Die junge Irin Eilis Lacey wandert um 1950 nach Amerika aus, um in Brooklyn eine neue Arbeit zu finden. Doch sie passt sich nur langsam an das neue Leben an, schließt nicht leicht Freundschaft. Ganz allmählich gewinnt sie Selbstvertrauen und merkt, dass sie zu einer selbständigen, erwachsenen Person geworden ist. Das macht ihr die Entscheidung zwischen Irland und Amerika, zwischen dem einen und dem anderen Mann, nicht leichter. Der preisgekrönte Autor Colm Tóibín beschreibt eindrucksvoll ein klassisches Schicksal einer Emigration, den Werdegang einer ganz normalen Frau - ganz und gar aus ihrer Perspektive gesehen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
kaffeeelse
aus D
5/5
02.05.2025
eBook (ePUB)
Eilis Laceys Reise Eilis…
Eilis Laceys Reise Eilis Lacey lebt mit ihrer Mutter und ihrer etwas älteren Schwester in Enniscorthy, einer Kleinstadt im Südosten von Irland. Wir sind in den 50er Jahren, das Leben ist nicht einfach, die Laceys sind arm, Arbeit gibt es nicht und so verlässt Eilis auf Drängen der Familie Irland und geht nach Amerika, in die USA nach Brooklyn. Dort angekommen vermittelt ihr ein irischer Priester, ein Bekannter der Familie ein Unterkommen in einer Pension, die von einer Irin geleitet wird und einen Job in einem Kaufhaus. Eilis lebt sich langsam ein, doch sie fühlt sich allein, bekommt den Geschmack der Dunkelheit zu spüren. Auch hier hilft wieder der Priester, er vermittelt ihr einen Platz am Brooklyn College, da er ihr Potenzial erkennt und so besucht sie fortan Kurse in Buchführung am College. Tóibín zeichnet ein stimmiges Bild einer vergangenen Zeit, in der Frauen nicht die Möglichkeiten hatten, die sich uns heute so mannigfaltig bieten. Dies ist recht bestürzend zu lesen, denn eins sollte man sich hier klar machen, so lange ist das noch nicht her. Eilis lebt sich langsam ein, obwohl ihr dennoch die irische Heimat fehlt, denn diese doch buntere amerikanische Welt verblüfft sie, man merkt ihr die Enge an, unter der sie in Enniscorthy gelebt hat. Doch man ist woher man stammt, und dies passt auf den Charakter der Eilis perfekt. Dann lernt sie den italienischstämmigen Tony kennen, sie verspürt eine Faszination, bis sie schließlich zu fliegen beginnt. Auch hier merkt man wieder die Enge der damaligen Zeit. Doch dann kommt ein Brief aus der Heimat mit einer schlimmen Nachricht, der sie zu einer Rückkehr nach Irland zwingt. Und hier in Irland trifft sie wieder auf Jim, die Vergangenheit wummert an ihre Tür. Zwei Leben, zwei Männer, eine Entscheidung. Von Colm Tóibín ist dieses Buch wunderbar geschrieben worden, die Rolle der Eilis fand ich wunderbar gezeichnet. Ihre Entscheidungen, ihre Sichten ecken manchmal mit meinen eigenen Sichten an, aber es ist eine andere Zeit. „Brooklyn“ ist ein exzellenter Blick und auch ein spannender Blick in die Vergangenheit, „Brooklyn“ ist ein Buch, das ich sehr gern gelesen habe und „Brooklyn“ ist ein Buch, welches ich völlig überzeugt empfehle.
Bewertung
aus Wiesendangen
5/5
10.05.2018
eBook (ePUB)
Interessant
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Bildlich gute Lektüre.
Edith Berger
aus 3istau
5/5
05.08.2011
eBook (ePUB)
ruhig, besonnen, zurückhaltend, wundervoll
"Brooklyn" von Colm Tóibín erzählt die Geschichte der jungen Irin Eilis, die von ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester Rose mehr oder weniger überredet wird, nach Amerika auszuwandern um Unabhängigkeit, Wohlstand und überhaupt ein besseres Leben zu erlangen. Mit Hilfe von Father Flood soll ihr Neuanfang im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gelingen.
Einquartiert wird sie für die erste Zeit bei der gestrengen Mrs.Kehoe.
Einfühlsam, zurückhaltend, besonnen, ruhig und wundervoll - so ist dieser Roman geschrieben.
Ein Lesevergnügen.
Kaffeeelse
Thalia Book Circle Community
5/5
14.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Eilis Laceys Reise
Eilis Lacey lebt mit ihrer Mutter und ihrer etwas älteren Schwester in Enniscorthy, einer Kleinstadt im Südosten von Irland. Wir sind in den 50er Jahren, das Leben ist nicht einfach, die Laceys sind arm, Arbeit gibt es nicht und so verlässt Eilis auf Drängen der Familie Irland und geht nach Amerika, in die USA nach Brooklyn.
Dort angekommen vermittelt ihr ein irischer Priester, ein Bekannter der Familie ein Unterkommen in einer Pension, die von einer Irin geleitet wird und einen Job in einem Kaufhaus. Eilis lebt sich langsam ein, doch sie fühlt sich allein, bekommt den Geschmack der Dunkelheit zu spüren. Auch hier hilft wieder der Priester, er vermittelt ihr einen Platz am Brooklyn College, da er ihr Potenzial erkennt und so besucht sie fortan Kurse in Buchführung am College. Tóibín zeichnet ein stimmiges Bild einer vergangenen Zeit, in der Frauen nicht die Möglichkeiten hatten, die sich uns heute so mannigfaltig bieten. Dies ist recht bestürzend zu lesen, denn eins sollte man sich hier klar machen, so lange ist das noch nicht her.
Eilis lebt sich langsam ein, obwohl ihr dennoch die irische Heimat fehlt, denn diese doch buntere amerikanische Welt verblüfft sie, man merkt ihr die Enge an, unter der sie in Enniscorthy gelebt hat. Doch man ist woher man stammt, und dies passt auf den Charakter der Eilis perfekt.
Dann lernt sie den italienischstämmigen Tony kennen, sie verspürt eine Faszination, bis sie schließlich zu fliegen beginnt. Auch hier merkt man wieder die Enge der damaligen Zeit. Doch dann kommt ein Brief aus der Heimat mit einer schlimmen Nachricht, der sie zu einer Rückkehr nach Irland zwingt. Und hier in Irland trifft sie wieder auf Jim, die Vergangenheit wummert an ihre Tür. Zwei Leben, zwei Männer, eine Entscheidung.
Von Colm Tóibín ist dieses Buch wunderbar geschrieben worden, die Rolle der Eilis fand ich wunderbar gezeichnet. Ihre Entscheidungen, ihre Sichten ecken manchmal mit meinen eigenen Sichten an, aber es ist eine andere Zeit. „Brooklyn“ ist ein exzellenter Blick und auch ein spannender Blick in die Vergangenheit, „Brooklyn“ ist ein Buch, das ich sehr gern gelesen habe und „Brooklyn“ ist ein Buch, welches ich völlig überzeugt empfehle.
Bewertung
5/5
24.01.2016
Buch (Taschenbuch)
Einfühlsame Auswanderergeschichte
Langsam aber sicher baut sich der irische Autor Colm Toibin auch hier in Deutschland eine Fangemeinde auf. Dies ist jetzt sein dritter ins deutsche übersetzter Roman. Und wo jetzt sein Buch verfilmt wurde, hat der DTV-Verlag eine neue Ausgabe mit dem Filmcover herausgegeben.
In dem Buch Brooklyn erzählt der Autor die Geschichte der jungen Irin Eilis, die eigentlich gegen ihren Willen nach New York auswandert. Er unterteilt seinen Roman in 4 Teile. Im ersten Teil lernen wir Eilis kennen. Sie hat gerade die Schule hinter sich, lebt mit ihrer schönen und offensichtlich erfolgreichen Schwester noch bei ihrer Mutter. Jetzt ist sie auf der Suche nach Arbeit, jobbt in einem kleinen Lebensmittelladen und verbringt die Freitagabende mit ihrer Freundin beim Tanzen. Doch ihre ganze Situation ändert sich, als ein Priester auf Durchreise von New York in ihrem Ort Station macht und von der dortigen irischen Gemeinde schwärmt. Er überzeugt ihre Mutter und ihre Schwester davon, dass sie in New York deutlich die besseren Zukunftsaussichten hat. Er leitet in den USA auch alles in die Wege, so dass die Familie sich keine Sorgen um ihre Jüngste machen muss. Ihre Schwester übernimmt dies in Irland. Im zweiten Teil ist Eilis frisch in New York angekommen. Sie lebt in einer von einer Irin geführten Frauen-Pension und arbeitet in einem Kaufhaus als Verkäuferin. Freitags abends geht es wie bisher zum Tanzen im Gemeinedesaal von Father Flood, dem Priester, der sie nach New York geholt hat. Sie ist noch nicht wirklich angekommen und fühlt sich fremd. Im dritten Teil ist sie endlich angekommen. Sie lernt nach der Arbeit fleißig, um ihren Buchhaltungsabschluss am College zu bestehen. In der Zwischenzeit hat sie auch einen netten jungen Mann kennengelernt, mit dem sie häufig ihre Abende beim Essen, Tanzen und im Kino verbringt. Diese Zeit wird allerdings durch einen schrecklichen Vorfall zu Hause in Irland überschattet. So dass sie im vierten Teil wieder zurück in Irland ist. Wird sie in Irland bleiben oder geht sie nach New York zurück? Die ganze Geschichte spielt in den fünfziger Jahren.
Colm Toibin hat die Entwicklung dieses jungen Mädchens ausgesprochen einfühlsam in einer ganz ruhigen und schönen Sprache beschrieben. Man merkt richtig, wie Eilis sich entwickelt. Am Anfang hat sie überhaupt keinen eigenen Willen. Ihre Mutter, ihre Schwester und die Kirche haben zuerst ihr Leben in Irland, später ihre Hauswirtin Mrs. Kehoe, ihre Abteilungsleiterin Miss Fortini und Father Flood ihr Leben in New York bestimmt und gelenkt. Sie braucht ihre Zeit, bis sie selber merkt, wo sie steht und was sie wirklich im Leben möchte. Aber sie findet ihren Weg und beschreitet ihn in ihrem eigenen Tempo. Unbedingt lesenswert, wie der Autor die Geschichte erzählt ihre Zerrissenheit, ihre Loyalität, ihr Heimweh, aber auch ihr Entdecken des Neuen und auch des scheinbar Unerlaubten.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
10.04.2026
eBook (ePUB)
Ein Traum von einem Buch
Eine junge Frau macht sich zu Beginn der 50er Jahre auf in die neue Welt und lässt dabei nicht nur ihre Familie sondern ihr komplettes Selbstverständnis zurück, auf das sie immer zählen konnte. Mein Fazit: Eindringlicher kann man das Leben nicht beschreiben.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
10.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Als ausgewanderte Ire, der jetzt...
Als ausgewanderte Ire, der jetzt im Einzelhandel arbeitet und eine sehr unglückliche Ehe hinter sich hat, gibt es viele Punkte in diesem Buch die mich angesprochen haben. Toibin hat ein Meisterwerk der Gefühle und Tiefsinnigkeit erschaffen. Ein toller Schmöcker
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
09.01.2022
eBook (ePUB)
Entscheidung aus Liebe
Dieses Buch ist zwar schon etwas älter und mittlerweile verfilmt, trotzdem wurde mein Interesse erst jetzt geweckt. Es geht um Eilis, eine intelligente junge Frau, die in Irland keine Arbeit findet und mit der Unterstützung ihrer älteren Schwester und eines Geistlichen Anfang der 1950er Jahre in die USA, nach Brooklyn, auswandert.
Eilis hat Heimweh nach Irland und vermisst ihre Familie schmerzlich. Doch schließlich gelingt es ihr, in der neuen Heimat anzukommen, was nicht zuletzt an einem jungen Italiener liegt, in den sie sich verliebt. Gemeinsam schmiedet das Paar Zukunftspläne. Als Eilis anlässlich einer Beerdigung nach Irland zurückkehrt, will ihre Mutter sie nicht wieder ziehen lassen.
Eindrücklich-stimmig schildert Colm Tóibín die Seelenqualen einer jungen Frau, die sich hin- und hergerissen fühlt zwischen Pflicht- und Verantwortungsgefühl, Liebe und Selbstbestimmung. Gesamt ein empfehlenswerter, anrührender Roman, der absolut glaubwürdig ohne Kitsch und Klischee von einem Auswandererschicksal erzählt. Zur Ergänzung möchte ich mir nun den Film ansehen.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
4/5
07.06.2024
Buch (Taschenbuch)
Viel tiefer als der Film
Ich kannte bisher nur die Verfilmung des Romans und finde Colm Tóibíns Vorlage weit griffiger in der Charakterisierung der Figuren. Hier zeigt sich, wie Bücher Innenschauen ermöglichen, für die Filme sich extrem ins Zeug legen müssen.
Zugegeben: Es ist schon einige Jahre her, dass ich den Film sah, sodass ich ihm vielleicht auch Unrecht tu, aber in meinem Kopf ist nur geblieben, dass eine Frau zwei Liebesgeschichten hat, und hier finde ich es weit nachvollziehbarer, welche Geschichte welches Gewicht hat - und vor Allem gibt es weit mehr, was hier geschildert wird über das Leben irischer Einwander*innen in den USA kurz nach dem zweiten Weltkrieg.
Wie so oft also: Das Buch war besser.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
4/5
13.12.2022
Buch (Taschenbuch)
Wo gehörst du hin, wenn deine Heimat und dein Zuhause durch einen Ozean getrennt werden?
Die junge Frau Eilis Lacy verlässt ihre Heimat Irland. Sie lässt sowohl ihre Freunde, ihre Mutter als auch ihre geliebte Schwester Rose zurück. Ihr Ziel: Brooklyn, Amerika – um dort ein besseres Leben zu führen. Angekommen findet sie sich in Einsamkeit, Heimweh und völliger Unzufriedenheit wieder. Sie hat zwar eine Arbeit und geht auf die Abendschule, doch so richtig zufrieden ist Eilis eine lange Zeit nicht. Bis sie den Italiener Tony kennenlernt, der ihr Leben in Brooklyn auf den Kopf stellt. Zum ersten Mal hat sie das Gefühl von Zuhause. Doch dann folgt eine schreckliche Nachricht aus Irland und Eilis muss eine schwierige Entscheidung treffen, die über gehen oder Bleiben entscheidet.
Ich mochte sehr an diesem Roman, dass sich die Geschichte wirklich Zeit lässt und Eilis Weg nach und nach erzählt. Man wird nicht einfach ins Geschehen geworfen, sondern angenehm hineingeleitet, sodass man vor allem Eilis selbst sehr gut nachempfinden konnte – wir werden also genau wie sie selbst auf eine Reise in ein neues Leben geschickt, ungewiss was passieren wird.
Mir hat auch der 50er Jahre Flair von Brooklyn sehr zugesagt und er sprühte nur so aus dem Buch heraus. Es ist auch wichtig zu wissen, dass das Buch relativ anspruchsvoll geschrieben worden ist.
Ich würde den Roman jedem weiter empfehlen der sich auf eine sehr persönliche und hinreißende Reise begeben möchte.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.