Produktbild: Ginsterburg
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Ginsterburg Roman

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Rezension

»Er spielt das Schicksal der deutschen Bevölkerung zwischen 1935 und 1945 quasi im Puppenhaus nach. […] Seine Warnung vor der Geschichte ist die Geschichte, die er hier mit feiner Feder schreibt. Und das macht ›Ginsterburg‹ zu einem großartigen Roman.« Doris Kraus, Die Presse am Sonntag, 04. Mai 2025 ("Die Presse am Sonntag")
»Ein wuchtiges Kleinstadtepos hat der "Spiegel"-Journalist da geschaffen, mit geduldiger Einfühlsamkeit in die Seelen der Menschen, die verführt werden sollen, die erliegen, die sich wehren. Es ist das Sittenbild des Städtchen Ginsterburg zur Zeit der Machtergreifung der Nazis und Frank zeigt an ganz verschiedenen, genau gezeichneten Charakteren die Fehlbarkeit und den Mut ganz normaler Menschen. Er richtet hier nicht moralisch, er dokumentiert in glänzend literarischem Stil den schleichenden Einfluss der Faschisten. Was trügerisch beschaulich beginnt, führt in den Abgrund.« Bernd Noack, Nürnberger Nachrichten, 01. Mai 2025 ("Nürnberger Nachrichten")
»Dieser souverän erzählte Roman muss die Trauer nicht ausklammern. Arno Frank lässt keinen Zweifel daran, dass die Zerstörung der Stadt und das massenhafte Sterben der Preis sind, den Ginsterburg bezahlen muss für die ängstliche Tatenlosigkeit und das kalte Einverständnis, die bequemen Beschwichtigungen und die fidele Überheblichkeit.« Holger Heimann, WDR 3, 10. April 2025 ("WDR 3")
»Die Genauigkeit und Anschaulichkeit sind beeindruckend, mit der er die Verrohung einer Gesellschaft zeigt, ihre immer stärkere Drift ins Totalitäre und ihren Untergang. […] Arno Frank zeigt auf so bedrückende wie eindrückliche Weise, wie es möglich war, unberührt zu bleiben, und wohin Gleichgültigkeit und Verblendung führen können.« Holger Heimann, SWR Kultur, 18. März 2025 ("SWR Kultur")
»Der Roman ist eine zeitlose Studie über Anpassung und Mitläufertum. An ihrem Ende zerbricht die verlogene Scheinwelt, geht Ginsterburg in einem Bombenangriff unter. Die sprachgewaltige Schilderung des Feuersturms ist das furiose Finale eines beeindruckenden Meisterwerks.« Joachim Peter, Aachener Zeitung, 17. März 2025 ("Aachener Zeitung")
»Arno Frank hat ein enormes Gefühl für die Untiefen des Alltags, ohne zu moralisieren. Man könnte in ihm einen modernen Fallada sehen.« Andrea Seibel, Die Welt am Sonntag, 02. März 2025 ("Welt am Sonntag")
»Arno Frank behandelt am Beispiel einer Kleinstadt große Fragen von Leid und Mitleid, von Liebe, Schuld und Verantwortung.« SWR Kultur, 23. Februar 2025 ("SWR Kultur")
»Dieser Roman erzählt facettenreich vom Abrutschen einer Gesellschaft in den Faschismus und davon, dass man kein richtiges Leben im Falschen führen kann. Aktueller könnte ein Buch kaum sein.« Thomas Hummitzsch, Der Freitag, 13. Februar 2025 ("der Freitag")
»[Er versteht es gekonnt], das damalige Klima zu evozieren,- allem voran das aufkommende Kriegsgetöse, das er mit bisweilen gespenstischer Dichte erzählerisch zu beschwören und nachzuempfinden versteht. Das Resultat ist eine große, stellenweise mitreißende Erzählung über Mitläufertum und die kollektive Verführung durch rechtes Denken.« Peter Henning, SR Kultur, 17. Juli 2025 ("SR Kultur")
»Dieser ungemein dichte, facettenreiche Roman macht mit seinem Mosaik der Schicksale vieles, was bisher zum Leben unter der NS-Herrschaft erschienen ist, zwar nicht überflüssig, aber blass.« Erhard Schütz, Das Magazin, Juni 2025 ("Das Magazin")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.10.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

432

Maße (L/B)

19/11,5 cm

Gewicht

10 g

Farbe

Khaki / Kaffee

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98947-2

Rezension

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.10.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

432

Maße (L/B)

19/11,5 cm

Gewicht

10 g

Farbe

Khaki / Kaffee

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98947-2

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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  • CracklinRosie

    aus Stolberg

    5/5

    13.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein schleichender Prozess

    Arno Frank nimmt uns Lesende mit in das fiktive Städtchen Ginsterburg. Ihm ist ein ausgesprochen gelungener und spannender Roman gelungen. Wobei man spannend nicht mit thrill oder action verwechseln darf. Die Geschichte mit zahlreichen Protagonisten ist in 3 Teile gegliedert, über die Jahre 1935, 1940 und 1945. Neben der Schilderung teils wirklich banaler Vorkommnisse finden sich immer wieder eingefügte "Dokumente" wie Zeitungsmeldungen, Gesetzesauszüge, Briefe etc. was durchaus auflockern und gleichzeitig informieren kann. Spannend ist vor allem, wie sich die Gesellschaft und der Umgang miteinander ändert. Und diese Änderung betrifft auch die Protagonisten, die man anfangs durchaus als eher sympathisch empfand und ist eher ein schleichender Prozess. Es verdeutlicht, dass niemand wirklich gefeit ist gegen geschickte Manipulation. Gerade aktuell ist es wichtig, aufmerksam zu bleiben und diese Mechanismen zu durchschauen. Nicht unerwähnt bleiben soll der wunderbare Schreibstil des Autors, der es einem ausgesprochen einfach macht dran zu bleiben, obwohl die Protagonisten einem nicht wirklich nahe kommen. Zum Glück, will man fast sagen.

  • Bewertung

    aus Stolberg

    5/5

    13.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein schleichender Prozess…

    Ein schleichender Prozess Arno Frank nimmt uns Lesende mit in das fiktive Städtchen Ginsterburg. Ihm ist ein ausgesprochen gelungener und spannender Roman gelungen. Wobei man spannend nicht mit thrill oder action verwechseln darf. Die Geschichte mit zahlreichen Protagonisten ist in 3 Teile gegliedert, über die Jahre 1935, 1940 und 1945. Neben der Schilderung teils wirklich banaler Vorkommnisse finden sich immer wieder eingefügte "Dokumente" wie Zeitungsmeldungen, Gesetzesauszüge, Briefe etc. was durchaus auflockern und gleichzeitig informieren kann. Spannend ist vor allem, wie sich die Gesellschaft und der Umgang miteinander ändert. Und diese Änderung betrifft auch die Protagonisten, die man anfangs durchaus als eher sympathisch empfand und ist eher ein schleichender Prozess. Es verdeutlicht, dass niemand wirklich gefeit ist gegen geschickte Manipulation. Gerade aktuell ist es wichtig, aufmerksam zu bleiben und diese Mechanismen zu durchschauen. Nicht unerwähnt bleiben soll der wunderbare Schreibstil des Autors, der es einem ausgesprochen einfach macht dran zu bleiben, obwohl die Protagonisten einem nicht wirklich nahe kommen. Zum Glück, will man fast sagen.

  • bookloving

    5/5

    10.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Faszinierendes Portrait einer Kleinstadt im Schatten des Nationalsozialismus

    Mit seinem historischer Roman "Ginsterburg" ist Arno Frank eine eindrucksvolle Darstellung der düsteren Ära des Nationalsozialismus in Deutschland gelungen. Der Autor bietet eine feinfühlige und vielschichtige Erkundung der menschlichen Natur in Zeiten extremer Herausforderungen, schwindender Menschlichkeit und wachsender Skrupellosigkeit in einer von Angst, Opportunismus und ideologischer Verblendung geprägten Gesellschaft. Der Roman ist geschickt in drei Teile gegliedert, die als Momentaufnahmen aufschlussreiche Einblicke in die Jahre 1935, 1940 und 1945 gewähren. Angesiedelt in der fiktiven Kleinstadt Ginsterburg zeichnet Frank ein nuanciertes Bild der Gesellschaft unter dem NS-Regime und in den Kriegszeiten über einen Zeitraum von 1935 bis 1945. Durch atmosphärische und detailreiche Schilderung des Alltags in Ginsterburg versteht es Frank hervorragend, eine beklemmende Authentizität zu schaffen, die unter die Haut geht. Eindringlich beleuchtet er die komplexe Realität jener Epoche, die von tiefgreifenden gesellschaftlichen Umwälzungen und vielfältigen moralischen Verstrickungen geprägt war. Aus wechselnden Erzählperspektiven wird die dramatische Entwicklung der Geschehnisse facettenreich dargestellt. Im Mittelpunkt der Erzählung steht die verwitwete Buchhändlerin Merle, die dem politischen Wandel und neuen Regime sehr skeptisch gegenübersteht, und hilflos zusehen muss, wie die Flugbegeisterung ihren jugendlichen Sohn Lothar in die Fänge der Hitlerjugend treibt. Eindrücklich zeigt Frank auf, wie der Nationalsozialismus allmählich in alle Lebensbereiche eindringt, die Meinungsfreiheit zunehmend eingeschränkt wird und sich eine neue Ordnung mit einem veränderten Wertekompass etabliert. Mit beeindruckender Detailgenauigkeit und psychologischem Feingefühl verknüpft Frank die persönlichen Schicksale seiner Charaktere - ihre Träume, Ängste und moralischen Kämpfe - mit den größeren gesellschaftlichen Umwälzungen und verleiht dem historischen Kontext eine zutiefst menschliche Dimension. Gekonnt portraitiert der Autor die schleichende Veränderung des Alltags, Spaltung des gesellschaftlichen Gefüges, die allmähliche Erosion ethischer Grenzen sowie die unter der vermeintlichen Normalität lauernden Abgründe. Eine besondere Stärke des Romans liegt in der einfühlsamen Darstellung der faszinierenden Charaktere, die in mit ihren komplexen Persönlichkeiten und Widersprüchlichkeiten sorgfältig und überzeugend ausgearbeitet sind. Hautnah erleben wir die persönlichen Konflikte und moralischen Dilemmata der Figuren mit. Anschaulich füht uns Frank die ganze Bandbreite des Umgangs der Bevölkerung mit den neuen Gegebenheiten in Ginsterburg vor Augen. Diese reicht von opportuner Macht- und Profitgier, über ohnmächtigen Rückzug bis hin zum verzweifeltem Versuch vieler, sich entgegen ihren Überzeugungen anzupassen und Überlebensstrategien in dem gnadenlosen totalitären System zu entwickeln. Ob nun der opportunistische Blumenhändler Gürckel, der geschickt die Gunst der Stunde für seine Karriere nutzt, der Fabrikant und Kriegsgewinnler Jungheinrich oder der skrupellose Arzt Hansemann – sie alle zählen zu den Profiteuren der NS-Zeit, deren moralischer Kompass durch die Naziideologie rasch ins Wanken gerät. Besonders bewegend ist die Entwicklung des idealistischen Lothar, der mit seinem jugendlichen Enthusiasmus leicht zu indoktrinieren ist und sein Traum vom Fliegen auf tragische Weise von den Nazis missbraucht wird. Es wäre allerdings hilfreich gewesen, wenn der Autor in einem Nachwort darauf hingewiesen hätte, dass es sich bei Lothar Sieber nicht um eine fiktive Figur sondern um eine reale historische Persönlichkeit handelt, was ich erst durch eigene Recherchen erfahren habe. Die eingeschobenen Textpassagen mit Korrespondenzen, die zunächst nicht zuzuordnen sind, klären sich erst zum Ende des Romans auf und runden die Geschichte ab. Die offenen Enden einiger Handlungsstränge regen zum Nachdenken über den Ausgang und das mögliche Schicksal der Charaktere an. "Ginsterburg" ist ein Roman, der durch seine nuancierte Darstellung verschiedener Grautöne des menschlichen Verhaltens überzeugt. Geschickt wirft er bedeutsame, universelle Fragen nach moralischen Werten, Verantwortung, Grenzen der Anpassung, Widerstandskraft und Schuld auf und regt zum Nachdenken an.

  • bookloving

    aus Munich

    5/5

    10.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    *Faszinierendes Portrait…

    *Faszinierendes Portrait einer Kleinstadt im Schatten des Nationalsozialismus* Mit seinem historischer Roman "Ginsterburg" ist Arno Frank eine eindrucksvolle Darstellung der düsteren Ära des Nationalsozialismus in Deutschland gelungen. Der Autor bietet eine feinfühlige und vielschichtige Erkundung der menschlichen Natur in Zeiten extremer Herausforderungen, schwindender Menschlichkeit und wachsender Skrupellosigkeit in einer von Angst, Opportunismus und ideologischer Verblendung geprägten Gesellschaft. Der Roman ist geschickt in drei Teile gegliedert, die als Momentaufnahmen aufschlussreiche Einblicke in die Jahre 1935, 1940 und 1945 gewähren. Angesiedelt in der fiktiven Kleinstadt Ginsterburg zeichnet Frank ein nuanciertes Bild der Gesellschaft unter dem NS-Regime und in den Kriegszeiten über einen Zeitraum von 1935 bis 1945. Durch atmosphärische und detailreiche Schilderung des Alltags in Ginsterburg versteht es Frank hervorragend, eine beklemmende Authentizität zu schaffen, die unter die Haut geht. Eindringlich beleuchtet er die komplexe Realität jener Epoche, die von tiefgreifenden gesellschaftlichen Umwälzungen und vielfältigen moralischen Verstrickungen geprägt war. Aus wechselnden Erzählperspektiven wird die dramatische Entwicklung der Geschehnisse facettenreich dargestellt. Im Mittelpunkt der Erzählung steht die verwitwete Buchhändlerin Merle, die dem politischen Wandel und neuen Regime sehr skeptisch gegenübersteht, und hilflos zusehen muss, wie die Flugbegeisterung ihren jugendlichen Sohn Lothar in die Fänge der Hitlerjugend treibt. Eindrücklich zeigt Frank auf, wie der Nationalsozialismus allmählich in alle Lebensbereiche eindringt, die Meinungsfreiheit zunehmend eingeschränkt wird und sich eine neue Ordnung mit einem veränderten Wertekompass etabliert. Mit beeindruckender Detailgenauigkeit und psychologischem Feingefühl verknüpft Frank die persönlichen Schicksale seiner Charaktere - ihre Träume, Ängste und moralischen Kämpfe - mit den größeren gesellschaftlichen Umwälzungen und verleiht dem historischen Kontext eine zutiefst menschliche Dimension. Gekonnt portraitiert der Autor die schleichende Veränderung des Alltags, Spaltung des gesellschaftlichen Gefüges, die allmähliche Erosion ethischer Grenzen sowie die unter der vermeintlichen Normalität lauernden Abgründe. Eine besondere Stärke des Romans liegt in der einfühlsamen Darstellung der faszinierenden Charaktere, die in mit ihren komplexen Persönlichkeiten und Widersprüchlichkeiten sorgfältig und überzeugend ausgearbeitet sind. Hautnah erleben wir die persönlichen Konflikte und moralischen Dilemmata der Figuren mit. Anschaulich füht uns Frank die ganze Bandbreite des Umgangs der Bevölkerung mit den neuen Gegebenheiten in Ginsterburg vor Augen. Diese reicht von opportuner Macht- und Profitgier, über ohnmächtigen Rückzug bis hin zum verzweifeltem Versuch vieler, sich entgegen ihren Überzeugungen anzupassen und Überlebensstrategien in dem gnadenlosen totalitären System zu entwickeln. Ob nun der opportunistische Blumenhändler Gürckel, der geschickt die Gunst der Stunde für seine Karriere nutzt, der Fabrikant und Kriegsgewinnler Jungheinrich oder der skrupellose Arzt Hansemann – sie alle zählen zu den Profiteuren der NS-Zeit, deren moralischer Kompass durch die Naziideologie rasch ins Wanken gerät. Besonders bewegend ist die Entwicklung des idealistischen Lothar, der mit seinem jugendlichen Enthusiasmus leicht zu indoktrinieren ist und sein Traum vom Fliegen auf tragische Weise von den Nazis missbraucht wird. Es wäre allerdings hilfreich gewesen, wenn der Autor in einem Nachwort darauf hingewiesen hätte, dass es sich bei Lothar Sieber nicht um eine fiktive Figur sondern um eine reale historische Persönlichkeit handelt, was ich erst durch eigene Recherchen erfahren habe. Die eingeschobenen Textpassagen mit Korrespondenzen, die zunächst nicht zuzuordnen sind, klären sich erst zum Ende des Romans auf und runden die Geschichte ab. Die offenen Enden einiger Handlungsstränge regen zum Nachdenken über den Ausgang und das mögliche Schicksal der Charaktere an. "Ginsterburg" ist ein Roman, der durch seine nuancierte Darstellung verschiedener Grautöne des menschlichen Verhaltens überzeugt. Geschickt wirft er bedeutsame, universelle Fragen nach moralischen Werten, Verantwortung, Grenzen der Anpassung, Widerstandskraft und Schuld auf und regt zum Nachdenken an.

  • Sachbuch Entdecker

    aus Nürnberg

    5/5

    30.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ginsterburg ist ein echtes…

    Ginsterburg ist ein echtes Schwergewicht und keine leichte Kost. Trotz dessen hat mich dieser Roman völlig in seinen Bann gezogen. Aufmerksam wurde ich über eine lange Rezension in einer Tageszeitung und das ausdrucksstarke Cover. Es ist großartig und absolut treffend, was den Inhalt betrifft. Autor Arno Frank hat die Handlung in drei Teile geteilt, die in den Jahren 1935,1940 und 1945 im fiktiven Ginsterburg spielen. Auf den ersten Blick wirkt alles so beschaulich in dieser urdeutschen Kleinstadt mit ihren verwinkelten Gassen, der alten Stadtmauer, dem englischen Garten und seiner langen Historie. Doch die neuen Herren in Berlin fordern bedingungslosen Gehorsam ihres Volkes und die Ginsterburger folgen dem Ruf des "neuen Deutschlands" nur allzu bereitwillig. Immer lauter und brachialer bricht der Sog und der Sturm des Nationalsozialismus auch in Ginsterburg aus. Arno Frank beschreibt wortgewaltig und eindringlich, wie eine Kleinstadt sich im dritten Reich verändert. Viele springen auf den Zug der neuen Macht auf um ihre Karriere voranzutreiben. Selbst in der Kirche wird die Gemeinde auf das Reich und seine Politik eingeschworen. Anhand von verschiedenen Protagonisten gewährt uns der Autor einen Einblick in die möglichen Motive dieser Figuren. Ich war beim Lesen beeindruckt von der Poesie vieler Sätze, musste mich konzentrieren bei sehr vielen Protagonisten den Überblick zu behalten und habe oft Innegehalten um das Gelesene nachwirken zu lassen. Aber es hat sich gelohnt. Ginsterburg hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich werde es mit sicherheit ein zweites Mal lesen.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Nicole Krauß

    Nicole Krauß

    Thalia Karlsruhe-Mühlburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gänsehautmomente

    Gänsehautmomente hat mir das Buch von Arno Frank reihenweise beschert. Was als trügerisches, scheinbar idyllisches Kleinstadtleben beginnt, entwickelt sich rasant zu einem Spiegelbild des 2.Weltkrieges . Wir begleiten die Ginsterburger durch die 30er und 40 er Jahre, erleben ebenso beschauliches und abstoßendes Zwischendurch fühlte ich mich an aktuelles Geschehen in unserem Land erinnert und da waren sie - die Gänsehautmomente. Ein so eindrückliches Buch das ich so schnell nicht vergessen werde. Große Lese- oder Hörempfehlung
  • Zum Bewerterprofil von H. Steinert

    H. Steinert

    Thalia Radebeul

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leben in dunklen Zeiten

    Ginsterburg ist ein großer Roman über Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten. Das Buch spielt in einer fiktiven Kleinstadt in Deutschland und zeigt die Entwicklung der Protagonisten in den Jahren 1935/1940/1945.
  • Zum Bewerterprofil von Stephanie Bilke

    Stephanie Bilke

    Thalia Poertgen-Herder

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bitte Lesen!

    Ein ganz großartiger und bewegender Roman über eine Kleinstadt in den Wirren des Nationalsozialismus und des 2. Weltkrieges. Über Mitläufer, Opportunisten und darüber wie Menschen zu Tätern werden.
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike von Bargen

    Ulrike von Bargen

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.03.2025

    eBook (ePUB 3)

    Dieser Roman sucht seinesgleichen!

    Arno Frank hat das fiktive idyllische Städtchen Ginsterburg als Kulisse für die Zeitläufte 1935 bis März 1945 geschaffen. Mit einem Jahrmarkt beginnt der Roman. Farbenfroh und bunt, anscheinend gerne gesehen im Städtchen. Eine Wahrsagerin ist die gefragteste Attraktion. Der Junge Lothar, Sohn der Buchhändlerin Merle, ist auf dem Weg zum Chor, beobachtet das bunte Treiben und freut sich auf einen Rummelplatzbesuch zusammen mit seiner Mutter. Schon wenige Seiten später, bekommt diese Idylle Kratzer. Das dritte Reich hat bereits begonnen und wird allmählich sichtbar und spürbar, zumindest für einige. Der große Rest lebt sein Leben weiter, nimmt die Chance zu einem wirtschaftlichen (der Papierfabrikant) oder politischen (der Blumenhändler, der zum Kreisleiter ernannt wird ) Aufstieg gerne wahr oder hofft, dass alles nicht so schlimm wird, wie es bei genauerem Hinsehen, doch scheint. Mit großer sprachlicher Virtuosität und Sensibilität zeichnet Frank ein facettenreiches Bild einer Gesellschaft, die, ganz allmählich, (fast) ohne es zu merken, ihre Seele und Werte an den Nationalsozialismus verkauft und schließlich blind in ihren Untergang treibt. Frank gelingt eine Gradwanderung zwischen Komik und bitterer Realität, sprachlichem Witz und großer emotioneller Tiefe. Dieser Roman bringt den Leser zum Lachen und läßt einem gleichzeitig das Blut in den Adern gefrieren. Für mich ist er ein Meisterwerk, dem ich wünsche, das es von vielen Generationen gelesen wird.
  • Zum Bewerterprofil von Brunhilde Pelzer

    Brunhilde Pelzer

    Thalia Jülich

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.03.2025

    eBook (ePUB 3)

    Ginsterburg von Arno Frank

    Ein hervorragender Geschichts-Roman über den Nationalsozialismus in Ginsterburg und wie die jungen Menschen manipuliert und auf den Nationalsozialismus eingeschworen wurden. Aber auch, wie die Bevölkerung sich unterschiedlich positionierte. Man taucht tief in die menschlichen Abgründe ein. Eindrucksvoll erzählt und für mich sehr lesenswert.

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