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Markus Haack Buchhandlung: Thalia Mainz

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Meine letzte Rezension Alle glücklich von Kira Mohn
Was, wenn man das Gefühl hat, auf der Bühne des eigenen Lebens nicht mehr vorzukommen oder in einer Rolle festzustecken, die beim besten Willen nicht die eigene sein kann? Alle Voraussetzungen für glückliche Leben scheinen den Familienmitgliedern gegeben zu sein: An Geld mangelt es nicht, Vater, Mutter und die zwei Kinder sind gesund und sie alle leben unter einem Dach. Und doch, sie alle sind in ihrer Einsamkeit gefangen. Der Roman geht an die Nieren, dort wo die Kommunikation der Eltern wieder und wieder scheitert, wo die Ehe nicht mehr trägt, wo aus romantischer Träumerei der Tochter ein grauenvoller Alptraum wird und der Sohn abdriftet in virtuelle Welten und verschrobene Männlichkeitsideale. Jedes der vier Familienmitglieder hat sich in diesem Roman in ein tragisches Leben verrannt. Das, was sie verbindet, ist auch das, was sie am meisten trennt. Sie alle wollen gesehen, ja wirklich wahrgenommen werden, aber sind zu sehr im eigenen Schmerz gefangen. Der Roman entfaltet auch deshalb eine solche Wucht, weil er so lebensnah die Erosion von Beziehungen schildert, dass Leserinnen und Leser das Leid verstehen und intensiv mitfühlen können. Ein großartiger, psychologischer Roman, den ich uneingeschränkt empfehle.
ab 24,00 €
Produktbild Alle glücklich
5/5
  • Markus Haack
  • Buchhändler/-in

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5/5

Alle glücklich

Was, wenn man das Gefühl hat, auf der Bühne des eigenen Lebens nicht mehr vorzukommen oder in einer Rolle festzustecken, die beim besten Willen nicht die eigene sein kann? Alle Voraussetzungen für glückliche Leben scheinen den Familienmitgliedern gegeben zu sein: An Geld mangelt es nicht, Vater, Mutter und die zwei Kinder sind gesund und sie alle leben unter einem Dach. Und doch, sie alle sind in ihrer Einsamkeit gefangen. Der Roman geht an die Nieren, dort wo die Kommunikation der Eltern wieder und wieder scheitert, wo die Ehe nicht mehr trägt, wo aus romantischer Träumerei der Tochter ein grauenvoller Alptraum wird und der Sohn abdriftet in virtuelle Welten und verschrobene Männlichkeitsideale. Jedes der vier Familienmitglieder hat sich in diesem Roman in ein tragisches Leben verrannt. Das, was sie verbindet, ist auch das, was sie am meisten trennt. Sie alle wollen gesehen, ja wirklich wahrgenommen werden, aber sind zu sehr im eigenen Schmerz gefangen. Der Roman entfaltet auch deshalb eine solche Wucht, weil er so lebensnah die Erosion von Beziehungen schildert, dass Leserinnen und Leser das Leid verstehen und intensiv mitfühlen können. Ein großartiger, psychologischer Roman, den ich uneingeschränkt empfehle.

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