Herzfaden

Roman der Augsburger Puppenkiste

Thomas Hettche

(92)
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Beschreibung

Ein großer Roman über ein kleines Theater: die Augsburger Puppenkiste.

Ein zwölfjähriges Mädchen gerät nach einer Vorstellung der Augsburger Puppenkiste durch eine verborgene Tür auf einen märchenhaften Dachboden, auf dem viele Freunde warten: die Prinzessin Li Si, Kater Mikesch, Lukas, der Lokomotivführer. Vor allem aber die Frau, die all diese Marionetten geschnitzt hat und nun ihre Geschichte erzählt. Es ist die Geschichte eines einmaligen Theaters und der Familie, die es gegründet und berühmt gemacht hat. Sie beginnt im 2. Weltkrieg, als Walter Oehmichen, ein Schauspieler des Augsburger Stadttheaters, in der Gefangenschaft einen Puppenschnitzer kennenlernt und für die eigene Familie ein Marionettentheater baut. In der Bombennacht 1944 verbrennt es zu Schutt und Asche. »Herzfaden« erzählt von der Kraft der Fantasie in dunkler Zeit und von der Wiedergeburt dieses Theaters. Nach dem Krieg gibt Walters Tochter Hatü in der Augsburger Puppenkiste Waisenkindern wie dem Urmel und kleinen Helden wie Kalle Wirsch ein Gesicht. Generationen von Kindern sind mit ihren Marionetten aufgewachsen. Die Augsburger Puppenkiste gehört zur DNA dieses Landes, seit in der ersten TV-Serie im westdeutschen Fernsehen erstmals Jim Knopf auf den Bildschirmen erschien.

Produktdetails

Verkaufsrang 2338
Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 10.09.2020
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Dateigröße 5003 KB
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
EAN 9783462321067

Buchhändler-Empfehlungen

Marlene Schurt, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Röhrsdorf

"Herzfaden" erzählt die Geschichte der Augsburger Puppenkiste und die derer Menschen, die fest mit ihr verbunden sind.

Mal etwas ganz anderes!

Patricia Päßler, Thalia-Buchhandlung Dresden

Dieses Buch liebt man - oder man kann damit nichts anfangen. Mir gefällt es gut und mir fällt auch auf Anhieb kein wirklich vergleichbares Buch ein. Zwar erinnert "Herzfaden" von der Aufmachung und dem Aufbau ein bisschen an Michael Endes "Unendliche Geschichte". Dazu kommt, dass "Herzfaden" genau wie "Der kleine Prinz" eine Art ... Kinderbuch für Erwachsene ist. Es ist oftmals sehr einfach geschrieben, was kinderbuchhaft anmutet, aber inhaltlich ist es natürlich überhaupt kein Kinderbuch. In weiten Teilen ist es kein schönes Buch. Es spielt sowohl während des Naziregimes, als auch in der Nachkriegszeit und behandelt neben dem Krieg (samt Bomben, Hunger und Tod) vor allem auch viele moralische Fragen. Dazu passt auch das Märchen auf dem Dachboden, das die eigentliche Haupthandlung umfließt. Ich fand es gar nicht unnötig, wie einige andere Leser meinen, im Gegenteil, für meinen Geschmack passte es gut zum Erkenntnisgewinn der Geschichte. Vor allem ist es interessant, weil sich das Weltbild der Menschen ja permanent weiterentwickelt - und wir heute vieles anders (Stichwort Rassismus) empfinden, als es zum Beispiel 1960 der Fall war, als z.B. Jim Knopf geschrieben wurde... Fazit: Die Aufmachung des Buches ist einfach wundervoll, unter dem Schutzumschlag rotes Leinen, Lesebändchen, zweifarbige Schrift und liebevolle Illustrationen. Der Schreibstil ist ziemlich episodenhaft; er vermittelt das grauenhafte jener Tage gut, aber ohne je voyeuristisch zu sein. Man merkt dem Buch an, dass es gut recherchiert ist und ich finde es sehr gut, dass es beschreibt ohne zu bewerten, sodass man sich seine eigenen Gedanken dazu machen kann ... man es aber auch einfach hinnehmen kann, um sich unterhalten zu lassen. Einziger Nachteil des Buches ist, dass es nicht sehr dick ist. Es behandelt eine ziemlich lange Zeitspanne auf lediglich 280 Seiten. Dadurch hat man diese episodenhafte Erzählweise, was in puncto Kurzweil durchaus etwas für sich hat - mir hat es aber so gut gefallen, dass ich davon lieber noch mehr gelesen hätte ;)

Kundenbewertungen

Durchschnitt
92 Bewertungen
Übersicht
72
17
0
2
1

von einer Kundin/einem Kunden am 06.10.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In dieses Buch habe ich mich einfach verliebt. Es sind zwei ganz unterschiedliche Handlungsstränge. Der eine führt uns in die dunkle Zeit der Nazidiktatur, ihrer Traumata und die Sehnsucht nach einer neuen Zeit. Der andere nimmt uns mit auf einen geheimnisvollen Dachboden, wo Marionetten lebendig werden und zu einem Mädchen, das... In dieses Buch habe ich mich einfach verliebt. Es sind zwei ganz unterschiedliche Handlungsstränge. Der eine führt uns in die dunkle Zeit der Nazidiktatur, ihrer Traumata und die Sehnsucht nach einer neuen Zeit. Der andere nimmt uns mit auf einen geheimnisvollen Dachboden, wo Marionetten lebendig werden und zu einem Mädchen, das auf eine gefährliche Suche nach einer dämonischen Kasperlfigur geschickt wird. Dies alles verbindet sich zu einer Ode an die Kraft der Fantasie, die zu allen Zeiten das Sehnen der Menschen nach einem besseren Leben und einer besseren Welt wiederspiegelt. Zeitgeschichte und Märchen zugleich - wunderbar!

Eine Insel mit zwei Bergen
von Tauriel am 22.03.2021

Ich liebe die Augsburger Puppenkiste mit ihren faszinierenden Figuren. Ich musste dieses Buch unbedingt lesen und ich wurde nicht enttäuscht . Allein schon das Cover mit der skizzierten Emma ist mir direkt ins Auge gefallen und andere Marionetten begegnen mir später auf diese Weise auch im Buch. Die Skizzen im Buch stammen v... Ich liebe die Augsburger Puppenkiste mit ihren faszinierenden Figuren. Ich musste dieses Buch unbedingt lesen und ich wurde nicht enttäuscht . Allein schon das Cover mit der skizzierten Emma ist mir direkt ins Auge gefallen und andere Marionetten begegnen mir später auf diese Weise auch im Buch. Die Skizzen im Buch stammen von Matthias Beckmanns,nach originalen Vorlagen. Der Autor zeichnet ein klares Bild von der Entstehungsgeschichte des Augsburger Puppentheaters nach. Die Protagonistin,ein 12 -jähriges Mädchen hat überhaupt keine Lust mit ihrem Vater ein Puppenspiel anzugucken . Bei nächster Gelegenheit macht sie sich auf die Suche,um der Langeweile zu entgehen.Als sie eine verborgene Tür mit einer Wendeltreppe entdeckt , macht sie sich neugierig auf den Weg nach oben zum Dachboden.Trotz der Dunkelheit erkennt sie nach und nach im Mondschein die mir bekannten und unbekannten Figuren,die die Augsburger Puppenkiste bereichern .Und mittendrin,trifft sie auf Hannelore Marschall,Hatü genannt,die Tochter von Walter Oehmichen,dem geistigen Vater der Augsburger Puppenkiste. Als Mit- Erschafferin dieser außergewöhnlichen Puppen ,fängt Hatü an zu erzählen.Hatü breitet die Entstehungsgeschichte dieses außergewöhnlichen Theater aus. Inmitten dieser Szenerie beschreibt der Autor anschaulich , mal fiktiv,mal realitätsnah ,eine Geschichte . Ihm gelingt hier , ohne Probleme den Spagat zwischen Fantasy und realer Erzählung . Im Verlauf erkenne ich viele Verknüpfungspunkte ,die diese Geschichte zusätzlich interessant macht. Die Kapitel sind mal in roter Schrift,was das Mädchen an fantastischen erlebt und mal in blauer Schrift gehalten,was Hatü aus ihren Erinnerungen erzählt. Dadurch lässt der Autor die deutsche Geschichte mit all ihren Facetten lebendig werden. Das Zitat von Walter Oehmichen : „Der Herzfaden, ist der wichtigste Faden einer Marionette. Er macht uns glauben, sie sei lebendig, denn er ist am Herzen der Zuschauer festgemacht“ ist nicht nur der Buchtitel,sondern zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch. Auch ich werde durch diesen Faden ans Buch gefesselt und bekomme die Entstehungsgeschichte von der Augsburger Puppenkiste hautnah mit. Ich habe das Gefühl,das ich zum Teil dieser Geschichte werde,da die „Helden“ darin, keine Unbekannten für mich sind. Hatü lässt mich einen Blick hinter die Kulissen gewähren, und bekomme so einen Eindruck,wie Marionetten-Theater funktioniert. Dem Autor ist ein schönes Porträt von der Puppenschnitzerin Hatü gelungen und hat ihr und der Augsburger Puppenkiste ein würdiges Denkmal gesetzt. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und kann es nur empfehlen. Fazit: Ein Buch ,das fesselt und ein Stück deutsche Geschichte in sich trägt .

Die Geschichte der Augsburger Puppenkiste
von PMelittaM aus Köln am 16.03.2021

Ein Mädchen verirrt sich nach dem Besuch der Augsburger Puppenkiste im Gebäude und landet auf dem Dachboden, wo sie nicht nur viele Marionetten, sondern auch Hatü, die Tochter des Gründers des Puppentheaters trifft, die ihr ihre Geschichte erzählt. Diese setzt 1939 ein, Hatü, wie Hannelore, die jüngere Tochter Walter Oehmiche... Ein Mädchen verirrt sich nach dem Besuch der Augsburger Puppenkiste im Gebäude und landet auf dem Dachboden, wo sie nicht nur viele Marionetten, sondern auch Hatü, die Tochter des Gründers des Puppentheaters trifft, die ihr ihre Geschichte erzählt. Diese setzt 1939 ein, Hatü, wie Hannelore, die jüngere Tochter Walter Oehmichens genannt wird, ist 8 Jahre alt und mit ihren Eltern und ihrer Schwester Ulla in den Ferien, als ihr Vater einberufen wird, und die Familie den Urlaub abbrechen muss. Hatüs weiteres Leben wird in Momentaufnahmen erzählt, wir erleben mit ihr die Kriegs- und die Nachkriegszeit, den Aufbau der Puppenkiste, deren Vorgänger 1944 eine Bombennacht nicht übersteht, bis hin zur ersten Fernsehübertragung. Ich glaube, die Augsburger Puppenkiste kennt jeder, sie gehört, wie es im Buch heißt, zur DNA unseres Landes. Und wenn ich ihre Stücke sehe, werde ich wieder zum Kind – eine Aussage, die auch der Roman trifft, dass in jedem Erwachsenen auch das Kind steckt. Das sieht am Ende auch das Mächen ein, die Protagonistin der Rahmenhandlung, das sich am Anfang noch für zu alt für die Puppenkiste hält. Die Rahmenhandlung gibt dem Roman einen regelrecht philosophischen Überbau, und bringt den Leser zum Nachdenken. Ob ich alles so verstanden habe, wie es der Autor beabsichtigte, weiß ich nicht, aber das ist wahrscheinlich auch egal. Die Zeichnungen von Matthias Beckmann tragen ihr Teil dazu bei, dass man sich an die schöne Zeit erinnert, die man selbst mit den Stücken der Augsburger Puppenkiste hatte. Wie diese überhaupt entstanden ist, und das wurde, was sie heute ist, ist interessant zu lesen. Und mich hat er schon immer erreicht, der Herzfaden! Mich hat der Roman berührt, auch wenn ich etwas unsicher bin, was die Rahmenhandlung angeht. Er ist nicht einfach zu lesen, und zeigt nur Momentaufnahmen. Aber, bei dem, der die Augsburger Puppenkiste liebt – und er tut das nicht? – werden viele Erinnerungen geweckt. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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