Sascha kommt eines Abends nicht nach Hause. Obwohl sich Mila sicher ist, dass ihr Mann nicht weit weg sein kann, fahndet bald schon die Polizei nach ihm, denn bei seiner Firma fehlt Geld. Ist Sascha untergetaucht, wurde er entführt? Mila erhält Zeichen, stößt auf Spuren, die nur von Sascha stammen können. Auch dann noch, als niemand mehr daran glaubt, dass er noch lebt. Unbeirrbar folgt sie den mysteriösen Hinweisen um die halbe Welt bis in den Südpazifik.
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Bewertung
aus Speyer
5/5
21.10.2026
eBook (ePUB)
Ein typischer Suter eben
Es gibt ein paar Autoren, auf deren neu erscheinende Bücher man „hinfiebert“ oder aber zumindest hohe Erwartungen an sie hat. Mir geht es mit Martin Suter seit Jahren so, sodass „Ein und Alles“ natürlich auf dem Lektüreplan stand.
Worum es geht, sei nur knapp umrissen, da es um einen Kriminalfall geht, von dem nicht zu viel verraten werden sollte: Milas Mann ist verschwunden – dafür könnte es mehrere Gründe geben, merkwürdig ist jedoch, dass die deutlich jüngere Mila ihn „spürt“ (also in der Nähe wähnt) und darum wird alsbald nach ihm gesucht, und zwar von der Polizei und Mila. Letztere geht bei ihrer Suche aber weit akribischer vor, folgt Hinweisen um die halbe Welt und in andere Bewusstseinssphären. Doch wird sie fündig werden?
Wie macht Suter das blloß? Üblicherweise bevorzuge ich Autoren, die (häufiger) Sätze über mehrere Zeilen schreiben, was bei ihm selten der Fall ist und doch mag, nein liebe ich seinen Schreibstil, weil er zwar einfach, aber nicht simpel ist. Klingt schräg? Ist es auch, aber er schaut, was unter der Oberfläche passiert (bei seinen Figuren und seiner Leserschaft) und seine Meisterschaft besteht darin, mit Vorurteilen, vorgefertigten Denkansätzen und dergleichen zu spielen und seiner Leserschaft damit den Spiegel vorzuhalten. So auch hier: Sehr viel älterer, an sich vermögender, aber in Schräglage geratener Mann verschwindet, es geht um Offshore-Konten und die große Liebe zwischen Mila und Sascha, manches driftet Richtung Transzendenz („Na klar, Mila ist etwas ‚überspannt‘“, denkt man fast unweigerlich und doch leidet man mit ihr), kurz: er spielt sein Verwirrspiel mit Erwartungen, die Handlung changiert zwischen Krimi und Psychogramm. An sich kennt man das von Suter bereits und doch überrascht er jedes Mal aufs Neue. Damit schafft er etwas sehr Ungewöhnliches: eine Geschichte, die zugleich neu ist und sich doch vertraut anfühlt, und bei der man sich ertappt fühlt – ein typischer Suter eben.
Bewertung
aus Heek
4/5
11.10.2026
eBook (ePUB)
ein Suter
Dieser Roman vom Autor Martin Suter hat alles, war man als Leser von einem "Martin Suter" erwartet. Ein interessantes Thema, kurzweilig und spannend geschrieben. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und empfehle dies Buch sehr gerne weiter. Wer andere Bücher dieses Autors kennt und diese gerne gelesen hat, wird hier auf seine Kosten kommen.
Bewertung
aus Quickborn
3/5
23.10.2026
eBook (ePUB)
Ich war noch niemals in … Vanuatu
Immer wieder freue ich mich auf Martin Suters neuestes Werk, vor anderthalb Jahren war es „Wut oder Liebe“, das mich total begeistert hat. Mit „Ein und Alles“ ist der Lauf vorerst gestoppt. Aber von der Masse der jährlich erscheinenden Romane hebt es sich trotzdem deutlich ab. Martin Suter hat sich wieder zwei Liebende auserkoren, denen er Schreckliches, Unerklärliches und Unerwartbares geschehen lässt. Hauptfiguren sind Mila und ihr (im Prinzip im Roman immer abwesender) Ehegatte Sascha.
Bis zum Schicksalstag, an dem Sascha plötzlich nicht wie gewohnt nach Hause kommt, leben beide ein gutes, einander angepasstes und sehr vertrautes Leben in Zürich. Mila arbeitet zwar „unter Wert“ in der Universität, ist damit aber nicht unglücklich, Sascha hat sich in einem Finanzunternehmen einen guten Stand erarbeitet und man könnte meinen, auch er ist damit glücklich gewesen. Warum gewesen? Weil mit seinem Verschwinden scheinbar auch das Verschwinden von 1,8 Millionen Franken verknüpft ist. Und so ist nicht nur Mila völlig verunsichert, Saschas Firma, der Staatsanwalt und die Polizei sind es auch. Schnell kommt der Verdacht auf, dass Sascha mit dem Geld ein neues Leben in der Südsee beginnen will. Ob er das auch für Mila geplant hat, bleibt im Vagen. Als Mila, mit Hilfe übernatürlicher Bewusstseinsanstrengung den toten Gemahl in einem Wald aufspürt, sind Spekulationen keine Grenzen mehr gesetzt. Da es ein Kriminalfall ist, will ich über die Wege der Aufklärung und den etwaigen Erfolg nichts schreiben.
Mila lebt im Haus ihrer Taufpatin und guten Freundin Brigitte (pensionierte ehemalige Sicherheitsbeamte), die ihr in den stressigsten Situationen hilfreich mit Meditation, Tee und guten Worten zur Seite steht. Gänzlich vom „normalen“ Krimiplot weicht hingegen das Bewusstsein Milas ab, die – früher sagte man – „Gesichte sieht“, Hinweise höherer Mächte erhält und einen siebten Sinn entwickelt für alles, was den Todesfall ihres Mannes betrifft. Medizinisch könnte man bei Mila einiges als Charles-Bonnet-Syndrom erkennen, aber Martin Suter hat für die beschriebenen Bewusstseinserweiterungen eine andere Erklärung. Die wird jeder Leser aber nach dem Ende der Handlung im Nachwort lesen können. Im Text gibt ein Professor Rupert Schoch, den Mila ab und zu konsultiert, ihr folgendes zu bedenken »…, dass du bald erhellt sein wirst und weißt, was du wissen wolltest.«
Ein Wort noch zur Schweizerischen Sprache, manchmal musste ich als Preuße grinsen, die Kriminalpolizistin ist eine Feldweibel Andrea Vontobel, mit der sich Mila übrigens zunehmend gut versteht, so dass beide zum Vornamen mit „Sie“ übergegangen sind, wenn sie unter vier Augen waren. Apropos Vornamen, dieser Satz hat mich zum lauten Lachen gebracht: »Ach – wie heißen Sie zum Vornamen?« Ob das nun Schweizerdeutsch oder ein Tippfehler ist, weiß ich nicht, aber witzig ist es auf jeden Fall.
Fazit: Suter liest sich wie immer gut, flüssig, unterhaltsam, aber für mich waren die vielen Bewusstseins- und Unterbewusstseinsereignisse etwas ermüdend, was mir letztlich die Lust am Kriminalfall nahm. Das Ende empfand ich dementsprechend nicht als übermäßig spannungsgeladen. Ich nehme es mit einem Augenzwinkern, das könnte auch vom Autor kommen. Und warte auf 2027.
Diese Rezension gibt meine eigene Meinung wieder und wurde nicht mit Hilfe von KI erstellt.
Bewertung
5/5
25.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bester Suter Roman seit Jahren
Ich bin seit vielen Jahren Suter Fan und liebe seine detailreichen Erzählungen. Die Romane der letzten Jahre waren gut, aber „Ein und Alles“ ist von der ersten Seite an irgendwie anders - spannend, regt zum Nachdenken an (wie würde ich reagieren?) und bringt absolutes Lesevergnügen.
Meiner Meinung nach der beste Suter seit Jahren!
Magdalena
aus Köln
5/5
21.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gruß aus dem Jenseits
Martin Suter gehört zu meinen Lieblingsautoren, ich mag seinen schlichten und doch poetischen Schreibstil. Auch sein neues Buch Ein und Alles konnte mich überzeugen.
Mila ist seit sechs Jahren glücklich mit Sascha verheiratet. Als er eines Abends nicht nach Hause kommt, macht sie sich erstaunlicherweise keine Sorgen. In der Nacht träumt sie so wirklichkeitsgetreu von ihm, dass sie in ihrer Überzeugung bestärkt wird, dass es Sascha gut geht. In den folgenden Tagen findet sie in der Wohnung Spuren von ihm, die ihr zuvor nicht aufgefallen sind, eine Spur führt nach Montenegro, eine andere auf eine Insel in der Südsee. Bald ist auch die Polizei involviert. In der Ermittlerin Feldweibel Vontobel und in ihrer Nachbarin und Patin Brigitte findet Mila zwei Seelenverwandte.
Martin Suter ist erneut ein außergewöhnliches Buch gelungen, das mich aufgrund der Zeichen aus dem Jenseits an Ghost – Nachricht von Sam denken ließ. Im Nachwort erfahren wir, dass er von einer Begegnung mit Federico Faggin, dem Erfinder der Silicon Gate Technology, zu dem Buch inspiriert wurde. Faggin war der Überzeugung, „dass das Bewusstsein nicht im Gehirn entstehen kann, sondern überhaupt erst das Gehirn hervorbringt.“ Ich mochte den mystischen Anteil an dem Kriminalroman und habe Mila sehr gern auf ihrer Reise und bei ihren Nachforschungen begleitet.
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5/5
23.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Suter auf spirituellen Wegen
Warum ängstigt sich Mila nicht, als ihr Lebensgefährte Sascha nicht nach Hause kommt? Sie spürt seine Nähe und findet immer wieder Lebenszeichen von ihm vor.
Doch dann ermittelt die Polizei: Kann es sein, dass Sascha eine Unterschlagung in seiner Firma begangen hat?
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5/5
21.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
rätselhaft
Geheimnisvolle Zeichen prägen den neuen Suter.
Ein spannender, kurzweiliger Roman, der, durch wachsende Neugier, bis zur letzten Seite trägt.
Spannungs-, wie Liebesroman, welcher in mir Geborgenheit und Ruhe auslöste, die mich immernoch trägt.
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4/5
26.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein und Alles
Diesen Roman von Martin Suter fand ich zwar nicht ganz so gut wie seine bisher gelesenen, aber dennoch ist die Geschichte spannend, der Schreibstil gewohnt flüssig und wunderbar zu lesen, und die Charaktere überzeugend. Aber dieser "esoterisch" angehauchte Teil war dann leider nicht so ganz meins. Es hat nicht gestört, aber es gab schon ganz schön viele "Hinweise" von Sascha. Trotzdem auf jeden Fall lesenswert, vor allem, wenn man Lust auf ein bisschen was kriminalistisches hat, aber nicht unbedingt einen klassischen Krimi oder Thriller lesen möchte.
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