Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor den Albtraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Doch diesmal begegnet er einem Wesen, das seine geheimsten Ängste zu kennen scheint, ein Wesen, das uralt ist und wild und weise. Und schon bald begreift Conor, dass es der einzige Freund ist, der ihm in den Stunden der Not zur Seite steht. Denn er wird zerrissen von der einen Frage, die er nicht einmal zu denken wagt. Darf er seine Mutter, die er über alles liebt, loslassen? Oder muss er es sogar, um nicht selbst verloren zu sein?
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Taschentücher bereit halten
Meggie aus Mertesheim am 02.04.2021
Bewertungsnummer: 1101163
Bewertet: eBook (ePUB)
Conor ist 13 Jahre alt und glaubt nicht mehr an Monster. Allein vor seinen Albträumen fürchtet er sich. Und diese kommen jede Nacht, seit seine Mutter schwer erkrankt ist. Als um sieben Minuten nach Mitternacht jedoch ein Monster bei Conor auftaucht und ihm mit Geschichten seine Weisheit vermittelt will, weiß Conor, dass der Schmerz, der in ihm wohnt, etwas Gefährliches von ihm abverlangt. Doch was, muss er erst herausfinden.
Wenn man sich auf diese Geschichte einlässt, muss man darauf gefasst sein, dass die Emotionen über einen hereinbrechen. Bei mir war es so, denn was Conor in seinem jungen Alter erleben muss, sollte nicht sein. Die Mutter schwerkrank, muss Conor zu früh erwachsen werden. Wenn es seiner Mutter sehr schlecht geht, kümmert er sich um den Haushalt, macht sich und seiner Mutter essen. Regelmäßig geht er in die Schule und macht seine Hausaufgaben. Begleitet wird er dabei von neugierigen Blicken und Fragen von Schülern und Lehrern. Doch Conor gibt sich tapfer.
Schon allein dies hat mich unheimlich traurig gemacht, weil Conor, so tapfer und mutig er sich gibt, vollkommen auf sich gestellt ist. Er hat keinen, dem er sich anvertrauen kann, keinen, der ihm hilft, durch die Sache zu kommen.
Sein Vater ist nach Amerika gezogen, seine Großmutter interessiert sich nur für ihren eigenen Schmerz.
Doch dann taucht das Monster auf, sieben Minuten nach Mitternacht. Und Conor hat keine Angst. Sondern nur Fragen, die ihm leider noch nicht beantwortet werden.
Der Autor hat einen wunderbaren Schreibstil, so dass man sich mitten in der Geschichte befindet und auch mitleidet. Ich hätte Conor so gerne in den Arm genommen und ihm gesagt, dass alles gut wird. Dass er weiter tapfer sein und auch seine Gefühle zulassen soll. Dass er noch Kind sein soll. Dass er alles so toll macht und sich wunderbar um seine Mutter kümmert.
Doch leider kann ich dies nicht, deshalb konnte ich ihn nur begleiten auf seinem Weg. Unendlich traurig und mit vielen Emotionen gespickt erlebt man, wie sich Conor auf etwas vorbereitet, was sein Leben nachhaltig verändern wird.
Der Autor erzählt mit einfühlsamen Worten Conors Geschichte. Dabei schont er aber den Leser nicht. Die Krankheit der Mutter steht immer im Vordergrund und durch den Einblick in Conors Gedankenwelt erfährt man auch von seinen Ängsten, die er nach außen nicht richtig preis gibt.
Die Charaktere haben entsprechend des Themas auch viel Tiefe. Ebenso das Monster, das Conor erscheint. Es wirkt furchteinflößend, entwickelt sich dann jedoch ganz anders als gedacht.
Die Geschichte ist unendlich traurig. Und gleichzeitig wunderschön. Das Ende ist von vornherein bekannt, und doch ist es bitter, wenn man die letzte Seite gelesen hat.
Die Illustrationen im Buch sind noch mal das Tüpfelchen auf dem I. Denn sie unterstreichen die Geschichte auf eindrucksvolle Weise. Den zugehörigen Film habe ich noch nicht sehen können und ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich diesen sehen möchte. Wenn beim Buch schon solche Emotionen hochkommen, dann will ich nicht wissen, was laufende Bilder bewirken können.
Fazit:
Taschentücher bereit halten.
fesselnder Roman über Trauer und Wut. Ein Buch, das wehtut – und genau deshalb heilt.
Lila aus Berlin am 16.06.2026
Bewertungsnummer: 3170029
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Es gibt Bücher, die man liest, und es gibt Bücher, die einen tief im Inneren erschüttern. Patrick Ness’ „Sieben Minuten nach Mitternacht“ gehört unweigerlich zur zweiten Kategorie. Es ist ein literarisches Mahnmal gegen das kollektive Schweigen, das wir oft um das Thema Sterben und Verlust errichten.
Es ist 7 Minuten nach Mitternacht. Wie fast jede Nacht erwacht Conor aus seinem Alptraum. Das geschieht seit seine Mutter schwer an Krebs erkrankt ist. Die letzten Nächte waren anders. Conor wird von einem Wesen besucht. Ist es Freund oder Feind? Was will der Baum von ihm?
Angst verspürt Conor nicht, zumindest nicht vor dem Baum.
„Sieben Minuten nach Mitternacht“ ist ein zutiefst nachdenkliches und fesselndes Buch, das den Leser emotional stark fordert und sehr lange nachhallt. Das Zugeständnis, dass Trauer hässlich, wütend und widersprüchlich sein darf. Ein zeitloses Meisterwerk nicht nur für Jugendliche, sondern für jeden, der jemals mit dem Verlust eines geliebten Menschen konfrontiert wurde.
Meinung aus der Buchhandlung
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Es geht um Conor, der damit umgehen muss, dass seine Mutter an Krebs sterben wird. Und in seiner größten Not erscheint ihm ein Monster. Das Monster erzählt Conor drei Geschichten, von denen er eigentlich gar nichts wissen möchte... denn, was bringen ihm Geschichten?
Dieses Buch hat mich auf einer sehr emotionalen Ebene getroffen. Ich habe Conor auf eine Art verstanden, auf die ihn vermutlich nicht jeder verstehen kann. Ich konnte seine Wut nachvollziehen, den Gedanken, dass alles unfair ist. Und auch die Angst davor, die Wahrheit auszusprechen, einfach, weil sie dann real wird.
Ich glaube, dass ich ein neues Herzensbuch gefunden habe. Ich weiß nicht - Bücher, die einen emotional berühren und zum weinen bringen, werden oft zu Herzensbüchern.
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Meiner Meinung nach ein bahnbrechendes Buch im Bereich Trauerhilfe und dem Umgang mit Krankheit. Oder schlicht ein rührendes Jugendbuch mit einem schönen Hauch Fantasy. Einige Sätze trösten und schreiben sich automatisch mitten ins Herz. Ich will es nie missen müssen.
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