Mathilde lebt mit ihren drei Söhnen in einer kleinen Wohnung in Paris. Seit dem Tod ihres Mannes kümmert sie sich allein um sie und ist stolz auf das Resultat. Die Jungen sind selbstständig und kommen im Leben gut zurecht. Das kann Mathilde von sich nicht mehr behaupten. Bis vor einiger Zeit ist sie ihrem Beruf mit großer Begeisterung nachgegangen. Doch seit Monaten verschlechtert sich ihre Arbeitssituation zusehends. Liegt es wirklich daran, dass sie ihrem Chef in einer Besprechung offen widersprochen hat? Wird sie deshalb von allen wichtigen Sitzungen ausgeschlossen? Und landen deshalb nur noch belanglose Aufgaben auf ihrem Tisch? Verzweifelt und mit den Kräften am Ende sucht sie eine Wahrsagerin auf. Die prophezeit ihr eine besondere Begegnung für den 20. Mai. Mathilde beginnt zu hoffen. Doch worauf? Auf das befreiende Gespräch mit ihrem Chef? Auf die Rückkehr ihrer alten Stärke? Oder auf die Begegnung mit einem ganz besonderen Mann? Der Tag der Prophezeiung bricht an ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Gavroche
5/5
07.04.2021
eBook (ePUB)
Mathilde
Ich habe schon viele Bücher von Delphine de Vigan gelesen, aber dieses fehlte mir noch in meiner "Sammlung". Ich bin wieder einmal begeistert von der Geschichte, aber vor allem vom Schreibstil der Autorin. Protagonistin dieses Buches ist Mathilde, eine Witwe, die drei Söhne hat. Eigentlich läuft alles ganz gut, wenn nur nicht die Probleme mit ihrem Chef wären. Soll sie sich wirklich auf die Vorhersage einer Wahrsagerin verlassen, dass am 20. Mai alles besser wird? Denn so sieht es wirklich nicht aus, denn auf einmal sitzt eine Kollegin in ihrem Büro und Mathilde wird schlimmer denn je gemobbt. Doch die Leser sind gespannt, denn auf der anderen Seite lesen wir über den Notfallarzt Thibault. Werden die beiden einsamen Herzen sich treffen? Soll es so geschehen, oder nicht? Die Geschichte spielt in Paris und auch die Stadt hat eine Hauptrolle in diesem Buch, très français - mir hat es gefallen.
Mareike Kollenbrandt
aus Jülich
5/5
07.04.2021
eBook (ePUB)
Zwei Menschen, zwei Leben...
Zwei Geschichten, die parallel laufen. Zum einen Mathilde, die alleine mit ihren Söhnen zusammen lebt, nachdem ihr Ehemann bei einem Unfall ums Leben kam. Ihr Leben war gut, bis sie in einem Meeting ihrem Vorgesetzten wiedersprach. Seitdem wird sie systematisch aus allem ausgeschlossen. In ihrer Not geht sie zu einer Wahrsagerin, die ihr weissagt, daß sich am 20. Mai alles ändert. Aber wie und ob überhaupt zum Guten, sagt sie nicht.
Thimbault ist Arzt und hat sich grade aus einer sehr ungesunden Beziehung befreit, ist sich aber trotzdem nicht sicher, ob das so richtig war. Den ganzen Tag fährt er zu Patienten und wartet doch eigentlich nur auf die erlösende Nachricht seiner Exfreundin, die aber nicht kommt.
Zwei Geschichten, die auf dem ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Oder doch?
Ein sehr gefühlvolles Buch, man leidet mit Mathilde und möchte auch Thimbault gerne ein paar tröstende Worte sagen.
Gavroche
5/5
28.02.2021
eBook (ePUB)
Mathilde Ich habe schon viele…
Mathilde Ich habe schon viele Bücher von Delphine de Vigan gelesen, aber dieses fehlte mir noch in meiner "Sammlung". Ich bin wieder einmal begeistert von der Geschichte, aber vor allem vom Schreibstil der Autorin. Protagonistin dieses Buches ist Mathilde, eine Witwe, die drei Söhne hat. Eigentlich läuft alles ganz gut, wenn nur nicht die Probleme mit ihrem Chef wären. Soll sie sich wirklich auf die Vorhersage einer Wahrsagerin verlassen, dass am 20. Mai alles besser wird? Denn so sieht es wirklich nicht aus, denn auf einmal sitzt eine Kollegin in ihrem Büro und Mathilde wird schlimmer denn je gemobbt. Doch die Leser sind gespannt, denn auf der anderen Seite lesen wir über den Notfallarzt Thibault. Werden die beiden einsamen Herzen sich treffen? Soll es so geschehen, oder nicht? Die Geschichte spielt in Paris und auch die Stadt hat eine Hauptrolle in diesem Buch, très français - mir hat es gefallen.
Wedma
4/5
11.02.2021
eBook (ePUB)
Ein nettes Wiedersehen mit…
Ein nettes Wiedersehen mit der Autorin, ihrer Erzählkunst, ihrer Art die Welt zu sehen, die Figuren und ihre Probleme darzulegen uvm. Die trübe, fast erdrückende Atmosphäre der Großstadt, des riesigen Molochs, ist ihr sehr gut gelungen, geht regelrecht unter die Haut. Auch der Hergang des Mobbings, aus drei Perspektiven, ist sehr beeindruckend präsentiert worden. Bei der Protagonistin, dieses Ausgeliefertsein einem aggressiven Profi-Psychopathen, diese Beklemmung, das Allein- und Ohnmächtig-sein vor dem unlösbaren Problem dastehend, ist sehr überzeugend dargestellt worden. Die Kollegen schauen bloß zu, da große Angst, selbst zu schaden zu kommen. Nicht alle zusammen gegen den Psychopathen, jeder stirbt für sich allein. Prima gelungene Gesellschaftskritik. Sehr gut beobachtet und dargelegt. Auch andere Perspektiven, die des Mobbers, die der Personalchefin, sind wie aus dem Leben gegriffen, verleihen dem Ganzen Tiefe und Überzeugungskraft, sodass das Geschilderte noch authentischer und greifbarer wirkt. Auch beim Protagonisten ist das Leben alles andere als rosig. Eine geliebte Frau verlassen zu müssen, aus eigenem Antrieb wohl bemerkt, das ist nicht einfach, das trifft man nicht oft, auch in Romanen nicht. Seine Arbeit ist auch kein Zuckerschlecken. Beide Protagonisten sind so fertig mit der Welt. Scheinbar können sie aus diesem Moloch nicht raus. Was wollte uns die Autorin damit sagen, tauchte die Frage immer wieder auf. Dass das Leben in der Großstadt einer Hölle gleicht? Dass es keinen Zusammenhalt in der Gesellschaft mehr gibt? Dass so ein Leben menschenverachtend und unter jeder Würde ist? Fragen über Fragen. Jedenfalls hat die Autorin viel Stoff zum Nachdenken gegeben, was ihr hoch anzurechnen ist. Diese Geschichte war deprimierend zu lesen, aber spannend. Das Ende barg eine Überraschung, wobei es für mich eher wenig befriedigend ausfiel, aber doch passend zur Geschichte, zum Setting, zu der Idee des Romans insg. Gerne vergebe ich vier Sterne und bleibe auf weitere Werke von D. De Vigan gespannt.
bolie
aus Langscheid
4/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Mathilde ist nach dem Tod…
Mathilde ist nach dem Tod ihres Mannes alleinerziehend. Sie hat tolle Söhne, eine ansprechende Wohnung und einen Job, der ihr Freude macht. Bis vor acht Monaten. Denn da wagte sie sich aus ihrer Komfortzone und widersprach ihrem Chef. Öffentlich. Nein, das gefiel ihm absolut nicht und seitdem mobbt er sie wo er kann. Und dann ist da noch ein Besuch bei einer Wahrsagerin, der ihr nicht aus dem Kopf geht. Der 20. Mai soll endlich die Wende bringen. Nur, welche Wende? Neuer Mann? Neuer Job? Weltreise? Das Buch beschreibt nicht nur die Situation Mathildes. Abwechselnd schreibt die Autorin zudem über einen Mann, der als Arzt in Paris unterwegs und mit seinem Leben nicht zufrieden ist. „Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin“ erschien im #dumontbuchverlag. Die Autorin Delphine de Vigan kannte ich durch ihr Buch „Dankbarkeiten“, welches mir sehr gut gefiel. Auch in diesem Roman war mir ihre Sprache (beziehungsweise die Übersetzung) sehr sympathisch. Mathilde kam so glaubwürdig bei mir an, dass ich mich völlig in sie hineinversetzten konnte. Ja, das behaupte ich, da ich selbst schon in einer ähnlichen Situation war. Also bis dahin, sehr gut. Jetzt kommt das große „Aber“. Ich hätte gerne ein anderes Ende gelesen. Dieses ist mir zu offen, da viele Fragen ungeklärt bleiben. Daher ziehe ich einen Stern ab, empfehle das Buch aber sehr. Es beschreibt ein großes Problem unserer Zeit. Eigentlich zwei: Mobbing und Burnout.
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5/5
25.02.2021
Buch (Taschenbuch)
Wie viel kann man aushalten?
Wie mag man sich fühlen, wenn man 100 % hinter seiner Arbeit steht, alles richtig macht aber der oder die Vorgesetzte das bewusst anders sieht?
Einem dann Stück für Stück alles Wichtige entzogen und nur noch Belanglos vorgelegt wird, nur um Macht zu demonstrieren und den anderen klein zu machen...?
Delphine de Vigan bohrt immer tief rein und da tut es dann auch besonders weh...!
Ich war mehr als begeistert! Sie schafft es einfach, Worte perfekt einzusetzen und mich in ihren Sog zu ziehen.
Freuen Sie sich drauf! Literarisch wertvoll!
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5/5
23.02.2021
Buch (Taschenbuch)
Lieblingsautorin
Mathilde ist verwitwet und hat drei minderjährige Söhne. Seit vielen Jahren arbeitet sie als Stellvertretung des Marketingleiters eines internationalen Nahrungsmittelkonzerns. Aus Bequemlichkeit und Effizienz vertritt sie die gleiche Meinung wie ihr Vorgesetzter. Eines Tages weicht sie von dieser Haltung ab - mit ungeahnten Folgen...
Zugleich wird die Geschichte von Thibault erzählt. Einen Arzt, der sich gerade von seiner Freundin Lila getrennt hat und von Hausbesuch zu Hausbesuch irrt. Mathilde und Thibault befinden sich an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Gemeinsam mit ihnen steuern wir auf einen Tag im Monat Mai zu.
Diesen unvergesslichen Roman von Delphine De Vigan las ich 2009, jetzt gibt es eine Neuauflage im Taschenbuch. Die Bücher der Autorin sind allesamt Lieblingsbücher. Die Auswahl ihrer Themen, die wunderschöne Sprache - beides unverwechselbar und zeitlos, immer entdecken wir Nachdenkenswertes.
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5/5
21.02.2021
Buch (Taschenbuch)
Sehr authentisch und feinfühlig...
Sehr authentisch und feinfühlig wird hier über Mobbing, Liebe, Leben und die eigene Starre, Dinge anzugehen, gesprochen. Sich nicht wehren zu können und sich dem Schicksal einfach auszuliefern. Unfassbar gut geschrieben.
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5/5
08.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Große Delphine de Vigan-Liebe
Delphine de Vigan ist einfach eine unglaubliche Schriftstellerin.
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie fein sie die Charaktere ihrer Figuren zeichnet, wie sie ihr Seelenleben offenbart.
Als Leser begleiten wir Mathilde. Einen Tag lang begleiten wir sie durch ihren Arbeitstag, der für sie über Monate, schleichend, zur Hölle geworden ist. In einer zweiten Perspektiv begleiten wir Thibault, der so mutig war, seine Geliebte zu verlassen und sich doch alles andere als mutig fühlt.
Trotz dieser Fokussierung auf diese beiden Individuen, zeigt de Vigan zu gleich auch ein Bild unserer Gesellschaft das ehrlich ist, das weh tut und das uns den Spiegel vorhält.
Und ihre Sprache...ich bin verliebt in ihre Sprache! (Übersetzung aus dem Französischen von Doris Heinemann)
Wie immer bei dieser Autorin, absolute Leseempfehlung!
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4/5
01.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Eine Prophezeihung für den 20. Mai
Mathilde und Thibault sind die beiden Hauptpersonen dieses pointiert erzählten Romans.
Sie, alleinerziehende Mutter von drei Söhnen, erfolgreiche Geschäftsfrau, wird von einem zum anderen Tag von ihrem Chef auf grausame und fiese Art gemobbt. Wie weit wird er gehen und was wird sie aushalten?
Er, ein Notallmediziner, hetzt quer durch die gleiche Stadt
und rettet Leben, nur seines nicht. Was kann er noch aushalten, bevor er zusammenbricht? Als dann noch eine Wahrsagerin auftaucht, beginne ich zu hoffen...
Ich wünsche mir nichts mehr, als dass diese beiden Seelen aufeinandertreffen und die Katastrophe, auf die beide zusteuern, ausbleibt. Ich liebe diesen Schreibstil: klug, leicht, weise und treffsicher skizziert die Autorin auch in diesem Roman viel mehr als zwei Schicksale.
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