Produktbild: Herzklappen von Johnson & Johnson

Herzklappen von Johnson & Johnson Roman

8

11,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.04.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

174

Maße (L/B/H)

19/11,9/1,7 cm

Gewicht

168 g

Farbe

Lichtgrau / Neon Pink

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47132-6

Beschreibung

Rezension

»In Valerie Fritschs Prosa ist etwas von der kindlichen Verletzlichkeit und dem Erstaunen lebendig, die man sich irgendwann abtrainiert, um überleben zu können.« ("DIE ZEIT")
»Fritschs Prosa erzählt davon klar und dennoch halluzinatorisch, eine Art glühender Lakonie, es ist ein Text, der es schafft, sich immer wieder im Unbewussten des Lesers zu verhaken, und deswegen etwas Invasives hat, so melodisch sind die Sätze, dass das Lesen etwas Körperliches annimmt, man möchte mitflüstern, mitwippen, dem Takt hinterher.« ("DIE WELT")
»Valerie Fritsch schreibt, als würde sie zeichnen – und zwar meisterhaft: Sie braucht nur wenige Linien, ein Satz, zwei Sätze, dann steht das Bild, und es öffnet sich ein ganzer Kosmos.« ("stern")
»Und wenn schon dieser Titel [ Herzklappen von Johnson & Johnson ] ein Abenteuer ist, dann ist es das Buch erst recht. Eine große Geschichte, in der die Sätze und Wörter wie Mikroskope sind. Sie sehen, was man ohne sie nicht sehen könnte ... Die existenzielle Spannung des Romans von Valerie Fritsch liegt darin, dass er uns zwar rundum Ruinen und letzte Dinge zeigt, dass aber in der Beschreibung dieser Dinge eine grossartig vibrierende Lebendigkeit entsteht.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Valerie Fritsch hat mit Herzklappen von Johnson & Johnson einen Roman geschrieben, der gerade in seiner anspruchsvollen Formensprache überzeugt, der im kalten Prosafluss gekonnt kleine Wärmeinseln einbaut und damit an den wichtigen Stellen berührt und unterhält.« ("Der Tagesspiegel")
»Fritsch beschwört Gefühle, schreibt einfallsreich, spielt mit Worten und Bildern, wählt dabei eindringliche Motive ...« ("Berliner Zeitung")
»Valerie Fritsch hat einen kraftvollen und poetischen Roman geschrieben, der es durchaus verdient hätte, auf der Auswahlliste für den Preis der Leipziger Buchmesse zu stehen. Dem Schweigen und Vergessen setzt sie ein literarisches Einfühlungsvermögen entgegen – und schafft so ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, die Erinnerung an die eigene Geschichte lebendig zu halten.« ("MDR Kultur")
» Herzklappen von Johnson & Johnson erkundet den jahrzehntealten Schmerz, das Körperwissen ohne Erfahrung. Valerie Fritsch begibt sich dafür an die schillernden Grenzen der Wirklichkeit, an die Grenzen der Sprache und die Grenzen des Menschseins - so wundersam und fein, wie es der Literatur selten gelungen ist.« ("Deutschlandfunk")
»Valerie Fritsch beschreibt feinste Schattierungen dieser irgendwo unsicher gewordenen Welt, in der es scheint, als würden alle letztlich nur Theater spielen.« ("Die Presse")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.04.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

174

Maße (L/B/H)

19/11,9/1,7 cm

Gewicht

168 g

Farbe

Lichtgrau / Neon Pink

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47132-6

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Kristall86

    aus an der Nordsee

    5/5

    24.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    !ein Lesehighlight 2020!…

    !ein Lesehighlight 2020! Valerie Fritsch hat mit „Herzklappen von Johnson und Johnson“ ein kleines Meisterwerk geschaffen! Ihre Wortwahl, ihre Ausdrucksweise und das Spiel der Emotionen, lassen diesen Roman wahrlich schweben. Die Geschichte von Alma und Friedrich und dessen Kind Emil, ein besonderes Kind welches keine Schmerzen verspürt, klingt im ersten Moment völlig an den Haaren herbei gezogen. Man merkt aber schneller als man denkt beim lesen des Buches, das hier viel mehr dahinter steckt als Almas Angst. Sie ist so intelligent, so klug aber auch so sehr Alma...Als dann die Geschichten von Almas schwerkranker Oma dazu kommen, hat man das Gefühl, das sich der Kreis der offenen Fragen schließt. Hier geht es erst recht spät um Emil, dafür sehr viel um Alma, da ist der Klappentext etwas verwirrend, da man glaubt, es geht zum Großteil um Emil. Fritsch geht mit so großer Hingabe auf die Verletzlichkeit des Menschen ein, nicht nur körperlich sondern eben auch seelisch, das es einem fast den Atem raubt. Ich habe viele Stellen zwei Mal gelesen, weil ich so beeindruckt davon war. Dieses Buch strotz vor so vielen Themen die aber alle zusammen gehören und ein wunderbares Ganzes ergeben. Fritsch blickt unheimlich tief in die Menschenseele und das hatte ich eigentlich zuletzt bei Hanya Yanagihara’s „Ein wenig Leben“ erlesen. Dieser Roman hat mich gepackt und hallt nach, wie es schon lange kein Buch mehr getan hat. Es ist ein anspruchsvoller Roman, auf den man sich einlassen muss um ihn zu verstehen. Man muss genau lesen, mitfühlen und es versuchen zu verstehen.... Ein wahnsinnig toller Roman der von mir 5 von 5 Sterne erhält!

  • Bewertung

    aus Zürich

    5/5

    17.09.2020

    eBook (ePUB)

    Hervorragend

    Eine wunderschöne Geschichte, Personen, Handlung, Stimmung und Oertlichkeiten beschrieben in einer Sprache, deren Schönheit zu einem der genussvollsten Leserlebnis seit langer Zeit geführt hat. Ein grossartiges Buch!

  • Edith Berger

    aus Graz

    5/5

    31.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ein beglückendes, großes, intensives Lesevergnügen

    „Der Ehe der Eltern misstraute sie mit den Jahren mehr und mehr, beargwöhnte deren schonenden, aber gleichgültigen Umgang miteinander.......Der Großvater, der sonntags zu Besuch kam, wie es sich gehörte, die Nähe mit aufeinandergpressten Lippen über sich ergehen ließ und für die zu Hause gebliebene Großmutter ein Stück Kuchen eingepackt bekam. Und Almas Liebe zu Friedrich und ihrem gemeinsamen Sohn Emil. Ein Kind das keinen Schmerz empfinden kann.....

  • Hannes Schwaiger

    aus Linz

    5/5

    26.03.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Besondere Menschen

    Die österreichische Autorin Valerie Fritsch beschreibt in ihrem neuen Roman die Verletzbarkeit des Menschen. Alma und Friedrich bekommen ein Kind, das keinen Schmerz empfinden kann. Die ständige Sorge, das sich ihr geliebter Sohn innere Verletzungen im Alltag zuziehen könnte, bestimmen permanent ihr Leben. Unterstützung findet Alma bei ihrer betagten Großmutter, mit der sie sehr viele Gespräche führt. Diese erzählt von ihrem Leben, den immerwährenden Entbehrungen, von der Kriegsgefangenschaft ihres Mannes(Täter und/oder Opfer), Und in eben diesen Geschichten findet Alma einige Erklärungen, die Menschen von jeher begleiten: Schuldgefühle, Verlorenheit in dieser Welt, Verwundbarkeit des Menschen in psychischer und physischer Hinsicht und die (Ohn)-Macht vor den wichtigen Entscheidungen des Lebens. In mitfühlenden und wunderbar formulierten Bildern erzählt die Autorin vom Heranwachsen eines Kindes, das keinen Schmerz empfinden kann. Sie beantwortet Fragen, wie ein solcher Mensch zu einem empfindsamen und verwundbaren Mitglied unserer Gesellschaft heranwachsen kann.

  • Miss.mesmerized

    4/5

    07.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Valerie Fritsch - Herzklappen von Johnson & Johnson

    Alma wächst in einer Familie des Schweigens auf. Das Leben der Eltern scheint nur hinter verschlossenen Türen vorzukommen, das Zuhause insgesamt erweckte mehr den Anschein einer Kulisse, vor der Leben eher simuliert wurde als dass es tatsächlich stattfindet. Die verrückte Mutter, die mondsüchtig des nächtens aus dem kontrollierten Alltag ausbricht, fasziniert das Mädchen, bringt dies wenigstens ein wenig Bewegung in den ansonsten stillen und nüchternen Alltag. Dieser wird auch von den Großeltern bestimmt, denen die Kriegserfahrung nicht nur in den Knochen steckt, sondern die diese regelrecht auf die Enkelin übertragen, die die Erfahrungen der älteren Generation in Alpträumen nacherlebt. Mit Friedrich erlebt sie schließlich die alles aufzehrende Liebe, Emotionen, die sie zuvor nicht kannte. Die Geburt des gemeinsamen Sohnes Emil jedoch stürzt sie zurück in eine abgeriegelte Welt, deren Grauen vor allem in ihrem Kopf stattfindet. Doch auch mit Emil stimmt etwas nicht, es dauert einige Jahre, bis das Ergebnis der Ärzte feststeht: Emil kann keinen Schmerz empfinden. Valerie Fritsch wurde für ihren Roman mit einer Nominierung auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2020 honoriert. Es ist die Geschichte vierer Generationen, die durch Alma verbunden und im Schmerz vereint sind. Die Großeltern, die die schmerzlichen Kriegserfahrungen nicht überwinden konnten und versuchten, durch eigenes Schweigen die Stimmen und Bilder im Kopf mundtot zu machen. Die Eltern, die nur hinter Türen reden, aber nicht mit dem Kind. Alma selbst, für die Schweigen und Schmerz identisch werden und die beides überwinden möchte bis zu Emil, der laut, geradezu vorlaut ist und durch das fehlende Schmerzempfinden das gegenteilige Extrem darstellt. Die grausamen Kriegserlebnisse haben den Großvater gebrochen, so sehr, dass sein Herz es nicht mehr ertragen konnte und nur noch von metallenen Klappen der Firma Johnson&Johnson am Laufen gehalten wird. So wie er innerlich beschädigt wurde, trägt sein Urenkel permanent äußerliche Bandagen als Zeichen der unzähligen Verletzungen, die dem Körper schaden, von ihm aber nicht wahrgenommen werden. Immer wieder spiegelt die Autorin die Figuren an den zentralen Elementen Schmerz und körperlicher Verletzung. Und gerade in den Sprachbildern wird der Roman herausragend, so schreibt sie etwa Alma „wünschte sich eine Ersatzpsyche, die die Welt besser ertrug, eine Identitätsprothese, die ihr einen sicheren Schritt durch die Tage ermöglichte.“ Die unterschiedlichen Traumata schreiben sich in die Körper ein, bleiben dort als sichtbare Wunden, die sich nicht einfach kosmetisch übertünchen lassen. Ein bildgewaltiger Roman, der dicht auf wenigen Seiten doch unheimlich viel und dies noch dazu sehr intensiv transportiert. Kein Roman, der mich emotional völlig mitgerissen hätte, sondern eher einer der Sorte, die durch Konstruktion und Sprache am Ende nachwirken und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Kundinnen und Kunden meinen

5

4

4

2

3

1

2

1

1

0

Bewertungen (8)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    22.03.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Faszinierend in Wort und Thema

    In manchen Familien ist er allgegenwärtig und wird der folgenden Generation vererbt. Der Schmerz - spürbar, ohne Wissen und Worte darum. „Es war, als hätten ihr die Großeltern ihr eigenes Schicksal in den Doppelhelix-Strängen der DNA weitergegeben.“ Konfrontiert mit den Ursachen des eigenen Befindens, das vor langer Zeit geprägt wurde, bevor man selbst den ersten Atemzug tat, entsteht Ratlosigkeit. Wie den eigenen Schmerz besänftigen, wie ein Kind beschützen und sozial integrieren, das keinen Schmerz spüren kann? Ist Schmerz nützlich, gar etwas Gutes? Ein atmosphärisch dichter Text, der Zeit braucht und sich erst durch ungeteilte Aufmerksamkeit offenbart. Was spröde scheint, wird subtil & anmutig.
  • Zum Bewerterprofil von Sophie Weigand

    Sophie Weigand

    Thalia Lübeck – Citti Park

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    08.03.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schmerzunempfindlich

    Alma besucht des Öfteren ihre Großeltern, in deren musealer Wohnung die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Der Großvater schweigt, die Großmutter erzählt die immer gleichen Geschichten: von früher, von den mittlerweile Verstorbenen, von Krieg und Vertreibung. Es scheint, als wären beide in einer Starre, die nie endet. Als Alma und Friedrich ein Kind bekommen, ist es unempfindlich gegen jeden Schmerz. Erst mühsam muss ihm beigebracht werden, dass der Körper verletzlich und zerstörbar ist. Im Kinderzimmer hängen Röntgenbilder gebrochener Knochen, regelmäßig wird der Junge abgetastet, um gefährliche Verletzungen auszuschließen. Valerie Fritschs grandioser Roman changiert zwischen zwei Polen des Schmerzes: Hier der eingefrorene, beschwiegene Schmerz der Großeltern, dort die gänzliche Abwesenheit von Schmerz des Sohnes. "Herzklappen von Johnson & Johnson" (im Übrigen jene, die dem Großvater das Überleben sichern) ist ein dichter, sprachlich virtuoser Roman, sehr poetisch und gehaltvoll. Es ist ein schmales Buch, aber man liest es mit Bedacht und Genuss. Im Buch selbst ist von einem "weltverlorenen Sound" die Rede und genau das beschreibt den Roman sehr passend.
  • Zum Bewerterprofil von Henrike Irmscher

    Henrike Irmscher

    Thalia Halle

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    4/5

    22.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Besonders

    Beim Lesen dieses Romans merkt man deutlich, dass Valerie Fritsch unter anderem auch als Fotografin tätig ist. Denn sie schafft es auf eine sehr faszinierende Art und Weise, mit ihrer ganz eigenen Sprache Szenerien bildhaft und detailreich wie Fotografien vor dem inneren Augen entstehen zu lassen. Die erzählte Geschichte ist ein wenig surreal – ein Junge, der keinen Schmerz empfinden kann; eine Großmutter, die unglaublich viel Schmerz im Krieg erfahren hat und die Geschichten von damals wieder und wieder erzählt; und schließlich eine Aufbruch, eine notwendige Reise in die Fremde, in menschenleere, fremde Länder, auf der Suche nach den Spuren der Vergangenheit in verfallenen Ruinen. Valerie Fritsch erschafft durch zahlreiche Wortneuschöpfungen und feinfühlige Vergleiche ihren ganz eigenen, unverwechselbaren Sound. An der ein oder anderen Stelle war es beinah etwas zu viel des Guten, dennoch würde ich „Herzklappen von Johnson&Johnson“ jeder und jedem empfehlen, die oder der auf der Suche nach einem sprachlich einzigartigen, poetischen Buch ist.

Unsere Meinungen

Bewertungen (3)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Herzklappen von Johnson & Johnson