in die Quere – erschütternd! Ja, sie vermisst sich selbst, hat kein einigermassen konsistentes Selbstgefühl («Ich habe mich auch vermisst» (92). Ihre WG-Partnerin versucht sie zu ermutigen, sich auf Jakob einzulassen: «Ich meine, stürz dich doch mal rein ins Leben, Maus! Es steht da, genau vor dir! Oder … dass du Angst hast vor …». (111) Jojo kämpft mit sich, sieht ziemlich klar, wo’s klemmt, und kommt doch nicht weiter: «Denn das Schmerzhafte ist, … dass ich nie wieder existieren kann ohne diese Verlassen-worden-Sein. Überall in mir haftet diese Unzulänglichkeit, in allem, was ich denke, in allem, was ich sage. Jedes Mal, wenn ich umarme, wenn ich küsse, wenn ich liebe, jedes Mal ist es nie nur für mich. Ich … liebe für zwei, ohne dass es irgendwo ankommt». (124) «Ich will, … dass mich jemand will»! (138) Und trotzdem macht sie immer wieder dicht, wenn es zu Nähe kommt, wenn Gespräch, Austausch möglich wäre. «Ich will dich nicht nur anfassen, Jojo. Ich will dich verstehen». (141) Sie merkt immer mehr, dass sie sich selbst nicht mehr aushält mit all den Erinnerungen, mit all dem Unausgesprochenen, das sie verfolgt: «Und wer ist man wirklich, wenn niemand hinschaut, wo geht all das hin, was man nicht sagt, wo bleiben die Silben hängen, die man runterschluckt. … Und wie nahe kannst du einem anderen Menschen wirklich kommen, wenn du dich selbst nicht aushältst». (151) Schliesslich schnappt sie sich endlich ein DVD-Laufwerk, beginnt in diesen filmischen Erinnerungen zu kramen, so dass noch viel mehr Unverdautes hochsteigt. Ob sie jetzt endlich drüber hinwegkommen kann, ob sie’s schafft, zu sich selbst und zu andern Menschen zu finden? Ob nach den absteigenden Kaskaden aufsteigende kommen? Böhm beschreibt die inneren Kämpfe von Jojo sehr eindrücklich und klar, so dass es manchmal kaum auszuhalten ist. Jojo wird immer wieder durch etwas getriggert, so dass das zweite Ich überhandnimmt und sie sich selbst (den andern Teil) nicht mehr spürt und wieder einen Abgrund tiefer stürzt. Diese riesigen Selbstzweifel lähmen Jojo zusätzlich, dieses sich minderwertig Fühlen, das durch ihre prekäre finanzielle Lage verschärft wird. Ganz eindrücklich wird die Auswirkung von Herkunft und fehlender Unterstützung und Armut geschildert, wie der Hunger das Lernen beinahe verunmöglicht. «Dass ich mir sagen muss: Ich darf hier sein, denn ich gehöre hierher, wie alle anderen auch». (189). Endlich kommt dann auch eine Art Katharsis: die Erkenntnis, dass nicht einfach die anderen schuld sind, dass sie nicht einfach Opfer ist von Yara, sondern dass sie sehr wohl zum Bruch mit Yara beigetragen hat («Ich bin das Monster» 226). Jetzt, wo sie sich den Erinnerungen stellt, beginnt sich auch etwas in ihr zu bewegen, und zum Glück ist da vor allem noch Melle, die nicht lockerlässt, einfach an Jojo festhält, an sie glaubt, an die Jojo, die hinter all der Fassade und unter dem Kokon verborgen ist. So gelingt es Jojo zusammen mit ihren Freund*innen tatsächlich, langsam aber sicher zu sich zurückzufinden. Ganz eindrücklich ist für mich dargestellt, wie verschwiegene Schuld und schlechtes Gewissen vor allem die Person selbst lähmen, sich ihr immer wieder ganz brutal in den Weg stellen und eine Weiterentwicklung blockieren, das Leben abklemmen und abwürgen.. «Wie viel leichter man sich plötzlich fühlen kann, wenn man Dinge teilt. Als würde es die Scham unwirksam machen, sie aus dem Kopf in die Realität zu entlassen» (241). «In diesem Moment beschliesse ich, dass es egal ist (wo und wie Yara ihr Leben lebt). Weil es so viel Wichtigeres gibt» (272). Spannend, dieses Leben von Jojo, aber voller Ungewissheit und Bedrohungen. Da muss einiges gewesen sein, mit Yara, mit ihren Eltern, mit Thorsten – warum fürchtet sie sich so sehr vor dem Leben, muss sich gegen alles schützen, kann sich so schwer auf etwas einlassen? Ein intensives Buch, man wünscht Jojo, dass sie endlich erwacht, sich auf all die Angebote von Freundschaft und Hilfe einlassen kann, sich ihres Selbst nicht mehr schämt, aus ihrem Kokon heraustritt, dass die absteigenden Kaskaden in eine Metamorphose münden, sie ihre Schutzhüllen abstreift und zum Leben erwacht. Gut und leicht lesbar geschrieben, aber nicht immer leicht zu verdauen.

  • Bewertung

    5/5

    05.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr greifendes Buch!

    Kaskaden nimmt einen von Anfang mit in die innersten Gedanken und Gefühle Jojo’s. Man hat das Gefühl dort zustehen und nicht zu wissen was zu tun ist. Der Schreibstil ist erstmal ungewohnt aber erlaubt es einem die Lage der Protagonistin aus ganz anderen Blickwinkeln zu sehen. Für mich handelt das Buch davon, zu heilen, wenn man nie gelernt hat wie das überhaupt funktioniert. Mir hat es enorm viel Spaß gemacht Jojo dabei zu begleiten wie sie langsam zu sich findet und ihre eigene Geschichte schreibt.

Kundinnen und Kunden meinen

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  • Zum Bewerterprofil von Lore Lerch

    Lore Lerch

    Thalia Hildesheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, das nachhallt

    In „Kaskaden“ werden sensible Themen wie eine zerbrochene Freundschaft, Kontroll- und Putzzwänge, Traumata und die damit verbundene Schwierigkeit, die eigenen Gefühle und Gedanken zum Ausdruck zu bringen, behandelt. Die Protagonistin Jojo ist sehr in sich gekehrt, seit ihre Freundin Yara den Kontakt abgebrochen hat. Alles in ihrem Leben wird irgendwie an dieser Freundschaft gemessen und erneut aufgewühlt, als sie auf einer Beerdigung eine seltsame DVD bekommt. Lange traut sich Jojo nicht, sich diese anzuschauen – aus Angst davor, was darauf zu sehen sein könnte. Stattdessen versucht sie die ganze Zeit, sich auszumalen, was alles auf der DVD sein könnte, um so die Kontrolle wiederzugewinnen. Genauso versucht sie, durch ihre Zwänge eine gewisse Ordnung über ihr Leben zu bewahren. Doch manche Dinge im Leben liegen nicht in unserer Hand: etwa das Zusammentreffen mit Jakob, der einiges in Jojo auslöst und sie wieder mit ihren Ängsten konfrontiert. Oder das fehlende Geld aus dem BAföG-Antrag… „Kaskaden“ sticht vor allem durch seinen besonderen Schreibstil hervor. Durch die teilweise sehr kurzen Sätze wird Jojos Gefühlswelt unmittelbar zum Ausdruck gebracht, und man bekommt den Eindruck, direkt in ihren Kopf schauen zu können. Wer einen Roman mit Tiefgang sucht, ist hier genau richtig!
  • Zum Bewerterprofil von Monika Föckeler

    Monika Föckeler

    Thalia Mayersche Castrop-Rauxel

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gelungen!

    Eigentlich habe ich den Roman nur kurz anlesen wollen, um mir ein Bild zu machen, bin dann aber doch hängengeblieben, weil mich Jojos Leben und das Geheimnis um ihre Freundin Yara wirklich gefesselt haben. Jojo hat mit Anfang 20 noch nicht gelernt, sich selbst zu lieben, ist aufgrund ihrer Herkunft sehr verunsichert, und kleine Probleme in Beziehung zu anderen Menschen werfen sie komplett aus der Bahn. Sie leidet unter Zwängen und Ängsten. Auch als sie sich mit Jakob anfreundet, dauert es nicht lange, bis sie aus der Beziehung flüchtet. Was wirklich geschehen ist, erfahren wir so nach und nach. Mit "Kaskaden" ist der jungen Autorin ein wirklich beeindruckendes Debüt gelungen!
  • Zum Bewerterprofil von Milehi Kiatkoh

    Milehi Kiatkoh

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die, die ich verloren habe

    Jojo kämpft in Louise K. Böhms elektrisierendem Debüt mit einer Last, die schwerer wiegt als jede materielle Herkunft: dem Schmerz einer zerbrochenen Freundschaft, die sie nicht loslassen kann. Mit feiner psychologischer Genauigkeit zeichnet Böhm eine junge Frau, die sich selbst sabotiert, weil sie fürchtet, nicht dazuzugehören, und die in ihrer Sprachlosigkeit und Verletzlichkeit unglaublich authentisch wirkt. Die Erzählung von Jojos innerer Zerreißprobe zwischen dem Versuch, erwachsen zu werden, und der Unmöglichkeit, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, berührt tief und schmerzhaft. Böhm gelingt es dabei, die Intimität weiblicher Freundschaft so treffend zu erfassen, dass man sich selbst in Jojos Ängsten und ihrer stillen Verzweiflung wiedererkennt. Am Ende hält dieses Buch den Leser in den Armen und zeigt: Manchmal ist das Scheitern an sich selbst die einzige Wahrheit, die wir akzeptieren müssen.
  • Zum Bewerterprofil von L. Fritzsche

    L. Fritzsche

    Thalia Dresden – Schillerplatz

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich wurde abgeholt und mitgenommen

    Ein wunderbarer Roman über das Erwachsenwerden und sich durchs Leben navigieren, FreundInnenschaften, die so tief gehen, dass sie alles Handeln beeinflussen und die einnehmende Rolle, die Herkunft dabei spielt.   Louise K. Böhm ist es gelungen, diesen komplexen Gefühlswelten Ausdruck zu verleihen. Sie schafft es diese Intimität der weiblichen Freundschaft so treffend zu erfassen. Ich habe mich an vielen Stellen dieses Buches wiedergefunden und mich zum Ende hin in den Arm genommen gefühlt. Dicke Empfehlung.
  • Zum Bewerterprofil von Kea Bölts

    Kea Bölts

    Thalia Leer – Emspark

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Frage nach den richtigen Lebensentscheidungen

    Louise K.Böhm schreibt in ihrem Debütroman davon, wie man als junger Erwachsener zum ersten Mal das Leben so richtig selber auf die Reihe bekommen muss. In diesem Kontext wird deutlich, wie groß dabei die Rolle der Herkunft und Unterstützung der Familie ist. Die Sprache ist rau und ehrlich und mit super viel Gespühr für die kleinen Dinge. Jojos Geschichte handelt von innerer Zerissenheit, Ängsten und Selbstzweifeln. Besonders die verlorene Kindheits/Jugendfreundschaft hat mich emotional aufgewühlt.

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