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Kaskaden Roman - "Ein starkes Debüt." Der SPIEGEL

96

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

3091

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.07.2026

Verlag

Penguin

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,4/13,2/2,7 cm

Gewicht

396 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60524-9

Beschreibung

Rezension

»Ein starkes Debüt!« ("Shereen Sayda, Der Spiegel")
»›Mit Kaskaden‹ legt die 26-jährige Louise K. Böhm ein Buch vor, das von der ersten Seite an unter die Haut kriecht und dort bleibt. Sie erzählt mit einer Stimme, die so direkt, so ungeschönt und so präzise rhythmisiert ist, dass man sich fragt, warum nicht mehr Gegenwartsliteratur so klingt.« ("Barbara Geschwinde, SWR Kultur")
»›Kaskaden‹ ist ein Coming-of-Age-Roman, Klassenroman und Erinnerungstext zugleich, vor allem aber ein bemerkenswertes Debüt. (…) Wie genau Böhm Klassenscham beschreibt, gehört zu den stärksten Seiten des Romans. Geldnot ist hier kein Randthema, sondern ein Zustand, der Sprache, Körper und Beziehungen formt. (…) Böhms Sprache ist oft poetisch, aber nie geschniegelt. Sie hat Rhythmus, Wucht und einen sehr körperlichen Zugriff auf Gefühle.« ("Sandra Belschner, Stuttgarter Zeitung")
»Die junge Autorin Louise K. Böhm schreibt mit großer Intensität eine bis zum Schluss überraschende Geschichte von Herkunft, Verlust und dem Wunsch nach Nähe. Ein modern erzähltes Debüt, das im Gedächtnis bleibt!« ("Juliane Krebs, WDR 5 "Neugier genügt"")
»Kein simples Coming-of-Age. ›Kaskaden‹ ist ein Buch über Schuld und Vergessen. (...) Und weil Böhm [ihre Figur] Jojo weder entschuldigt noch verurteilt, sondern sie im Schwebezustand zwischen Schuld und Selbstschutz belässt, gewinnt der Roman seine größte literarische Spannung.« ("Barbara Geschwinde, SWR Kultur")
»Ein liebevolles Debüt! Es sind Zwischentöne, die dieses Buch so lesenswert machen. Jojo ist weder Heldin noch Anti-Heldin. Sie ist einfach menschlich. Manchmal fühlt man mit ihr, will sie in den Arm nehmen. Und manchmal nervt sie einen so unfassbar, wenn sie wieder und wieder Hilfe nicht annehmen will. Ein rührendes Debüt darüber, wie schön und gleichzeitig schwer es ist, füreinander da zu sein.« ("Julia Hercka, NDR Kultur")

Produktdetails

Verkaufsrang

3091

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.07.2026

Verlag

Penguin

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,4/13,2/2,7 cm

Gewicht

396 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60524-9

Herstelleradresse

Penguin Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Bewertung

    5/5

    08.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nah, näher, Kaskaden

    Was für ein Debüt. Louise K. Böhm hat mit 'Kaskaden' einen Roman geliefert, der mich ab der ersten Seite eingesogen hat. Präzise und klar schreibt sie eine so vielschichtige Geschicht und lässt Einblicke in ein Leben zu, welches mir teilweise schmerzhaft nah schien. Wir lernen die Protagonistin Jojo zu Beginn ihres Masterstudiums kennen. Mehrere Jahre schon ist sie an der Uni, angekommen ist sie jedoch bisher nicht. Zu groß scheint der Sprung aus der kleinen Wohnung der Arbeiter*innenklasse in eine Welt, die scheinbar nur von Menschen belebt wird, für die BAföG eine willkürliche Aneinanderreihung von Buchstaben darstellt. Der Zugang zu diesem Strang der Erzählung fiel mir als erstes studierendes Familienmitglied natürlich leicht. Doch Louise K. Böhm lässt mich beim Lesen erneut all die Gefühlen und Ängste spüren, die dieser Weg mit sich brachte. Selten kommt man einer Figur so nah, wie Jojo uns in ihr Leben lässt. Die Ironie daran: Was Jojo uns so leicht macht, lässt sie bei Menschen in ihrem Umfeld nicht zu. Scham aufgrund ihrer Herkunft, Vergangenheit und früherer Entscheidungen bringen sie dazu, sich zu verkapseln und in einer Welt zurückzuziehen, zu der lediglich sie allein Zugang hat. Umso schöner ist es, dass wir als Leser*innen ihr Wachsen begleiten können und spürbar wird, welche heilende Wirkung Freundschaft, Geduld und Verständnis auf die tiefsten Kränkungen haben können. Ein Roman, der ohne die typischen Vorurteile Klasse und Herkunft abbildet und solche Gefühle in mir auslöst, hat sich jeden einzelnen der 5 Sterne verdient.

  • nessabo

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    04.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für ein unglaubliches Highlight!

    Dies ist das Werk einer Meisterin! Louise K. Böhm liefert ein so sprachgewaltiges Debüt, das ich kaum Lesepausen einlegen wollte. Und dabei hatte ich vorher einige Bedenken, weil immer wieder von den poetischen Elementen der Geschichte gesprochen wurde. Das ist ja bekanntlich nicht gerade mein liebster Sprachstil, aber alle Bedenken waren völlig unnötig. Böhm nutzt poetische Bilder, ja. Aber die sind so elegant in eine sonst sehr lebensnahe und vor allem authentische Sprache eingebunden, dass ich beim Lesen keinerlei Probleme hatte. Der Roman lebt vor allem von seiner spannenden Protagonistin. Böhm traut sich, eine kantige Hauptfigur in den Fokus zu setzen. Jojos Struggle hätten nicht greifbarerer beschrieben werden können. Nicht nur die Klassismus-Komponente, sondern auch ihre Zwangsstörung sowie Vertrauensprobleme werden so intensiv und dicht in Worte gefasst, dass ich regelrecht in die Geschichte eingesogen wurde. Während Klassismus und damit das Gefühl, in bestimmten Kontexten fehl am Platz zu sein, unterschwellig immer präsent ist, schwankt die Intensität der Zwänge. Mit unglaublichem Talent lässt uns die Autorin hier ganz nah ran an ihre Protagonistin. Doch nicht nur thematisch und sprachlich ist das Werk ein Banger! Die Freundinnenschaften und deren respektvolle Kommunikation sind großartig - so etwas kann ich gar nicht oft genug lesen. Sogar der uns allen antrainierte Reflex, andere Frauen als Konkurrenz zu sehen, wird ehrlich und liebenswert adressiert. Die Liebesgeschichte nimmt nur moderat Raum ein und auch die fand ich wundervoll eingebunden, zumal Jakob ebenfalls eine gut gezeichnete Figur ist. Nicht zuletzt schafft es Böhm unvergleichlich gut, ein kluges Spannungselement in ihren Roman zu setzen. Was genau zwischen Jojo und ihrer ehemals besten Freundin Yara passiert ist, löst sich erst spät auf. Dabei geht es nicht um thrillerhafte, eher konstruierte Spannung, sondern immer um glaubwürdige Menschlichkeit. Wenig überraschend habe ich das Buch geliebt! Es ist eine eindrückliche Geschichte über die tiefen Wirkweisen von Klassismus mit einer vielschichtigen, interessanten Protagonistin und der Wärme von solidarischer Freundinnenschaft. Ein überdeutliches Highlight für mich!

  • Svenja

    5/5

    03.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein berührendes Buch über Freundschaften und so viel mehr

    "Kaskaden" habe ich an einem Tag an diesem Wochenende beendet und ich denke, das zeigt schon ganz gut, wie sehr es mir gefallen hat! Wir begleiten Jojo, die gerade ihren Master macht, sich die WG mit ihrer Freundin Melle teilt und die Arbeit im Labor ihrer Universität als beruhigend empfindet, folgen die Abläufe hier doch immer einem bestimmten Muster. Genau hier lernt sie auch während einem Seminar Jakob kennen, der ihr neuer Tutor ist und mit dem da sofort diese Anziehung besteht. Doch Jojo fällt es schwer, sich darauf einzulassen. Sie fühlt sich oft an ihrer Uni wie eine Imposterin - ihre Kindheit verbrachte sie in einem Betonbau und war immer von Geldsorgen geprägt. Ihre beste Freundin Yara wohnt nur drei Etagen über ihr, teilt den Alltag, die Erinnerungen, Träume und Wünsche mit ihr. Sie sind sich so nahe, wie man sich nur sein kann - bis sie Jojo nach dem Abi plötzlich ghosted. Jojo versucht zu verstehen, denkt auch Jahre später täglich an sie, kann nur noch schwer die Nähe anderer Menschen zulassen. Wir begleiten sie durch die Seiten, wie sie die Kapitel Ihrer Vergangenheit durchgeht, sich fragt, was passiert ist und zugleich versucht, ihre Gegenwart zu bewältigen. Die, in der es nun Melle gibt, die sich um sie sorgt, wenn Jojo aus Angst vor Keimen nicht Bus fährt, ständig duscht und sich die Hände desinfiziert. Die immer ein offenes Ohr hat und trotzdem an Jojos meterhohen Wänden abprallt. Genauso wie Jakob. Und doch finden er und Jojo immer wieder zueinander. Louise schreibt diese Szenen einfühlsam und berührend, lässt genügend Raum, um uns einige Dinge nur zwischen den Zeilen erahnen zu lassen und gibt ihnen dadurch umso mehr Bedeutung. Man rätselt unweigerlich mit, was zwischen Yara und ihr passiert sein mag und die Bedeutung dieser Freundschaft, dieses abrupte Ende, die Sehnsucht nach ihr und die Fragen nach dem Warum füllen Jojos Leben so sehr aus, wie es die meisten Geschichten in der Popliteratur nur der großen romantischen Liebe zugestehen wollen. Das fand ich total schön dargestellt, begleiten uns unsere Freund:innenschaften doch schon oftmals durchs Leben, wenn der Partner noch lange keine Rolle gespielt hat. "Kaskaden" hat mir also sehr gefallen und ich empfehle es dementsprechend gerne weiter!

  • MarieOn

    5/5

    03.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Milleniumgeneration

    Emine drückt Jojo eine DVD in die Hand „Die ist wohl für dich!“ Emine hatte gerade Thorsten beigesetzt, fünf Leute waren gekommen, Yara fehlte. Das Foto, das sie vor dem Sarg platziert hatte, zeigt ihn vor dreißig Jahren, vor der Halbglatze und dem Alkohol, die Grübchen schmeichelhaft hervorgehoben. Die DVD kann nur von Yara sein. Drei Jahre ist sie jetzt weg und Jojo kommt langsam damit klar. Schwer wiegt die Diskette in ihrer Hand. Sie will wissen, was darauf ist, weiß jedoch genau, wie traurig die Bilder sie wieder machen werden. Die ersten Tage auf dem Unigelände waren eine Grauzone. Sie malte sich den Gebäudeplan auf und baute sich Eselsbrücken: In Haus 26a da zahlt man nur in bar, weil davor ein Geldautomat stand. Mittlerweile schafft sie den Weg in die Lesungen und ins Labor spielend. Wenn sie die Erstlinge betrachtet in Nike, Dr. Martens, New Balance, die nachts in ihren Ikeabetten von der nächsten gelungenen Prüfung träumen, zieht sich die Gänsehaut über die Unterarme. Im Labor arbeitet sie an ihrer Polymerase-Chain-Reaktion, als er vor ihr steht. Fliederfarbene Wollmütze, Augenbrauenpiercing, lackierte Fingernägel aber nur an einer Hand. Er stellt sich allen als Tutor*in vor, drittes Semester. Er sei da, um zu helfen. Und dann lächeln seine Herbstaugen wie ein Raum voller Blumen und seine Stimme klingt warm wie frischgebackene Zimtschnecken. Fazit: Louise K. Böhm hat in ihrem Debütroman einer Mittzwanzigerin eine Stimme verliehen. Ihre Protagonistin Jojo ist von der Provinz in die Stadt gegangen, um zu studieren. Ihre beste Freundin aus Kindertagen Yara hat den Kontakt zu ihr abgebrochen. Jojo hat enorme Schwierigkeiten, Menschen zu vertrauen. Die Autorin lässt mich Jojos Zwanghaftigkeit spüren und ihren Wunsch zu kontrollieren. Jojos Verhalten wirft in mir Fragen auf. Ganz allmählich enträtselt sich Jojos Geschichte, die sie so schwer getroffen hat, dass sie wichtige Ereignisse dissoziiert, verdrängt hat. Erst als ihr eine DVD aus ihrer Vergangenheit in die Hände fällt, um die sie wochenlang herumschleicht, lichten sich auch für Jojo die Schatten und sie kann die verdrängten Elemente verarbeiten. Was mir gut gefallen hat ist, dass die Autorin mit viel Feingefühl und Kenntnis der menschlichen Psyche zeigt, wie verstört Jojo ist. Die Hilflosigkeit im Umgang mit anderen Menschen, ihre Ängste, Befürchtungen und die Scham, das hat mich berührt. Louise K. Böhm schärft gekonnt meinen Blick auf eine Milleniumgeneration, über die ich so wenig weiß. Zeigt Unstimmigkeiten in der stets behaupteten Chancengleichheit auf und die Unsicherheiten finanziellen Mangels. Schreibstil und Stimmung sind sehr kreativ und haben mich in die Geschichte hineingezogen. Es geht um Freundinnenschaft, Liebe und Vertrauensbrüche.

  • Bewertung

    aus Leipzig

    5/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn die Vergangenheit nicht loslässt

    Wenn die Vergangenheit nicht loslässt Wir alle haben eine Vergangenheit. Mal mehr, mal weniger schön und erinnerungswürdig. Dennoch ist sie ein Teil von uns. So wie auch bei Jojo. Jojo studiert Molekularbiologie und versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Gleichzeitig kämpft sie mit Geldsorgen, Scham und dem Gefühl, nicht wirklich dazuzugehören. Besonders ihre Herkunft beschäftigt sie. Während andere scheinbar selbstverständlich ihren Platz gefunden haben, vergleicht Jojo sich ständig mit ihnen und fühlt sich dadurch noch kleiner. Das Buch hat mich nicht sofort gepackt. Ich musste mich erst an den Schreibstil gewöhnen und in Jojos Geschichte hineinfinden. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr wollte ich wissen, was hinter ihrer Vergangenheit steckt. Am meisten hat mich ihre Geschichte mit Yara beschäftigt. Die beiden waren einmal eng befreundet, bis Yara plötzlich aus ihrem Leben verschwand. Eine DVD von Yaras Mutter bringt all die verdrängten Erinnerungen zurück. Ich fand Jojo als Figur sehr glaubwürdig, gerade weil sie nicht immer sympathisch oder wie erwartet handelt. Sie beurteilt andere Menschen manchmal genauso schnell, wie sie selbst beurteilt werden möchte. Ihre Unsicherheit und ihre Angst, nicht dazuzugehören, bestimmen ihr Denken viel stärker, als ihr zunächst bewusst ist. Besonders gut gefallen hat mir, wie nach und nach ans Licht kommt, was Jojo wirklich beschäftigt. Die Vergangenheit wird nicht einfach erklärt, sondern Stück für Stück sichtbar. Es ist für mich ein Roman über Verlust, Freundschaft, soziale Unterschiede und darüber, wie schwer es sein kann, sich selbst anzunehmen. Es geht aber auch um die Möglichkeit, sich zu verändern und alte Mauern einzureißen. ISBN: 978-3328605249 Autorin: Louise K. Böhm Verlag: Penguin ET: 15.07.26 Umfang: 288 Seiten

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Sina Rometsch

    Sina Rometsch

    OSIANDER Stuttgart

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufwühlend

    Jojo hat immer das Gefühl, dass sie in die Uni nicht hineinpasst. In ihrer inneren Flucht vor der Vergangenheit ist das Labor ihr einziger Zufluchtsort. Dort lernt sie Jakob kennen, bei dem sie sich fallen lassen kann. Durch eine DVD wird Jojo mit voller Wucht in ihre Vergangenheit gerissen, als sie mit Yara befreundet war, bevor sie verschwand. Plötzlich verliert sie ihr Vorne und Hinten und ihr Sein zwischen Jetzt und Vergangenheit. Ein wirklich toller Debütroman, der die Komplikationen und Sorgen eines jungen Menschen einfängt. Kaskaden hat mich buchstäblich überrumpelt und ich hab mir gewünscht, dass das Buch nie endet.
  • Zum Bewerterprofil von Lore Lerch

    Lore Lerch

    Thalia Hildesheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, das nachhallt

    In „Kaskaden“ werden sensible Themen wie eine zerbrochene Freundschaft, Kontroll- und Putzzwänge, Traumata und die damit verbundene Schwierigkeit, die eigenen Gefühle und Gedanken zum Ausdruck zu bringen, behandelt. Die Protagonistin Jojo ist sehr in sich gekehrt, seit ihre Freundin Yara den Kontakt abgebrochen hat. Alles in ihrem Leben wird irgendwie an dieser Freundschaft gemessen und erneut aufgewühlt, als sie auf einer Beerdigung eine seltsame DVD bekommt. Lange traut sich Jojo nicht, sich diese anzuschauen – aus Angst davor, was darauf zu sehen sein könnte. Stattdessen versucht sie die ganze Zeit, sich auszumalen, was alles auf der DVD sein könnte, um so die Kontrolle wiederzugewinnen. Genauso versucht sie, durch ihre Zwänge eine gewisse Ordnung über ihr Leben zu bewahren. Doch manche Dinge im Leben liegen nicht in unserer Hand: etwa das Zusammentreffen mit Jakob, der einiges in Jojo auslöst und sie wieder mit ihren Ängsten konfrontiert. Oder das fehlende Geld aus dem BAföG-Antrag… „Kaskaden“ sticht vor allem durch seinen besonderen Schreibstil hervor. Durch die teilweise sehr kurzen Sätze wird Jojos Gefühlswelt unmittelbar zum Ausdruck gebracht, und man bekommt den Eindruck, direkt in ihren Kopf schauen zu können. Wer einen Roman mit Tiefgang sucht, ist hier genau richtig!
  • Zum Bewerterprofil von Monika Föckeler

    Monika Föckeler

    Thalia Mayersche Castrop-Rauxel

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gelungen!

    Eigentlich habe ich den Roman nur kurz anlesen wollen, um mir ein Bild zu machen, bin dann aber doch hängengeblieben, weil mich Jojos Leben und das Geheimnis um ihre Freundin Yara wirklich gefesselt haben. Jojo hat mit Anfang 20 noch nicht gelernt, sich selbst zu lieben, ist aufgrund ihrer Herkunft sehr verunsichert, und kleine Probleme in Beziehung zu anderen Menschen werfen sie komplett aus der Bahn. Sie leidet unter Zwängen und Ängsten. Auch als sie sich mit Jakob anfreundet, dauert es nicht lange, bis sie aus der Beziehung flüchtet. Was wirklich geschehen ist, erfahren wir so nach und nach. Mit "Kaskaden" ist der jungen Autorin ein wirklich beeindruckendes Debüt gelungen!
  • Zum Bewerterprofil von Milehi Kiatkoh

    Milehi Kiatkoh

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die, die ich verloren habe

    Jojo kämpft in Louise K. Böhms elektrisierendem Debüt mit einer Last, die schwerer wiegt als jede materielle Herkunft: dem Schmerz einer zerbrochenen Freundschaft, die sie nicht loslassen kann. Mit feiner psychologischer Genauigkeit zeichnet Böhm eine junge Frau, die sich selbst sabotiert, weil sie fürchtet, nicht dazuzugehören, und die in ihrer Sprachlosigkeit und Verletzlichkeit unglaublich authentisch wirkt. Die Erzählung von Jojos innerer Zerreißprobe zwischen dem Versuch, erwachsen zu werden, und der Unmöglichkeit, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, berührt tief und schmerzhaft. Böhm gelingt es dabei, die Intimität weiblicher Freundschaft so treffend zu erfassen, dass man sich selbst in Jojos Ängsten und ihrer stillen Verzweiflung wiedererkennt. Am Ende hält dieses Buch den Leser in den Armen und zeigt: Manchmal ist das Scheitern an sich selbst die einzige Wahrheit, die wir akzeptieren müssen.
  • Zum Bewerterprofil von L. Fritzsche

    L. Fritzsche

    Thalia Dresden – Schillerplatz

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich wurde abgeholt und mitgenommen

    Ein wunderbarer Roman über das Erwachsenwerden und sich durchs Leben navigieren, FreundInnenschaften, die so tief gehen, dass sie alles Handeln beeinflussen und die einnehmende Rolle, die Herkunft dabei spielt.   Louise K. Böhm ist es gelungen, diesen komplexen Gefühlswelten Ausdruck zu verleihen. Sie schafft es diese Intimität der weiblichen Freundschaft so treffend zu erfassen. Ich habe mich an vielen Stellen dieses Buches wiedergefunden und mich zum Ende hin in den Arm genommen gefühlt. Dicke Empfehlung.

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