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Hermann Bengtson

Hermann Bengtson (1909–1989) studierte Geschichte, Klassische Philologie und Altorientalistik an den Universitäten Hamburg, München und Pisa. In München 1935 zum Dr. phil. promoviert, erlangte er an der gleichen Universität den Grad eines Dr. phil. habil. und wurde 1940 Privatdozent der Alten Geschichte an der Universität Heidelberg. Nach München umhabilitiert, erhielt er 1942 einen Ruf als planm. außerord. Professor an die Universität Jena. Er verließ Jena im Jahre 1945 und wurde 1949 apl. Professor in München. Von 1952 bis 1963 war er ord. Professor der Alten Geschichte in Würzburg (1959–1960 Rektor der Universität), 1963 folgte er in gleicher Eigenschaft einem Ruf nach Tübingen, 1966 nach München. Hier wurde er 1977 emeritiert.

Handbuch der lateinischen Literatur der Antike Bd. 6: Die Literatur im Zeitalter des Theodosius (374-430 n.Chr.) von Hermann Bengtson

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Handbuch der lateinischen Literatur der Antike Bd. 6: Die Literatur im Zeitalter des Theodosius (374-430 n.Chr.)
  • Handbuch der lateinischen Literatur der Antike Bd. 6: Die Literatur im Zeitalter des Theodosius (374-430 n.Chr.)
  • Buch (gebundene Ausgabe)

Das von Reinhart Herzog und Peter Lebrecht Schmidt begründete und herausgegebene Handbuch der lateinischen Literatur der Antike ersetzt die Geschichte der römischen Literatur im Handbuch der Altertumswissenschaft von M. Schanz, C. Hosius und G. Krüger, deren letzte bearbeitete Auflagen in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts erschienen. In acht Bänden stellt das Handbuch die gesamte lateinische Literatur von den Anfängen bis in das frühe Mittelalter in umfassender Weise auf dem aktuellen Forschungsstand dar.

Mit dem 6. Band liegt die lang erwartete Darstellung der lateinischen Literatur im Zeitalter des Theodosius (374 – 430 n. Chr.) vor, die durch die Blüte der patristischen Literatur (Ambrosius, Hieronymus und Augustinus) und der paganen Prosa (Symmachus, Ammianus Marcellinus, Macrobius) sowie der spätantiken paganen und christlichen Dichtung (Claudian, Paulinus von Nola, Prudentius) geprägt ist. Der erste Teilband stellt - zum ersten Mal in der Geschichte der Latinistik - die verschiedenen Formen der Fachliteratur dar, die eine große Wirkung auf die wissenschaftliche Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit ausübten. Die Behandlung der kleineren und größeren dichterischen Formen ermöglicht in gleicher Weise wie die Darstellung der verschiedenen Gattungen der Kunstprosa einen Blick auf die Wechselwirkungen zwischen paganer und christlicher Poesie. Die beiden Halbbände bestechen nicht nur durch eine umfassende Darstellung aller Aspekte eines Autors oder einer literarischen Form, sondern auch durch die Aufarbeitung der Überlieferungs- und Rezeptionsgeschichte. Sie werden weit über die Latinistik hinaus ein unentbehrliches Grundlagenwerk sein.

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