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Saskia Gans Buchhandlung: Thalia Mülheim – Forum City

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Meine letzte Rezension Die Drehung der Schraube von James Henry
Ich wollte eine creepy Gothic-Story mit mysteriösen Erscheinungen, unheimlichen Kindern und düsteren Geheimnissen, aber bekommen habe ich vor allem eins: Langeweile mit viktorianischem Filter. Die Grundidee klingt eigentlich richtig spannend, aber die Umsetzung hat mich leider überhaupt nicht abgeholt. Die Atmosphäre ist zwar schön unheimlich, aber gefühlt passiert alles in Zeitlupe. Man wartet die ganze Zeit darauf, dass endlich irgendwas eskaliert, während die Erzieherin sich zum gefühlt hundertsten Mal fragt, was mit den Kindern und den mysteriösen Gestalten los ist. Girl, wir haben es verstanden! Die ständigen Andeutungen sollen Spannung aufbauen, haben bei mir aber eher dafür gesorgt, dass ich innerlich schon längst ausgecheckt hatte. Auch mit der Erzählerin bin ich nicht wirklich warm geworden. Dass man ihrer Wahrnehmung nicht unbedingt trauen kann, ist eigentlich ein interessanter Ansatz, aber irgendwann war ich einfach nur noch verwirrt und genervt. Die Kinder wirken verdächtig, die Erwachsenen verhalten sich maximal suspekt und niemand scheint vernünftig kommunizieren zu können. Einmal ein offenes Gespräch führen wäre anscheinend zu viel verlangt. Ich verstehe durchaus, warum die Geschichte als Klassiker des psychologischen Horrors gilt, und die Mehrdeutigkeit kann man definitiv interessant finden. Für mich persönlich war das Ganze aber einfach zu zäh, zu ausschweifend und stellenweise unnötig kompliziert. Der Grusel wollte sich einfach nicht einstellen. Fazit: Die Idee hatte Potenzial, aber mein persönliches Leseerlebnis war ungefähr so aufregend wie einem viktorianischen Teekränzchen beim Altern zuzusehen. Wer langsamen, subtilen Horror liebt, könnte hier glücklich werden. Ich hingegen hätte mir deutlich mehr Spannung und weniger endloses Rätselraten gewünscht.
ab 13,99 €
Produktbild Die Drehung der Schraube
2/5
  • Saskia Gans
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Die Drehung der Schraube

Ich wollte eine creepy Gothic-Story mit mysteriösen Erscheinungen, unheimlichen Kindern und düsteren Geheimnissen, aber bekommen habe ich vor allem eins: Langeweile mit viktorianischem Filter. Die Grundidee klingt eigentlich richtig spannend, aber die Umsetzung hat mich leider überhaupt nicht abgeholt. Die Atmosphäre ist zwar schön unheimlich, aber gefühlt passiert alles in Zeitlupe. Man wartet die ganze Zeit darauf, dass endlich irgendwas eskaliert, während die Erzieherin sich zum gefühlt hundertsten Mal fragt, was mit den Kindern und den mysteriösen Gestalten los ist. Girl, wir haben es verstanden! Die ständigen Andeutungen sollen Spannung aufbauen, haben bei mir aber eher dafür gesorgt, dass ich innerlich schon längst ausgecheckt hatte. Auch mit der Erzählerin bin ich nicht wirklich warm geworden. Dass man ihrer Wahrnehmung nicht unbedingt trauen kann, ist eigentlich ein interessanter Ansatz, aber irgendwann war ich einfach nur noch verwirrt und genervt. Die Kinder wirken verdächtig, die Erwachsenen verhalten sich maximal suspekt und niemand scheint vernünftig kommunizieren zu können. Einmal ein offenes Gespräch führen wäre anscheinend zu viel verlangt. Ich verstehe durchaus, warum die Geschichte als Klassiker des psychologischen Horrors gilt, und die Mehrdeutigkeit kann man definitiv interessant finden. Für mich persönlich war das Ganze aber einfach zu zäh, zu ausschweifend und stellenweise unnötig kompliziert. Der Grusel wollte sich einfach nicht einstellen. Fazit: Die Idee hatte Potenzial, aber mein persönliches Leseerlebnis war ungefähr so aufregend wie einem viktorianischen Teekränzchen beim Altern zuzusehen. Wer langsamen, subtilen Horror liebt, könnte hier glücklich werden. Ich hingegen hätte mir deutlich mehr Spannung und weniger endloses Rätselraten gewünscht.

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